Fragen zum ersten Dobson

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Michael_

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Hallo zusammen,

ich heiße Michael, bin 26 Jahre alt und beobachte den Himmel aktuell mit einem 7x50 Feldstecher und einen 114/900 Newton auf EQ Wackelmontierung, welchen ich günstig auf Ebay ersteigert habe.

Eigentlich wollte ich ja in die Astrofotografie einsteigen, welches ich, nach überschlagen des nötigen Budgets, doch erst einmal sein lasse. Eine Skywatcher Star Adventurer werde ich mir aber nächstes Jahr bestimmt anschaffen.

Ich habe mit dem Newton aber so meine Problem, das Hauptproblem ist das ich die Deep Sky Objekte gar nicht finde oder lange brauch um diese zu finden. Der 6x30 Sucher ist einfach nur Müll, viel zu Dunkel das man kaum etwas erkennt. Allgemein kann ich mich mit der deutschen Montierung nur sehr schwer anfreunden. Meist läuft es so, dass ich, von 3 Stunden Beobachten, 2,5 Stunden nur mit ausrichten der Montierung und Suche des Objektes beschäftigt bin. Ich hatte z.B.: Probleme M13 zu finden, zum Schluss hatte ich einen hellen Fleck im Blick, welcher aber eher wie ein Galaxy aussah. Von aufgelösten Sternen am Randbereich war leider nichts zu erkennen. :smiley46:

Mein Plan war erst die Montierung durch eine selbstgebaute Rockerbox zu ersetzten. Den Plan habe ich aber wieder verworfen, da Sucher und Okularauszug auch noch mit ausgetauscht werden müssten und ich nicht weiß ob ein Kugelspiegel verbaut ist. Das Geld was ich dort reinstecken würde lohnt sich nicht.

Der nächste Plan war es eine EQ 3-2 anzuschaffen für den Newton und für Fotos mit der DSLR. Dies hab ich auch wieder verworfen, wegen oben genannter Gründe, außerdem machen die Motoren der EQ 3-2 nicht wirklich einen soliden Eindruck und eine Star Adventurer soll (ohne Guiding) genauer nachführen.
Deshalb soll jetzt ein Dobson her. Übermorgen findet bei mir in der Nähe eine Sternennacht statt, ich hoffe dass ich dort mal durch einen blicken kann.

Bei mir wird es wohl ein Galaxy Dobson mit Gleitlagerset werden, ich bin mir nur noch nicht sicher ob 8 oder 10 Zoll. Der Galaxy Dobson hat ja gleich einen 9x50 Winkelsucher dabei, wobei ich zusätzlich noch den Rigel oder Telrad kaufen werde.

Der 10 Zoll ist mit f/5 anspruchsvoller an die Okulare. Beim Dobson sind folgende Okulare dabei:

2" Erfle 30mm 41x, AP 6, 1° 35'
1,25" Erfle 15mm 83x, AP 3, 0° 46' Aktion bis Ende September
1,25" Plössel 9mm 138x, AP 1.8, 0° 22'

Sind diese an f/5 noch zu gebrauchen?

Meine Okularauswahl, zusätzlich zu denen die dabei sind, würde jetzt so aussehen

Explorer Scientific 82° 1,25"; 11mm; 113x; AP 2.1; 0° 43'
APM Gerd Düring Barlow 2,7x

Damit hätte ich den Bereich für Planeten gut abgedeckt.

15mm Erfle -> 5,5mm 227x, AP 1
11mm 82° -> 4,1mm 304x AP 0,8
9mm Plössel -> 3,3mm (maximal Vergrößerung) 378x AP 0,6

Lassen sich die Okulare, besonders das ES 82° 11mm, gut mit der APM Barlow kombinieren oder gibt es Schwierigkeiten?

Des Weiteren bin ich am überlegen:

Explorer Scientific 68° 1,25"; 20mm; 62x; AP 4; 1° 5' Damit könnte ich den Bereich zwischen dem 30mm und den 15mm verkleinern und mit der Barlow hätte ich ein 7,4 mm Objektiv. Ich bin mir aber nicht sicher ob es Sinn macht auf ein 68° Okular zu setzen, und wie die Abbildungsleistung am f/5 aussieht.

Oder

Explorer Scientific 82° 2"; 18mm; 69x; AP 3.6; 1° 11' Damit hätte ich deutlich mehr Gesichtsfeld als am 15mm Erfle, wobei der Abstand der Vergrößerung natürlich zum 15mm gering ist. Es soll auch nicht so gut abbilden wie die anderen von ES.

Was meint ihr?

Langfristig würde ich das Plössel 9mm wohl durch ein Explorer Scientific 8,8mm ersetzen.
Das 15mm Erfle durch das 14mm von Explorer Scientific.
Das 30mm Erfle durch das 24mm Explorer Scientific.
Ein 30mm Okular mit 82° macht wohl weniger Sinn, da die AP dann über 6mm liegt.

