Fragen zu Skywatcher 200/1000

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Rattlesnake

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Hallo miteinander,

seit ein paar Tagen bin ich nun auch stolzer Besitzer eines Skywatchers 200/1000 auf EQ-5 (ja ich weiß, ist grenzwertig)

Bin damit auch soweit sehr zufrieden. Es vibriert zwar ne Sek. nach, aber ansonsten passt soweit alles.

Mein First-Light hatte ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag!
Habe mal den Saturn aufs Korn genommen und auch ziemlich schnell und vor allen Dingen auch scharf ins Okular bekommen...
Habe sämtliche mir zur Verfügung stehenden Vergrößerungen durchprobiert.. (sprich: 25mm, 10mm und beides noch mal mit 2fach Barlow)

Das Einzige was mich am Anfang gewundert hat, das in den Planet lediglich als leuchtend weiße Kugel mit leuchtend weißem Ring wahrnehmen konnte.
Eigentlich hatte ich ihn bei diesem Teleskop in Farbe und detailreicher erwartet! An die Cassini-Teilung war natürlich auch nicht zu denken.

Bitte nicht falsch verstehen. Enttäuscht war ich keineswegs. Es war eben ein erstes Aha! Erlebnis, welches entsprechend verbesserungswürdig ist...

Nach einigen Überlegungen bin ich zu folgenden Vermutungen gekommen.

1.) Das Seeing insgesamt war nicht so dolle... Habe von meiner Dachterrasse gespechtelt! (Germering, Münchner Westen)

2.) Das Teleskop ist nicht richtig justiert! (Steinigt mich nicht, aber der Justierlaser ist erst nächsten Monat finanziell drin...)
Hier meine erste Frage: Nach dem ich diesbezüglich gegoogelt habe, bin ich ein wenig verwirrt! Wie soll ich dieses Teleskop am besten justieren? Laser? Filmdose? Concenter? Cheshire? Offset war auch noch so ein Beriff... Wie ihr seht, hier bin ich noch total unerfahren... ps.: Das Telskop sollte so gut justiert sein, das später Astrofotografie möglich ist...

3.) Tubus-Seeing.. Das Teleskop stand den ganzen Tag auf der Terrasse! (Sonne, Blickrichtung Süden..) Hat sich also tagsüber entsprechend aufgeheizt und konnte bis 23.00 Uhr nicht wirklich abkühlen...
Hier stellt sich mir auch die Frage, ob es überhaupt gut ist, das schwarze Newton in der prallen Sonne stehen zu lassen...
Kann da was passieren, außer eben das Tubus-Seeing?

4.) Meine eigene Unerfahrenheit (dazu ist nichts mehr zuzufügen

5.) Mein "Basis-Kit-Equipment"... Besitze momentan nur das, was beim Newton dabei war! (sprich 25mm, 10mm und (wahrscheinlich) billig 2fach Barlow)

Was meint ihr zu meinen Überlegungen... Liege ich mit meinen Vermutungen soweit richtig?
Wie gesagt, bin ganz und gar nicht enttäuscht. Ich WEIß das da viel mehr mit dem Telesop geht... Muss halt nur Erfahrung Erfahrung Erfahrung sammeln...


Als nächstes stellt sich mir natürlich die Frage nach sinnvollem Zubehör für das Teleskop. Ich weiß diese Fragen wurden auch hier schon zu Hauf gestellt. Ein zwei Fragen sind allerdings spezieller Natur...

Was plane ich überhaupt alles:
Meine Vorgehensweise sieht folgendermaßen aus:
Ich weiß nicht, worauf ich mich später mal speziallisieren werde, Planeten, Deep Sky etc.... Daher habe ich mich für diesen Allrounder entschieden. Parallaktisch deshalb, weil Astrofotografie definitiv geplant ist.
Mein Lieblingsziel wird aber definitiv der Mond sein.. (sowohl visuell, als auch fotografisch)
Bei Planeten und Deep Sky bin ich mir noch nicht sicher... Visuell sicherlich beides... Astrofotografisch? Who Knows...
Und nein, ich erwarte jetzt nicht als Anfänger perfekte Fotos im Deep Sky Bereich!
Möchte mich also erst mal visuell austoben, den Himmel kennenlernen und pö à pö sehen, was mir da oben Spaß macht.
Fotografisch fange ich jetzt eh erst mal an, einfach nur mit der Kamera (EOS 550d) Milchstraße, Wide Field, etc...
Piggypack Methode und vor allen Dingen mein Lieblingsziel: Mond...
Nachführung, Langzeitbelichtung etc. darüber mach ich mir erst Gedanken wenn ich Erfahrung habe und eine motorisierte EQ6 da ist...
So viel dazu!

