Fotografie APO vs Newton

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo.

Dieser Thread ist wirklich amüsant.

Da streitet ein Theoretiker, der nur ein paar alte chemische Fotos auf seiner Homepage vorweisen kann, mit Praktikern, die wissen wovon sie reden.

Ich kann Daniel seinen Beitrag nur zustimmen:

99% der Leser ist hier sicher klar, wer sich hier zum Deppen macht, es ist keiner von den Praktikern.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Servus,

kurzer Zwischenstand, es wird eine GPDX mit Littlefoot Steuerung und ein Skywatcher ED 80/600. Es geht also voran :)

Edit: Warum das jetzt zensiert wurde weiß ich nicht, aber okay es ist eine Steuerung mit Autoguiding Port (LF):)


Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sven,

Du solltest Dich entschuldigen, solche Anforderungen gleich für eine Einsteiger-Ausrüstung mit einzuschließen. Das ist doch wohl der Grund, weshalb sich mancher fürchten muss, nicht für voll genommen zu werden.

So, bevor jemand, der diesen Thread bis hierher nur flüchtig gelesen, diesen frei erfundenen Blödsinn auch noch glaubt:

Ich habe NIRGENDS und NIEMALS behaupet, dass ein Einsteiger und auch kein Fortgeschrittener oder überhaupt jemand eine Ausrüstung im 5-stelligen Bereich anschaffen MUSS, um gescheite Astrofotos zu machen. Warum sollte ich das auch tun??? Es kann mir ja egal sein, was andere Leute machen.

Das ganze Bilderboard ist voll von hervorragenden Fotografen, die eine "normale", vernünftige und bezahlbare Ausrüstung verwenden.
Ich freue mich ehrlich mit jedem, der stolz seine Aufnahmen präsentiert - völlig egal, mit welcher Ausrüstung erstellt - wenn er darin erkennbar viel Energie reingesteckt hat. Das sieht man ja sofort. Wenn dann das das Umfeld und die Ausrüstung zum erreichten Ergebnis passen, gibt es im Normalfall sehr gute Kommentare.

Gegenbeispiel:
WIr hatten kürzlich einen aus dem Nachbarland, der mit seinem 16" RCOS (sehr 5-stellig übrigens) einen schönen, aber höchstens mittelmäßigen Cirrus gezeigt hat. Er konnte es nicht fassen, dass die Lobeshymnen eher gedämpft ausfielen und er hat sich dann beleidigt zurückgezogen.
Klartext: Diesen Cirrus hätte fast jeder mit einem 8" Newton so hinbekommen.

Was ich aber behauptet habe, und da stimmen mir sehr viele Leute in meinem Bekanntenkreis zu: Wenn man eine Ausrüstung haben will, die wirklich absolut perfekt funktioniert, dann führt im Normalfall kein Weg dran vorbei, solche Summen aussgeben. Man darf leider nicht erwarten, dass vermeintlich teures Zeug (z.B. Monti für immerhin EUR 3000,-) bereits perfekt ist.
EUR 3000,- ist kein Pappenstiel, aber der Gegenwert dafür grenzt teilweise an Unverschämtheit.
Da kann es böse Überrascungen geben - wie auch bei mir. Ich hätte das auch nie geglaubt, was es im Mittelsektor für einen Schrott gibt.
Natürlich ist es jedem selbst überlassen, weniger auszugeben und dann aber wahrscheinlich mit Tuning und Basteln seine Zeit verbringt.
Jaja, es gibt auch Fälle, wo es funktioniert. Weis ich alles.
Ich bin in der glücklichen Lage, das ganze Zeug relativ gut beurteilen zu können, weil ich halt schon vieles in der Praxis ausprobiert habe (nicht immer freiwillig)


Was, Rolf, machst Du mit einem Sternfreund, der Deinen Anspruch an Ausschuss, Kameratyp, Guiding, Montierung , Okularauszug (und nicht Optik) eben nicht erfüllen kann?

