Frage zu Teleskop-Kauf

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mhier48

Mitglied
Hallo!Ich überlege, mir in naher Zukunft mein erstes Teleskop zu kaufen und habe da einige Fragen bezüglich der Auswahl. Vorweg vielleicht noch, was ich von meinem zukünftigen Teleskop erwarte:Ich möchte insbesondere Objekte wie Galaxien, Nebel und Sternhaufen beobachten können; den einen oder anderen Planeten werde ich mir sicher auch mal ansehen wollen, aber darrauf soll nicht der Schwerpunkt liegen. Wenn ich einige Erfahrung gesammelt habe, würde ich auch gerne das eine oder andere Objekt fotografieren können (auf Film, digital ist mir noch zu teuer und/oder zu gering in der Auflösung). Wenn ich die Lage "im Trockenen" und ohne eigene Erfahrung richtig einschätzen kann, ist die Fotografie für mich relativ wichtig: Ich würde gerne, wenn ich mit größerem Aufwand weit weg von der Stadt ein Objekt beobachtet habe, anschließend ein "Ergebnis" in der Hand halten. Achja: Die meisten Beobachtungen werde ich vermutlich von meinem Balkon in der Stadt vornehmen. Außerdem soll das ganze natürlich nicht zu viel Geld kosten, aber ich möchte erst recht vermeiden, dass ich nach kurzer Zeit mich über die mangelnde Qualität des Teleskops ärgere und dann ein besseres kaufen muss.Nachdem ich irgendwo gelesen habe (und wie man sich es auch leicht selber überlegen kann), dass eine computergesteuerte Azimutale Montierung wegen der Bilddrehung fürs Fotografieren ungeeignet ist, ist mir also klar, dass ich eine parallaktische Montierung brauche, an der man einen RA-Motor anschließen kann.Nun zu konkreten Modellen: Was haltet ihr von dem Sky-Watcher 130/900mm (siehe Megaoptics)? Oder von dem Celestron Newton Firstscope 114/900 EQ-2? Die liegen beide in niedriger Preisklasse (ca. 200?), was sind die Nachteile dieser Teleskope? Reicht die Stabilität der Montierung zum Fotografieren?Ich wäre auch bereit mehr auszugeben (bis ca. 500?), wenn dies eine entsprechende Qualitätssteigerung bringt. Ich habe allerdings kaum Teleskope in der Preisklasse gefunden, die m.E. meinen o.g. Bedingungen entsprechen. Welches würdet ihr da ggf. empfehlen?mfg und danke im Vorraus!M@rtin
 
Hallo Martin.


"Fotografie oder nicht Fotografie - das ist hier die Frage..."

Im ersten Fall ("Fotografie") würde ich Dir zu einem kleineren Gerät und zu einer bewusst überdimensionierten Montierung raten. Bei Fotografie geht mehr Geld für die Montierung drauf, als für die Optik!
(z.B. 114/900 auf Astro5 oder 150/750 auf EQ-5, alternativ käme auch eine Vixen GP in Betracht, die kostet aber 'ne schöne Stange Geld.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> )


Im zweiten Fall würde ich etwas mehr Geld in die Optik stecken, anstatt in die Montierung. z.B. ein 114/900 oder 150/750 auf einer EQ-3, oder sowas in der Art. Wenn Du Fotografie nicht gänzlich ausschliessen willst, sollte die Montierung

a) einen Polsucher besitzen
b) motorisierbar sein (einfacher Nachführmotor könnte schon reichen)

