Frage zu Newton-Reflektor

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primax

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Hallo Leute,

ich möchte in Zukunft nicht nur durch mein Nikon Action EX in den Himmel blicken und plane die Anschaffung eines eigenen Telekopes. Ich habe ein Gebrauchtgerät als Leihgabe von einem Bekannten erhalten um mein Hobby zu "prüfen und bestätigen" bevor ich die Investition wage.

Es ist ein Teleskop der Marke OPTUS. Hierbei handelt es sich um einen Newton/Reflektor. Bei meinen Beobachtungen stellte ich fest, dass im Sehfeld dieses "Fadenkreuz" in der Öffnung mittig zu sehen ist und das Ding überdeckt Vieles. Ist das normal? Ich bin Astroanfänger, also bitte nur liebgemeinte Antworten.

Tschau
 
Du hast Recht. Es ist kein Okular drin. Da werd ich meinen Bekannten nochmal fragen. Kennt denn jemand von Euch diese Firma Optus? Es macht einen recht einfachen Eindruck.
 
Es ist ein ganz einfaches Spiegelteleskop von wahrscheinlich 76/700mm.
Das heißt das der Spiegel hinten im Rohr,der HS,76mm Durchmesser hat(Öffnung)und eine Brennweite von 700mm,wenn es dieses ist.
Wenn du vorne ins Rohr schaust,siehst du vorne den FS(Fangspiegel)der an der Spinne befestigt ist.
Um durch das Teleskop was zu sehen,mußt du natürlich ein Okular in den Okularauszug stecken,das Teil das an der Seite vorne an der Öffnung hervorsteht.
Mit dem Sucherfernrohr oben auf dem Rohr peilst du das Objekt an das du sehen möchtest.
Für erste beobachtungen zum Mond oder Planeten,wie auch einige helle Deep Sky Objekte kann man es schon benutzen.
So ein Teleskop bekommt man schon für wenige Euro.

Grüße
Manfred
 
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Moin!

Teleskope mit dem Label "Optus" stammen von Bresser.
Diese 76/700er Newtons werden häufig als "Tchibo-Torpedos" bezeichnet. Du kannst Dir ja mal mein Tchibo-FAQ auf meiner Heimatseite durchlesen, da steht eine Menge drin, was mit solchen Optiken möglich ist.
Dieser Optus ist einer der qualitativ besseren Geräte dieses Typs. Es gibt heute Angebote, die mechanisch wirklich grausam sind. Man sollte also nicht wirklich alle "Torpedos" in einen Topf werfen. Der Optus ist wenigstens noch stark metallhaltig, kommt aber nur mit 24,5 mm (0,965")-Zubehör daher. (Ich hatte selbst mal so einen.)
 
Tatsache, Ihr habt eine Menge Ahnung. Einfach so die Parameter aus meinen dürftigen Angaben herzubeten. Die Okulare fehlen in der Packung. Ich werde bei meinem Bekannten nochmal nachfragen. Leider habe ich nicht viel Hoffnung. Er bezog das Teleskop aus einem Nachlass. Ob er die fehlenden Teile noch liefern kann ist fraglich.

Ich werde vermutlich selbst bald auf Suche gehen um ein gutes Einsteigerteleskop neu zu kaufen.
 
Zitat von primax:
Ich werde vermutlich selbst bald auf Suche gehen um ein gutes Einsteigerteleskop neu zu kaufen.

Da du es grade ansprichst: Wenn es das Budget hergibt, greif gleich zu was Ordentlichem (z.B. 8" Dobson), dann hast du für die nächsten Jahre ausgesorgt.

Alternativ für sehr kleines Geld wäre das Lidlscope zu empfehlen (gibts meistens zurz vor Weihnachten für ca. 70,- €)

Viele Grüße

Carsten
 
moin,

er will fotografieren, da kommt man mit nem dob nicht weit. für nen 8" ne montierung ist auch nicht grade einsteigerfreundlich.
das lidl halte ich auch für ungeeignet.
ich denke mal, da wäre ein 6"f5 eine möglicher variante, auch wenn es okulartechnisch anspruchsvoller ist und somit geld kostet.

tschau norman
 
@nexiagsi
Fotografieren möchte ich ehrlich gesagt nicht.

Bei der Teleskopwahl habe ich in die nähere Wahl eigentlich nur ein Newton/Reflektor gezogen. Insbesondere habe ich mich mit dem:

Bresser Messier N-150 150/1200 z.B. bei Meade.de für 429 Euro
UND
Celestron Newton Reflektor C8 N 200 z.B. bei astroshop für 645 Euro

näher beschäftigt. Ich möchte das Zurechtfinden am Himmel gern selbst erlernen. Also ohne Goto Steuerung. Was haltet Ihr von den beiden Rohren? Oder sollte ich mit billigerer Technik einsteigen?
 