Was soll ich denn mit einem Sternfreund machen wollen?
Im Normalfall kontaktieren mich die Leute, welche Probleme haben. Das sind in der Woche mindestens 3-4 Astrofreunde.
Ich habe noch nie jemanden abgewiesen, sondern habe ihm, sofern ich das konnte, immer gerne ausführlich meine Ansichten und Ratschläge mitgeteilt. Manchmal liegt es an der Ausrüstung, meistens an der EBV.
Natürlich helfe ich jedem Sternfreund auch weiterhin gerne weiter, wenn er das im Rahmen einer privaten Kontaktierung wünscht.


In diesem Thread habe ich den Eindruck Du sagst dem: Du armer Kerl, dann guck Dir besser nicht meine geilen Bilder mit meiner Equipment Liste drunter an.

Das schrieb ich nur und ausschließlich DIR, mein lieber Sven, weil nur DU offentsichtlich damit Probleme hast. Stand auch oben so, oder?


Sven, ich habe Dir jetzt bereits einige Male die Chance gegeben, Deine Reputation zu wahren. So langsam könntest Du mal ansatzweise einlenken, bevor es völlig zu spät ist. Lies am besten hierzu auch mal die anderen Kommentare durch, ob Du wirklich noch auf Kurs bist.


Grüße
Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ramon,

die "zensierte" Steuerung kenne ich nicht, aber sie hat auf alle Fälle jede Menge Features eingebaut, verglichen mit anderen Steuerungen.
Ich wünsche Dir, dass alles prima funktioniert!

Mit der GPDX hast Du einen soliden Unterbau und auch mit dem kleinen ED sollte Freude aufkommen.

Grüße
Rolf

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ramon,

Glückwunsch. :applaus:

Mit der Kombination kommst Du weit und bist auch noch ausbaufähig.

Grüße
Volker

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven,

Du solltest Dich entschuldigen, solche Anforderungen gleich für eine Einsteiger-Ausrüstung mit einzuschließen.

Andersherum gefragt Sven, soll man einem Astrofoto-Einsteiger lieber eine Illusion vormachen? Soll ich sagen da brauchts nicht viel Ausrüstung, etwas Übung in der EBV und dann hast Du die Ergebnisse von denen Du gerade träumst?

Die Ernüchterung dürfte meines Erachtens bald folgen und das mühsam gesparte Geld ist erstmal futsch.

Nicht falsch verstehen. Ich zolle jedem höchsten Respekt, der evtl. sein Tele mit dem Fadenkreuz auf ner klapprigen Monti nachführt und damit respektable Ergebnisse erzielt. Aber erwarte nicht, dass ich irgend jemandem empfehle so einzusteigen.

Ich habe versucht die Erfahrungen aus meinem Astrofotoeinstieg hier einzubringen um Ramon evtl. den einen oder anderen Mehrfachkauf zu ersparen und hätte ich damals das was ich heute weiß gewußt, dann hätte ich mit genau so einer Kombination die Ramon nun zusammen gestellt hat anfangen.

CS
Volker
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ramon,

Du hast also nun Dein Equipment fast beisammen und kannst loslegen. Herzlichen Glückwunsch.

Dabei bist Du dem ganz zu Anfang von Sven Wienstein gegebenen Rat gefolgt, zu eintscheiden:
Kleine Öffnung - kleine Brennweite = ED/APO
Große Öffnung - große Brennweite = Spiegel

Davon wurde nie abgerückt, ein Umstand, der bei der ganzen Reputationsvernichtungsorgie wie üblich aus den Augen verloren wurde. Wie ich schon Mal schrieb, es ging den Treibjägern nicht um Dich.

Der SW 80/600 ist ein Teleskop, welches in großen Stückzahlen gefertigt wird und eine hohe Verbreitung hat. Bei allen "Chinavorbehalten" muss man dazu einfach sagen, dass so viele zufriedene Nutzer eigentlich nicht irren können. Man bekommt, was man bezahlt, in dem Fall stimmt in aller Regel das Preis-/Leistungsverhältnis.

