Fragen über Fragen next Generation

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Enthe85

Mitglied
Schönen guten Tag.

Schön wieder hier zusein.

Ich habe wie fast jeder hier Fragen:

1. Seit einem Jahr bin ich jetzt mit meinem Aldi-Teleskop unterwegs. Ich habe erfahrung gesammelt und meine Kenntnisse über den Nacht Himmel erweitert. Nun möchte ich mir ein neues Teleskop kaufn. Mein Aldi Teleskop hat die Maße 60mm/700mm, man sieht schon manches, aber nicht alles und nun möchte ich eine Generation weiter und möchte mir dieses Teleskop kaufen: ein Bresser Pluto Teleskop mit den Maßen 114mm/500mm für 188.95€.

Meine Frage:

Ist dieses Teleskop für den Preis gut oder gibt es bessere varianten für den Preis?

Danke schon mal.

Eure Enthe
 
Hi Enthe

ich würde lieber einen 114/900 Newtoh kaufen. Dieser zeigt am Himmel mehr, als das bereits vorhandene und im Vergleich zum 114/500 ist es so, daß falls das 114/500 einen parabolischen Spiegel hat, eher was für Kometen oder Astrofotografie wäre.
Ein richtiger Sprung wäre aber ein 8" f/6 Dobson.

Schönen Gruß
Robert
 
Hi Enthe,

also Du bist gerade dabei, den Fehler zu machen, Dir ein zweites Einsteigerteleskop zu kaufen. Das solltest Du nicht tun. Ausserdem hast Du mit dem 114/500 ein Gerät erwischt, was eindeutig auf Beobachtungen mit wenig Vergrößerung spezialisiert ist. Das wäre meiner Meinung nach nicht gut, so ein Gerät kaufen viele eher als ein Zweit-Teleskop.
Der Rat zum 114/900 ist zwar nicht unbedingt falsch, aber er bringt Dich nicht aus der Einsteiger-Teleskopklasse raus.
Tolle Allround-Teleskope sind in meinen Augen ein Newton 200/1200 oder etwas kleiner ein 150/1200. Wobei der 150/1200 schon etwas auf Planeten spezialisiert ist. Beide Geräte gibt es als Dobson, den man bei Bedarf auf eine parallaktische Montierung setzen kann.

Aber ich denke, es wäre viel besser, wenn Du Dir (und uns hier) eine Budget-Grenze setzen würdest, und vielleicht etwas über Deine zukünftigen Vorstellungen schriebest. Vielleicht möchtest Du ja ganz konkret bestimmte Sachen (besser) sehen können, zum Beispiel einen Mondschatten auf Jupiter, oder Kugelsternhaufen richtig aufgelöst, oder...

Bei Deinem 60/700, der im Silberplastik-Koffer kam, sind ja auch die Okulare ein Fall für den Totalaustausch. Das sollte man schon mit bedenken.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Enthe,
ich war bis vor kurzen auch in deiner Lage, ich hatte das Tchibo "Teleskop". Habe damit so 1-2 (kann mich nich mehr genau erinnern) Jahre totgeschlagen (konnte manchmal was sehen; total besch... Optik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />). Jetzt habe ich mich umgehört ( siehe "Suche Hilfe bei der Teleskop auswahl") und für ein 8'' Dobson von Synta entschieden ( schönes Teil <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />). Kann man nicht mit einander Vergleichen, obwohl ja beide im billig Segment liegen.
Tobi
 
Hallo.

Mit meinem Tele. möchte ich Planeten beobachten, Deep Sky (Andromeda, Orion usw.), und Sternenhaufen und Mond.

Meine Grenze an Geld wäre 200 bzw. 250€, wenn ihr dann ein Paar gute Teles. für mich habt sagt bitte wo es die gibt und wieviel sie kosten.


MFG Enthe und Danke
 
Hallo nochmal,
dann wäre ein 8'' Dobson mit ca.290€ knapp über deinem
Maximum.
Ich weis nicht wie viel ein 6'' Dobson kostet aber vielleicht ist das was für dich.
Wenn du Deep Sky machen möchtest ist die Öffnung am wichtig, also ein Dobson emfelenswert (Viel Öffnung für wenig Geld).
Tobi
PS Immer ein guter Tip suche mal einen Verein auf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
 
Hallo Enthe,

äh, uhoummahja... na, was wollte ich auch erwarten. Wenn Du mal 1000 Einsteigerpostings nachliest "Hey, was willst Du schauen?" "Ja, also mein Teleskop soll mir Planeten, Sternhaufen, Galaxien, Nebel und den Mond zeigen."
Dann fragt man "Ja, was ist Dir denn am wichtigsten?" und es kommt "Planeten und Nebel!".

Okay, genug gejammert. Du willst eine eierlegende Wollmilchsau zu äusserst niedrigem Preis. Meine Empfehlung: Ein gebrauchter 6" f/8 Dobson (150/1200) und dazu ein Satz von 3 oder 4 Plössl Okularen, am besten auch gebraucht.
Über das Gerät habe ich grob in diesem Artikel, der sich genau an Dich wendet, geschrieben: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteigerteleskope_konkret.html

