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Mimung

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Hallo zusammen,
als Einsteiger die klassische Frage, was haltet Ihr davon…

Aber zuerst kurz meine Vorgeschichte.
Ich bin an Astronomie und Physik seit meiner Jugend allgemein interessiert, habe diverse Bücher ("Astronomie für Einsteiger“, „Kosmologie für Fußgänger“ sowie die Werke von Steven Hawkins) gelesen und mich erstmal mit drehbarer Himmelskarte, dem „Atlas für Himmelsbeobachter“ und einem 10x50er Fernglas auf einem Fotostativ langsam an den Himmel rangetastet. Auf diese Weise habe ich mich einige Zeit mit den Sternbildern und Venus und Jupiter als Planeten befaßt, damit ich eine grobe Orientierung am Himmel bekomme.

Allerdings bin ich auch ein bißchen unzufrieden, denn sooo irre ist der Anblick durch (m)ein 10x50er nun auch wieder nicht. Ferner bin ich stark kurzsichtig, was das Beobachten mit Brille auch nicht gerade einfacher macht. Oft sind die Objekte unscharf. Ergo, ich will mehr…

Was will ich mit einem Teleskop machen?
In erster Linie visuell beobachten, Mond, Planeten und die so sagenhaft beschriebenen Nebel (die ich im Fernglas so vermisse). Vielleicht möchte ich später mit einer Digi oder Webcam Bilder machen, um meine Beobachtung anderen zu zeigen. Notebook ist vorhanden. Aber das Fotografieren ist wohl erst künftig und ich sehe das als schöne Ergänzung, nicht als Hauptzweck.

Damit zum Objekt der Begierde:
Ich würde mir ein Skywatcher 200/1000 zulegen auf EQ5, dazu evtl. einen variablen Polfilter und einen passenden Nebelfilter (die OIII waren immer ganz gut beschrieben).
Was braucht man noch, um seinen Spaß zu haben? Welche Brennweiten bei Okularen sind empfehlenswert?
Kann man die Okulare so ausziehen, daß ich evtl. auf die Brille verzichten könnte?

Was ich noch nicht verstanden habe, ist die Meinung in einigen Beträgen, daß es „günstige Öffnungsverhältnisse“ gibt und „ungünstige“. Wieso ist das so? Das Skywatcher 200/1000er hätte ja f/5. Ist das günstig, oder ungünstig?

Lohnt sich der Aufpreis für ein 250/1200er Skywatcher?
Oder ist es besser, beim 200/1000er zu bleiben und lieber die H-EQ5 oder gar die EQ6 zu nehmen? Sind da wirklich solche Welten zwischen den Montierungen, daß die Preisunterschiede so gewaltig sind, außer man will GoTo haben? Welche Alternativen für Montierungen die den oben genannten Teleskopen gibt es, die stabil sind und wo man den Schnickschnack nachrüsten kann, wenn man ihn meint zu brauchen?

Danke vorab für die Antworten!

Beste Grüße, Mimung
 
Hallo,

also wenn du nur visuell beobachten willst, kannst du dir ruhig einen Dobson kaufen. Dann sparst du die teure Montierung und kannst mehr Geld in die Optik stecken. Da wirst du für den Preis eine 200/1000 auf H-EQ5 schon einen 12" (300mm) Dobson (dann aber bitte in Gitterrohrbauweise) bekommen, der dir 2,25 mal so viel Licht bringt wie das 200mm Modell. Oder du fängst erstmal "klein" an und holst dir "nur" einen 200mm Dobson.

f/5 ist ein Öffnungsverhältniss, wo es langsam kritisch wird, aber noch nicht ist. Kritisch heißt hier: Es muss genauer justiert werden und wenn du auch am Rand des Okulars keine Bildverzerrungen willst, brauchst du recht teure Okulare. Wobei man auch mit den günstigen Okularen schon genug einwandfreies Gesichtsfeld bekommt (meistens beobachtet man eh in der Okularmitte). Diese Effekte treten immer stärker auf, je schneller das Öffnungsverhältnis wird (z.B. f/4). Bei langsameren Öffnungsverhältnissen (z.B. f/6) zeigen dann auch schon günstigere Okuare so gute Abbildungen, wie man bei f/5 oder f/4 nur mit sehr teuren Modellen hinbekommt. Allerdings muss man auch sagen, dass man ab gewissen Öffnungsgrößen eigentlich gezwungen wird, Spigelteleskope mit f/5 oder schneller zu bauen, da man sonst Transportprobleme bekommt und/oder beim Beobachten auf eine Leiter klettern muss (was nicht jedem gefällt).

