Fotoanfänger sucht Montierung

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Klaus111

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Hallo,
nach langem hin und her möchte ich mir nun doch eine Montierung zum fotografieren kaufen.
Mit diesem Wunsch fangen aber auch meine Probleme an: Welche Montierung?

Zur Auswahl stehen:

Skywatcher Allview GoTo
Skywatcher Star Adventurer
Polarie Star Trecker

Meine Kamera: Nikon D7100 + 240mm(+Crop), 500mm(+Crop)

Könnt ihr mir einen Tipp geben?

Viele Dank
 
Hallo Klaus,

einen Tip geben ist schwierig, denn keine der 3 Montierungen würde ich einen "Einsteiger" für deine Brennweiten empfehlen!

Die Allview hat zwar Goto (spart dir das Aufsuchen von Hand), dafür ist es eine azimutale Montierung, was dir früher oder später eine nette Bildfelddrehung beim Fotografieren bescheren wird.

Die Star Adventurer nutze ich selbst und 200mm Brennweite sind im Rahmen des gut machbaren! Es gibt hier zwar auch "Spezialisten" die einen kleinen APO mit mehr Brennweite fotografisch auf der kleinen Montierung nutzen, aber für einen Einstieg halte ich das für sehr frustrierend.

Die Polarie ist im Gegensatz zur Star Adventurer etwas schwerer auf den Pol auszurichten (mein pers. Empfinden), es sei denn du baust zwischen Polarie und Stativ einen richtig guten Getriebeneiger.


Generell würde ich aber an deiner Stelle mit VIEL WENIGER Brennweite anfangen. 240mm sind schon ne Nummer, hört sich zwar im Vergleich zu 2.000mm wenig an, aber bei ungenauer Polausrichtung ist schon nach wenigen Sekunden schluss mit runden Sternen!

Wenn du das ganze mehr oder minder im heimischen Garten betreiben willst, würde ich auch nicht unbedingt eine derart kleine Montierung nehmen, sondern mal in der Größenordnung einer EQ3 stöbern.
 
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Danke für die offene Antwort!

Was meinst du, wie lange man bei der Allview GoTo bei 500mm belichten kann ohne Bildfelddrehung?

Die Skywatcher Montierung NEQ-3 geht Preislich auch noch.
Sollte ich auf Goto achten? Ist das gut (für mich als Anfänger?

Danke

 
Hallo Klaus,

dann bleibe ich mal bei den offenen Antworten...

Bei 500mm würde ich "tippen", dass du schon bei ner guten Minute in den Ecken was sehen wirst und da du idR. ja viele viele Bilder Stackst wirds irgendwann richtig unschön.

Goto ist ein zweischneidiges Schwert. Um wirklich davon zu profitieren, muss das Alignment stimmen und dafür wiederum brauchst du eine gewisse Grundorientierung am Nachthimmel. Wenn du aber mit (wie ich wieter oben schon schrieb) erst einmal kürzere Brennweiten verwendest, reicht es schon wenn du die Kamera grob auf den Himmelsabschnitt richtest, in dem dein "Zielobjekt" liegt. Zur genaueren Positionierung gibt es auch die Möglichkeit per Adapter einen Leuchtpunktsucher an den Blitzschuh der Kamera zu montieren. Kann bei 200mm schon sehr hilfreich sein! Also Goto muss nicht sein.

Zum Thema NEQ-3. Ich weiss ja nicht, nach welchem Set du genau geschaut hast, aber du solltest darauf achten, dass ein Polsucher dabei ist (und diesen auch wirklich peinlichst genau auf die Achse justieren) und das beide Achsen motorisiert sind.

Ich habe mal irgendwo den Wert von 10min Einzelbelichtungen bei 200mm Brennweite für die NEQ-3 gelesen, das halte ich zwar ggf. für machbar, aber keinesfalls für einen Einsteiger! Wenn du bei 200mm 2min sauber belichten kannst, dann bist du meiner Meinung nach schon gut dabei.

Aber das wichtigste zuletzt, fang mit kurzen Brennweiten an und lass die Finger vom 500mm-Tele! Du wirst viel Zeit benötigen das Motiv sauber auf dem Sensor zu platzieren und bei mangelnder Polausrichtung ist nach 10s Schluss mit punktförmigen Sternen!

