Hallo Klaus,
dann bleibe ich mal bei den offenen Antworten...
Bei 500mm würde ich "tippen", dass du schon bei ner guten Minute in den Ecken was sehen wirst und da du idR. ja viele viele Bilder Stackst wirds irgendwann richtig unschön.
Goto ist ein zweischneidiges Schwert. Um wirklich davon zu profitieren, muss das Alignment stimmen und dafür wiederum brauchst du eine gewisse Grundorientierung am Nachthimmel. Wenn du aber mit (wie ich wieter oben schon schrieb) erst einmal kürzere Brennweiten verwendest, reicht es schon wenn du die Kamera grob auf den Himmelsabschnitt richtest, in dem dein "Zielobjekt" liegt. Zur genaueren Positionierung gibt es auch die Möglichkeit per Adapter einen Leuchtpunktsucher an den Blitzschuh der Kamera zu montieren. Kann bei 200mm schon sehr hilfreich sein! Also Goto muss nicht sein.
Zum Thema NEQ-3. Ich weiss ja nicht, nach welchem Set du genau geschaut hast, aber du solltest darauf achten, dass ein Polsucher dabei ist (und diesen auch wirklich peinlichst genau auf die Achse justieren) und das beide Achsen motorisiert sind.
Ich habe mal irgendwo den Wert von 10min Einzelbelichtungen bei 200mm Brennweite für die NEQ-3 gelesen, das halte ich zwar ggf. für machbar, aber keinesfalls für einen Einsteiger! Wenn du bei 200mm 2min sauber belichten kannst, dann bist du meiner Meinung nach schon gut dabei.
Aber das wichtigste zuletzt, fang mit kurzen Brennweiten an und lass die Finger vom 500mm-Tele! Du wirst viel Zeit benötigen das Motiv sauber auf dem Sensor zu platzieren und bei mangelnder Polausrichtung ist nach 10s Schluss mit punktförmigen Sternen!
Tu dir selbst den Gefallen und fang mit Brennweiten bis max. 85mm an. Es gibt schöne Motive für Widefields wie z.B. Heart&Soul bis rüber zu h- und chi-Persei, vom Nordamerikanebel rüber zum Schmetterling, M42 bis rüber zum Flammennebel (und Teile von Barnard´s Loop), ... M31 und M45 wären dann was für 200mm aufwärts.