Fragen zum ersten Teleskop

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas EmNero
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Nabend zusammenm

Also das Teleskop bleibt nicht auf der Wiese/in der Hütte, da Angst vor Vandalismus besteht (Da treiben sich nachts Wesen rum, die auch mal unerlaubt in die Hütte gehen und sich umschauen - das ist mir dann doch etwas zu gefährlich; Es kam auch teilweise schon zu Beschädigungen durch Unbekannte etc.) . Es läuft auf die Variante mit dem Bollerwagen und dem Feld hinaus. Bekomme auf der Wiese aber trotzdem ein kleines Beobachtungplateau, da die Wiese schon gut im Hang liegt. Ist ja schnell gemacht und auch nicht so teuer. Dann muss man sich auch nicht mit mähen etc. rumärgern :D

Es wird jedenfalls ein 8" Dobson. Die Rockerbox bau ich wahrscheinlich selbst.

In den nächsten Tagen lese ich mich noch etwas ein, überdenke alles noch ein wenig und entscheide mich dann für die Optik.

Ich danke euch allen für die tolle Beratung. Hat mich auf jeden Fall weiter gebracht und ich denke man wird sich hier dann zukünftig des öfteren sehen :)

Grüße
Mathias
 
Zitat von Feldhoernchen:
Herzlich willkommen Mathias!

Alles hat Vorzüge aber auch Nachteile.
Vorzug beim Dobson ist, das die Geräte extrem massiv sind und ein sehr guten Stand haben. Optimal für Astrofotografie.

Lieber Domi,
bevor du als Anfänger einem anderen Anfänger einen Dobson zur Fotografie empfiehlst, würde ich Dir vorschlagen nochmals Bücher zu lesen.

Mathias:
Die Wahl zum Dobson ist zu 100% richtig.
Preis/Leistung ist unschlagbar. Da bleibt noch etwas Geld für Zubehör (1-2 Okulare, Sternenkarte, Bücher, Rotlichtlampe z.B.)
Aber schaue Dir mal diese Seiten an, sehr Imformativ und verständlich:

http://www.svenwienstein.de/

http://www.deepsky-brothers.de/
Und Kontakt zu Sternenfreunden in deiner Nähe suchen.
 
Liebster Daniel!

Habe heute Früh schon deinen Post gesehen und wollte drauf antworten. Habe es mir aber verkniffen. Ich sachte so zu mir: "Na, noch nicht. Hab heute Abend noch Zeit genug".
Kann dir die Auflösung geben, warum ich so gewartet habe.
Nun, wenn man wen anschreibt und mit den Worten "lese Bücher" so in die Ecke eines kleinen Dummkopfs hinstellt, dann sollte man aufpassen was man selber von sich gibt.


Zitat von rainbow711:
Lieber Domi,
bevor du als Anfänger einem anderen Anfänger einen Dobson zur Fotografie empfiehlst, würde ich Dir vorschlagen nochmals Bücher zu lesen.

Sowas loslassen und dann gleich bei der Ansprache zu Mathias meine vermeindliche Empfehlung selber unterbreiten.

Du weisst hoffentlich das es schlecht ist im Glashaus Steine zu schmeissen....
Du hast mir etwas vorgeworfen und dann selber die Tat begangen.
Joa, hat was. Muss man dir lassen.

Um meine Gehässigkeit mal ganz direkt an zu sprechen. Ich finde es immer wieder schön auch mal andere beim Blamieren zu zuschauen.

Aber in einem hast du recht. Ich habe mich etwas im Schreiben vergurkt und es wurde doppeldeutig und konnte leicht missverstanden werden. Ist dir ja passiert. Es war von meiner Seite aus nur die Standfestigkeit gemeint. Etwas unglücklich formuliert. Bin auch nicht immer Mr. Perfect und hau auch voll mal ein Schnitzer rein. Man kann mich drauf ansprechen, das sehe ich nicht als Problem an. Aber dann doch mehr anständig ohne Versuch einen in die Pfanne zu hauen.

Mit freundlichen

Domi
 
Hi Domi,
Nö blamiert habe ich mich bestimmt nicht.
So so, dann habe ich Deine Empfehlung ebenfalls Mathias empfohlen.
Klaro hab ich, weil es die beste Preis/Leistung Lösung ist. Aber eben nicht für die Fotografie. Sorry, aber ich habe dich nicht missverstanden wenn du schreibst: Optimal für Astrofotografie. Es ging doch um den Dobson, oder?
Und nein, ich stelle hier niemanden als Dummkopf hin, jeder hat mal angefangen. Ich finde es nur nicht in Ordnung, wenn ein Neueinsteiger falsch beraten wird.
Wenn du dich durch meinen Hinweis angegriffen fühlst , tut es mir leid. So sollte das nicht rüberkommen.