Viel Spass wünscht
*entfernt*
 
Hallo Günther,

hier geht es überhaupt nicht um Reputationsvernichtung sondern über weite Strecken ganz einfach darum, dass der Ton die Musik macht. Die Kommunikation kennt Regeln. Wer nicht sachlich bleiben kann, sondern stets persönlich wird, darf sich nicht wundern, wenn es ein wenig härter zurückkommt. Das ist völlig normal.

Am Ende hat der geduldige Ramon wertvolle Hinweise bekommen, womit er eine gute Entscheidung für sich selbst finden konnte. Das ist die gute Seite dieser Diskussion. Insofern stimme ich dir auch nicht zu.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Ramon,

gute Wahl. Hast Du einen Flattener/Korrektor dabei?

Viele Grüße

Ja es ist ein Reducer/Korrektor dabei :)

Dabei bist Du dem ganz zu Anfang von Sven Wienstein gegebenen Rat gefolgt, zu eintscheiden:
Kleine Öffnung - kleine Brennweite = ED/APO
Große Öffnung - große Brennweite = Spiegel

Mir ging es einfach darum, dass es mit einer kleineren Brennweite einfach einfacher zum nachführen ist und durch die kleine Bauweise auch weniger Angriffsfläche für den Wind vorhanden ist. :)
Und wie schon erwähnt, dieses Equipment ist ja ausbaufähig ;)


Grüße
Ramon
 
Hallo Werner,

wenn du nicht lesen kannst oder nicht begreifen willst, dass der Drops vor dem ersten Auftreten von Rolf G. bereits gelutscht war und dass Dieser lediglich zur Entscheidung gratuliert hat um das Haar in der Suppe von Sven zu finden, dann lass in Deiner Unwissenheit wenigstens Anderen das Recht es zu wissen.
Die Entscheidung von Ramon war bereits gefallen und es gab einen Konsens.
Die Anpisserei und die Zweckentfremdung beginnt mit dem ersten Post von Rolg G. und zwar danach. Das ist Fakt.
Leider hat sich so ziemlich jeder gutgläubige APO Befürworter und auch fast jeder Dreckspatz (ich unterscheide da!) miss- oder gebrauchen lassen.
Du auch!

Man sollte, gerade als Späteinsteiger in solche Monsterthreads, vollständig lesen und denken (auch wenn es schwer fällt).
Wer selektiv denkt was er lesen will kommt halt zu seltsamen Schlüssen und schreibt damit dem kuriosen weiteren Verlauf fest.
So kommt es dann, das Leute sich berufen fühlen, etwas zu verteidigen und dazu zu raten, was schon längst beschlossen war und dabei jemandem angreifen der an dieser Entscheidungsfindung maßgeblich beteiligt war. Ein anderer, der damit überhaupt nichts zu tun hatte, wird dann zum Heilsbringer augerufen und lässt das auch noch zu. Warum wohl? Der Sache wegen war das unnötig, denn die war bereits durch.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

"...wenn du nicht lesen kannst oder nicht begreifen willst,. .."

"...dann lass in Deiner Unwissenheit wenigstens Anderen das Recht es zu wissen...."

Ich habe sogar sehr genau von Anfang an mitgelesen, Günther und ja, begreifen tue ich auch so manches...Ob ich dir deswegen zustimme oder nicht ist ja immer noch meine Sache, oder?!

Wie ich schon aus sehr gutem Grund in meinem letzten Statement sagte: Sachlich bleiben! Das gilt auch für dich, Günther! Kein Grund persönlich zu werden... ;)

P.S: Deine Anmerkungen mit dem "Dreckspatz" weiter unten gehen sogar noch deutlich darüber hinaus. Es ist jedem hier freigestellt, diese Äußerungen von dir entsprechend einzuordnen und zu interpretieren. Ob dich das wirklich weiterbringt, wage ich zu bezweifeln.

Werner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

könntet Ihr bitte UMGEHEND zum Thema zurückkommen? Wer hier noch weiterhin rumstänkert, wird künftig nur noch ausschließlich außerhalb dieses Forums rumstänkern können.

cs,
Stefan
 
Hallo Werner,

okay das war von mir Dir gegenüber daneben, sorry dafür.
Das Thema ist zwar schon seit dem 16ten Beitrag (Ramon) durch, aber versuchen wir uns an Stefan zu halten.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Entschuldigung angenommen! Kann in der Hitze der Diskussion schon mal passieren.