Was Okulare angeht, und wenn Dir der Gedanke an diese Plössls gefällt, so empfehle ich:
32mm Plössl als Übersichtsokular und für Nebel
15mm Plössl für hellere oder kleinere Nebel
8mm Plössl für Planeten
6mm Plössl für Planeten bei guten Bedingungen
Die beiden Plössl mt 8mm und 6mm sind vom Einblickverhalten nicht mehr so freundlich. Eine Alternative wären vielleicht ED Okulare mit ähnlicher Brennweite, die warscheinlich nicht ganz so gut abbilden, aber durch einen bequemen Augenabstand viel angenehmer bei der Beobachtung sind. Dadurch daß Du entspannter in die ED-Okulare siehst, erkennst Du warscheinlich mehr, als mit dem 6mm Plössl, ist aber sehr von der persönlichen "Leidensfähigkeit" oder "Gewöhnung" abhängig.
Die ED-Okulare gibt es praktisch baugleich aus verschiedenen Quellen und mit Preisunterschied von Faktor 5. Meiner Meinung nach tun es auch die für 25 Euro: http://www.svenwienstein.de/HTML/ed_3_8mm.html

Tja, das wäre mein Vorschlag.
Ach ja, auf jeden Fall täte Dir Anschluß zu anderen Sternfreunden gut, denn mit anderen mal eine Nacht auf dem Acker zu verbringen ist sehr lehrreich. Ausserdem könntest Du ruhig mal die Literaturhinweise meiner Einsteigerecke anschauen, auch wenn Du vielleicht einiges schon hast: http://www.svenwienstein.de/HTML/zugang_zur_astronomie.html#nuetzliches

Clear Skies
Sven
 
Warum Achtzoll-f/6...

Hallo Sven (Enthe) und herzlich willkommen im Forum,

ich kann die Ansicht der Vortexter nur unterstützen, einen Dob 8"(=Zoll, also 200 mm Öffnung)-f/6 (=6mal so lange Brennweite, also 1200 mm) ins Auge zu fassen. Die knapp 50 Euro Preisdifferenz zahlen sich meiner Meinung nach "ohne Ende" aus.

Dein genannter Einsatzbereich - sozusagen ALLE Objektklassen - lassen nur einen Universalisten zu. Das ist heute und in der genannten Preisdimension typischerweise der 8"-f/6 als Dobson. Ansonsten würde der Preisrahmen kaum für eine parallaktische Montierung reichen, geschweige denn noch dazu einer Allroundoptik und auch noch okularseitiges notwendiges Zubehör.

Vorteile des Gerätes (habe einen solchen 8"-f/6-Dobson selbst und bin hochzufrieden):

- vergleichsweise zu anderen Geräten im Preisrahmen große Öffnung= viel Licht, ordentliche Vergrößerungsfähigkeit, hohe Auflösung

- das Geld geht vor allem in die parabolische Optik, die auch im Hochvergrößerungsbereich (Planeten, Mond) nicht schlapp macht, die Rockerbox als Montierung ist tauglich, kann aber durch recht niederpreisige Maßnahmen noch weiter verbessert werden (größere und besser positionierte Teflonstückchen)

- der Zwei-Zoll-Okular-Auszug (2"-OAZ) ermöglicht mit später nachzukaufendem langbrennweitigem Okular (z. B. 30 mm) wunderbare Weitfeldbeobachtungen in Weitwinkligkeit

- mit dem Öffnungsverhältnis von f/6 sind die Ansprüche an Okulare gering, das bedeutet, daß Niederpreisige bereits viel Beobachtungsfreude ermöglichen. Gerade am Dobson sind wegen des nötigen Nachschubsens (die scheinbare Himmelsdrehung wird mitvergrößert) Weitwinkelokulare anzudenken, auch diese sind recht günstig (bes. im Vergleich zum angedachten f/4: 114/500)

- weitere häufig dokumentierte Tuningmaßnahmen sind billig und hocheffektiv, das Teil läuft zur Hochform auf (Tubusschwärzung innen durch Filz oder Klebe-Schwarzvelours, Belüftung durch Anbringen einer Bodenplatte aus Hartschaumplatte mit zentralem PC-Lüfter per Klett und kleinem Akkupack (alles im Diskounter für wenig Euro, voll rückbaufähig ohne Spuren)

- im Paket sind schon gut brauchbare Okulare dabei.

Demgegenüber wäre m. E. nur ein 6"-f/6-Dobson als kleinere Variante andenkbar, dieser wird allerdings meines Wissens nicht angeboten.

Der noch im Preisrahmen liegende 6"-f/8 Dobson (150mm Öffnung, 1200mm Brennweite) ist kein Universalist mehr. Mit nur 1,25"-OAZ hat dieser keine weitwinklige Weitfeldoption mehr. Da passt z. B. die Andromedagalaxie nicht mehr ins Bildfeld. Mit einem 32er Oku ist bei AP 4 Schluß, großfeldrige schwache Nebel bleiben so unsichtbar. Auch bei richtig dunklem Himmel. Bei richtig ruhiger Luft setzt die geringere Öffnung engere Grenzen der Höchstvergrößerung. Für die Aufgabe Universalist wäre das gesparte Geld so eher ein fauler Kompromiß in meiner Vorstellung.

Ich weiß, daß es nicht schön ist, wenn Vorschläge über der genannten Budgetgrenze liegen, aber gerade hier liegen echt Welten zwischen dem wenig mehr an Investitionsvolumen und dem zu erwartenden gigantisch größeren Outcome. Mein Rat also:

1. suche Kontakt zu Sternfreunden in der Nähe und schaue mal durch ein solches Gerät
2. lieber noch kurz zusparen und dann richtig einsteigen (bei Deiner Profession lt. Profil solltest Du solchen Überlegungen ja eigentlich gut zugänglich sein).