 
Hi,

wie aus dem Gespräch zu entnehmen war/ist, geht es mir um visuelle Beobachtung. Deswegen habe ich mich auch für den Dobson entschieden. Ich sprach von "herumspielen mit der Kamera" nicht von ernsthafter Astrofotografie. Das für letzteres ein Dobson nicht unbedingt geeignet ist, war mir zu jedem Zeitpunkt der Entscheidungsfindung bewusst! Deswegen finde ich nicht, dass eine Fehlberatung stattgefunden hat ^^

Grüße
 
Moin zusammen,

Zitat von Feldhoernchen:
Etwas unglücklich formuliert. Bin auch nicht immer Mr. Perfect und hau auch voll mal ein Schnitzer rein. Man kann mich drauf ansprechen, das sehe ich nicht als Problem an.

das Problem an der Sache ist, dass du einem Anfänger Eigenschaften eines Teleskops/einer Montierung suggerierst, die völlig an der Praxis vorbei gehen und im schlimmstenfall teuer bezahlt werden müssen von demjenigen der um Beratung bat. Du als "ahnungsloser" Berater merkst davon herzlich wenig und tust es als kleinen Schnitzer ab und genau da solltest du vorsichtig werden!

Keiner verbietet dir über deine pers. Erfahrungen zu berichten, aber einen Dobson als "optimal für Astrofotografie" hinzustellen ist kein "Schnitzer", sondern derart daneben, dass man schon mangelndes Grundlagenwissen unterstellen kann.
Und ganz ehrlich, dass du Daniel die Dobsonempfehlung als Fauxpas vorhältst bestätigt das noch.

In so fern, jeder von uns hat klein angefangen und auch den ein oder anderen "Schnitzer" fabriziert, daher sammle deine Erfahrungen und tausche dich hier rege aus, aber bei Kaufempfehlungen solltest du dir wirklich darüber im klaren sein, welche Konsequenzen diese Empfehlung nach sich ziehen könnte.

Zitat von EmNero:
Das für letzteres ein Dobson nicht unbedingt geeignet ist, war mir zu jedem Zeitpunkt der Entscheidungsfindung bewusst! Deswegen finde ich nicht, dass eine Fehlberatung stattgefunden hat ^^

Naja, in deinem Fall halt nicht, aber es gibt auch "Suchende" die einen solchen Faden hier lesen und eventuell falsche Rückschlüsse daraus ziehen, daher denke ich schon, dass man das hier noch einmal explizit klarstellen sollte.
 
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Hallo Markus,

ich finde, da bist Du noch nicht deutlich genug. Schon dieses Posting ist mir in den letzten Tagen aufgefallen: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/posts/1159651
Ich habe mich da noch geschlossen gehalten. Der dickste Hund darin ist das blank polierte Blech als Spiegel und auch, dass sich ein Spiegel verzieht.
Da geht es nicht um Schnitzer, sondern um Beratung weitab von Sachkenntnis. Die sollte man erstmal erwerben und mindestens der Beitrag geht für mich weit über das tolerierbare Maß hinaus.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Zitat von Sven_Wienstein:
ich finde, da bist Du noch nicht deutlich genug. Schon dieses Posting ist mir in den letzten Tagen aufgefallen:
Ich habe mich da noch geschlossen gehalten.

das ist mir zwar auch aufgefallen, aber ich finde es ist ein extrem schmaler Grat einem "Einsteiger" hier im Forum zwar höflich zu sagen, dass seine Beratung teilweise unter aller Sohle ist, aber auch nicht derart vor den Kopf zu stoßen, dass er sich hier nicht mehr blicken lässt, daher meine "weichgespülten Worte".
 
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Hallo Markus,

tja, da musst Du Dich aber fragen lassen, wem Du gerecht werden willst.Dem Einsteiger, der schon forsch berät, oder dem Einsteiger, der noch blinder vertrauen muss. Was ist denn die Folge einer solchen "Politik"? Jetzt stell Dir mal vor, man lässt die unter sich und Obi Wan sagt "Wer ist der größere Tor? Der Tor oder der Tor, der ihm folgt?"

Ich denke, wer forsch drauflös berät, möchte sich die Hörner abstoßen. Das muss er spüren, sonst wächst ihm ein Geweih.