Welche Okulare würdet ihr mir für den Anfang empfehlen?
Hin Hinblick auf die "Zukunft": Muss man hier auch visuell / fotografisch trennen?
Ich weiß auch das mein f5 "okularkritisch" ist, wie verhält es sich aber mit diesen teureren Okularen bei anderen Teleskopen?
(Ich bin mir sicher, dass es nicht bei meinem SW bleiben wird...) Sprich, wenn ich weiß welche "Ziele" mir besonders Spaß machen, werde ich mir sicherlich für diese Zwecke auch iwann ein weiteres Teleskop holen...
Werde ich dafür die Okulare auch nutzen könnnen? Bzw. von was hängt das ab? Oder sollte ich mir um sowas gar keine Gedanken machen?

Dann hätte ich noch eine weitere spezielle Frage:
Ich weiß das immer mehr und mehr Vergrößerung nicht wirklich sinnvoll sind.. Gesetz dem Fall ich möchte später auch Planeten fotografieren, welche zum Teil ja mit Brennweiten von 4000 und mehr gemacht werden.. Macht da dann auch entsprechend eine 4-fach Barlow Sinn?

Ich frage das deshalb, weil ich mir solch eine Barlow alleine schon wegem dem Mond besorgen würde.. Wenn sie denn hier auch Sinn machen würde?!
Der Mond ist ja ein ziemlich helles Objekt, welches ja zum Teil mit Filtern gedämpft werden muss...
Je höher die Vergrößerung, desto dunkler das Bild..
Das würde ja beim Mond keine Rolle spielen..
Sehe ich das richtig, oder vergesse ich auch hier das Seeing...
KLar... Iwann ist Schluss mit sinnvoller Vergrößerung...
Ich meine was von 200 fach gehört zu haben, beim Mond mehr...

Welches Zubehör würdet ihr mir sonst emfpehlen?... iwelche Filter?

Ich weiß, viele (naive) Fragen! Aber ich verlasse mich auf eure kompetenten Antworten!

ps.: Gerade weil ich Anfänger bin, und Spechteln mit anderen Hobby-Astronomen mehr Spaß macht, suche ich (im entsprechenden Unterforum "Treffen") nach Spechtelplätzen im Münchner Westen und Gleichgesinnten die Lust aufs gemeinsame Spechteln und Erfahrungsaustausch haben!
 
Hallo Artur,

herzlich willkommen und Glückwunsch zu deinem Kauf!

Zunächst mal in aller Kürze zu deinen Fragen, diskutieren kann man ja im Detail noch:

zu 1: Das ist in der der Umgebung zu erwarten, aber kein Beinbruch. Schlechtes Seeing erkennst du z.B. daran, dass die Abbildung immer zwischen schärfer und unschärfer wechselt. Viel eher glaube ich aber an deine Vermutung bei 3.

zu 2: DAS solltest du als allererstes beheben, wenn du anständige Abbildung haben willst. Kostenneutral geht es mit einer Filmdose, mit Investition mit Laser oder Cheshire (bei beiden bitte nicht sparen!, Empfehlenswert ist z.B. Drehen-und-Mehr)

zu 3: Dein wohl zweitgrößtes Problem. Eher kein Tubusseeing, sondern ein "kochender" Spiegel. Schwarzer Tubus in die pralle Sonne kann nicht gut gehen, der Spiegel braucht Stunden zum Abkühlen und vorher gibt es keine ordentliche Abbildung. Daher zumindest ein Sonnenschutz dringend nötig, im Sommer auch gerne ein kühlerer Lagerort.

zu 4: üben, üben, üben, geht ganz von alleine :)

zu 5: würde ich mir erstmal nicht zu viele Gedanken machen. 3 vernünftige Okulare - z.B. Gold/Blaukanten für etwa 40€ - sollten mittelfristig eingeplant werden. Von sonstigen Anschaffungen wie Filter, Barlow etc. würde ich bis 2016 die Finger lassen, das schreit sonst nach Fehlinvestition

ansonsten: auch wenn es schwer fällt, blende Fotografie erstmal aus! Wenn für einen Laser erst im nächsten Monat Geld da ist, dann solltest du die Zeit nutzen und lernen - und sparen. Dafür wirst du dicke 4-stellige Beträge einsetzen müssen (ja, es geht auch weniger, der Frust ist jedoch vorprogrammiert).