Nicht unerwähnt bleiben sollte: ein Newton-Teleskop wie der Dobson (allerdings auch der erstgenannte Weitfeld-114/500) sollte gut justiert sein (Filmdose mit Loch am Stern, Anleitung per Suchfunktion zahlreiche) und gut ausgekühlt. Das läßt sich aber erfahrungsgemäß gut in den Griff kriegen. Diese "Probleme" haben zwar Refraktoren so nicht, aber dafür andere (hohes Stativ, Zenitspiegel nötig, geringere Öffnung im Preisrahmen, Farbfehler im Preisrahmen), die längst nicht so einfach in den Griff zu kriegen sind. Richtig gute Refraktor-Universalisten sind die APOs oder große EDs oder echte größer öffnende Fraunhofer, allesamt viel viel kostspieliger als der angedachte Dobson. Katadioptrische Technik (SC, Mak...) spielt im Preisrahmen noch keine Rolle.

Wünsche weiterhin guten Aufstieg, klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hi Matthias,

also ich bin dem 8" f/6 als Empfehlung wirklich nicht abgeneigt, aber ich gebe zu bedenken, daß man in der Rechnung leicht vergisst, daß für die Okulare auch noch Kohle übrigbleiben muß. Man kann nicht alles Geld ins Teleskop stecken und dann irgendwie mit 50 Euro sich zweieinhalb Okulare zusammenraffen.
Wenn die Preisgrenze sich nach oben schieben lässt, dann unterstütze ich den 8" f/6 voll, mit ähnlichen Okularen (nur andere Brennweiten, und der Hinweis, als Übersichtsokular mal auf ein Okular mit Zwei Zoll Einsteckdurchmesser zu sparen).
Übrigens, was den Gebrauchtkauf angeht, so stört mich, daß bei den Gebrauchtpreisen meist von 60% des Neupreises ausgegangen wird. Dabei wird dann übersehen, daß beim Neugerät derweil schon 2 Plössl Okulare beiligen, die beim Gebrauchtpreis üblicherweise fehlen. Das frisst dann selbst bei gebrauchtem Zukauf der Okulare (Versandkosten!) erheblich am Preisvorteil des Gebrauchtgerätes, also aufpassen!

Clear Skies
Sven
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hallo Sven,
du siehst 3 Leute aber nur eine (zum Teil leicht abweichende) Meinungen.
Tobi
PS Habe am Anfang auch oft den Tipp mit einem Verein bekommen und gedacht: Was soll das!!, es ist aber sehr hilfreich persönlich mit Leuten zureden, außerdem öffnen sich einem weitere Türen.
PPS Habe seit kurzem auch einen 8'' Dobson, musste zwar etwas sparen aber es hat sich gelohnt. bevorzuge Synta = Skywatcher, da er günstiger ist und man durch die Griffe den Tubus festklemmen kann. Außerdem ist sehr viel aus Metall (hätte ich in dem Segment nicht erwartet). Das gewicht von ca. 9,6 kg läst sogar eine Montierung auf einer HEQ5 zu, also späterer Ausbau auf Astrofotografie.
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hallo Sven (Wienstein),

mit meiner "Empfehlung" Dob 8"-f/6 (298 Euro soweit mir bekannt, aber nicht hochaktuell nachgecheckt) habe ich den Preisrahmen (200-250) bereits gesprengt, darauf habe ich ja auch hingewiesen, einschließlich der Leistungsoptionen und der sozusagen geradezu buchstäblich galaktischen Vorteile. Ich gehe dabei davon aus, daß da dann ein 25er und 9er Plössl dabei ist, wie dazumal bei mir selbst. Dies wäre noch zu prüfen. Damit hätte man dann erstmal eine Minimal-Grundausstattung. Sicher ist das Finden (und weitwinklig Weitfeldbeobachten bei Groß-AP) mit einem 30-40mm 2"-WW-Oku, welches min. um 100 Euro zu liegen kommen würde, noch schöner, aber das 25er geht ja schon für den Anfang. Das typische 9er ist schon etwas zu lang für Planeten, zu kurz für einen guten Zwischenschritt, aber anfangs nicht unmöglich. Eine niederaufpreisige Änderung zu einem 6er SWM wäre eine Möglichkeit in der Verhandlung mit dem Händler. Jedenfalls eine andere Liga als das Diskounter-Zubehör. Zu bedenken wäre, was denn die Alternative(n) bieten würden, bzw. was dessen Zukaufoptionen an Finanzvolumen brauchen.

Ich persönlich hätte sehr gerne einen (parabolischen) 150/1200-N (Dob von mir aus) als farbfehlerloses Planetenspezialgerät. Nur würde ich persönlich diesen nicht als Universalisten oder Allrounder bezeichnen, weil sowohl auf Weitfeldoption (kein 2"-OAZ) als auch Hoch-AP-Option (maximales Licht für schwache flächige Objekte) verzichtet würde.

Die Frage, die sich Sven "Enthe" stellen muß - am Besten nach Praxis, die wir alle empfehlen - ist, noch sparen und einen tatsächlichen Allrounder oder keinen Allrounder.

Deine Ansicht zum Gebrauchtkauf kann ich voll unterstützen.

Klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.

PS: heute hats endlich geklappt: ab Di. bin ich nach elf endlosen Monden DS-Aushungerns wieder motorisiert mobil, Jippieh-ayeyehh! Ich hoffe doch, daß das schlechte Wetter nun nicht noch anhält... kanns kaum erwarten, endlich aus dieser fürchterlichen Lichtglocke des Ruhrgebiets rauszufahren! Heute schon mal Karottensaft zum Netzhaut-Hypern gekauft. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hallo Matthias,

ja, hm, aber ob es grad ein 6mm SWM sein muß? Das macht mir Bauchweh. Dann doch lieber ein ED in der Gegend und später mal ein 15mm SWM, um damit Deepsky zu schauen.