Hast recht, wir sollten den Hinweis von Stefan annehmen. Ich hatte übrigens auch schon zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Thread mehrere Anmerkungen gemacht. Bin also nicht erst ganz spät eingestiegen.

Viele Grüße
Werner




 
Leute, Leute,

überlegt doch mal warum der Threadstarter dieses Posting gesetzt hat. Damit Person X Person Y fertig machen soll.

Nein er möchte verschiedene Meinungen zu seinem Thema hören damit er sich ein Bild machen kann und dann seine ganz persönliche Entscheidung treffen kann.

Und das muß nicht heißen, dass der nächste der die gleiche Frage hat und diesen Thread liest zur gleichen Entscheidung kommt.

Alleinberatungsanspruch oder "Mein Weg ist der allein seligmachende" heißt immer dem Geist des Forums zu widersprechen. Ergo hier anhand von Ramons Entscheidung in Sieger und Verlierer zu kategorisieren ist völlig fehl am Platze.

Auch wenn ich hier zeitweise eine andere Meinung als Sven vertreten habe, sind Svens Gedanken doch nicht falsch, nur anders. Wie gesagt allein der TS kann entscheiden was für Ihn der richtige Weg ist. Viele Wege führen zum Ziel.

Und wer den Thread hier aufmerksam liest erkennt auch, dass Sven in der ihm eigenen Art sehr viele gute Gedankenanstöße eingebaut hat. Genauso hat Rolf hier Informationen eingestreut die nicht nur für den TS hochinteressant sein könnten. Leider ließ der Threadverlauf keine tiefere Diskussion über den einen oder anderen Punkt zu.

Schade dass einige in der Diskussion nur zum Nachtreten aufgetaucht sind, ohne in der Sache was zum Thread beizutragen. :neinnein:

Das Fazit des Threads sollte also allein sein: Schön das wir Ramon zu einer Entscheidung verhelfen konnten. Ich wünsche Ihm viel Erfolg mit seiner neuen Ausrüstung. Und danke an alle sachlich Beteiligten für die vielen Denkanstöße und Informationen die auch für andere wertvoll sein könnten.

Peace
Volker
 
Hallo Rolf,

ich bin absoluter Anfänger und habe mir grade ein 8" Carbon-Newton f5 zugelegt. Auch mit der Absicht mich in die Astrofotografie reinzuwagen.

Jetzt bin ich durch deine Gewichtsangeben wachgerüttelt... Kamera mit 5 kg Gewicht ?? Was wiegt denn eine sw CCD mit einem Filterrad ?? Bisher hatte ich da mit DSlR + Filterrad ca. 2 kg anvisiert. Nicht das sich meine Instrumente als zu schwachbrüstig entpuppen...

Trotz meines zeitlich überschaubaren Erfahrungshorizontes, muss ich einigen meiner Vorschreiber rechtgeben. Was in der Astro-Branche in Punkto Qualität und Selbstherrlickeit der Händler teilweise abläuft hat mich als Kunden einige Male schockiert.

Friendly Greetings + acs,
Stephan

 
Hallo Stephan,

die Last an meinem Okularauszug besteht aus drei Komponeten
1) supermassiver Selbstbau Off-Axis-Guider
2) ein 7-fach Filterrad für 50 x 50mm Filter ungefasst
3) eine s/w CCD-Kamera mit 16803 Chip und Triple-TEC

--> macht zusammen fast 5kg.

Der Flattener mit nochmal über 1 kg ist da noch nicht mit eingerechnet. Für meine Refraktoren ist das aber kein Problem.

Eine kleinere ccd-Kamera oder gar eine DSLR wiegen meistens viel weniger, da das Filterrad kleiner sein kann oder eventuell bereits in der Kamera eingebaut ist (Vorsicht: Vignettierung möglich!). Eine DSLR hat natürlich kein Filterad und wird wahrscheinlich an fast jedem Instrument gehen.
Trotzdem würde ich schon mal von 1-3 kg ausgehen. Es darf NIX wackeln oder sich verwinden.