Was haltet ihr davon oder sollte ich mehr Wert auf das Übersichtsokular legen und das 30mm Erfle gleich austauschen?

Alles auf einmal geht aber nicht, das wird dann zu teuer, deshalb hätte ich auch an die Okulare von Explorer Scientific gedacht. Ich bin für andere Vorschläge aber offen. Die Okulare sollten an f/5 gut abbilden aber bezahlbar bleiben, also eine gute Preis/Leistung haben. Gebrauchtkauf könnte ich mir auch vorstellen.

Macht der Stropek auch für Anfänger Sinn?

Benötige ich sonst noch etwas, außer einer Rotlichtlampe?

Eine drehbare Sternkarte ist vorhanden.
Astronomik 2“ UHC oder OIII Filter würde ich wegen den Kosten erst später kaufen.


Vielen Dank.
 
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Hi Michael

so lange das Teleskop nicht feststeht, ist eine konkrete Okularempfehlung unseriös. F/6 und F/5 - das macht schon einiges aus für die Okulare.

Trotzdem ein Tipp, der vllt hilft:

Aus den Erfahrungen von einigen Reisen, denke ich, dass man mit 3 Okularen gut 80-90% aller Beobachtungsmöglichkeiten abdecken kann.

Das sind:
1. Übersichtsokular, je nach Bedarf AP > 5 maximal 7 mm
2. Arbeitstier für fast alles, AP im Bereich 2,5mm
3. hohe Vergrößerung, d.h. AP um 1mm bis 8 oder 10", darüber etwas mehr AP ob des Seeinglimits.

Wenn Du also neu ausrüsten willst, würde ich mich zunächst auf die 3 konzentrieren und später nach Bedarf und Geldbeutel erweitern.
CS
 
Hallo Antares,

es wird zu 90% ein 10" F5 werden, ein 8" würde es nur werden wenn mir der 10" zu groß wäre. Wenn ich den 8" nehme, würde ich mich fragen, warum hast du nicht den 10" genommen. Deshalb hoffe ich, dass diese beiden Größen morgen auf dem Treffen vorhanden sind. Im Prinzip ist der 10" ja nur 5cm breiter im Durchmesser und 5cm länger als der 8". Das Gewicht wäre auch noch im Rahmen um es eine Treppe hoch/runter zu tragen.

Das Arbeitstier hätte ich ja mit dem 11mm ES 82° AP 2.1 dann abgedeckt. Mit der APM Barrlow hätte wäre ich dann knapp unter den 1mm AP.

 
ich kann Dich bei Deiner Entscheidung nur unterstützen: 10 Zoll ist schon sehr gut und Du steckst Dein Budget in Öffnung. Als kleiner Haken bleibt das nötige Nachschupsen. Generell sind viele Deep Sky Objekte , die man von vielen tollen Astrofotos kennt, jedoch ziemlich dunkel und unscheinbar.
M13 solltest Du aber gut finden können und bei gutem Seeing auch mit höherer Vergrößerung auflösen können.

 
Konnte gestern auf dem Treffen neue Leute kenenlernen, viele Eindrücke sammeln und hatte Spaß.

Es wird jetzt auf jeden Fall ein 10" F/5 Dobson werden.

Jetzt aber die Frage das mitgelieferte 30mm Erfle verwenden und dafür eine kleinere Brennweite (z.B. 18-20mm Bereich) kaufen oder doch gleich gegen ein besseres wie das ES 82° 24mm austauschen?

Den Stropek konnte ich auch mal anschauen, ist ein ganz schöner Trümmer und nichts zum länger in der Hand halten. Ich glaube da arbeite ich mich erst einmal durch den Deep Sky Reiseatlas durch.

Welche Kombination würdet ihr empfehlen?

ES 82° 24mm 52x ; AP 4.8; 1° 34'
ES 82° 11mm 113x; AP 2.1; 0° 43'
ES 82° 11mm mit 2,7 mmm Barlow -> 4mmm 4,1mm 304x AP 0,8

oder

Galaxy 65° 30mm Erfle 42x; AP 6 mm; 1,6°
ES 82° 18mm 69x; AP 3.6; 1° 11'
ES 82° 11mm 113x; AP 2.1; 0° 43'
ES 82° 11mm mit 2,7 mmm Barlow -> 4mmm 4,1mm 304x AP 0,8

Für andere Okular Vorschläge bin ich auch offen.


 
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Weiß jemand wie sich die Abbildungsleistung zwischen dem Maxivision 24mm 82° und dem normalen ES 24mm 82° unterscheidet?

Was ich bisher rausgefunden habe ist, dass es sich beim Maxivision um das Maede 5000er Serie handeln soll.