Trotzdem habe ich bedenken, den Startschuss mit nur 2 Okularen zu geben. Wie man es auch dreht, man wird entweder vom Gerät enttäuscht sein, oder recht zeitnah das Geld für Okular nummer 3 und 4 ausgeben. Dann kann man auch sparen (z.B. Versandkosten) und alles in einem Rutsch bestellen.

Ich habe auch einfach Bauchweh, immer regelmässig und bei jedem Einsteiger das Budget um einen Hunderter nach oben zu schieben. So sinnvoll oder lohnenswert das auch sein mag. Der 6" f/8 ist jedenfalls im Rahmen des gesetzten Budgets allrounder genug, finde ich.

Clear Skies
Sven

PS: Grad eben war es aufgeklart. Ob das hält? Da wäre ja ein Teilwunsch in Erfüllung gegangen. Nun das ganze ohne Mond... Wenn's hält geh ich auf'n Balkon.
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hallo Sven (W.)
bin in der nähe von Mönchengladbach, hier ist es eine einzige Wolkendecke.
Tobi
PS Wünsche mir für meine 2. Beobachtung mit dem Dobson auch mal eine klare Nacht!
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hallo Sven,

jo, Recht hast Du, ein ED wäre wohl wesentlich besser, auch im Hinblick auf den Preis. Ich fürchtete nur etwas um ein 6er Plössl, welches vom Einblick echt hart ist, und habe mein 6er SW ewig nicht mehr verwendet, seit ich das SW Zoom 5-8 habe, sorry wegen Deiner berechtigten Bauchschmerzen. Anfälligkeit für Kidney-Beaning beim 6er SW ist mir da so noch im Gedächtnis...

Mit der Aufpreisgeschichte hast Du auch Recht, aber es gibt nun mal keinen niederpreisigen Sechszoll-Universalisten auf dem Markt. Da sehe ich mich dann gezwungen, darauf hinzuweisen, auch wenns bei keinem Finanzminister gut ankommt. Alles andere in dieser Preisregion ist aber m. E. vergleichsweise schmerzhaft suboptimal. Auch mit den Zukäufen hast Du Recht und Deiner Einschätzung ob eines Preisnachlasses als Paket.

Vielleicht hätte ich deutlicher hervorheben sollen, daß es für einen Universalisten (einschl. Okularen!) einfach nicht unterhalb einer gewissen Preisgrenze geht. Deine Einschätzung, daß es der 6"-f/8 hinreichend tut, ist streng aufs Budget bezogen völlig korrekt. Allerdings wird es, falls es dann irgendwann um schwache Nebel und Weitfeld geht, um die Anschaffung einer weiteren Primäroptik plus min. einem 2"-Okular zusätzlich gehen. Das ist sicherlich die feinste Lösung, dann zwei "Spezialisten" und noch umfangreichere okularseitige Ausstattung zu haben. Allerdings auch zum entsprechenden Summenpreis. Mit dem noch vorhandenen Aldi wärens dann 3 Primäroptiken mit fraglos klasse Optionen.

Schwierig einzuschätzen ist noch, ob sich Sven "Enthe" darüber im klaren ist, was Deep-Sky bedeutet (dunkler Himmel, kein wesentlicher Mond, oft Grenzwahrnehmung) bzw., daß Planeten "nur" Saisons haben, hochgradig luftruheabhängig sind und ansonsten mit begrenzter AP des 150/1200 im Vergleich zu einem -budgetüberschreitenden- 200/1200-Weitfeld doch merklich weniger Objekte richtig Spaß machen.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.

PS: hier ist alles zugezogen, grummel, schnüff...
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

... ach, mach Dir nix draus, hier ist auch alles wieder dicht. Wie die letzten 2x auch, nur daß ich diesmal nicht für 5 Minuten Beobachten aufgebaut habe.

Zum Thema an sich sag ich mal Amen. Da is nix mehr hinzuzufügen.

Clear Skies (bidde, und ohne Mond wenn möchlich, doch mal endlich wieder!)
Sven
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Gut dann noch einen ruhigen Abend, bis zum nächsten Thema. Amen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Tobi
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

... ach, mach Dir nix draus, hier ist auch alles wieder dicht.

Nicht so schnell aufgeben! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Hier war's erst klar, dann zog's zu und jetzt ist es wieder klar. Ich muss nur noch warten, bis der Nachbar endlich zu Bett geht und seine Lichter ausmacht. Mit dem Fernglas schon M31 und h und chi ausgemacht. Mars und die Plejaden tauchen auch bestimmt bald auf...

Thomas
 
Re: Warum Achtzoll-f/6...

Hi,

bin gerade erst wieder heimgekommen- absolut klar, bis 4 Uhr. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Nächste Woche solls besser werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruß

Oli
 
Morgen.

Ich habe nochmal drüber nach gedacht, was ich eigendlich möchte, also Nebl und Planeten denke ich reicht erstmal und mehr als 250 euro wollte ich nicht ausgeben, gibt es da nicht ein paar günstige Varieanten???

Das bringt mich zu einer weiteren Frage:

Mars ist ja jetzt wieder früh zusehen am Nachthimmel und ich stand am Dienstag wie DOOF auf unserem Dach und habe ihn gesucht, in Richtung Osten, jedoch fand ich ihn nicht?
Steht er zuweit weg von der Erde das er nicht gesehen werden will <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />??
Ich bitte um Rat.


