Frage zum Fokussieren beim Bresser MC 152/1900

Meinst Du den 127/1900? Kommt darauf an was Du vorhast. Die Fassung des Meniskus läßt sich einfach abschrauben dann kommt man problemlos an den Trichter am Meniskus. Hinten läßt sich das Teil genau so öffnen, da lohnt es sich vorher das Kunststoffteil abzuschrauben das sind drei kleine Schrauben. Dahinter schaut man dann auf den in den Tubus eingeschraubten Alu-Deckel.

Der große Unterschied zu den Skywatcher Maks ist folgender: beim Bresser ist der hintere Deckel (Aluteil unter dem Kunststoffteil) auf Anschlag gegen den Tubus geschraubt, der HS-Mechanismus ist daran mit drei jeweils direkt nebeneinander liegenden Zug/Druckschrauben Paaren befestigt. Läßt sich also feinfühlig (!) justieren ohne daß der Okularstutzen sich mit bewegt.

Beim Skywatcher ist das innere Teil im Tubus verschraubt und man schwenkt den hinteren Aludeckel über die gleichmäßig im 60° Winkel verteilten Justierschrauben mit HS-Mechanismus und OAZ Anschluss gleichzeitig. Bei meinem Exemplar ist das mehr oder weniger Murks egal wo man dreht ändert sich wieder was an der Justage. Irgendwann paßt es dann eine Zeit lang.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

das hast du gut beschrieben, es passt eine Zeit lang.
Ja, bei Bresser ist der Okustutzen direkt an den Plastikdeckel befestigt (nachdem man die Klemmmutter festgeklebt hat). Und die Justage ist davon unabhängig (und ist komischerweise doch nicht stabil). Ich kann also vorne direkt aufschrauben, das ist gut. Von hinten hätte ich mich nicht an den Trichter getraut.
Übrigens, die hintere Plastikkappe war mal aus Alu. Fürs Plastik sind (waren) die drei Befestigungsschrauben aber zu kurz, sie griffen jeweils nur mit ca. einer Windung!
Sowas können die verkaufen. Bresser hat mir dann tatsächlich drei längere geschickt.

Gruß
Stephan
 
Hallo Stefan,

Übrigens, die hintere Plastikkappe war mal aus Alu. Fürs Plastik sind (waren) die drei Befestigungsschrauben aber zu kurz, sie griffen jeweils nur mit ca. einer Windung!
Sowas können die verkaufen. Bresser hat mir dann tatsächlich drei längere geschickt.

war mir bisher nicht bekannt daß es da eine Änderung gab scheint aber nicht die einzige zu sein: bei meinem Exemplar waren die drei Schrauben lang genug also mehrere Gewindegänge eingeschraubt. Das zeigt schon wieder daß man bei diesen Geräten so manches Detail nicht verallgemeinern darf das fällt vom Band wie es gerade passiert. Schön daß Bresser da nachbessert hat! Probleme mit der Justage hatte ich bei meinem 127/1900 keine das war dauhaft stabil. Ich werde mal den jetzigen Besitzer des Maks fragen ob das so geblieben ist.

Viele Grüße Felix
 
Das war auch der Vorgänger, der optisch gleich sein sollte, ich glaub Meade ETX 125, mit der Alukappe. Meinen hab ich 18 gekauft, ist deiner neuer?
"Nachgebessert" würde ich das nicht nennen. Das träfe zu, wenn ich denen das Ding zurückgeschickt hätte mit der Aufgabe, n richtigen Vixen-Sucherschuh dranzumachen, das Durchdrehen des SC-Anschluss-Flansches zu beseitigen und dabei eben auch die Kappe verlässlich zu befestigen. Aber bei Billigkram muss man mit sowas rechnen, auch wenn es nicht in Ordnung ist.

Gruß
Stephan
 
Hallo Stephan,


Baujahr von meinem könnte sogar etwas früher sein, ich frag Sven der mir den Mak abgekauft hat mal ob er die Rechnung noch hat - die hatte der Erstbesitzer mir glaube ich dazu gelegt. Mit nachgebessert meinte ich - nett daß die neue passende Schrauben geschickt haben, besser als nix... ;) und ja, ohne Kompromisse geht es bei den günstigen Geräten nicht. Da habe ich aber schon weit schlimmeren Murks erlebt da schneidet der 5" Bresser Mak noch vergleichsweise gut ab.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Zusammen,
ich greife das Thema nochmal kurz auf, da ich aktuell zwischen einem Skymax 150 und dem Bresser MC-152 schwanke.
Der Mak soll nur zur Mond- und Planetenbeobachtung dienen.
Vom Skymax liest man viel Gutes, beim Bresser 152/1900 gefällt mir vor allem der bereits verbaute OAZ, die Rohrschellen, der fixierte Hauptspiegel und der Griff.
Tja, für welchen ich mich letztlich entscheiden soll, ist wohl recht subjektiv...Ich habe auch von einigen sehr zufriedenen Leuten mit dem Bresser-Gerät gelesen...
 