Problematisch kann das bei Newtons werden, die relativ dünnwandig sind oder deren OAZ zu schwach dimensioniert ist.
Leider ist es oft so, dass die gängigen 2"-Okularauszüge das einfach nicht packen.

Beispiel: Mein Bekannter hat eine SGIB 8300 mit Filterrad und sein Carbon-Newton hat dies trotz Versteifung im OAZ-Bereich nicht wirlich gestemmt. Das ist dann ein echtes Problem, weil Kamera und Newton nun mal da sind, aber nicht zusammenspielen.

Es ist dann halt so, dass der Newton eine DSLR meist locker trägt, eine s/w CCD dann aber leicht an die Grenzen kommen kann. Eine österreichische Firma bietet Astrographen nach dem Newton Prinzip an, die solche Gewichte stemmen könnten.
Preis? - YEAH!

Das große Problem bei der Sache ist, dass eine kleine Änderung gleich einen großen Rattenschwanz an Neuanschaffungen nach sich ziehen kann. Ich betone "Kann" und nicht "Muss".

Rein mechanisch ist es halt so, dass die höherwertigen Linsenteleskope meist mit einem 3 oder 3,5" OAZ ausgestattet sind, genügend Backfokus haben(ein superwichtiger Punkt, den ich in den ganzen Diskussionen oben vergessen habe, zu erwähnen), oftmals passende Flattener haben und damit einige wichtige Problempunkte automatisch erschlagen werden.
Nachtiel: So ein Teil (je nach Größe) belastet das Budget wesentlich stärker, als ein Newton.

Es gibt einige Händler, die wissen, was sie verkaufen, denn die holen sich direktes Feedback von ihren Kunden (mehr gerne per PN)

Grüße
Rolf




 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stephan,

Was an solchen Newtons geht entscheidet sich immer erst im praktischen Versuch und ist aus der Ferne ohne genaue Kenntnis von Newton und OAZ ohnehin nicht zu entscheiden.
Ein Fachmann der auch etwas zur Verwindungs- und Biegesteifigkeit bei Kenntnis des genauen Tubusaufbaus und der Wandstärke sagen kann, steht z.B. meines Wissens hinter diesem Link
http://www.klaushelmi.de/pro_line_tubus.html

Bei Problemen reicht die Auswahl an erfolgversprechenden Tubusmaßnahmen von der Versteifungsplatte für die OAZ-Auflage bis zu umlaufenden, profilierten Verstärkungsringen.

Tragfähige Okularauszüge gibt es auch für Newtons.

Tun sich tatsächlich Probleme auf sollte man nicht unbedingt Minimallösungen umsetzen wollen sondern eher auf Nummer sicher ein wenig mehr tun als unbedingt nötig.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stephan,

weiter oben wurde es ja auch mal angesprochen:
Es kommt dann die Zeit, wo man sich entscheiden muss:

1) Will ich basteln, probieren und eventuell ein paar EUR einsparen?
Vorteil: Man lernt eine Menge und wenn es klappt, spart man vieleicht sogar etwas.
Nachteil: Man kann eventuell scheitern, bezahlt Lehrgeld und kauft dann letzendlich 2x.

2) Will ich sofort Astrofotografie betreiben?
Vorteil: Es kann sofort losgehen
Nachteil: Kostet einmalig mehr Kohle

Beides geht, keine Frage. Bei mir kam Punkt 2) nach Punkt 1) - mit allen Konsequenzen - und ich hätte einen Haufen Geld gespart, wenn ich gleich Punkt 2) konsequent umgesetzt hätte. Das wusste ich aber erst, als es zu spät war und das ist auch der Hauptgrund, warum ich das hier immer kund tue.

Das ist mein ganz persönlicher Werdegang und Erfahrung und muss nicht für andere gelten!!!! Es gibt aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit :-)

Grüße
Rolf
 
Hallo Stephan,

Du leitest ein:

---------------------
ich bin absoluter Anfänger und habe mir grade ein 8" Carbon-Newton f5 zugelegt. Auch mit der Absicht mich in die Astrofotografie reinzuwagen.
---------------------

Du hast ihn also schon, das ist doch wohl richtig!?