Also bis dann eure Astroduck
 
Guten Morgen,
wenn du wissen willst wann welcher Planet wo steht, ist eine einfache Variante der Astro Vierwer. Du wirst den Mars heute Abend erst so um 1 Uhr sehen können. Er ist nicht zu verfehlen heller oranger Punkt. (12.08 01.07 direkt Osten bei 15°)
Zu deinem ersten Punkt: 250 € ist ein sehr kleines Budget, ich weis, man will nicht sehr viel Geld ausgeben ( bin noch Schüler), aber damit du Nebel sehen kannst, muss du eine möglichst große Öffnung haben. Ich habe selber 1\2 Jahr gespart, damit ich mir den 8’’ Dobson leisten kann. Der hat neu 289 € bei hoo-germany mit noch zusätzlich einem 25mm und einem 10mm Plössl gekostet.
Wenn du allerdings wirklich nicht mehr ausgeben möchtest, solltest du dir überlegen ob du nicht einen Refraktor (kleinere Öffnung ist nicht so Seeing anfällig, da du auf dem Dach beobachtest und bei gleicher Öffnung einem Reflektor überlegen (allerdings nicht immer Farbrein)) nimmst. (sollte diese Aussage nicht stimmen werden andere Leute mich sicher verbessern)
Tobi <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
 
Hallo Enthe!

Zur Frage des Mars: guck mal bei www.heavens-above.com
Dort kannst Du für Deinen speziellen Standort alle interessanten Auf- und Untergangszeiten und vieles mehr abrufen. Der Mars geht momentan ca. 23:20 uhr Ost-Nord-Ost auf und ist wenig später mit dem blosen Auge gut zu erkennen. Zum Suchen von Objekten empfiehlt es sich aber immer einen Feldstecher zur Hand zu haben. Man muss vor Sonnenuntergang jedoch aufpassen, dass man bei der Venus-Suche nicht versehentlich in die Sonne guckt, dann ist man sofort blind für den Rest des Lebens.

Zu der Preisfrage möchte ich Dir mal eine Alternative zu den hier vorgeschlagenen 8" Dobsons aufzeigen.

Man muss bedenken, dass es bei den Dobson nicht bleibt, sondern auch noch weitere Kosten für Filter, Sternkarte, Feldstecher, Okulare, Okularkoffer, Justierlaser, Kompass, Rotlichtlampe etc. auf einen zukommen. Wenn Du dann schon mit dem Dob alleine Deine Grenze überschreitest, landest Du schnell bei noch mehr Ausgaben.

Bisher hast Du ein 60/700. Wie wäre es mit einem 130/900 Newton? So ein Gerät ist für wesentlich weniger Geld zu haben als die genannten 200/1200 Dobsons, bietet aber auch bereits eine 4,69 fache Lichtsammelleistung als Dein bisheriges Teleskop. Das ist schon eine ordentliche Steigerung. Solche Geräte gibt es bereits für 119 € bei eBay (Optrons) oder ab 189 € bei einem normalen Fachhändler ( www.astroshop.biz, www.osdv.de, www.teleskop-service.de oder http://217.172.183.24/shop2/index.php?user=annunaki&2=1 (MegaOptics)).

Diese Teleskope sind natürlich optisch mit einem 8" Dobson nicht zu vergleichen, liegen aber dafür auch in einem anderen Preissegment und stellen eine Verbesserung gegenüber Deinem 60/700 dar. Die Unterschiede eines 130/900 zu einem 8" Dobson sind im Wesentlichen:
- kein parabolischer Spiegel, deshalb sphärische Abberation
- "nur" 130 mm Öffnung (42% der Lichtsammelleistung eines 8")
- mittelmäßig stabile parallaktische Montierung
- wesentlich geringeres Gewicht von nur 13-15 kg im Vergleich zu einem 8" Dobson mit rd. 25 kg (Mobilität)
- höhenverstellbares Stativ mit Ablage
- Erweiterbarkeit für motorische Nachführung und Fotografie
- geringerer Preis (200 EUR statt 350 EUR)
- bleibt mehr Geld für Zubehör übrig

Man muss natürlich realistisch bleiben, und darf von soeinem Gerät nicht zuviel erwarten. Das ist im Endeffekt Dein persönliches Abwägen zwischen Geldbeutel und Erwartungsanspruch an ein neues Gerät.

Gruß
Matthias
 
Also Deep-Sky für max. 250 Euro

Hallo Namenskollege und hallo Sven (Enthe),

nun mit den klaren Einschränkungen zum Preis max. 250 Euro, möglichst mit Anfangsausstattung an Okularen, und Wegfall des Einsatzbereichs Planeten läßt es sich besser planen.

Zum Thema Zusatzausstattung meines Namenskollegen:

- Filter habe ich - seit gut 2 Jahren aktiv - nur einen 1,25"-Graufilter und selbst den habe ich nur einmal bei hochstehendem Mond benutzt. Hätte ich ihn nicht gehabt, hätte ich mir die Öffnung etwas abgeblendet, was bei der Niedervergrößerung (Vollmond im Ganzen; nur da ists zu hell) praktisch nicht sichtbar ist. Eine andere Möglichkeit wäre es, Außenlicht zu schaffen, da die Blendung nur ein subjektives Phänomen ist (keine abbildende Teleskopoptik kriegt die Flächenhelligkeit höher als ganz ohne Scope - im Gegenteil, es kommt zu Verlusten, da kein Spiegel 100% reflektiert). Sollte Jupiter mal zu hell erscheinen, vergrößert man nicht genug. Sollte das Seeing dann die Beobachtung vermiesen, ist wohl einfach nicht der geeignete Moment, Jupiter zu beobachten. Anderes zu helles gibt es nicht. Daher meine Einschätzung: der Mond/Graufilter ist das verzichtbarste Ausstattungsteil, besonders anfangs. Zudem liegen vielen vielen Scope-Paketen bereits Mondfilter bei, auch wenn diese häufig durch einen breiten Fassungsring nicht volle Öffnung bieten, was aber bei genannter Niedervergrößerung nicht wirklich stört. Kaum jemand schaut sich länger den ganzen Mond an, denke ich, da ist es schon sehr interessant höher zu vergrößern und dann blendet da nix mehr. Schließlich besteht noch die Möglichkeit per Angebotsaktion/Messe/Teleskoptreff zu noch weiter verringertem Preis oder gar aus der Grabbelkiste/"gebraucht" das Teil zu erwerben. Die Kosten gehen dann langsam in Richtung 2 Kilo Tomaten...