 
Hi Martin,

hm, also offen und ehrlich würde ich bei den Teleskopen der Preisklasse, die Du anführst ernsthaft raten, die Fotografie von Deepsky-Objekten ad acta zu legen.
Dann nämlich wärest Du mit einem 8" Dobson wesentlich besser beraten, denn 8" Öffnung sind sozusagen "das Tor zum Deepsky-Himmel". Natürlich geht auch mit weniger Öffnung Deepsky, aber das wichtigste ist einfach Öffnung (und guter Himmel).
Was Fotografie mit den genannten Geräten angeht: Sicher, man kann mit jedem Gerät fotografieren. Das ist vielmehr eine Frage der Montierung, denn die muß zusätzlich zum Teleskop mit der Kamera noch ein Leitfernrohr tragen, oder das Teleskop muß mit einem Off-Axis-Guider kombinierbar sein. Der OA-Guider kommt aber bei dieser Geräteklasse nicht in Frage.
Was Du machen kannst ist aber, eine kleine Montierung wie die EQ-3 oder Skyview mit einem Motor auszustatten und dann eine chemische Spiegelreflex-Kamera mit einem 50mm oder 135mm Tele draufzupacken und dadurch zu belichten. Wenn die Montierung ordentlich aufgestellt ist, dann kann man zwischen 5 und 15 Minuten belichten, und das ist schon ordentlich. Wenn man ein Fadenkreuz-Okular hat (am besten beleuchtet), dann kann man das Teleskop als Leitrohr hernehmen, und damit dann (nachdem man einem Übungsphase mit 135mm hatte) auch gut bis zu 500mm Tele-Objektive nachführen.
Gegenüber einem 8" f/6 Dobson, der für unter 400 Euro zu haben ist, bedeutet diese fotografische Lösung aber erhebliche Abstriche bei der Beobachtungsleistung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

Du hast ja schon einiges zum Fotografieren gehört. Um Dir selbst ein Urteil zu bilden welche Ansprüche Du an die Ausrüstung stellen mußt, würde ich eine Volkssternenwarte in Deiner Nähe aufsuchen.

Vielleicht gibt es zufällig jemanden in Deiner Umgebung der wirklich fotografiert und bereit ist Dir einiges zu zeigen. Die meisten die ich kenne, meiner einer eingeschlossen haben lediglich die Bedingung an die Gerätschaft gestellt fotografieren zu können. Was Sven so im Beisatz mit den Abstrichen bei der visuellen Beobachtung erwähnt ist ganz besonders im DeepSky-Bereich erheblich. So wirst Du z.B. mit den von Dir ausgesuchten Geräten die meisten Kugelsternhaufen und Galaxien immer nur als verwaschenen Fleck erkennen. Erst ab 8 Zoll wirst Du gute Chancen haben hier etwas vernünftig aufzulösen.

Fotografieren ist teuer, Faktor 10 gegenüber dem was Du erwähnt hast kommt sehr schnell zusammen. Bei solchen Anschaffungen solltest Du selbst derjenige sein der Entscheiden kann welches das sinnvollste für Dich ist und das geht nur mit eigener Erfahrung und praktischer Kenntnis der verschiedenen Geräte, alles andere wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in den Sand gesetzt.

CS
Adrian Herrmann
 
Wenn ich das richtig verstehe, kann man also das Fotografieren durch sein erstes Teleskop quasi vergessen...

Was haltet ihr denn von den beiden Teleskopen, die ich genannt habe, wenn es mal ums reine Beobachten geht?
 
Hallo Martin,

ich meine, daß diese Teleskope zwar gute Einsteigergeräte abgeben, andererseits hast Du als Dein Beobachtungsziel eben Deepsky genannt und dafür ist deren Öffnung zu klein.
Du schreibst, Du würdest bis 500 Euro ausgeben. Für unter 400 Euro kannst Du einen 8 Zoll Dobson bekommen (200/1200) mit zwei Okularen. Ein weiteres Okular kaufst Du dazu und mit Versandkosten hast Du für ca. 450 Euro ein tolles Teleskop, mit dem Du auch wirklich die gewünschten Deepsky-Objekte betrachten kannst. 200mm Öffnung sind wirklich ganz was anderes, als 130 oder gar 114mm.
Hier mal zwei Beispiele verschiedener Händler für diese Geräte: (D8 bzw. GS680)
http://www.intercon-spacetec.de/astro-markt/produkte.html
http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#GS680
Meiner Meinung nach bist Du mit einem solchen Gerät besser ausgerüstet, und natürlich ist auch die Abbildung am Planeten wesentlich besser, als bei den von Dir genannten Teleskopen, einfach wegen der größeren Optik.
Die von Dir genannten Geräte haben natürlich die parallaktische Montierung, und wenn man diese Motorisiert, kann man eben wie schon beschrieben auch einfache Fotos machen. Aber das ist eben für Fotografie eine halbe Sache (eher 1/4), und für die visuelle Beobachtung auch. Und mit 2 halben Sachen sollte man nicht einsteigen, das gibt nur Frust.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,
Wenn ich das richtig verstehe, kann man also das Fotografieren durch sein erstes Teleskop quasi vergessen...