Visuell brauchts du keine Barlow, das machst du mit Okularen. Eine gute Barlow kostet ein Vielfaches von vernünftigen Einsteigerokularen.

Soweit erstmal als erster Ansatz :)
 
Hallo Daniel,
tausend Dank dir schon mal für deine Antwort!!

zu 1.) Genau so war es. Saturn war sogar bei 200 fach Vergrößerung scharf, hat aber kurzzeitig auch geflimmert.
War mir aber auch klar, dass ich mir eher auf kurz als auf lang iwo in meiner näheren Umgebung einen guten Spechtel-Platz suchen muss.

zu 3.) Wow... Ich hatte zwar so meine Vermutung, das das nicht so ne tolle Idee war, aber das ich dermaßen in die Vollen gelangt habe... :) Das war definitiv das letzte Mal das ich DIESEN Fehler gemacht habe...

zu 5.) Dann werde ich mich mal in die Richtung erkundigen. Über nähere Infos bin ich trotzdem dankbar...
Ich hätte aber gedacht, das ich zumindest einen Filter für den Mond brauche (da er ja so hell ist) und wegen Luftverschmutzung einen Filter für Nebel, Deep Sky... Oder irre ich hier?

zur Fotografie:
Wie gesagt, alles schön langsam...
Eos 550d ist ja bereits da, kann mich also auch mit dem was da ist langsam spielen...
Wie gesagt, bevor ich mich an die nachgeführte Deep Sky Fotografie ranwage, brauche ich 1.) Erfahrung, 2.) Erfahrung, 3.) Erfahrung und 4.) eine gute Monti mit Nachführung. DAS dauert also noch...
Bis dahin gibts Piggypack, Mondfotografie (erste Erfahrungen mit DSLR am Teleskop (ohne Nachführung) also ohne große Ausgaben... Und da werde ich dann auch schon sehen, ob mir das Ganze überhaupt liegt...
Die Bilder wollen ja nicht nur gemacht, sondern auch nachbearbeitet werden...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Artur!

Ich besitze auch den 200/1000 auf EQ5 mit SynScan Kit und nutze ihn visuell und maximal für die Mond- & Planetenfotografie.
Meine ersten Versuch habe ich hier schon reingestellt: siehe hier!!
Das geht alles ist aber für die Montierung schon absolut das Maximum!!
Für zukünftige DeepSky-Fotos nutze ich einen 150/750PDS . Der ist für die EQ5 genau richtig!!

Nutze erstmal ausgiebig dein vorhandenes Equipment und kaufe dir nach und nach paar bessere Okulare
(z.B. 2" Übersichtsokular mit 30 - 35mm). Mit der Zeit und Erfahrung kommen dann natürlich weitere Wünsche!! ;-)

Auf dem Gebrauchtmarkt findest du alles was dein Herz begehrt.

Gruß Thomas

 
Hallo Artur,

gut, daß Du mit einer gewissen "coolness" an das neue Hobby rangehst und ich wünsche Dir viel Freude dabei.
In einem Punkt würde ich unbedingt schon jetzt zu einem Neutralfilter raten, den Du am Mondbild einsetzen solltest.
Bedenke, daß mit dem 25mm Okular ja bei 40facher Vergrößerung schon ein extrem helles Bild vorhanden ist und in relativ kurzen Augenblicken eine heftige Blendung eintritt.
Unter 10mm Okularbrennweite wird es erträglicher.

Kannst das bei der nächsten Mondbeobachtung ja erst mal ausprobieren.