Hallo

Nein,wieso sollte man kleiner anfangen?
Bring doch nichts wenn man sich kurze Zeit später ein neues kauft.
Ein 6 oder 8" Newton ist doch ein feines Teleskop.
Mit einem 8 Zöller,die es schon für erschwingliche Preise gibt,hat man ein Teleskop mit dem du auf Jahre freude haben wirst.
Damit werden dann zbs. Kugelsternhaufen erst richtig aufgelöst.
Ob Meade,Celestron oder Skywatcher,das sind alles brauchbare Teleskope.
Ein 8"f5 Newton auf EQ5 bekommst du schon um die 600 Euro.

Grüße
Manfred
 
Hallo Primax,

wenn Fotografie nicht zu Deinen Nahzielen gehört, könntest Du Dich mit einem Newton auf einer Holzrockerbox befassen.

Zu klären wäre, ob Dir die Nachführung des Dobsons per Hand liegt und ob Du in der Lage bist, geringfügige Verbesserungsmaßnahmen an der Rockerbox zwecks ruckfreier Bewegung über beide Achsen selbst durchzuführen (das geht auch im Originalzustand aber man kann mit geringem Aufwand viel verbessern.
Ob Syntha Chelestron/Skywatcher, GSO (ist auch ICS-Galaxy), Meade Lightbright (Gitterrohr) ist ausstattungs- und bauart- und preisbereinigt egal, die Qualitäten sind vergleichbar.

Dann gibt es z.B. für die 645 € des Vorschlags zwei schon einen 8" F/6 Newton mit sehr wünschenswertem Zubehör, von
Aufsuchkarten angefangen über einen zusätzlichen Peilsucher zum optischen Sucher bis zu drei brauchbaren Okularen inklusive einem 2" Übersichtsokular.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo primax,

ich habe das Bresser Messier N-150 und bin sehr zufrieden damit. Die Kritiker dieses Geräts bringen in der Regel zwei Punkte: 1. es ist ein Kugel- und kein Parabolspiegel und Du bekommst für das gleiche Geld auch einen Newton mit Parabolspiegel (stimmt, ist aber bei bei diesem Brenweite/Öffnung-Verhätnis nicht so kritisch und mein Kugelspiegel scheint sehr gut zu sein), 2. Für Deep-Sky braucht man mehr Öffnung (stimmt nicht). Man kann mit diesem Gerät sehr gut Deep-Sky machen, letzte Nacht habe ich damit M31, M27, M13, M92 und anderes sehr schön gesehen...
Allerdings solltest Du Dir bewusst sein: Wenn Du nicht fotografieren willst, dann ist eigentlich das einzige was für eine parallaktische Montierung spricht, die Nachführung, die einfacher ist als bei einem Dobson (eine Achse drehen..., evtl mit Motor.).
Versuch' doch mal mit einem Dobson zu beobachten! Das ist wirklich ein bestechendes Prinzip...
Gruss,
Rüdiger
 
Hallo zusammen,

vielen, vielen Dank für Euren Rat. Ein Dobson ist sicher eine feine Sache. Ich möchte aber weitestgehend mobil bleiben. Und eine Dobsontonne ist schon recht groß. Ein guter Bastler für Dobsonhalterungen bin ich wahrscheinlich auch nicht. Eigentlich schwebt mir schon etwas "Schlüsselfertiges" vor.

Für das Bresser Messier N-150 spricht das lt. Meade.de mitgelieferte Zubehör von 3 Okularen (Plössl 10/15/25 mm) und der 2x Barlowlinse. Man kann also sofort loslegen.
@Tungsten: Weißt Du ob die Geräte "Made in Germany" sind?

Beim Celestron siehts da dunkler aus. Gut es hat mehr Öffnung, ist aber auch teurer.
 
Hallo Primax,

Weißt Du ob die Geräte "Made in Germany" sind?

Das können wir mit einem sehr sicheren Nein beantworten, Geräte aus Deutschland sind schwer zu finden und noch weitaus schwerer zu bezahlen, wenn du nun aber auf Qualität made in Germany aus bist und nicht (viel) basteln willst dann wären eventuell die Dobsons von Dieter Martini etwas für dich, die sind preislich dann nicht mehr mit den vorgenannten Geräten in einer Kategorie und die Optik muss einzeln dazu gekauft werden, dies wird dann in vielen Fällen wieder aus asiatischer Produktion kommen, ausser man greift nochmals tiefer in die Tasche.