Das ist nicht ganz richtig. Erstens könntest Du auch gleich als erstes ein paar tausend Euro hinlegen, wobei die Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu landen ziemlich klein ist oder Du kannst auch mit einfachen Montierungen Bilder machen. Du könntest, was Du nicht willst mit einer Webcam arbeiten und die Bilder aufarbeiten, wobei hier wirklich respektable Ergebnisse erzielt werden.

Wenn ich lese, daß Dir heutige Auflösungen von digitalen Cameras nicht ausreichen oder die Teile zu teuer sind unterstelle ich, daß Du auch einen entsprechenden Qualitätsanspruch an die Fotografie stellst und dafür brauchst Du Geräte die nicht zum Lowcostbereich gehören.

Ansonsten auch visuell, wenn es unbedingt eine parallaktische Montierung sein muß, sollte es wenigstens so etwas in der Richtung EQ3 oder besser sein. Allzu wackelige Montierungen machen auch visuell keinen Spaß.

Ich kann mich dem was Sven zu den Dobsons geschrieben hat nur anschließen und halte diese Geräte für einen guten Einstieg, wenn DeepSky der Wunsch ist. Trotzdem, alle Geräte haben irgendwo Vor- und Nachteile und damit ihre Daseinsberechtigung, eine einzige Beobachtungssitzung bringt Dir mehr als hier ein dutzdend Postings.

Noch ein Tip, wenn Du DeepSky beobachten willst, würde ich nicht unter 6-Zoll einsteigen, wobei der Unterschied zwischen 6 und 8 Zoll immer noch eine Welt für sich ist und wenn möglich würde ich den Schritt auch noch tun.

Diese 8-Zoll Dobsons werden meist mit f6 ausgeliefert und sind damit auch noch am Planeten gut einsetzbar, das wäre z.B. ein Spiegel mit f4 den Du noch gut mit nicht allzu teuren parallaktischen Montierungen kombinieren kannst nicht mehr der Fall und so ganz ohne Planeten, nun ja.

Den 8-Zoll GSO bzw Glaxy bekommst Du gebraucht schon deutlich unter 300 Euro. Etwas Geld für ein paar zusätzliche Okulare und Literatur braucht man immer.

CS
Adrian
 
Hallo,

ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, für Dein Budget geht das mit der fokalen
Fotographie durchs Fernrohr nicht auf. Die Einsteiger Fernrohre sind meist auch nicht für
fokale Fotographie ausgelegt, da sie einen 1,25" Auszug haben und es meist nicht funktioniert
mit der Kamera in den Fokus zu kommen. Muß man auch nicht, da ja keiner ernsthaft mit f/8 bis
f/10 fotographieren möchte ( Ausnahme ist man braucht große Brennweiten ).
Aber für den Anfang braucht man keine großen Brennweiten und kein Fernrohr für Astrofotographie.
Meine ersten Photos habe ich mit einem 114/900 Newton auf EQ2 und Kamera auf der Gegengewichts-
stange mit 135mm f/2,8 Objektiv bei f/4 gemacht. Das kann ich aber nur bedingt empfehlen, weil
das eine riesige Fummelei ist, bis das System richtig läuft und eingenordet ist. Und für eine
rudimentäre Nachführkontrolle muß man schon ein bißchen an der Motorelektronik rumfummeln, die
ist nämlich im Original nicht dafür vorgesehen. Toll sind übrigens auch Fotos mit 24-28mm Brennweite.
Also mein Tip: Ein Schritt nach dem anderen machen. Erst mal beobachten und Erfahrung sammeln.
Im Dunkeln ist es ganz schön schwierig mit der Technik erst mal klarzukommen, auch ohne Fotographie.
Als Montierung würde ich eine etwas stabilere Montierung, die eine Polsuchermöglichkeit hat,
für den Einstieg empfehlen ( am besten gebraucht und gleich mit Polsucher ), die ist auch fürs
visuelle Beobachten sehr viel schöner ( Skyview oder so ähnlich )
Als Optik kannst Du einen 4,5" Newton nehmen, obwohl da gerade bei DeepSky schnell der Wunsch
nach mehr kommen wird. Also besser wäre 150/750 oder gar ein 200/800 Newton. Beim letzten Gerät
ist aber dann schon eine Montierung wie die Astro5 Pflicht.
Andererseits könntest Du Dir auch einfach das im Moment erhältliche Lidl Scope für 70 Euro
zulegen, und erst mal gucken ob Dir das auch gefällt mit dem Nachts draußen stehen. Die Montierung
ist nämlich mit Motor nachzurüsten und auch von der Stabilität schon ganz nett, so daß die auch
noch eine Kamera auf der Gegengewichtsachse verträgt, für die allerersten Versuche.
 