Gruß

Peter
 
Hallo Artur,

2 sehr preiswerte Vorschläge bezüglich aufgeheiztes Teleskop:

- ein weißer Kopfkissenbezug, Tischdecke oder ähnliches übers schwarze Teleskop gelegt verhindert die Aufheizung

- weiße, selbstklebende DC-Fix Folie auf den schwarzen Tubus geklebt ebenso. Vorteil: nachts sieht man das Teleskop besser und stolpert nicht drüber

Ich hab alle meine Teleskope weiß gemacht mit der Folie, so spare ich viel Auskühlzeit. Sie stehen dauerhaft auf meinem Balkon, die Sonne knallt brutal drauf und sie bleiben trotzdem kühl. :)
 
Hallo Thomas, Peter und Fee.

Auch euch danke für eure Antworten!

@Thomas:
Ja, so in etwa sehe ich das auch.
Muss halt erst mal die nächsten Monate herausfinden, was mir besonders viel Spaß macht, worauf ich gezielt gehen will...
(Planeten / Deep Sky etc) und was nur "nebenbei" gemacht wird..
Danach wird entsprechend geschaut, ob überhaupt, und wenn ja, welches andere Teleskop dafür speziell in Frage kommt..


@Peter:
Ja.. :) Das liegt aber nur daran, dass ich mich seit längerem mit der Anschaffung auseinandergesetzt habe. Wusste also was mich erwartet und mit welchen Problemen ich als Anfänger zu kämpfen haben werde.

Hättest du da einen speziellen Neutralfilter im Auge, welchen du empfehlen würdest?


@Fee
Deine Tipps sind notiert.
Muss mir eh noch einen guten und sicheren Aufbewahrungsort für das Newton suchen.
Dauerhaft kann und möchte ich ihn nicht auf der Terrasse stehen lassen. Mal schauen...
Auf jeden Fall wird da keine Sonne mehr drauf knallen. :)


Also allgemein zusammengefasst:

Neutralfilter für den Mond (da das eines meiner favorisierten Ziele ist)
Andere Filter wie OHC und / oder OIII erstmal außen vor lassen...

Okulare würden eh erst mal nur zwei, drei Gute nach und nach dazu kommen... (Ich kaufe lieber hochwertiger, dafür aber langsamer...)
Worauf muss ich da achten? Nicht jedes Okular eignet sich ja für jedes Teleskop, bzw. für jedes Ziel...
Wie finde ich aber heraus, das ein Okular für mein Newton gut genug ist?

Mir ist z.B. klar dass für mein f5 Newton die Okulare "besser / anders" sein müssen, als zum Beispiel für ein f10 Teleskop... Wie finde ich aber den Unterschied heraus?

Ich weiß auch, das ein "Wide field" bzw. "super wide field" nur als Übersichtsokular bzw. für Deep Sky wichtig bzw. prädestiniert ist, nicht aber für Planeten...
Sehe ich das richitg?

Und noch was: Ich habe ja eigentlich einen 2 Zoll OAZ, momentan werden aber 1 1/4 Okulare mit Reduzierhülse verwendet...
Sollte ich generell auf 2 Zoll setzen? Die sind zwar teurer, aber doch eigentlich auch viel besser, oder?
Oder sind eure Okulare "gemischt" je nach Anwendungszweck?

So viel erstmal dazu...

Zusätzliche Barlow also erstmal weglassen und mit der 2fach aus dem Basisequipment arbeiten...
Ja, habe die Preise für gute Barlows gesehen... Deshalb denke ich ja auch, das meine Barlow gar nicht so dufte sein kann....
Mich würde aber wie gesagt auch noch die Frage bezüglich der 4-fach Barlow bei Planeten und vor allem dem Mond interessieren?!
Dazu habe ich leider noch gar nichts gefunden...

So, letzte Frage erstmal: :)
Justierlaser / Chesire ?
Ist das prinzipiell wurst? Ist eins besser / schlechter?

Vielen Dank euch allen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Artur,

ich muss ehrlich sagen, selten geht ein "Anfänger" so vernünftig an die Sache, da kann man auch zielgerichtet beraten.

Was die Okulare betrifft, das ist natürlich ein weites Feld. Wie in fast allen Dingen ist die zentrale Frage, wieviel Geld du investieren willst, vorentscheidend für eine Richtung. Bei einem f/5 sieht man eben Mängel mehr und man hat auch mehr von guten Exemplaren. Für den Einstieg würde ich empfehlen 1x Übersicht (+/-30mm), 1x gängige Mittelgröße (+/-15mm) und 1x Hochvergrößerung für Planeten (+/-4mm). Um dir mal eine grobe Orientierung zu geben gäbe es z.B. die Goldkanten für rund 40€ (solide Einsteigerqualität, 66° Feld), die ES-Reihe für rund 150€ (82° Feld) und Nagler für rund 350€ (82° Feld) und natürlich ganz ganz viele andere Hersteller. Die Qualitätsunterschiede betreffen vor allem die Abbildungsqualität am Rand des Gesichtsfeldes.