Ab dem 150er Skymax läst es der OAZ-Fokusknopf-Abstand zu, später "Zur Not" einen Crawford-OAZ nachzurüsten.

Nur falls man mit der original Fokussierung nicht zu Recht kommt.

Ist zwar wieder Mehraufwand (auch Geldlich), aber evtl. eine Option/Rettungsanker.

Gruß Markus
 
Beide können viel mehr als nur Mond und Planeten. Vorgestern NGC6543 zum ersten mal gesehen. Doppelsterne.
Über den Bresser gibt es leider wenig Erfahrungsberichte. Über den Skymax hauptsächlich Gutes. Schön wär, wenn wir mal ne gute Bewertung fürs Bresser hätten!
Ich würd auch den Skymax nehmen, schon weil der leichter ist.
HS-Fokussierung hat nicht nur Nachteile. Erstens kann man damit auch nahe Ziele (bei mir bis 7 m) fokussieren 2. ist der Weg des Hexafoc wirklich kurz, und da wird man ohne Verlängerungen nicht auskommen, je nach Zubehör.
 
Danke quilty! Stimmt, der Skymax ist leichter und vom zu kurzen Verstellweg des Bresser OAZ hab ich gelesen.
Wie gesagt, rein von der Optik het soll der auch gut sein..?
 
Leider hab ich erst 2-3 Beobachter gefunden, die etwas über den 6" Bresser-Mak berichten können. Das reicht nicht für einen Eindruck.
Ich hab ja mal überlegt, ob bei den JOC-Geräten der sweet spot beim echt guten 5er liegt.
Du sagst es, JOC ist grundsätzlich der bessere chin. Hersteller. Scheint einer der ganz wenigen Hersteller zu sein, die heute noch die Berechnung geometrischer Optik beherrschen. Jedenfalls sind die Meade/Bresser MAK's nicht vignettiert, im Gegensatz zu Skywatcher (selbst die neue 180er Serie ist es)
und bieten tatsächlich die volle effektive Öffnung. Das trifft auch auf deren Marine Ferngläser zu im Gegensatz zum üblichen China-Bino Kram.
Auch mein 5" Bresser MAK ist ausgezeichnet und - relativ zur Öffnung - mein bester MAK, abgesehen vom Zeiss. Und die baugleichen Meade 125 sollen
ja alle vorzüglich sein.
Auch ich war mal am MC-152 interessiert, aber mit diesem schwachsinnigen OAZ macht man den Vorteil von CAT Systemen zunichte. Und bei jedem
anderen Hersteller hätte ich auch gewaltige Zweifel, ob da der Lichtweg nicht beschnitten wird. Dieses Spiegelshifting halte ich sowieso für einen Mythos,
mein einziges CAT (von 9) mit Shifting war ein russisches Intes.
Gruß, Mathias
 
Hallo Matthias,

da kann ich mich nur anschließen die 5"f15 von Bresser bzw. als 125 ETX oder Explore Scientific gelabelt sind schon serienmäßig aus der Schachtel auffallend gut. Die zentrale Obstruktion beim 127/1900 läßt sich einfach verringern dann wird dieser Mak noch etwas besser: der Plastiktrichter am Meniskus endet auf 52 Millimeter, die Haltemutter des HS hat aber nur 42 oder 44mm und ist die eigentlich Begrenzung zu der auch das zentrale Blendrohr paßt. Ich hatte vor Jahren einen weißen Bresser 5" Mak da habe ich die Blende ganz entfernt was zu deutlich mehr Tagblindheit führt, den Mak habe ich mal verkauft der tut jetzt seinen Dienst im Freundeskreis als Schnellspechtel- und Urlaubsteleskop.

Dieses Jahr auf dem ATT ist mir der zweite 5" Bresser Mak zugelaufen da habe ich die Blende nur auf ca. 42mm Durchmesser gekürzt aber am Meniskus gelassen. Das ist was die Tagblindheit angeht kein allzu großer Unterschied zum Serienzustand. Gerade tagsüber bei kleiner Eintrittspupille des Auges ist eine geringere Obstruktion angenehmer das gleicht die leicht zugenommene Streulichtempfindlichkeit aus.

Die Beugungserscheinungen an harten Kontrasten werden durch die verringerte Obstruktion weniger was zu mehr Schärfe und Kontrast führt. Die Granulation an der Sonne wird deutlicher, Fackelgebiete werden geradezu auffällig deutlich, auch an schwachen Kontrasten am Mond wird alles noch etwas knackiger.

Lohnt es sich? Wie immer - Geschmackssache...soll heißen ja sicher lohnt sich dat! Ich hab Spaß dran alles aus diesen relativ kleinen Teleskopen heraus zu holen der 127er Bresser Mak bietet da erstaunliches Potential mit wenig Aufwand zum absoluten Spaßteleskop zu mutieren. Das Ding ist schlicht phänomenal.

Viele Grüße Felix
 
Zurück
Oben