Clear Skies
Sven
 
Moin Peter!

> Die Gewichte stehen so bei Teleskopexpress zu den genanten Teleskopen

Tja, dann sollte auch gerne dazugeschrieben werden, welche Gewichte gemeint sind. Mit Teleskop in der Versandverpackung laufe ich nachts ja nicht auf dem Feld rum... :biggrin:

Den SW 8" f/5 OTA, den GSO 8" f/6 Dobson und die EQ-5 (bzw. Vixen GP) habe ich schon selbst besessen, kenne also die Gewichte in etwa, da ich meine Teleskope grundsätzlich selbst wiege und mich nicht auf irgendwelche Angaben auf Händlerseiten unbedingt verlasse. Deshalb bin ich über die viel zu hohen Angaben hier gestolpert. Nachher läßt sich da noch ein unbedarfter Einsteiger von abschrecken...
 
Hallo miteinander, hallo Fragesteller,

es gibt auch noch andere Teleskope und nicht nur das Newton-Teleskop. Bekanntlich ist ein Newton auf einer EQ-Montierung unhandlich zu bedienen, sei es noch so kurz. Darum verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum solche Geräte immer wieder empfohlen werden. Schaut euch nach Alternativen um, sodass wenigstens der Blick für andere Möglichkeiten offen bleibt. Wenn es danach immer noch beim Newton bleibt, OK. Aber MAK, SC und Achromaten oder ED-Refraktor sollten schon mit in die Überlegungen einbezogen werden.



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo,

was mich bei diese Einsteigeranfragen und Antworten immer wieder wundert, ist, dass das Thema Erdbeobachtung (Natur, Tiere, Nachbarn) nie eine Rolle spielt. Mit einem Newton verbaut man sich diese Möglichkeit komplett. Insbesondere wenn man als Einsteiger später feststellt, dass die Astronomie doch nicht das richtige ist, kann die Möglichkeit Erdbeobachtung das Fernrohr weiterhin interessant machen (auch beim Verkauf).

Bei Balkonbeobachtungen empfinde ich den Einblick von hinten auch als voreteilhaft, da dann der Tubus näher an der Brüstung ist bzw. darüber hinausragt und man mehr vom Himmel sieht.

Auch läßt sich durch Verstellen des Zenitspiegels sehr leicht der Einblick variieren. Mich nervt ungemein, wenn ich mit dem Newton bei Jupiter senkrechte Wolkenbänder oder bei Saturn einen nahezu senkrechten Ring beobachten muss. Ständiges Kopfverrenken macht auch keinen Spass! Beim Einblick von hinten habe ich keinerlei solche Probleme.

Das sind jetzt nur ein paar Punkte, die bei der Einstiegsberatung offenbar ignoriert werden. Stattdessen geht es immer nach dem Prinzip "maximale Öffnung fürs Geld". Ich halte das nicht für ausreichend.

freundliche Grüße von
Christian








 
Hallo Sven,

wie bei der DSO-Beobachtung auch, gibt es zwischen Schwarz und Weiß eine Menge Grauschattierungen, und deshalb bin ich auch hier der Meinung, dass es zwischen dem Schutz des fragenden Einsteigers und der Maßregelung des "ahnungslosen" Beraters auch eine Menge Zwischenschritte gibt.
Zum einen kommt es hier im Gorum eigentlich nie vor, dass sich nur Einsteiger austauschen, sondern es mischen sich viele erfahrene Beobachter/Fotografen darunter, so dass das Risiko einer absoluten Falschberatung recht gering wird. Daher sehe ich mich auch nicht in der Position des Schiedsmannes, der den ein oder anderen in die Schranken weisen muss. Auch in diesem Faden ist mehr als deutlich geworden, dass Dobsons entgegen Domis Empfehlung eben nicht zur Fotografie taugen (Ausnahmen bestätigen die Regel) und warum sollte man da den "Oberlehrer" miemen und Domi harsch zurechtweisen? Ich mag mich irren, aber ich denke die Message ist übergekommen, dass eine Kaufberatung auf Erfahrung und Fachwissen beruhen sollte und nicht aus der Euphorie für das neue Hobby heraus geschehen sollte.