Die Wahl zwischen 1,25" und 2" hast du nicht wirklich, da in aller Regel nur Okulare in 2" gefertigt werden, die diese Durchlassöffnung für das abzubildende Feld benötigen. Mit besser oder schlechter hat das nichts zu tun.

Die Bezeichnungen wie "Widefield", "Super Widefield" oder "Planetary" sind nichts anderes als Bezeichnungen der Werbeabteilung für die größe des Gesichtsfeldes. Größere Felder sind natürlich für große Objekte besser, es gibt aber auch Anwendungszwecke für hohe Vergrößerungen mit weitem Feld.

Mit der Frage Laser oder nicht fängt hier wieder der Glaubenskrieg an. Ich habe beides und hatte als Anfänger mit dem Cheshire massiv Probleme, weil man die Zusammenhänge noch nicht kennt. Andere schwören drauf, dass der Laser ungenau ist. Mein ganz persönlicher Tip: ein guter Laser reicht am Anfang und vermeidet Frust.

Zur Barlow: Für Planetenaufnahmen brauchst du eine recht hohe Brennweite, so viel wie das Seeing zulässt. Grundsätzlich kann/wird eine Barlow hier Sinn machen, 4x ist da gar keine schlechte Größe. Allerdings geht das nur mit einer Planetencam und nicht mit DSLR. Auch hier gilt aber, eine Barlow führt Farbfehler in das eigentlich völlig farbreine System des Newtons ein, daher hier keinesfalls sparen. Du kannst dich mal bei den Televue Powermates umschauen.
 
Hi Daniel,

super. Da bin ich da auch schon mal ein ganzes Stück schlauer.
Was die Justierung anbelangt, denke ich auch, dass ich für den Anfang mit einem guten Laser gut beraten bin.
Später kann man ja immer noch switchen...

Bei den Okularen sehe ich das ebenso.
Werde mich da mal in nächster Zeit intensiver mit befassen und wenns soweit ist, hier noch mal nachfragen.
Die ES-Reihe klingt aber schon mal ganz gut.
Sowohl vom Preis her, als auch von der Qualität.

Das mit der Planetencam war mir schon geläufig.
Mit der DSLR werde ich da nicht weit kommen.
Ja, der Preis für eine 4 fach Televue ist schon ne Hausnummer. Aber ich denke auch, sollte ich ich später (nach den Okularen) in neue Barlows investieren, werden das auf jeden Fall qualitativ hochwertige Televues sein.
Zweimal kaufen lohnt sich schließlich auch nicht...

Die Frage hier nochmal: Würde denn eine 4-fach Barlow auch am Mond Sinn machen? (Denn dann würde das gute Stück auf meiner Wunschliste ganz weit nach oben rutschen) :)

Bei Planeten macht die ja meiner Meinung nach nur beim fotografieren Sinn, wenn ich das soweit richtig verstanden habe...
 
Hallo Artur,

Sinn oder Unsinn ist so pauschal schwer zu sagen. Wie ich schon oben sagte, eine Barlow würde ich ausschließlich fotografisch einsetzen, weil man dort die Vergrößerung nicht anders steuern kann. Visuell kann man verschiedene Okulare bis an die Grenzen nutzen, da gibt es mit unabgestimmten/ungetesteten Kombinationen häufiger Probleme als das gesparte Geld wert ist.

Welche Barlow die richtige ist, hängt vom Anwendungszweck ab und die Grenzen des Möglichen ergeben sich aus Teleskop und dessen Öffnung, sowie der verwendeten Kamera und dessen Pixelgrößen. Für einzelne Mondkrater will man ggf. die maximale Detailtiefe nutzen, da kann eine 4x oder 5x Barlow je nach Kamera genau richtig sein. Für ein Vollportrait ist der abgebildete Ausschnitt dagegen so klein, dass man mit unzähligen Mosaikteilen arbeiten muss und deshalb auf eine eher kleinere Vergrößerung zurückgreift.
 