- Nebelfilter (O-III, UHC...) machen wohl für 2"-Beobachtung richtig Spaß, einen nötigen 2"-OAZ wird es nun aber wohl kaum wegen der Budgetbeschränkung geben. Selbst die Kosten für einen 1,25"-Filter sind bezogen auf den Ausstattungswunsch (Optik, Monti+Stativ, Oku-Ausstattung) kaum im Budget unterzubringen.

- drehbare Sternkarte: ein Rechner scheint vorhanden, wahrscheinlich auch ein Drucker. Problemlos verfügbar (Suchfunktion hier im Forum) sind zahlreiche Sternkarten zum Ausdrucken, etliche freie Planetariums/Kartenprogramme. Zusätzliche Informationen gibt es durch Links auf der Portalseite oder z. B. bei www.heavens-above.com. Somit halte ich Geldausgabe für eine drehbare Sternkarte für verzichtbar. Sinnvoll wäre schon ein Taschenbuch-Atlas, wie der bewährte Karkoschka zum Taschenbuchpreis.

- Ein Feldstecher ist zwar sinnvoll, womöglich aber vorhanden bzw. mit langbrennweitigem Okular - daß wohl in 1,25" sowieso für die angedachte Primäroptik angeschafft werden dürfte, etwa SP32mm - am noch vorhandenen Aldi sozusagen ersetzbar, auch wenns dann etwas höhervergrößert und nur einäugig ist. Allerdings mit Zenitspiegel gegen Verrenkungen. Die beste Durchsicht (atmosphärisch geringster Weg für das Licht) bietet das Himmelszelt ja auch in Zenitnähe.

- Ein Okularkoffer zählt m. E. nicht zu den nötigen Anfangsanschaffungen, besonders kaum in Hinblick auf das relativ enge Budget. Einerseits kann man locker und sinnvoll 3 Okulare (eins ist wohl im OAZ) in körpernahen Taschen der Kleidung tragen, wo sie bewärmt auch noch vor Beschlagen geschützt und gut greifbar sind. Ansonsten noch der Hinweis auf Alukofferangebote oder Werkzeugkisten im Baumarkt um die Ecke.

- Ein Justierlaser ist sicher sinnvoll, aber anfangs - angesichts des Budgets - verzichtbar. Hier besteht die Möglichkeit, mittels einer Filmdose (herkömmliche Verpackung marktgängiger Kleinbildfotofilme) mit zentrischem Loch und am Stern unterm Himmel zu justieren. Die zugehörige Anleitung findet sich problemlos per Suche hier im Forum, oder Blättern im Teleskop-Pflege-Forum. Zudem könnte man sich per Laser von Kollegen mal vorjustieren, am Stern wird man sowieso die Feineinstellung machen. Schließlich verweise ich auch hier auf Gebrauchtmarkt, Aktion/Messe/Treffen. (Siehe Treffpunktforum)

- Kompass: nun, ich will doch hoffen, daß der Polarstern aufgefunden werden kann. Der Aldi ist ja schon einige Zeit in Verwendung, da dürfte das hoffentlich kein Problem sein. Die durchschnittliche Mißweisung eines Kompasses und dessen Anzeigegenauigkeit und Störbeeinflussung haben da eine ganz andere Größenordnung als Gepeile mit schnell gebasteltem Lot am klaren Himmel. Absolut überflüssig.

- Rotlichtlampe: LED-Fahrradrücklicht, falls nicht vorhanden für 1,99 laufend in Diskountern. Sollte noch in den Finanzrahmen passen.

Somit sollte man sich vielleicht zunächst auf Montierung, Optik und okularseitigem Equipment konzentrieren.

Der neu genannte 130/900, also etwa f/7 hat im Preisbereich einen sphärischen Spiegel. Das bedeutet, er ist nicht zu scharfer Abbildung im richtigen Hochvergrößerungsbereich fähig. So gesehen dann ein DS-Gerät. Ein richtig kurzbrennweitiges Okular kann man sich also gleich sparen. (Hätte er einen parabolischen Spiegel, wäre es ein Universalist und man könnte sicher bis 200fach vergrößern oder höher, was Planeten und hochvergrößernde Mondbeobachtung bieten würde, dann könnte man auch an ein kurzbrennweitiges Okular denken.)

Ferner sollte man bedenken, daß die effektive Öffnung (Faustformel Öffnung minus Fangspiegeldurchmesser) also 130-49=81 mm beträgt. Nicht-parabolisch und als Spiegelteleskop der Niedrigpreisklasse mit (wg. 2 Spiegeln) gut 20% Lichtverlust an den Spiegeln zuzüglich zu gut 15% Obstruktionsverlust durch den FS und die breiten Spinnenstreben). 37% Obstruktion ist definitiv nicht von Pappe. Ob da die Abbildung Spaß macht? Das Ergebnis könnte dann recht nah am Aldi sein, wenn man es so sieht.