@all, bei dem o.g. Budget passen ordentlich montierte SCs, EDs oder auch Maks einfach nicht in den Einkaufswagen und dass Öffnung gerade bei DSO-Beobachtung durch nichts zu ersetzen ist, ausser durch noch mehr Öffnung ist kein Geheimnis. Das auch ein Dobson seine Nachteile hat ist unumstritten, aber der Einblick ist deutlich angenehmer als bei einem paralytisch montierten Newton und sofern man keine motorisierte Montierung sein Eigen nennt, muss eh von Hand nachgefühlt werden...
Darüber hinaus finde ich das Anfahren von Objekten mit einem Dobson deutlich intuitiver als mit einer paralytischen Montierung, gerade als Einsteiger. Daher kann ich es gut nachvollziehen, dass eben dieser Gerätetyp empfohlen wird.
 
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Zitat von Sodiac:
.. Das auch ein Dobson seine Nachteile hat ist unumstritten, aber der Einblick ist deutlich angenehmer als bei einem paralytisch montierten Newton und sofern man keine motorisierte Montierung sein Eigen nennt, muss eh von Hand nachgefühlt werden...
Darüber hinaus finde ich das Anfahren von Objekten mit einem Dobson deutlich intuitiver als mit einer paralytischen Montierung, gerade als Einsteiger. ..

Hallo Sodiac,

was zum Teufel meinst du mit einer paralytischen Montierung ??
Da du das zweimal hintereinander schreibst, gehe ich davon aus, dass es sich um keinen Irrtum handelt, sondern dass du das so meinst.

cs
Andreas
 
Hallo Andreas,

Da hat mir die Rechtschreibprüfung des iPads nen Streich gespielt, ich meine natürlich parallaktisch!

Das zum Thema "Schnitzer"... :smiley63:
 
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Hallo ihr Lieben!

Um das Thema nicht weiter aus zu arbeiten. Daniel hat mich so komisch "angemacht" aber ich habe auch verstanden das ich mich nicht ganz richtig verhalten habe. Und von daher muss ich mich auch entschuldigen. Es ist unnötig alles noch weiter breit zu treten. Ich weiss nicht wie ihr so tickt und ihr kenn mich auch nicht. Das bedarf erstmal "einarbeiterungszeit".
Das was einer schreibt und wie er es meint und das was wer anderes liest und das auffasst sind immer 2 verschiedene paar Schuhe. Leider denkt man zu selten daran und dann passiert genau das. Von daher werde ich mich zukünftig in vielen Sachen schwer zurück halten und nur mal gelegendlich was schreiben.
Aber bei einer Sache kann man sicher sein. Ich möchte nicht das bei den "gewachsenen" hier wegen mir Stress aufkommt.

Mein Vorschlag wäre zur "Tagesordnung" zurück zu kehren und den Tehread von Mathies nicht komplett zu klopfen. Ich denke mal das will man auch nicht.

Mit freundlichen

Domi
 
Hallo Christian,

das Thema Erdbeobachtung lässt sich nur sehr begrenzt mit dem Kauf eine astronomischen Teleskops verbinden. Es ist sicher richtig, sich das in seinen verschiedenen Facetten vor Augen zu führen.
Nehmen wir einmal das Spektiv an sich. Hier finden wir grundsätzliche Anforderungen:

- Kurze Bauweise, leicht, handlich
- Auslegung für einen Vergrößerungsbereich eher unter 50x als unter 100x.
- Bildumkehr, aufrecht und seitenrichtig.

Daraus ergibt sich, dass ein Spektiv schon mit einem achromatischen Objektiv gut funktionieren kann, dass es eine eher kleine Öffnung haben darf und dass es sich kaum mit einer Spiegeloptik realisieren lässt, denn Cassegrain-Varianten bekommen viel Obstruktion, wenn viel Feld und eine relativ kurze Brennweite gewünscht sind. Außerdem wird es schwieriger, sie gegen seitliches Störlicht abzuschirmen. Cassegrains werden eben leicht tagblind. Bei Newtons stört die Bildumkehr und mehr noch die Einblickposition und der nötige Backfokus für eine Bildumkehr bedeutet eine immer merkwürdigere Bauform.
Ein eindeutiger Pluspunkt für ein Spektiv ist ein ED Objektiv. Das eröffnet zwar auch höhere Vergrößerungsbereiche, aber eher wenige Produkte liefern die so, dass Sternfreunde damit zufrieden sind. Die Umkehrprismen kosten Backfokus und als Sternfreund möchte man sie ohnehin gern vermeiden. Hinzu kommt, dass viele Produkte keine astronomisch normale Okularaufnahme, ja sogar ein fest verbautes Zoom-Okular haben.