Hi Daniel,
Ja... Die Sache mit dem Anwendungszweck.
Wie gesagt, ob ich mich später mal auf die Fotografie der Planeten einschieße... Wer weiß?...
Vielleicht ja, vielleicht nein...

Auf Grund dieses Anwendungszweckes würde ich den Kauf einer teuren 4-fach Barlow natürlich komplett hinten anstellen, und mir diese nur besorgen, wenn ich definitiv weiß, dass ich Planeten dauerhaft fotografieren möchte...

Zurück zu meinem Lieblingsziel "Mond"
Hier weiß ich definitiv, dass ich Stunden auf "Mondsafari" unterwegs sein werde und auch dass ich diese Erlebnisse auch fotografisch festhalten möchte.

Hier wird es also auch definitiv sowohl Vollportrais, als auch Detailaufnahmen geben...
Würde hier also auch nicht vor maximal möglichen Vergrößerungen zurückschrecken.
Klar spielt hierbei dann auch natürlich das Seeing eine Rolle, die Erfahrung und eine Menge Zeit die Mosaikteilchen zusammenzusetzen...

Und hier schließt sich dann der Kreis... 4-fach Barlow ja oder nein? :)
 
Hallo Artur,

zu deiner Frage nach einem Neutralfilter kann ich nur sagen:
"ausprobieren"
Ist natürlich schwer bis unmöglich, wenn man keinen Filter hat und jeder empfindet die Blendwirkung unterschiedlich.
Was ich tun würde, wäre eine höchstens mittlere Dichte kaufen
und bei Bedarf noch eine weitere zusätzlich einschrauben.
Die haben ja meistens Gewinde auf beiden Seiten, sodaß das geht.
Schau z.B.mal bei "TS" nach.

Gruß

Peter
 
Hallo Artur,

ich antworte mit einer Gegenfrage: Welche Kamera soll zum Einsatz kommen?

Danach richtet sich das optimale Öffnungsverhältnis. Beispiel: Die beliebte ASI120MM läuft idealerweise bei etwa f/15, das entspräche dann bei dir einer 3x-Barlow.

Ich selbst hatte (bis gestern) besagte ASI und habe sie mit den 2,5x und 5x Powermates benutzt. Letztere allerdings nur selten bei wirklich guten Bedingungen.
 
@Peter:
Stimmt. ich schau einfach mal Ende des Monats und beurteile dann weiter..
Muss man glaube ich wirklich testen...
Kommt Zeit, kommt Rat.

@Daniel:
Mist. Eigentlich wusste ich das bereits, hab es aber nicht bedacht.
Zuerst wird lediglich mit der DSLR gespielt..
Geht zwar net bei Planeten...
Aber Cam muss noch warten... Da hab ich mir auch noch gar keine Gedanken gemacht.
Wäre jetzt interessant zu wissen, ob meine 550d für Mond was taugt?
 
Hallo Artur,

sicher taugt Deine 550d am Mond.
Meine ersten Mondaufnahmen habe ich noch mit einer analogen Speigelreflex gemacht, denn damals gab es noch gar keine digitalen und selbst das hat mir sehr viel Freude gebracht.
Also ran an die Bouletten, auch ohne tausend Aufnahmen pro Minute kann man viel lernen.
Gutes Gelingen wünscht

Peter
 
Super. Dachte ich es mir doch.
Für Detailaufnahmen werd ich mich halt vortasten. Vielleicht ergibt sich ja auch mal die Möglichkeit die teuren Barlows vorher zu testen, bevor ich sie mir kaufe.
 
Hallo Artur,

ich habe am selben Tag kurz nach 23 Uhr auch Saturn beobachtet, nicht weit von Dir entfernt. Mit meinem 130/650-Newton konnte ich mit 8mm-Okular (81fach) die Cassini-Teilung deutlich erkennen.

Normalerweise sollte das kein Problem mit Deinem Gerät sein. Trotz derzeit niedrigem Stand war an diesem Tag Saturn ruhig und klar zu sehen. Allerdings habe ich nicht hoch vergrößert.