Sie GSOs und die baugleichen ICS Galaxies sind aus Taiwan, die Syntas aus China. M.E. wird die Herkunft oftmals etwas übertrieben, zumindest wenn man sie mit den Preisen in Relation setzt, wenn man wirklich eine Vollgurke erwischen sollte, bleibt einem stets der Umtausch, wäre dann halt wichtig voher Kontakte in der Nähe zu knüpfen, dass das Instrument dann begutachtet werden kann.

Ein Dobson ist sicher eine feine Sache. Ich möchte aber weitestgehend mobil bleiben. Und eine Dobsontonne ist schon recht groß.

Neben dem von Günther empfohlenen Artikel mit Vergleichsbildern, finde ich geben sich die beiden Varianten in Sachen Gewicht und Transportabilität nichts, wenn man nicht gerade einen Smart fährt (hab sogar gehört dass es auch in dem gehen soll...) bekommt man den Dobs genauso problemlos ins Auto wie einen parallaktisch montierten Newton im Bereich 6-8".

Ich nutze beides, den Dobson und parallaktische Geräte, der Aufbau geht beim Dobson sogar etwas schneller, aber auch nicht sehr viel...

Wie schon gesagt, schau dir am besten vorher beide Montierungsarten mal live an.

@Rüdiger:

2. Für Deep-Sky braucht man mehr Öffnung (stimmt nicht). Man kann mit diesem Gerät sehr gut Deep-Sky machen, letzte Nacht habe ich damit M31, M27, M13, M92 und anderes sehr schön gesehen...

Es ist richtig, dass man auch mit weniger Öffnung DS Objekte sieht, ich habe gestern Abend z.B. mit einem 80mm Spektiv einige DS Objekte toll sehen können, aber der Vergleich mit mehr Öffnung relativiert das dann, die Objekte die du aufgezählt hast sind allesamt auch in einem 70mm Refraktor problemlos zu sehen, es ist halt nur die Frage wie hell, wie detailliert. Und der Vergleich kommt früher oder später wenn man am Ball bleibt, das kann dann ernüchtern ;) Nochmal: Auch kleine Öffnungen haben ihre Daseinsberechtigung, ich habe selbst noch kleinere Geräte mit 70,114 und 130mm Öffnung jedes für seine Nische, aber wenn man eine Stange Geld in ein Teleskop investieren möchte, dass einem auch noch möglichst lange (vieleicht für immer?) Spass machen soll, dann sollte man sich vorher diesen Vergleich als Anregung holen.

CS Benny
 
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Hallo

Unterschätze nicht das Gewicht und die Ausmaße eines 150/1200mm Newton.
Es gab schon Leute die wollten mit so einem Teleskop mit der Bahn zum Spechteln fahren. :biggrin:
Das wird im leben nichts. :niemals:
Ausser dem Teleskop kommen noch das Zubehör wie Okulare,Sternkarte,Taschenlampe etc.was transportiert werden mußt.
Hast du ein Auto oder ein guten Platz in unmittelbarer nähe,ist es kein Problem.
Sonst wirst du echte schwierigkeiten bekommen. :schwitz:
Ich hatte damals ein klassischen 114/900mm NP-R Newton von Vixen,mit dem ich zu Fuss zum Spechteln gegangen bin.
Das habe ich ein,zweimal gemacht,dann aber nicht mehr.
Es wäre gut sich die Teleskope vorher anzuschauen,bevor man es sich kauft.

Grüße
Manfred
 
Hallo Primax,

ohne die Option auf Fotografie wäre ein Dobson das wahre Indtrument für Dich, denn:
- ohne Elektronic ist die Ausrüstung leichter
- manschleppt kein Zeug mit sich, das man eigentlich nicht braucht
- man hat (gerätemäßig) nur 2 Teile zu tragen
- man kenn sein Geld in nützliches Zubehör investieren.

Schon alleine ein (gutes) wackelfreies Stativ verschlingt genausoviel Geld wie Dein Newton-Tubus. Die Montierung, die das Gerät tragen soll, ist auch nicht unbedingt im Schnäppchenpreis angesiedelt. Und da Du nicht fotografieren möchtest, was ich als sehr positiv ansehe (wenige machen sich Gedanken darüber, was da alles noch auf sie zukommt), ist die einfache Variante des Dobsons die beste.

Allerdings würde ich da auch gleich auf ein 8" f6 gehen, da ausreichende Öffnung und unkritisch in der Okularwahl.

Gruß
Winfried
 
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