Viele Grüße

Carsten
 
Hi,

das sind ne menge fragen.
Da du dich ja schon mit Fernglas + Drehbarer Sternkarte befasst hast, bist du kein ganz blutiger Anfänger mehr.

Falls du in einer Großstadt lebst und ab und zu auch mal raus fahren willst, käme für dich evebtuell ein 200/1200mm Dobson in Frage.

-> Vorteil hier er ist mit f/6 noch relativ unkritisch was die Okularwahl anbelangt. f/5 ist schon kritischer!

Für die Okularabstabstufung ist f/5 in etwa gelich f/6. Als gut herausgestellt haben sich 3 bis max. 5 Okulare in den Brennweiten 30-35mm, 15-20mm, 10mm, 7-8mm und 5mm. Damit deckst du alle Vergrößerungen gut ab.

Was die Okulare anbelagt gibt es günstige Plössl für 30 Euro bis hin zu den teueren Weitwinkelokularen mit 300 Euro und mehr.

Wenn du Brillenträger bist würde ich dir zu okularen mit weiten (20mm) Augenabstand raten, da du sonst mit Brille nicht nagenug an die Augenlinse drann kommst.

Auf Zubehör wie Barlow, Filter würde ich zu Beginn erstmal verzxihten.

So, das reichst erst mal für den Anfang. andere schreiben bestimmt auch noch.

Gruß

Lots

 
Danke für die Antworten. Nun ist es auch mal von Vorteil, daß ich in einer strukturschwachen Gegend wohne... Der Himmel in der fränkischen Schweiz / Nordbayern ist durch keine Großstadt versaut, sondern einigermaßen in Ordnung.
Nun hab ich das dank Eurer Erklärungen auch mit dem Öffnungsverhältnis verstanden.
Mit dem Dobson ist echt eine Überlegung wert, mal sehen, was es da alles gibt.
Beste Grüße,
Mimung
 
Hallo Mimung,

Du scheinst nicht all zu weit von mir entfernt zu wohnen. Ich habe meine Sternwarte in der Nähe von Würzburg und würde Dich gerne einmal einladen, damit Du Dir verschiedene Geräte anschauen kannst. - Denn das wichtigste ist, ein Teleskop muß Deinen Bedürfnissen entsprechen. Und das kann man nur visuell erleben.

In der Sternwarte habe ich:
- ein 8" f6 Dobson, so das Universalgerät für alles
- ein 12" Dobson f5. das meines Erachtens Maximum
- ein 12" Schmidt-Cassegrain, montiert, computergesteuert (teuer...) und (fast) nur stationär zu betreiben
- und ein paar Kleingeräte bis zum Großfernglag 20/30x77 mm

Da kannst Du Dich mal austoben und Dir alles am Himmel anschauen. Platz ist genu, Übernachtungsmöglichkeit im Haus ist auch gegeben.

Raten würde ich Dir zu einem 8" f6, eben das Universalgerät mit der Möglichkeit, auch mit relativ preiswerten Okularen auszukommen. Wenn Du das 12" Dobson vor Dir stehen siehst, weiß Du, warum ich dies sage......

Übrigens: Es sind Galaxy-Dobsons, also baugleich mit GSO, nur etwas abgewandelt in der Lieferausführung, das macht jeder Händler wieder anders, daher gibt es auch bei gleichem Gerät Preisdifferenzen, die aus den unterschiedlichen Zusammenstellungen des Zubehörs resultieren.

Gruß
Winfried

...wenn Du die Möglichkeit des Kommens hast, gib mir eine PN...
 
Hallo Winfried,
na das ist ja ein klasse Angebot. Sobald es Wetter und Arbeitgeber zulassen, schick ich Dir mal ne Nachricht.

Dann kann ich vielleicht auch mal mit der Brille testen, wie das funktioniert.

Eckersdorf ist bei Bayreuth, also von Tauberfranken nicht so weit weg ~200km.

Gruß, Mimung
 
Hallo Mimung,

wilkommen, den besten Tipp den man geben kann nimmst du ja anscheinend schon an: Selbst durchschauen ;)

Egal ob Dobosn oder parallaktisch, man kommt nur dahinter ob das jeweilige die Erwartungen erfüllt wenn man durchschaut und Hand anlegt :super:

CS Benny
 
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