Je niedriger die Vergrößerung bei gleicher Öffnung, umso heller und weißlicher sieht Saturn aus. Bei einer AP > 2 ist er für mich zu hell. Ideal finde ich eine AP von 0,5 bis 1 bei Saturn. Das wäre bei Diir eine Vergrößerung von 200 bis 400.

Klare Nacht wünscht
Christian
 
Hallo Christian,

danke für dein Feedback.
Sehe ich auch so.

Muss jetzt erstmal meine Fehler systematisch ausschließen.

Einen kochenden Spiegel wirds nimmer geben. :mauer:
Ein Justierlaser ist eh schon fest eingeplant.
Muss mir nur noch einen guten Standort zum Spechteln suchen.

Leider kann ich momentan mit meinem Equipment nur bis max. 200 vergrößern. (Was aber eigentlich reichen sollte!)

Von wo spechtelst du denn, wenn ich fragen darf?
Du sagst ja, du bist nicht weit entfernt...

Liebe Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

sorry für den Doppelpost.
Neues Thema wollte ich nicht aufmachen, editieren kann ich aber leider auch nicht.

Bei mir gehts pö à pö ans Zubehör...

Möchte mich Ende des Monats am Mond austoben. (Soweit es das Wetter zulässt..)

Da ich auch erste Erfahrungen mit fotografieren sammeln will, möchte ich auch meine DSLR (EOS 550d) anschließen...

Prinzipiell weiß ich was ich dafür brauche.
Bin jetzt nur ein wenig wegen den doch gravierenden Preisunterschieden verwirrt.

Ich benötige ja für den Anschluss der DSLR an mein Teleskop einen T2 Ring und einen Adapter...
Bei Astro-Läden komme ich locker auf 75-100 Euro für beides.

Nun habe ich bei Amazon folgendes entdeckt:

http://www.amazon.de/Adapter-Objekt...TF8&qid=1437479584&sr=8-2&keywords=T2+Adapter
(T2 Ring für 8 Euro)
http://www.amazon.de/TS-Optics-Adap...TF8&qid=1437479640&sr=8-13&keywords=T2+auf+2"
(Adapter T2 auf 2" für 27 Euro + Versand)

Also viel günstiger...
???
Gibt es für diesen Preisunterschied einen nachvollziehbaren Grund, oder würde meine Auswahl passen?
 
Hi Artur

das Teil für 8€ adaptiert deine EOS an einen Okularauszug oder ein Objektiv mit T2-Gewinde. Das andere Teil für 27€ adaptiert diesen 8€-Adapter an einen Okularauszug, der kein T2-Gewinde hat.
Insofern sollte das Teil für 8€ reichen.
Allerdings: ich einen dieser Günstigen, und einen alten, solideren. der Günstige lässt sich teilsnicht mehr abnehmen, da er das Rotieren anfängt (eigentlich sind es 2 Adapter, die mit Schräubchen zusammengehalten werden.) Die bekommt man dann nur noch außeinander, wenn man ein Teil abkühlt und/oder das andere warm macht (sehr kurz auf die Herdplatte stellen reicht).

cs
Jürgen
 
OkaY.
Also lieber ein wenig mehr als 8 Euro in den T2
Ring investieren...

Aber das Teil für 27 Euro brauch ich doch trotzdem ? Der OAZ des SW hat kein T2 Gewinde..
Zumindest sehe ich an meinem OAZ kein Gewinde
 
Hallo,

schau Dir mal Deine restlichen runden Teile mal an - eines davon müsste ein T2 Gewinde bereits haben - war zumindest bei meinem so (2" auf 1.25" Reduzierung).

Viele Grüße
*entfernt*
 
Stimmt. Die Reduzierhülse hat tatsächlich ein T2 Gewinde.
An die habe ich eigentlich gar nicht gedacht, weil ich die Eos direkt an 2" adaptieren wollte.

Fürn Anfang und die ersten Gehversuche dürfte das aber erstmal reichen...
 
Das ist bereits "direkt" T2 auf 2". Die anderen Adapter sind nur aus einem Stück - für die ersten Fotos reicht es und später möchtest Du vllt einen Komakorrektor verwenden. Dann bleibt der Adapter aus einem Guß nur im Koffer liegen, weil der Kommakorrektor in der Regel bereits ein T2 Gewinde hat.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Okay. Stand gerade auf dem Schlauch!
Jetzt verstehe ich! Glaube ich... :)
Hatte auch gar nicht gesehen, dass sich die Reduzierhülse auseinander schrauben lässt!