In dem Fall rate ich, von dieser Tatsache ausgehend, guten Mutes zu sein und erst dann ein Problem darin zu sehen, wenn ein Problem tatsächlich auftaucht.
Nur existierende Probleme kann man einer Lösung zuführen, egal wie auch immer sie dann aussieht.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rolf,

aufgrund deiner Beschreibungen habe ich mir mal deine schöne Web-Site angeschaut. Großes Kompliment, super gute Aufnahmen!

Was mich etwas näher interessieren würde: Du hast sehr viele Geräte wieder verkauft, u.a. solch schöne Teleskope wie einen 12,5" CDK und einen 115 mm TMB. Warum? Gab es da Probleme mit der Ausleuchtung oder der perfekten Abbildung am Bildfeldrand oder haben diese etwa das Gewicht fokusseitig nicht getragen? Besonders würde mich dabei interessieren, warum der TMB wieder gehen musste. Ich hoffe die Fragen sind nicht allzu persönlicher Natur, ansonsten kannst du mir evtl. die Antwort via PN schicken. Du hast es halt auf deiner Seite ganz öffentlich stehen...

Mit obigen Geräten sollten sich doch sicherlich auch ganz hübsche Aufnahmen machen lassen, welche selbst sehr hohen Ansprüchen genügen dürften.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Werner,

vielen Dank für Deine nettes Lob aus'm "Ländle"! :-)

Das alles ist kein Geheimnis. Ich habe lange mit mir gerungen und habe aus folgenden Gründen umgestellt:

Den TMB 115 habe ich schon lange nicht mehr. Optisch war der super, aber die Mechanik war für meine damals geplante Kamera viel zu schwach (2" OAZ). Da hätte ich den kompletten Tubus mit OAZ neu bauen müssen. Der Hauptgrund war aber, dass es damals keinen mir bekannten Flattener für meinen 16803er Chip gab. Auf Experimente hatte ich mal überhaupt keine Lust. Außerdem stehe ich auf Fluorit-Optiken.

Zwischenzeitlich kam das CDK und damit habe ich einige nette Aufnahmen erstellen können:
http://apod.nasa.gov/apod/ap111102.html)

Nun ist es leider so, dass mein Balkon mitten im Wohngebiet, umringt von Hausern steht. Das Seeing ist im Sommer (heiße Dächer) wie im Winter (Heizungen, Kamine) meist nicht so dolle. Ein 3-fach gefalteter Strahlengang eines 12.5" Spiegelteleskopes reagiert da meiner Erfahrung nach sehr empfindlich drauf, so dass das wunderschöne Gerät 80% der Zeit weit unter seinen Möglichkeiten lief. Dies hat mich dazu bewogen, das gute Stück zu verkaufen. Mechanisch war die 5 kg Kamera am OAZ überhaupt kein Problem. Das CDK ist für 52 mm Bildkreis korrigiert, was sich in der Praxis auch bestätigt hat.

Wie es der Zufall will, fand ich relativ schnell einen Käufer fürs CDK und gleichzeitig erhielt ich ein Angebot über ein - sagen wir mal etwas größeres Linsenteleskop - mit dem ich seither SEHR viel Freude habe. Die erreichbare Auflösung ist fast immer abrufbar und steht der Auflösung der Spiegeloptik (bei guten Bedingungen für den Spiegel) fotografisch praktisch in nichts nach. Am Crescent-Nebel und an anderen Objekten habe ich da meine Rohbilder verglichen und es ist echt erstaunlich, was da herauskommt - alles sowas von knackescharf und sehr gut definiert! Nadelfeine Sterne gibts dazu gratis.
Für mich die optimale Entscheidung. Ein wenig war ich auch inspiriert durch Torsten Grossmanns Ergebnisse mit seinem APO.