Demgegenüber lässt sich natürlich überlegen, wie weit mit astronomisch ausgelegten Teleskopen Tagbeobachtung machbar ist. Hier stellt sich heraus, dass das im Prinzip mit beinah jedem astronomischen Teleskop funktioniert. Allerdings sind Einschränkungen zu beachten:
- Vergrößerung: Ein 70/700 mit dem typischen 1,25" Auszug, lässt sich nicht unter 17,5x bringen und hat da schon Tunnelblick. Unabhängig von der Öffnung ist also die nutzbare Vergrößerung bei astronomischen Teleskopen oft nach unten hin begrenzt. Recht extrem kann einem das bei den typischen Mak-Cassegrains mit f/14 begegnen.
- Tagblindheit: Wie oben schon erwähnt, kann es bei so manchem astronomischen Teleskop zu einem ungewollten Lichteinfall kommen. Der stört zwar auch Nachts und unter Umständen erheblich, aber scheinbar kommen in der Praxis viele Sternfreunde damit klar.
- Backfokus: Der reicht oft nicht für eine Bildumkehr, besonders bei Newtons. Aber auch kleine Refraktoren sind betroffen, insbesondere wenn für eine niedrige Vergrößerung 2" Equipment gewünscht ist.

Beim Verkauf sollte also das Thema Erdbeobachtung eigentlich keine Rolle spielen - obwohl, man hat schon manches gesehen...

Was den Balkon angeht: Die beschriebene Einschränkung gilt für einen Balkon mit Dach. Das sollte man bedenken, wenn es auf einen selbst zutrifft. Ein Balkon mit Dach wird aber meist schon vom Fragesteller intuitiv als sehr einschränkend empfunden und das Teleskop kommt dann in den Hof.

Die Frage ist dabei letztendlich ganz allein, ob man sich wegen des derart eingeschränkten Balkons mit all seinen Problemen, nämlich Platz, Störlicht, Seeing durch das Haus, Fenster, Nachbarn, etc, wirklich einen relativ teuren Refraktor mit effektiv geringerem Leistungspotenzial hinstellt, nur um den am Ende besser verkaufen zu können, wenn das teure Gerät am schlechten Standort nichts bringt. Da ist es doch einfacher, sich die Okulare und einen faltbaren Dreibein-Hocker in den Rucksack zu stecken, und Rockerbox an der einen, Tubus an der anderen Hand mit 150/1200 als Dobson in den Hof zu wandern. Das Seeing ist da allemal besser.

Zur Tubusrotation vom Newton gab es ja schon zu lesen. Aber was beim Refraktor auch sehr nervig sein kann, ist die Zenitbeobachtung. Da freut man sich beim Newton schon über die Sucherposition und bei einem langen Refraktor weiß man nicht, ob man für den perfekten Einblick im Liegen noch ein Feldbett hernehmen kann, oder ob eine Isomatte mit Kopfkissen genehmer ist. Wenn es danach geht, haben Cassegrains mit ihrer kurzen Bauweise noch die geringste Änderung der Einblickposition.

Aber trotz allem zurück zu Deinem letzten Statement: Ja! Es geht um maximal solide ausgeführte Öffnung für's Geld, weil nämlich das Budget bei den üblichen Anfragen praktisch immer so begrenzt ist, dass man in diesem Rahmen einfach nur mit einem solide ausgelegten Newton auf eine angenehme Leistungsbandbreite kommt. Für das Geld für einen 150/1200 Dobson bekomme ich 90 bis 100mm achromatische Refraktoröffnung auf zu schwacher Montierung und noch dazu mit zu wenig Brennweite. Da kann ich an 150x für Planetenbeobachtung nur kratzen und Öffnung für Deepsky ist knapp. Mit 150/1200 kann ich mindestens bis 200x gehen und ich muss bezüglich Deepsky nur auf Widefield verzichten (was mit 120/1000 auch nicht geht).

Eine echte Konkurrenz für einen soliden 150/1200 ist eigentlich nur ein 120mm ED Refraktor oder bezüglich Größe ein 150mm Mak oder SC, bzw. dann auch ein 150/900 bis 150/750 Newton. Der 120/1000 Achromat singt in dieser Leistungsklasse nur recht kläglich mit. Da braucht man dann einfach nur die Preise zu vergleichen.

Natürlich gibt es auch den Sternfreund, der den Refraktor will. Gerne, wenn es ein Herzenzwunsch ist, oder sich durch besondere Umstände wie unbedingt notwendige Beobachtung am Dachfenster rechtfertigen lässt. Wenn aber die Anforderungen so speziell werden - naja, ich hatte schon eine Lanze für den 90/900 ED gebrochen, für dessen Restbestände aktuell zwar wieder lächerliche Preise aufgerufen werden, der aber ganz offensichtlich in einem konkurrenzfähigen Preisrahmen möglich war. Über so ein Gerät als Alternative zum Newton denke ich gerne nach!

Clear Skies
Sven

@Feldhörnchen mal noch ein Nachtrag: Mach doch einfach etwas Webrecherche, wenn Du mal beim Schreiben auf Dinge stößt, wo Du selbst in der Sache unsicher bist. Wird Dich und andere voran bringen. Einfach den Text in Wordpad umkopieren und nach Wikipedia, etc. zu Ende bringen.
 
Hallo Sven,

danke für Deine Hinweise.

Nehmen wir einmal das Spektiv an sich. Hier finden wir grundsätzliche Anforderungen:

- Kurze Bauweise, leicht, handlich
- Auslegung für einen Vergrößerungsbereich eher unter 50x als unter 100x.
- Bildumkehr, aufrecht und seitenrichtig.

Demgegenüber lässt sich natürlich überlegen, wie weit mit astronomisch ausgelegten Teleskopen Tagbeobachtung machbar ist.

Ich benutze unter anderem ein 80/400 FH. Bei Tagbeobachtungen benutze ich desen nur für geringe Vergößerungen (bis etwa 50fach). Er ist dann auf einem Fotostativ befestigt und lässt sich leicht bedienen, ähnlich einem Spektiv. Vom Balkon aus kann ich damit sehr schön die gegenüberliegenden Bäume und nistende Vögel beobachten. Der Farbfehler dieses oft so gescholtenen FHs ist dabei kaum zu bemerken. Der Kontrast ist ebenfalls sehr gut. Ich habe natürlich keinen Vergleich zu einem erstklassigen Spektiv, aber ich bin sehr zufrieden. Mein 80/400 hat ein Amici-Prisma dabei und hat mich mit zwei Okularen gerade mal 119,- EUR gekostet. Mit dem 32mm-Oku kann ich mit 12 facher Veggrößerung beobachten. Das schaffen die meisten Spektive nicht.

Wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin kann ich von der Terasse aus den Bodensee und die Alpen sehr gut überblicken. Hier ist dann auch bei Tag-/Erdbeobachtung eine höhe Vergrößerung sinnvoll, die mit einem Spektiv eben nicht möglich ist. Segelschiffe in 5 bis 25 km Enternung, den Konstanzer Hafen oder die Insel Mainau mit Schloß (hier konnte ich sogar aus ca. 7 km Entfernung den Weihnachtsbaum in einem Zimmer des Schlosses gut erkennen) oder die Alpen bei guter Sicht über 100km weit zu sehen: Hier macht eine hohe Vergrößerung durchaus Sinn. Mit meinem kleines MC kann ich zwar leicht über 100fach vergrößern, aber es liefert tagsüber kein so klares Bild wie der kleine Refraktor (etwas milchig). Hier wäre ein großer Refraktor mit langer Brennweite sicher sehr gut geeignet.

Was den Balkon angeht: Die beschriebene Einschränkung gilt für einen Balkon mit Dach. Das sollte man bedenken, wenn es auf einen selbst zutrifft. Ein Balkon mit Dach wird aber meist schon vom Fragesteller intuitiv als sehr einschränkend empfunden und das Teleskop kommt dann in den Hof.

Ein überdachter Balkon ist wohl sehr häufig, bei größeren Wohnanlagen sicher der Normalfall. Ich habe von meinem Balkon trotz der Einschränkungen schöne Beobachtunngen machen können. Übrigens hat hier der Einblick von hinten noch den Vorteil, dass ich auf den dunklen Boden sehe und nicht wie beim Newton über die Brüstung in weiter entfernte Straßenlampen.

Zur Tubusrotation vom Newton gab es ja schon zu lesen. Aber was beim Refraktor auch sehr nervig sein kann, ist die Zenitbeobachtung. Da freut man sich beim Newton schon über die Sucherposition und bei einem langen Refraktor weiß man nicht, ob man für den perfekten Einblick im Liegen noch ein Feldbett hernehmen kann, oder ob eine Isomatte mit Kopfkissen genehmer ist. Wenn es danach geht, haben Cassegrains mit ihrer kurzen Bauweise noch die geringste Änderung der Einblickposition.

Stimmt, hier hat mein kleiner MC klare Vorteile geneüber einem langen FH. Allerdings gefällt mir beim MC die Schärfeeinstellung mit dem „Drehknopf“ aus rein haptischen Gründen nicht so gut wie beim Refraktor.

Ich möchte übrigens nicht den größeren Newton schlecht reden. Ich finde aber, dass man auch die Nachteile eines solchen Systems erkennen und abwägen sollte. Der TE wollte eigentlich ein mobiles Teleskop mit dem er zu Fuss weitere Strecken, sogar über Hecken hinweg, zurück legen kann. Hier wäre der von ihm selbst vorgeschlagene kurze 6-Zöller gut geeignat gewesen. Mit dem großen Dobson ist er nun ans Haus gebunden, da er kein Auto hat.

Des Weiteren muss er nun bei der Planetenbeobachtung per Hand über zwei Achsen nachführen. Das wäre mit dem von ihm selbst vorgeschlagenen Gerät einfacher gewesesn (über eine Achse mit Nachführwelle). Außerdem hätte er eine kostengünstige Möglichkeit gehabt, sein Gerät mit einer wahlweise Ein- oder Zweiachs-Steuerung sehr preiswert nachzurüsten. Das ist nun auch nicht mehr möglich. Der immer wieder nett zu lesende Vorschlag, den Dobson später mit einer Montierung nachzurüsten, spielt dann in einer völlig anderen Preisliga. Die Montieung für einen langen Achtzöller ist nun wirklich teuer. Auch die großen Rohrschellen sind nicht günstig. Eine große Prismenschiene braucht man auch noch. Eventuell noch zusätzliche Gegengewichte.

All diese Nachteile muss er nun halt in Kauf nehmen, damit er ein Drittel mehr Öffnung hat. Ich hätte anders entschieden. Ich habe übrigens einen 8-Zoll-Newton. Es ist das Teleskop, das ich am wenigsten benutze. Und zwar nur deshalb, weil mir der Aufwand für das Auf- und Abbau zu groß ist – selbst auf dem Balkon! (Die beste Mondbeobachtung habe ich aber mit dem Achtzöller gemacht…)

Natürlich gibt es auch den Sternfreund, der den Refraktor will. Gerne, wenn es ein Herzenzwunsch ist, oder sich durch besondere Umstände wie unbedingt notwendige Beobachtung am Dachfenster rechtfertigen lässt. Wenn aber die Anforderungen so speziell werden - naja, ich hatte schon eine Lanze für den 90/900 ED gebrochen, für dessen Restbestände aktuell zwar wieder lächerliche Preise aufgerufen werden, der aber ganz offensichtlich in einem konkurrenzfähigen Preisrahmen möglich war. Über so ein Gerät als Alternative zum Newton denke ich gerne nach!

So ein Gerät finde ich ebenfalls sehr interessant.

Gute Nacht!
Christian

 
Hi!
Zitat von Christian_P:
Bekanntlich ist ein Newton auf einer EQ-Montierung unhandlich zu bedienen, sei es noch so kurz.
So ein Teleskop muß durchaus nicht unhandlich zu bedienen sein, man muß aber den Okularauszug passend legen. In seltenen Fällen ist es anzuraten, ein Objekt vorzuziehen oder erst später zu beobachten, weil sonst der Einblick zu schwierig ist, aber das passiert bei moderaten Größen eher selten.

Mein kurzer 150/750 ist übrigens unpraktischer als meine langer 150/1200, da bei letzterem das Okular meistens etwas höher steht, was bei meiner Körpergröße von Vorteil ist.

Aber MAK, SC und Achromaten oder ED-Refraktor sollten schon mit in die Überlegungen einbezogen werden.
Das auf jeden Fall. Jede Bauart hat ihre Vorteile und Nachteile, da kann es passieren, daß ein System den eigenen Anforderungen so sehr entgegenkommt, wie es alle anderen nicht annähernd vermögen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Christian,

Ich benutze unter anderem ein 80/400 FH. Bei Tagbeobachtungen benutze ich desen nur für geringe Vergößerungen (bis etwa 50fach).[...]Der Farbfehler dieses oft so gescholtenen FHs ist dabei kaum zu bemerken. Der Kontrast ist ebenfalls sehr gut.

Die Beschränkung auf 50x bedeutet zum einen, dass die Farbsäume eben auch nicht mitvergrößert werden und bei beispielsweise 25x entsteht eine AP von 3,2mm, die bei Tage durch die Iris auf üblicherweise 2mm begrenzt wird, so dass 80mm Öffnung auf 80*2/3,2= 50mm begrenzt werden. Somit kommt 50/400 zum tragen, was bei f/8 satt im Bereich des Conrady-Standards liegt: Gute Korrektur des Farblängsfehlers. Kein Wunder also...

Allerdings gefällt mir beim MC die Schärfeeinstellung mit dem „Drehknopf“ aus rein haptischen Gründen nicht so gut wie beim Refraktor
Das dürfte sehr gerätespezifisch sein. Ich habe damit keine Probleme und stelle auch einen Refraktor mit wie ohne Untersetzung scharf.

Hier wäre der von ihm selbst vorgeschlagene kurze 6-Zöller gut geeignat gewesen. Mit dem großen Dobson ist er nun ans Haus gebunden, da er kein Auto hat.
Auch ein langer 6-Zöller lässt sich transportabel machen. Ist einfach eine Frage, wie findig man ist. Das Rohr ist nicht schwer und lässt sich mit einem entsprechenden Gurt über die Schulter hängen. Schwer ist die Rockerbox - da machen Selbstbauer natürlich vor, was geht.

Des Weiteren muss er nun bei der Planetenbeobachtung per Hand über zwei Achsen nachführen. Das wäre mit dem von ihm selbst vorgeschlagenen Gerät einfacher gewesesn (über eine Achse mit Nachführwelle)
Ich habe früher auch gedacht, wie schwierig das doch sein müsste, 200x per Hand nachzuführen. Das verliert sich mit etwas praxis und es nervt mich mehr, bei einer parallaktischen Montierung nach der Welle zu fummeln, ohne vom Okular aufblicken zu wollen.

Nun, ich will es abkürzen. Ich persönlich schließe bei einer Beratung eigentlich nichts aus. Aber wenn man ein Gerät vor Augen hat, was man dem Fragesteller vorträgt, dann hat man für sich schon viele Dinge ausgeklammert, die man nicht automatisch neu vorträgt. Ich glaube auch, dass das nicht sein muss. Dass die Beratung von Freunden des kleinen Refraktors so empfunden wird, wie von Dir geschildert, finde ich durchaus verständlich. Ich stelle aber normalerweise fest, dass die Eigentümer und Fans dieser Geräte jeder für sich ganz konkrete Gründe für ein solches Gerät haben - und oft ist es ja das geliebte Zweitgerät. Das trifft auf den üblischen Ratsuchenden nicht zu und somit ist meine Empfehlung eine andere.

Clear Skies
Sven
 
Tag zusammen!

Ich dachte mir, ich meld mich mal wieder, um euch zu sagen was denn nun aus meinem Plan "Teleskop" geworden ist ^^

Nachdem ich mich noch etwas eingelesen habe und selbst die Möglichkeit hatte durch ein 8" Gerät zu schauen, hab ich mich dann für die Anschaffung einer ähnlichen Optik entschieden.

Auf der Obstwiese ist eine Art Terrasse entstanden, auf der im Sommer dann auch mal gegrillt werden kann. Die Hecke wird soweit modifiziert, dass der Bollerwagen da durchpasst. Nach dem Motto: Was nicht passt wird passend gemacht.

Als es gestern Abend klar wurde hab ich das Teleskop gepackt und auf unser Fotostativ geschraubt - jetzt weiß ich was ich später an einer stabilen Montierung haben werde (ich hätte selbst niemals erwartet, dass das auch nur ansatzweise funktioniert). Betrachtet wurde der Mond und trotz teils extremem Schwingen hat es verdammt viel Spaß gemacht ^^ Jetzt muss nur noch die Rockerbox fertig gebaut werden, das mach ich vermutlich die nächsten Tage.

Bis jetzt hab ich es noch nicht bereut. Hoffe das wird sich auch nicht ändern :D Nochmals vielen Dank für eure tolle Beratung.

Grüße
Mathias
 
Hallo Mathias,

schöne Rückmeldung für alle Beteiligten.
Wenn es schon "improvisiert" so viel Spass macht, dann hat sich das für Dich doch sehr gelohnt und wir wissen, dass wir mit der einen oder anderen Idee nicht völlig daneben lagen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Matthias,

die Rückmeldung freut mich ebenfalls, vor allem weil es hier nach einer Beratung häufig einfach "im Sande verläuft".

Viel Erfolg beim Bau und vor allem Spass am Hobby!
 
Hallo Mathias,

liest sich alles sehr positiv. Falls du aus der Ecke um die Teck kommen solltest, ich bin öfters mal auf der Alb unterwegs wenn es das Wetter zulässt. Vielleicht ergibt sich ja mal was.

Viel Spaß mit dem Teleskop!
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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