Hallo Martin,
wie es bei meinen Vorrednern schon teilweise angeklungen ist, empfehle ich als erstes Kontakt zu anderen Astronomen zu suchen und mit Ihnen raus zu gehen.
Das macht Spaß und hilft Dir i.d.R. sehr schnell weiter was die Anschaffung des richtigen Scopes betrifft.
Noch ein Wort zur Fotografie:
Diese wird von den meisten Einsteigern ins Feld geführt. Meiner Meinung nach viel zu früh, dann i.d.R. bist Du erst mal leicht 2 oder mehr Jahre damit beschäftigt den Himmel kennen zu lernen, Dein Gerät und das Zubehör zu optimieren etc und zu beobachten.
Über dieses Option würde ich nochmal intensiv nachdenken.
Nicht nur weil dann die Scopewahl um eingies erleichtert wird. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
CS
 
Erstmal danke für die zahlreichen Tips! Ich wollte sowieso mich noch bei den Sternfreunden in meiner Stadt kundig machen, aber wenn man sich vorher schon etwas schlau gemacht hat, kann's auch nicht schaden...

Was genau ist eigentlich ein Dobson? Bezieht sich das nur auf die Montierung? Die scheint dann aber azimutal zu sein, d.h. eine Nachführung geht nur mit Goto, oder? Ich hab irgendwo gelesen, dass auch zur Beobachtung eine Nachführung sehr nüztlich sein soll (und das leuchtet mir irgendwie auch ein).

mfg M@rtin
 
Ok, erst suchen, dann fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />Ich habe inzwischen selbst herausgefunden, was ein Dobson ist... Kann man den Tubus von einem Dobson nachträglich auch auf z.B. eine EQx-Montierung bauen? Dann könnte ich später für's fotografieren eine passende Montierung nachkaufen, oder?mfg M@rtin
 
Hallo,

Dobson-Teleskope sind Spiegelteleskope die auf einer Holzkiste, der sogenannten Rockerbox azimutal montiert sind. Die Montierung ist relativ einfach und daher recht günstig. Die Nachführung ist bei Deepsky nicht so das Problem, weil man eigentlich nicht hoch vergrößert. Selbst am Planeten ist das mit einem Dobson kein Thema.

Das ganze ist nicht zu vergleichen mit den azimutalen die man so in Kaufhäusern erwirbt. Diese Montierungen sind zum Glück nicht sehr groß, so daß sie leicht in die Tonne getreten werden können.

Goto steht für ein motorisiertes Aufsuchen der Objekte, was beim Dobson nicht eingesetzt wird. Es gibt zwar auch dort vergleichbare Lösungen, aber ich glaube die liegen nicht in Deinem Budget.

Eine motorisierte Nachführung ist sicher eine bequeme Sache, unbestritten. Obwohl ich Motoren habe nutze ich sie nicht. Wenn Du gleich Goto haben willst wirds richtig teure bzw. es bleibt kaum noch Geld für die Optik und Du hast ein Gerät dessen einprogrammierten Objekte damit gar nicht gesehen werden können. Goto ist ganz nett, aber wirklich entbehrlich.