Der kleine TEC 110 FL kam zu CDK-Zeiten als Ersatz für den TMB. Dazu gibt es einen perfekt gerechneten 52 mm Flattener, eine feine Fluorit-Optik und eine klasse Mechanik.
Das Teil habe ich aus dem Karton entnommen, auf die Montierung gehoben und ein paar Minuten später das erste perfekte Rohbild auf der Platte gehabt. Nichts verzogen, nichts verkippt. Einfach TOP.
Genial ist, dass ich meinen Kameradapapter vom TEC 140 1:1 verwenden konnte.
Es war also echt so: Auspacken, Kamera dran und loslegen:

http://apod.nasa.gov/apod/ap120410.html

Der Verkauf vom TEC 140 hat mir fast noch mehr weh getan, weil ich diesen echt heiß und innig gliebt habe. Beides geht nicht, weil der neue APO brennweitenmäßig zu nahe dran gewesen wäre.
Nun ist mein Gerätepark für meine Bedürfnisse ziemlich optimiert und spiegellos.

PS:
Nur so als Ergängzung: Ich hatte zwischendurch auch noch ein paar Newtons zum fotografieren. Dder ganze Werdegang ist also schon als eine Art ganz persönliche "Geräteevolution" zu sehen.


Grüße
Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Ramon, ich habe hier aufmerksam mitgelesen und wünsche dir viel Spaß mit der neuen Ausrüstung, vielleicht kannst du ja mal berichten nach den ersten Erfahrungen?

Ich selbst möchte auch neben meinen Newtons noch gerne einen Apo (oder auch zwei) haben, allerdings möchte ich kein Lehrgeld mehr zahlen und man hat das Gefühl selbst bei mehreren tausend Euro noch Kompromisse eingehen zu müssen.

@Rolf: Du hast ja nun eine maximale Brennweite 1260mm, reicht dir diese für sehr kleinflächige Objekte nachdem du zeitweise mit dem Planewave ganz andere Möglichkeiten hattest?

Wann kann man eigentlich mit Erfahrungsberichten auf deiner Seite rechnen, was die beiden neuen TEC's und die neue Montierung angeht? :)
 
Hallo Roman,

klar, 1260 mm sind gerade mal die Hälfte an Brennweite wie die vom CDK. Da ich mich jedoch auf Grund meiner Umgebungseinflüsse mehr oder weniger auf nebelhaftre Gebilde im Schmalbandbereich spezialisiert habe, ist das für mich kein Problem. Ich mag Galaxien sowieso nicht besonders.
Zudem ist die Auflösung am 180 er APO dermaßen gut, dass man da auch oft 100% Bildausschnitt zeigen kann. Das ging seeingbedingt bei den CDK-Bildern nur in Ausnahmefällen.
Effektiv war die große Brennweite für mich also nur selten gewinnbringend nutzbar.

Falls es mich doch mal reißen sollte, könnte ich ja noch eine Zweitkamera mit kleineren Pixeln ins Auge fassen. Im Moment habe ich 9 µm Pixel (vergleichsweise riesig).
Ein 8300er Chip hat so um die 5.4µm, womit die effektive Brennweite quasi wieder verdoppelt werden würde - natürlkch nur virtuell-theoretisch und als Bildmaßstab ausgedrückt. Im Moment habe ich da aber keinen Bedarf.


Oh-ja, die Erfahrungsberichte stehen noch aus. Ich weis :-)

Soviel kann ich verraten: Ich bin am persönlichen Ziel angekommen und ich kann nur Bestnoten vergeben, nachdem ich
alles ausführlich getestet habe.

Wenn Dich vorab bereits etwas interessiert, kann ich gerne per Mail antworten und meine Erfahrung mitteilen, falls gewünscht.

allerdings möchte ich kein Lehrgeld mehr zahlen und man hat das Gefühl selbst bei mehreren tausend Euro noch Kompromisse eingehen zu müssen.
#

Genau das wollte ich ja die ganze Zeit hier im Thread kund tun - glaubt ja keiner oder will besser gesagt keiner hören..... ist aber leider so, besonders bei den Montierungen
gibts so viel Schrott.

Grüße
Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben