Hallo Levi,
Staub auf dem Spiegel stört uns, sobald wir ihn bemerken.
Doch wir bemerken ihn in der Regel erst dann, wenn wir vorn ins Teleskop schauen, und erst Recht, wenn wir mit einer Taschenlampe reinleuchten. Da fällt es schwer, sich zu erinnern, dass das bei der letzten Beobachtung überhaupt nicht gestört hat.
In unseren Köpfen hält sich nun einmal hartnäckig die Vorstellung, dass nur eine perfekt saubere Optik gut abbilden kann, und nur perfekt sauber ihre wahre Leistung entfalten kann.
Streng genommen ist das auch so.
Doch bis sich die Verschmutzung wirklich in Beeinträchtigung zeigt, muss viel mehr auf den Spiegel geraten, als man annehmen möchte.
Schau ich auf meine Spiegel, oder Leuchte sie
entgegen eigener Empfehlung mit einer Lampe an, habe ich selbst stundenlang nur noch ein einziges Wort im Kopf:
REINIGUNG.
Diesen Drang dann zu unterdrücken, fällt auch mir regelmäßig schwer…..
Auch wenn kaum zu glauben:
……..gehört, dass ein bisschen dreckiger Newton besser ist als das Risiko einer Reinigung……
Das ist so.
Bei jeder Reinigung werden Schmutzpartikel ein Wenig über die Spiegelfläche bewegt, bevor sie sich vom Spiegel lösen und das Wasser trennend wirkt. Weil die Staubpartikel oft deutlich härter sind als das Aluminium der Verspiegelung, bleiben kleine, durch Wischen auch größere Kratzer zurück, die sich viel schlimmer auswirken, als die Verschmutzung zuvor.
Kenne ich bei meinen Kameras , war am anfang ganz schlimm . In der Nacht aufgewacht und nochmal auf den Kamera sensor geschaut
Bei Kamerasensoren ist das etwas ganz anderes. Da wirken sich selbst kleinste Verschmutzungen aus, denn sie verdecken nicht selten eine relativ große Anzahl von Pixeln. Das lässt sich zwar mit Flats rausrechnen, aber die Wirkung ist eine völlig andere.
Da kann man sich keine übermäßige Großzügigkeit leisten.
Ganz anders beim Spiegel.
Aber wenn Du es doch nicht mehr aushalten kannst, und Du den Spiegel unbedingt reinigen musst, dann beherzige die Tipps, die Du zum Thema Spiegelreinigen lesen kannst. Die besten Tipps sind übrigens die, die nur mit Wasser, milden Seifenlaugen, vielleicht dem Wasserstrahl aus einer Pumpflasche auskommen, und natürlich mit destilliertem Wasser enden.
Was so nicht runter geht, solltest Du Dir überlegen drauf zu belassen.
Ob Du Watte, Pinsel, Kosmetik- oder Mikrofasertuch einsetzt, ist natürlich Dir überlassen.
Die anschließend nötige Justage der Optik unterscheidet sich von der Justage, die Du so oder so regelmäßig machst, beinahe gar nicht. Lediglich die Anzahl der Drehungen an den Justageschrauben wird etwas anders sein, als gewohnt.
CS
Dietmar