CS
Adrian
 
Hallo,

ja das ist möglich, allerdings muß es schon so etwas in der Richtung EQ6 sein. Die Dobsons sind meist f6 und haben damit einen langen Hebel. Wahrscheinlich ist es für die Fotografie sinnvoller eine Ausrüstung neu auszulegen und z.B. einen f4-Newton zu nehmen, also Geräte die auch fotografisch optimiert sind. So ein Dobson läßt sich i.A. auch wieder gut verkaufen, Abstriche macht man immer.

CS
Adrian
 
Hallo Martin,

sehr gut finde ich Deine konkreten Vorstellungen, worauf Tipps basieren können. Wie in den anderen Postings bereits skizziert, ist Fotografie ein recht teure Angelegenheit. Wobei ein Großteil der Kosten in eine steife, solide Montierung fließt und 200 oder 300 Euro bei Neugeräten ein zu geringes Budget sind.

Bei der Fotografie musst Du unterscheiden zwischen der Fokalfotografie (fotografieren durchs das Teleskop) und dem Piggyback-Verfahren. Hierbei wird die Kamera am Teleskop oder Montierung befestigt, welches als Nachführkontrolle dient, und mit 28mm bis sagen wir mal 300mm Objektiven fotografiert. Bereits bei dieser Art können wunderschöne Fotografien entstehen und der zu betreibenden Aufwand und auch der Misserfolg liegen noch im Rahmen. Du solltest auch mit dieser Methode beginnen. Auf NightSky findest Du diesbezüglich einige Informationen.

Im Gebrauchtmarktsektor kannst Du ebenfalls fündig werden. Ich konnte vor einigen Jahren eine New Polaris von Vixen (mit Polsucher, Motor (Rek.) und Handsteuerbox mit 114mm Newton für "damals" 650DM bekommen. Hiermit können wunderbare Fotografien erstellt werden. Grundsätzlich solltest Du Dich aber schon fragen, ob Fotografie oder die visuelle Beobachtung im Vordergrund steht. Für 400 Euro bekommst Du den beschriebenen 8 Zoll Dobson. Weil der Tubus (Newton) azimutal auf einer "Holzmontierung" befestigt ist, kann für diesen Preis ein 20cm realisiert werden.

Wie Du selbst beschrieben hast, ist der beste Tipp bei einem Verein oder Volkssternwarte vorbeizuschauen und mit eigenen Augen das Teleskop sehen und vor allem durchschauen. In Münster gibt es einen astronomischen Verein. Weiterhin gibt es die "Bresser-Sternwarte" und wenn Du Interesse hast, bist Du gerne bei uns im Astronomischen Verein der Grafschaft Bentheim e.V. eingeladen (liegt ca. eine Stunde von Münster entfernt (Neuenhaus, bei Nordhorn). Wir haben ein großes Spektrum von Teleskopen in unseren Vereinsräumen. Gerne können wir in Kontakt bleiben.

In diesem Sinne viel Spaß beim Informieren und Suchen, Christoph Lohuis.

2. Praktischer astronomischer Samstag (PaS) am 17. Juli 2004 in Neuenhaus

 
Hallo!

Erstmal nochmals danke an alle für die zahlreichen Tips! Ich habe mir fest vorgenommen, bei nächster Gelegenheit bei den Sternfreunden in Münster vorbeizuschauen (das geht glaube ich schon nächsten Dienstag, kommt hier zufällig jemand aus Münster und ist dann da?), hoffen wir, das Wetter spielt mit...
Das mit der Fotografie werde ich mir dann irgendwann später nochmal überlegen, wenn ich genug Erfahrung habe; ich denke zuerst ist mir schon die Beobachtung am Wichtigsten.

Noch eine kleine Frage zum Schluss: Auf welches Zubehör sollte man achten? Okulare sind ja meist zwei dabei, das dürfte für den Anfang wohl reichen. Was ist mit Justier-Vorrichtungen (z.B. Laser)? Was braucht man sonst noch alles als Anfänger?

cu M@rtin
 
Hallo Martin,

die Frage nach weiterem Zubehör ist berechtigt. Kannst auch über die
"Suchfunktion" probieren etwas zu finden. Ggf. kannst Du ein weiteres Okular
dazukaufen, um das Vergrößerungsspektrum besser abzudecken. Auch können bei
vielen Händlern die die Teleskop beigefügten Okulare ausgewechselt werden, um
gleich zu Beginn sinnvolle Vergrößerungen zu erzielen.