Tu dir selbst den Gefallen und fang mit Brennweiten bis max. 85mm an. Es gibt schöne Motive für Widefields wie z.B. Heart&Soul bis rüber zu h- und chi-Persei, vom Nordamerikanebel rüber zum Schmetterling, M42 bis rüber zum Flammennebel (und Teile von Barnard´s Loop), ... M31 und M45 wären dann was für 200mm aufwärts.
 
Hallo Klaus , du solltest dir überlegen ob deine Montierung reisetauglich sein soll , oder muß ?
Von welchen Standorten aus du Astrofotografie betreiben wirst . Wie ist der Himmel in deiner Umgebung.
( Lichtverschmutzung )

Solltest du das Glück haben einen dunklen Himmel in deiner Umgebung zu haben , dann würde ich keine der oben genannten Nachführungen nehmen ! Das sind alle kleine Reisemontierungen .

Die Montierung gehört zu den wichtigsten Teilen um gute Astrofoto zu produzieren .

Selbst mit Montierungen in der 1500 - 2500 Euro Klasse ist mit den von dir erwähnten Brennweiten von 500 mm + Crop nicht viel mehr als 2 - 3 Minuten ungeguidet zu erwarten wenn überhaupt , bei sorgfältiger Einnordung vorraus gesetzt .

Wenn du nicht unbedigt eine reisetaugliche Montierung suchst dann würde ich mich um eine Montierung in der Klasse EQ5 / 6 oder ähnlichem umsehen da kannst später autoguiding nachrüsten, die tragen auch schon schwerere Teleskope . Also gut überlegen vorher und sich informieren .

Für mobile Einsätze fällt mir noch der Astrotrac ein . Der AT läuft sehr sehr genau bei guter Einnordung hab ich schon mal mit 600 mm Brennweite 90 sec belichtet , das ist aber schon grenzwertig .
Eine Polhöhenwiege einen tragfähigen Kugelkopf ,ein Stativ , und einen Polsucher voraus gestetzt .

Natülich ist das alles meine persönilche Einschätzung denn die Ansprüche in der Astrofotografie sind bei jedem anders .
Runde Sterne sind nicht für jeden gleich !!!

Goto ist gut aber nur bei genauer Einnordung
Ein Polsucher der nebei noch optimal justiert sein muß verstehet sich natürlich auch !!!

Grüße

Christian




 
Hallo zusammen,

eines direkt vorweg, ehe es sich einbrennt:

Zitat von christian10:

Der Crop-Faktor spielt bei der Nachführgenauigkeit KEINE Rolle! Einzig die Brennweite des Objektivs/Teleskops spielt dabei eine Rolle, der Rest (Crop-Faktor) ist nur im Bezug auf den Bildwinkel bzw. den abgebildeten Himmelsabschnit wichtig.

EQ5/HEQ5/NEQ6/AZ-EQ6 usw. sind definitiv ne andere Liga, als die von Klaus ins Feld geführten "Reisemontierungen", sowohl preislich, als auch vom "Aufwand" den ich für einen sauberen Betrieb treiben muss. Das fängt beim Gewicht an und hört bei der Stromversorgung auf.

Autoguider, Tragfähigkeit usw. sollte man zwar nicht ganz außer Acht lassen, aber ein "Reinschnuppern" mit einer NEQ3 halte ich pers. für einen guten Weg, vor allem wenn man mal schnell ne Wolkenlücke nutzen will. Das "dumme" an den größeren Montierungen ist das Geschleppe. Wenn ich weiss, dass ich nur mal eben ne Stunde habe, ehe das nächste Wolkenfeld ins Bild rauscht, dann nehm ich mal eben die kleine Star Adventurer und mach ein nettes Übersichtsbild. Das große Besteck schleppe ich nur durch die Gegend, wenn ich weiss, dass ich mehr als nur ne Stunde Zeit habe. Gerade am Anfang (für einen Einsteiger) kann das schon das Zünglein an der Waage sein und die beste Montierung nutzt nichts, wenn man sie nicht nutzt (während man das kleine Modell mit weniger Brennweite eventuell mal schnell in den Garten gestellt hätte).

Kleine Ergänzung: Die Skywatcher EQ3 PRO SynScan hat ebenfalls die Möglichkeit einen Autoguider zu verwenden...
 
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Hallo Klaus,

ganz im Ernst: schau mal nach einer gut erhaltenen gebrauchten Vixen GP. Für maximal um die 200 Euro ist das eine immer noch handliche und überraschend leichte vollwertige Monti, die eine ganze Menge mitmacht.