 
Hallo Michael,

Den Galaxy D10 habe ich auch. Ich habe dort folgende Okulare im Einsatz:
31mm Nagler, 13mm, 6mm und 3,7mm Ethos. Ich kann dir die Brennweiten 31, 13 und 6 empfehlen. Das 3,7mm setze ich nur für Doppelsterne ein. Das Geld für die Barlow würde ich mir sparen. Inzwischen habe ich mir einen neuen OAZ gekauft, will der originale nicht so feinfühlig lief. Probier doch erst mal die beigelegten Okulare aus, um zu sehen was du gerne hättest ;-)

Viele Grüße,
Marcus
 
Danke für eure Antworten.


TeleVue ist momentan leider nicht drin, auch wenn man mir gesagt hat, dass man fürher oder später dort eh landet. :biggrin:

Habe mein Budget von 1000€ eh schon auf 1500€ erhöt und bin da schon leicht drüber und dann würden noch Filter wie OIII fehlen.

@ Marcus musstest du für das 31er Nagler ein Ausgleichsgewicht befestigen? Wenn ja, wie viel?

Die Barlow will ich eben zum probieren nehmen, damit könnte ich mit den Okularen einen weiten Bereich abdecken. Deshalb auch eher das ES 11mm anstatt des 14mm, weil ja ein 15mm Erfle beim Teleskop dabei ist.

Wenn ich rausgefunden habe welche Brennweiten ich of verwende ist dann nächstes oder übernächstes Jahr evt. ein Okular mit 100° drin.

Aktuell schwanke ich hauptsächlich noch wegen dem Übersichtsokular. Bei mir im Garten habe ich einen 5-5.5 mag Himmel, weshalb ich ein 30mm erstmal sein lasse.

Folgende Optionen hätte ich.

30mm Galaxy Erlfe verwenden und erstmal kein anderes Okular kaufen.

18-20mm zum 30mm Erfle kaufen und später ein 24mm 100° oder Nagler, dann evt auch ein 30mm.

ES 24mm oder Maxivision kaufen.

Mit dem gesparten Geld vom Maxivision, im Vergleich zum normalen ES, und evt 30-50€ durch Verkauf des 30mm Erfle wäre ein OIII Filter drin.

Ich denke ich verwende erstmal das Erfle und schau ob es mir zusagt. Da ich beim Treffen aber durch ein Nagler geschaut habe, bin ich wahrscheinlich eh schon verwöhnt :biggrin:

Noch eine Frage, reicht ein Chesire Okular aus um den Newton zu justieren?


 
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Hallo Michael,

für meine Okularpalette habe ich mehrere Gewichte hinten am Tubus. Die Balance ist mit dem 31T5 schon schwierig, mit den Ethos unproblematisch. Es müssen ja auch nicht unbedingt 100° Okulare sein. Ich denke die Nagler reichen gerade im mittleren Brennweitenbereich vollkommen und haben eine top Qualität. Die 100° reduzieren nur die Häufigkeit der Schubserei, weil man 100° nicht im ganzen überblicken kann. Wie gesagt, probier doch erstmal die beigelegten Okulare aus und entscheide Dich dann. Vielleicht kommst Du ja zum Schluss, dass Du das 31er Nagler wegen des großen Feldes haben möchtest ;-) und Du dich bei dunklem Himmel an einer 6mm AP erfreuen kannst. Auch wenn Deine Augen auf 5mm "abblenden" ist die Flächenhelligkeit der Nebel immer noch genauso groß wie wenn Du ein Okular mit 5mm AP hast.
Zum Justieren reicht das einfache Justierokular, das dabei ist. Das Cheshire ist nur etwas komfortabler.

also mein Fazit:
Start mit beigelegten Okularen: Erfle 30mm, 15mm und Plössel 9mm
später Erweiterung: irgendwas mit 6mm (low-budget: 6mm Baader Classic Ortho für Planeten, high-budget: Nagler/Ethos)
danach: erspartes Geld für premium-Okulare und Filter verwenden

Viele Grüße,
Marcus
 
Hab jetzt meinen Dobson und warte auf gutes Wetter.

Bei den Okularen wurde es ein 13er Ethos und ein ES 100° 9mm.

Habe mein Budget zwar etwas überspannt, aber ich denke die Okulare waren kein Fehlkauf.

Was mir ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet ist der Backfokus des Dobson. Das Ethos bekomm ich erst auf Anschlag scharf, hab jetzt einen 7mm Stoppring dran, um etwas mehr spiel zu bekommen. Ein Test mit dem ES steht noch aus.



 
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Hallo Michael,

diese Okulare sind definitiv kein Fehlkauf, absolut richtige Entscheidung! Ebenso, den 10"- statt 8"-Dobson zu nehmen.
An meinem Dobson verwende ich die Baader 2" Click-Lock-Verlängerung - so komme ich mit allen Okularen in Fokus.

Viele Grüße,
Eddi
 
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