Laser, ja/nein? Unterschiedliche Meinungen kannst Du finden (Suchfunktion). Die
Kollimation mit Laser geht schnell (wenn dieser richtig justiert ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) aber
auch auch über ein Justierokular und Stern geht es ganz gut. Einfach vor dem
Kauf testen, ob es Dir gefällt. Typische aber gute Empfehlungen sind weiterhin
"Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka (auch nur Karkoschka
genannt), drehbare Sternenkarte (z.B. von Kosmos) und Himmelsjahr. Mit dem Kauf
von Filtern würde ich erst warten und im laufe der Zeit testen. Vor allem im
Deep Sky Bereich lohnt sich ein UHC und OIII Filter. Die kosten aber wieder eine
Stange Geld.

Wenn Du Dein Teleskop erworben hast, wirst Du schnell herausfinden, was Du für
Dich individuell noch benötigst.

Liebe Grüße, Christoph.

NightSky - Von Amateuren für Amateure
 
Hallo!
Bis 500€ ist es nicht einfach ein Teleskop zu bekommen mit dem man auch fotografieren kann, da man sehr viel Geld in eine Stabile Montierung investieren muss. Ein Kompromiss wäre ein Skywatcher 150/750 auf der EQ 3-2, mit dem erste Gehversuche in der Astrofotografie möglich sind. Wenn du später dann aufrüsten willst kannst du das beispielsweise mit einer günstigen gebrauchten Montierung tun und hast immer noch eine lichtstarke 150mm Optik.

Gruss und CS

Christian Jakob
Astroshop - Alles rund um die Astronomie!
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Hallo!

Ich habe mich nochmal etwas umgeschaut und jetzt noch ein paar Fragen zum Thema:

- Viele sagen, dass man für unter 200 EUR überhaupt kein vernünftiges Teleskop kriegen kann. Bei Karstadt gibt's zur Zeit das Galaxia von Bresser für 149 EUR. Die Öffnung ist zwar nicht riesig (114mm), die Montierung wird für Fotographie vermutlich auch nichts taugen. Zum reinen Beobachten dürfte es aber doch reichen, oder? Wo ist der Haken?
- Beim Teleskop-Service gibt's ein Maksutov (Travelmax 127 von Skywatcher) für 595 EUR auf einer EQ3. Darf man da den Angaben in der Beschreibung (siehe http://www.teleskop-service.de/Astro/Mak/mak.htm#Mak127 ) glauben, dass man damit schon ganz gute Astro-Fotos machen kann (natürlich nach Aufrüstung mit Motor)? Wie viel (im Deep Sky Bereich) kann man mit 127mm Öffnung sehen?
- Ich werde vermutlich im Wesentlichen von meinem Balkon aus beobachten. Macht da eine größere Öffnung überhaupt Sinn, oder bekommt man dann nur noch einen helleren Hintergrund? Welche Bauweise wäre da am günstigsten (im DeepSky Bereich)?

cu und danke schon mal
M@rtin
 
Hi Martin,
ein 114/900 Newton ist ein schönes Allroundgerät - habe ich unter anderem auch.
Als Montierung würde ich hier die Astro 3 als Untergrenze sehen. EQ3 ist da schon viel besser. Bresser ist nicht grade eine Nobelmarke und in dieser Teleskopregion tummeln sich inzwischen viele. Dann geht halt auch im Preis was.
Der Mak ist optisch und technisch sicher besser, aber m.E. ein ausgesprochenes Planetengerät. DS geht bei beiden, wobei die maximal möglichen Gesichtsfelder recht unterschiedlich sind. Beim Mak geht da viel weniger, wegen der langen Brennweite. Die Skywatcher Maks scheinen recht gut zu sein, wenn ich von meinem kleinen 90/1250 und dem ausgehe was ich sonst so gelesen und gehört habe. Der größte Vorteil liegtin meinen Augen in der Kompaktheit dieser Geräte.
Hoffe das hilft etwas weiter.
CS
 
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