Wenn Du schreibst: "eine Montierung zum fotografieren": hast Du denn schon eine für andere Zwecke? Geht es Dir nur ums Fotografieren? Oder ums Fotografieren gerade mit dieser Monti?

Grüße,

auch'n Klaus
 
Hallo und vielen Dank an alle!

Noch ein paar Infos zu mir.
Also für “normale“ aufnahmen habe ich ein Stativ.
Ich wohne in Stadtnähe und habe einen Garten am Haus.
Weiterhin kann ich sagen, dass ich in ca. 60 Minuten im Schwarzwald auf 1000m Höhe bin.
Hauptsächlich geht es um die Nachführung (längere Belichtungszeiten)

Die Montierung möchte ich schon mal ins Auto legen können aber sicher nicht in den Flieger.

Die EQ3 PRO SynScan finde ich sehr interessant, vor allem wegen der Ausbaumöglichkeiten (Autoguider).

Nach der Vixen GP habe ich geschaut und das Gerät ist wirklich schon für 200€ zu haben und offensichtlich scheint das auch zu funktionieren.

Grüße
 
Zitat von Klaus111:
Hallo und vielen Dank an alle!


Nach der Vixen GP habe ich geschaut und das Gerät ist wirklich schon für 200€ zu haben und offensichtlich scheint das auch zu funktionieren.

Grüße

...und ob es das tut. Die aktuelle Handsteuerung hat übrigens auch einen Autoguider-Anschluss mit ST-4-Level. Das wäre kein Ausschlusskriterium.

Meine Nachfrage ging hauptsächlich dahin, ob Du neben der Fotografie mit Teleobjektiv auch mal einen Blick durch ein Teleskop in Betracht ziehst. Man weiß ja nie. :smiley47:

Grüße,

Klaus
 
Teleskop erst einmal nicht. Ich möchte es aber auch nicht ausschließen.

Im Netz habe ich ein Angebot mit einer DD-1 Steuerung gefunden.
Leider habe ich noch keine Anleitung entdeckt.
Hat die Steuerung auch die Autoguider Mögllichkeit?

Danke
 
Zitat von Klaus111:
Teleskop erst einmal nicht. Ich möchte es aber auch nicht ausschließen.

Im Netz habe ich ein Angebot mit einer DD-1 Steuerung gefunden.
Leider habe ich noch keine Anleitung entdeckt.
Hat die Steuerung auch die Autoguider Mögllichkeit?

Danke

Nein, leider nicht. Ich meine mich nur zu erinnern, dass hier einmal über eine Bastelstunde berichtet wurde, um den AG-Anschluss herzustellen.

Grüße,

Klaus
 
Hallo,
dann klinke ich mich gleich mal hier mit ein.
Ich suche ein mobiles Monitierung System zum fotografieren.
Dabei ist mir dieser Skywatcher Star Adventurer auch auf gefallen.
Als Stativ besitze ich SIRUI TX Traveler mit Kugelkopf.
Ist es jetzt noch nötig das ganze Zubehör gleich mit zu bestellen.
Oder sollte man lieber ein anderes nehmen.
Erfahrung mit diesen Systemen ist gleich null.(einstellen usw.)


grüße Saxbav
 
Hallo Saxbav? (üblicherweise nutzen wir hier unsere Vornamen)

Was genau meinst du mit dem ganzen Zubehör?

Du hast zwar einen Kugelkopf, aber der gehört nicht unter den Star Adventurer, denn um max. Belichtungszeiten zu erreichen, muss zum einen dein Stativ im Wasser stehen und zum anderen muss die Polhöhe so genau wie möglich eingestellt werden können. Daher ist es meiner Meinung nach schon sinnvoll den "Polblock" mitzubestellen.

Ich weiss ja nicht, was du an Objektiven/Kameras auf die kleine Skywatcher packen willst, aber bei einem 70-200/2.8 inkl. DSLR ist es meiner Meinung nach schon ein echter Gewinn, wenn man zum einen ein Gegengewicht montieren kann und zum anderen auch unter voller "Beladung" noch mal eben die Poljustage prüfen kann. Den Kugelkopf kannst du dann immer noch montieren, wobei ich eine Schelle am Objektiv vorziehen würde.

 
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