So weit ich weiß, haben die Niederpreis-130/900s auch keinen 2"-OAZ, das heißt mit weitwinkligem Weitfeld wirds auch nichts. Mit einem 32er Super-Plössl ist also feldgrößenmößig Schluß. Dennoch sollten dann schon etliche Objekte gehen können. Fraglich und bedenkenswert wäre, ob die zugehörige Montierung mit dem Teil einigermaßen wackelfrei ist, ein wichtiger Faktor. Welche Montierung ist es und welches Gewicht hat die Optik/Tubus? Vermutlich gibt es schon Erfahrungen mit dem Gerät auf seiner Paket-Montierung, mal die Suchfunktion verwenden.

Zur Einschätzung des Vergleichs Dob 8"f6 - 130/900 durch meinen Namenskollegen:

- Mobilität: 13-15 kg transportiert man entweder kaum weit zu Fuß oder mit Zweirad, im Auto sind auch die zweimal rund 12 kg des 8"-Dobs kein Problem. Der Tubus liegt gut auf praktisch jeder Rückbank und die Rockerbox passt eigentlich in jeden Kofferraum oder notfalls vor den Beifahrersitz. Sollte im Garten beobachtet werden und besteht ebenerdiger Zugang, ist für den Dobson ein Umzugsrollbrett als Transporthilfe möglich. Da dürfte ein stativiertes Gerät kaum drauf passen, wobei dieses wohl so leicht sein dürfte, daß man es tragen wird.

- ein höhenverstellbares Stativ klingt für Linsenfernrohre immer gut, hoffentlich ist es dann richtig hoch ausfahrbar. An Newtons interessiert eher häufig, wie klein es dann bleiben kann, damit man bequem im Sitzen beobachten kann. "Problematisches Argument" in der Darstellungsweise meines Namenskollegen.

- Erweiterbarkeit für Motoren: wir reden von 250 Euro, und Du nennst Kompass, Okularkoffer (bei 3-4 Okularen) und Nebelfilter. Etwas befremdlich, nun an optionalen Motor zu denken, wo nichtmal Zweizoll-Auszug bedacht wurde für all die großflächigen schwachen Nebel. Dann ist es nur "realistisch", auch zu sagen, daß man selbst den 8"-Dobson-Tubus heute gegenüber früher sehr günstig parallaktisieren kann, bis zur Foto- und Goto-Option. Preislich ist das dann aber gemessen am Budget schon richtig astronomisch. Oder die Anschaffung einer EQ-Plattform, die über 1-2 Stunden die Himmelsdrehung ausgleichen kann. Dann machen auch am (parabolischen) 8"-f/6 die Planeten richtig viel Freude.

Und Alternativen?

Parabolisch wäre der Newton-150/1200 (f/8), aber das ist viel eher ein Planetenteil, kommt also von wegen DS als Zielobjektklasse nicht in Frage.

Ein 114/900 - zwar sphärisch, aber bei f/8 gerade noch tragbar - wäre für DS sowohl wegen f/8 (Planetenteil) als auch wegen der eher geringen Öffnung kaum geeignet.

Mögliche Refraktoren passen m. W. nicht ins Budget.

Fazit: ich würde wirklich noch etwas sparen, wenn DS mit Optionen und wackelfrei im Fokus ist, sonst wäre mir das Risiko zu groß, bald mit irgendwie einfach zu suboptimalem Gerät "Blut zu lecken" und wieder aufzustocken. Für die Wirtschaft wäre das allerdings gut, von daher... (Bedenken könnte man noch, was denn eigentlich richtig gute kompromisslose DS-Geräte so kosten bzw. was Einsteiger-DS-Geräte vor 10, 15, 20 Jahren gekostet haben.)

Viel Erfolg beim Bedenken und der Auswahl, guten Aufstieg,

klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.

Edit: noch etwas ergänzt und präzisiert.

PS: Huch, jetzt habe ich gerade mal in den aktuellen Angeboten gestöbert, und interessantes entdeckt: im folgenden Beitrag von mir werde ich da noch etwas richtigstellen müssen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Also Deep-Sky für max. 250 Euro

Hallo Matthias,

also dem wäre vielleicht hinzuzufügen, daß ein 8" f/6 Dobson (200/1200) durchaus als kompromissloses Deepsky-Gerät gelten kann, denn es kommen alle dazu nötigen Eigenschaften zusammen:

- 2 Zoll Okularauszug für angenehm große Gesichtsfelder
- Mit 1200mm Brennweite sind auch noch recht große Gesichtsfelder erzielbar (Widefield wäre eine andere Spezialdisziplin)
- ein helles Bild mit schwächster Vergrößerung ist mit einem 40mm Okular erzielbar. (Minimalvergrößerung)
- Das Gerät ist gut transportabel und so auch gut zum dunklen Himmel hinzufahren.
- f/6 bedeutet, daß auch günstige Weitwinkelokulare brauchbar funktionieren. Weitwinkelokulare sind für Deepsky-Beobachtung sehr schön.

