Hallo zusammen,
Hier mal meine Beobachtungen zur Kalibration der Lights, anhand einer kleinen Versuchsreihe.
Kamera: Pentax KP (unmod. DSLR), alles bei ISO 800.
Die folgenden Frames wurden verwendet:
Light: 360s
Master-Dark: 360s
Master Flat: 2s
Master-Flatdark: 2s
Master-Bias: 1/2000s
TL;DR: Meine Lights werden nur erfolgreich kalibriert, wenn ich auch das Light mit einem Dark kalibriere. Ziehe ich vom Light nur Bias ab, habe ich eine Flat-Überkorrektur.
(1) Unkalibriertes Einzelbild, nicht debayert, starke STF damit man die Vignette sieht
(2) (Flat - Bias) und (Light - Bias), keine Darks, STF, (schlecht)
(3) (Flat - Flatdark) und (Light - Dark), STF, (gut)
Zur ursprünglichen Frage: Flatdark und Bias unterscheiden sich bei mir
nicht. Differenz in Pixelmath zeigt nur sehr geringes, homogenes Rauschen. Dark und Bias unterscheiden sich stark, siehe weiter unten.
Auch (Flat - Flatdark) und ((Light - Bias) - (Dark - Bias)) macht keinen Unterschied zu (3), da sich das Bias "rauskürzt". Es ist egal, ob das Bias im Dark enthalten ist, oder separat subtrahiert wird, solange keine Dark-Optimierung verwendet wird. In dem Fall wäre ein separates Abziehen des Bias besser.
Jedenfalls: Zumindest bei der Pentax KP scheint die Korrektur nur zu funktionieren, wenn vom Light das Dunkelsignal (nicht unerheblich viel bei 360s, siehe unten) abgezogen wurde (3). Wird nur der Offset-Sockel (von Flat und Light) abgezogen (2) überkorrigiert das Flat erheblich.
Ein paar Zahlen zum Schluss:
Der Mittelwert des Darks (360s) liegt bei 2029 (@16 Bit). Der Mittelwert des Bias (1/2000 s) liegt bei 512 (@16 Bit).
Es wäre interessant, ob das bei anderen DSLRs oder OSCs ähnlich ist? Ich höre oft dass Darks weggelassen werden, und nur Bias abgezogen wird, funktioniert bei euch dann die Flatkorrektur?
Viele Grüße,
Norbert