Vielen Dank schon mal!
 
Ich knall jetzt einfach sämtliche Fragen, die sich mit der Zeit für mich ergeben einfach hier rein.
Möchte ja nicht wegen jeder Kleinigkeit ein neues Thema aufmachen.

So, heute kam mein T2 Ring für meine Eos.
Funktioniert soweit auch alles einwandfrei, ist super verarbeitet etc.

Allerdings habe ich jetzt natürlich die erste Verständnisfrage:
Wie mir hier bereits korrekterweise mitgeteilt worden ist, benötige ich keine weitere Adaption.
Der T2 Ring lässt sich ohne Probleme an die auseinandergeschraubte Reduzierhülse schrauben.

Dies ist auch soweit richtig, und bereits getestet.
Jetzt habe ich aber auch gesehen, dass meine mitgelieferte Barlow (1 1/4) ebenfalls ein Gewinde für T2 Ringe hat.
Logischerweise passt die natürlich nicht.
Der T2 Ring hat ja ein 2" Gewinde. Die Barlow aber nur 1 1/4.
Jetzt ist mir auch klar, dass wenn ich optionales 2 Zoll Zubehör erwerbe (zum Beispiel eine Barlow mit Gewinde) dass ich diese ohne weiteres an den T2 Ring schließen kann.

Wie ist das nun aber mit meiner 1 1/4 Barlow?
Kann ich die überhaupt (für erste Gehversuche) an den T2 Ring bekommen?
Dafür würde ich ja dann doch wiederum den T2 Adapter benötigen! Die Frage ist nur:
a.) Welchen? Könntet ihr mir mal einen Link schicken...
und b.) Lohnt sich das überhaupt für erste Versuche, oder sollte ich einfach mit den 1000mm Brennweite arbeiten die mir momentan zur Verfügung stehen, und dann später einfach nur noch 2 Zoll Zubehör (wie Barlows etc.) erwerben?

Danke euch schon mal!
 
Hallo Artur,

mach es dir doch nicht so schwer. Hier mal ein Vorschlag von mir:

pack deinen Nachwuchs und dein gesamtes Astronomiegeraffel ins Auto und fahr mal rüber zu "Teleskop Express bzw. Teleskop Service" nach Parsdorf (ist nördlich von Haar). Sind ja von Germering nur ca. 30 Min. Fahrzeit.

Die Leute kannst Du alles fragen was dir zur Adaption noch nicht geläufig ist und du kannst das vor Ort ja auch gleich an/zusammenschrauben. Die versuchen, wie ich Wolfi und seine Crew kenne, dir auch nicht was Überflüssiges oder Teures aufzuschwatzen.
Besser kann man es sich doch gar nicht wünschen als einen kompetenten seriösen Händler in der Nähe zu haben. :)

 
Moin Artur!

Nur mal zum Verständnis, weil hier anscheinend Begriffsverwirrung besteht:

- Ein "T2-Gewinde" (T steht für Tamron) hat IMMER die Gewindeabmessungen M 42 (mm Durchmesser) x 0,75 (mm Steigung), egal ob du da ein 2"- oder 1,25"-Okular, Barlow oder sonstiges Fotozeugs mit M 42-Gewinde dranschraubst.

- Ein T2-Gewinde ist NICHT identisch mit einem 2"-Filtergewinde (M 48).
 
Hallo Werner,
Ja, so ein Ausflug steht sicherlich noch aus. Allerdings ohne meinen kleinen Räuber der nicht still halten kann. :) :) :)

Hallo Micha,
Vielen Dank für die Begriffserklärung.
Die Begriffe bringe ich sicherlich oft noch durcheinander, obwohl ich eigentlich weiß was ich meine. :)
Meine Frage bezieht sich eben darauf wie ich meine 1.25 Barlow an den T2 Ring adaptieren kann. Dafür bräuchte ich doch eben diesen T2 Adapter den ich oben schon mal erwähnt habe, oder irre ich da?

Vielen Dank euch allen für eure Hilfestellung und eure Geduld.
 
Hallo Artur,

die Barlow (T2 aussen) passt direkt auf den Kameraadapter (T2 innen).

Viele Grüße
*entfernt*
 
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