Daß das Gerät auch ein toller Allrounder ist, wäre ein toller Nebeneffekt. Das liegt einfach daran, daß f/6 ein für meine Begriffe ideales Öffnungsverhältnis ist, wenn man visuell beobachtet. Und selbst für Fotografie sind die Belichtungszeiten noch im Rahmen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Also Deep-Sky für max. 250 Euro

Hallo Enthe,
habe gerade von einem netten Menschen aus diesem Forum eine Mail bekommen, er verkauft einen 8 '' Dobson für 265€ mit 2 Okularen, solltest ihn vieleicht mal anschreiben (jensma). Habe den gleichen Dobson (blos ca.30€ mehr bezahlt).
Tobi
 
Richtigstellung Einschätzung 130mm-Reflektor

Richtigstellung:

beim Durchsehen der aktuellen Angebote habe ich folgendes endeckt, wodurch einige meiner Aussagen im Vorposting inadäquat sind:

Bei einem "großen" Anbieter auf unserem Markt, gibt es nun (weiß nicht wie lange schon, Asche auf mein Haupt) ein

130/1000-f7,7-Gerät. Dieses hat sogar einen 2"-OAZ. Somit sind weitwinklige relative Niedervergrößerungen nun doch möglich. Mit einem 42er WW in 2" wäre V= 23,8x und AP immerhin 5,46 mm. (Wäre aber wg. Budget nur Zukunftsoption.)

Zwar hat das Gerät nur einen sphärischen Hauptspiegel, aber das sollte bei f7,7 und 130mm Öffnung noch tragbar sein unter Berücksichtigung des Budgets und des klaren Bewußtseins, daß man da durchaus suboptimal arbeitet. In einen gewissen Hochvergrößerungsbereich kann man also vorstoßen. Und da Planeten so gemeinhin ab 150x richtig Spaß machen, ist dies also nun doch mit gewissen Verlusten ob der Obstruktion möglich. So gesehen ein gewisser Allrounder mit Abstrichen.

Mit dem relativ großen Fangspiegel wird das Feld wohl gut ausgeleuchtet, was für fotografische Anwendungen eigentlich sinnvoll erscheint. Allerdings ist Langzeitfotografie an f/7,7-Geräten wegen der langen nötigen Belichtungszeit und den damit einhergehenden multiplen Problemen wenigstens höchst unüblich. Für visuelle Beobachtung würde man sich den FS kleiner wünschen (weiter weg vom HS, flacher OAZ), daß nicht diese gigantische Obstruktion von über 37% auftritt. Das ist für ein knapp f/8-Gerät ja schon gelinde gesagt merkwürdig. Das sollte laut Theorie und auch Erfahrungen zahlreicher Sternfreunde für visuell definitiv nicht zu empfehlen sein. Auch die dicken Streben widerstreben mir persönlich etwas, gerade wo doch die dünnen Viererteile sich erfolgreich etabliert haben, etwas unverständlich. Insoweit kann ich die Positionierung dieses Teils am Markt nicht nachvollziehen. (Man könnte den Eindruck gewinnen, es würde mit einigen Pluspunkten in der Produktinformation hervorgehoben, ohne jedoch die dem erfahrenen Sternfreund augenfälligen massiven Schwächen angemessen zu benennen.) Ob die Freude lange währt, ist womöglich fraglich, und über den erzielbaren Preis bei Verkauf mag ich nicht sinnieren.

Es werden 3 Montierungsvarianten angeboten, wobei nur die niederpreisigste noch ins Budget passen würde, die ich auch selbst habe, und der ich diese Masse nicht wirklich zutrauen würde. (Mit einem 90/1000-Refraktor war die Beobachtung jedenfalls durchaus abenteuerlich. Ich sage nur Rohrzange zum Anknallen der Achsenfeststellungen und 12 Sekunden Ausschwingzeit nach Fokusveränderung, da brauchts wirklich Geduld. Einmal eingestellt wars dann mit dem 89-Euro-Motörchen aber nett, den Planeten mal schnell eben so nachzustellen.)

Summa Summarum ist dieses Gerät in mancher Hinsicht meiner Einschätzung zufolge besser, als meine Befürchtungen bezüglich des früheren 130/900. Leider kommen andere sehr bedeutende unangenehme Eigenschaften für visuellen Einsatz hinzu, die für mein Dafürhalten für den anvisierten Einsatzzweck und bei dem begrenzten Finanzrahmen nicht zu einer Empfehlung führen würden.

@ Sven: volle Zustimmung.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Nochmal Richtigstellung

Hallo Matthias,

nein, so einfach ist das mit der Richtigstellung nicht. Ein 114/900 wäre gerade beugungsbegrenzt mit seinem sphärischen Spiegel, wenn die Sphäre auch absolut fehlerfrei ist. Aber das muß nicht der Fall sein (und ist es auch nicht), so daß die Leistung hier schon auf der Kippe steht. Beim 130/1000 wird die Sache noch empfindlicher, weil zwar Öffnung und Brennweite linear anwachsen, jedoch die Bezugswellenlänge des Lichts (i.A. 550nm) gleich bleibt, also im Verhältnis kleiner wird.
Der 2" Auszug ist auch eine zweifelhafte Sache, denn in dieser Geräteklasse ist es doch schon Usus, einen zu kleinen Fangspiegel zu verbauen, so daß von der Hauptspiegelfläche vielleicht nur 80% benutzt werden, und so würde ich erstmal befürchten, daß der Fangspiegel hier zu klein ist, um den 2" Auszug auszuleuchten.

Als Allrounder kann man das Ding jedenfalls nicht bezeichnen. Ein Deepsky-Teleskop wäre es, aber mit bescheidener Öffnung. Ich würde an den schon diskutierten Lösungen 200/1200 und 150/1200 festhalten.
Überhaupt meine ich, daß mit diesem Budget und der Anforderung "parallaktische Montierung" nur Unfug bei rauskommt. Man soll sich kein zweites Einsteigerteleskop kaufen, und wie schon gesagt, da ich drei gekauft habe, weiß ich wohl, wie unsinnig das ist!

Clear Skies
Sven
 
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