Fragen zum RA Teilkreis EQ5 (evtl. verbessern)

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SkyBob

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Hallo Zusammen.

Mal wieder ein paar freakige Fragen zum Thema Teilkreise der RA-Achse an der NEQ5.

Vorweg. Ja ich kenne Systeme wie StarSense und GoTo und was es da noch so alles gibt.
HAB ICH ABER NICHT ! :p

Nun zum eigentlichen Thema.

Ein grundlegendes und/oder aus der Mode gekommenes "manuelles/analoges" PushTo System,
ist ja nun mal das Teilkreissystem mittels RA-Skalenhülse und DEK-Skalenhülse.
Wer die NEQ5 kennt, weis sofort das diese an der NEQ5 definitv NICHT zu gebrauchen sind.
Die Dek-Hülse geht dabei noch. Aber die RA-Hülse schlabbert, wird quasie nur von zähem Fett
mitgeführt, oder auch nicht :D.
Eine Fixierung der Hülse, das man sie tatsächlich dafür benutzen könnte wofür sie auch gedacht ist,
ist nicht gegeben.
Sagen wir einfach mal sie ist eigentlich nur noch DEKO ^^

Diverse Versuche sie alltagstauglich zu verbessern sind nicht unbedingt von dauerhaftem Erfolg gekrönt.
Darum arbeite ich momentan eher mit Starhopping, Leuchtpunktsucher und Testaufnahmen.
Ist natürlich sehr Zeitraubend.

Daher habe ich mir überlegt, ob es nicht auch anders geht.
So dreht z.B. der POL-Sucher der EQ5 zuverlässig mit der RA-Achse mit.
Also würde es Sinn machen dort eine Skala anzubringen.
Genauere Vorstellungen habe ich erst mal noch nicht.
Eher eine grobe gedankliche Skizze.

Was mir nun ein Wenig Kopfzerbrechen macht, ist die Skaleneinteilung und die machbare Genauigkeit.

Also der grundlegende Gedanke: Wie genau brauche ICH das bei MEINER Ausrüstung wirklich.
Und dazu habe ich ein paar Fragen.

Die genaueste Positionierung bräuchte ich quasie mit meinem 127/1500er Mak.
Alles bezogen auf meine EOS 2000DA.
Die Chipdaten habe ich alle korrekt in Stellarium angegeben.
Hier mal ein Bild aus Stellarium.
FOVstellarium.jpg


Am unteren Rand ergibt sich hierraus ein FOV (Field of Fiew) von grob 52'x35' (Minuten?)
1. Entspricht das einem Bildfeld von 52min. auf der RA achse ?
2. Ist das dann auch das Zeitfenster, welches ein Stern zum durchwandern bräuchte? (das nur interessehalber)
3. würde dann eine Genauigkeit von 25min. auf der RA achse ausreichen um recht Zielsicher eine Objekt ins Kamerafeld zu bekommen?
Dies wäre ja nur bei Sternenhaufen nötig, da ich bei anderen Dingen ja wesentlich größeres FOV am Newton habe.

4. An der Orginalhülse Teilt sich die Skala in +12 und -12 Std. auf. Warum ist das so ? Quasi eine Meridiananzeige?

5. ich würde die Skala an Stellarium anpassen.
Also 0-23 59' 59". Sollte doch dann die bessere Wahl sein oder ?
In Stellarium werden die RA und Dek Daten (je nach Einstellung) ja in RA 24std zum Tag,
oder auf der Stundenachse in 24std. angezeigt.

Gruß
Markus

EDIT: Der Grundgedanke dabei ist, eine markanten (im LED Sucher anpeilbaren) Stern,
der nicht weit weg vom Wunschobjekt ist, im Kamerafeld zu zentrieren.
Dann die Daten aus Stellarium auf die Skala an der EQ zu übertragen (Quasie ein 1 Star Alingment)
und danach per Skala an der EQ auf das Wunschobjekt zu schwenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
OK ... falsches Erinnerungsbild im Kopf.
Habe die Monti grad mal aufgebaut.
Es ist natürlich der DEK-Teilkreis der eine +- Skala hat.
 
Welche 24 std skala brauche ich für die nördliche Himisphäre ?
Nach rechts aufsteigend oder nach Links aufsteigend ?
 
Hallo Markus,

ich habe zwar keine direkte Antwort auf Deine Frage, aber ich finde es toll, dass Du Dich mit dieser Methode befasst.
Ich selber habe noch eine Vixen SP und eine SP-DX im Einsatz und die haben noch richtig brauchbare Teilkreise. Auch ich habe die schon genutzt, z. B. bei der Venusbedeckung durch den Mond am 19. Juni letzten Jahres. Die Beiden waren durch dichte Zirren visuell nicht auszumachen. In Stellarium habe ich dann die Ra und De - Differenzen zur Sonne raus gesucht und diese als Referenz genutzt, natürlich mit Filter. Auf dem Foto konnte ich nachher durch geschicktes Stretchen die Beiden raus arbeiten. Ohne Teilkreise hätte das niemals geklappt.
Auf dem ITV vor vielen Jahren hatten wir mal einen Nachbarn auf der Camping-Wiese, der hatte sich für seine azimutale Montierung Papierstreifen mit Skala im richtigen Maßstab ausgedruckt und fand damit tagsüber die großen Gasplaneten, ich war total von den Socken. Das war noch zu DOS-Zeiten und ich weiß gar nicht mehr wie das Programm hieß, aus dem Az. und Elev. dazu kamen.
Es gibt bestimmt gute und einfache Möglichkeiten für Dein Vorhaben und es würde mich freuen, wenn Du von Deinen (positiven) Erfahrungen hier berichten würdest.

Und ja, ich weiß, dass das Alles auch elektronisch geht...

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Nachschlag:
Deine letzte Frage hatte sich mit meinem Posting überschnitten.
IMG_20210628_124951.jpg

Das Foto sollte Deine Frage beantworten. Der Ring mit der Skala dreht mit dem Achsenkreuz mit, lässt sich darauf aber viskosegedämpft verdrehen.

LG & CS
Reinhard
 
Danke Reinhard.
Also die Stunden nach Links aufsteigend.
Hat geholfen ^^

Eine erste Teil-zufriedenstellende Lösung die Schlabberhülse der NEQ5 Richtung Tauglichkeit zu bewegen ist schon mal gefunden.
- Polsucher rausschrauben
- 3mm Moosgummi U-Scheibe anfertigrn mit Innendurchmesser 38mm und Außendurchmesser 60mm
- diese zwischen grüne Ra-Hülse und Silberner Aluskala setzen und Polsucher wieder einschrauben.

Resultat: mittel-schwergängig zu verdrehen, aber ausreichend Halt auf dem Polsucher,
um manuelle Ra-Achsendrehungen bei geöffneter Achsklemmung mit zu führen.

Ist aber nicht wirklich eine Dauerlösung.

lässt sich darauf aber viskosegedämpft verdrehen.

Genau das haben sie bei der NEQ5 total vergeigt.
Billiges Chinafett rein und wird schon gehen.
Leider unzureichende Haftung, das sich die Skala nicht zuverlässig mitdreht mit der Achse.


ich habe zwar keine direkte Antwort auf Deine Frage, aber ich finde es toll, dass Du Dich mit dieser Methode befasst.
Ich selber habe noch eine Vixen SP und eine SP-DX im Einsatz und die haben noch richtig brauchbare Teilkreise.

Ist halt die günstigste Lösung Objekte aufzufinden. Halt das UR-Push-To. ^^


Es gibt bestimmt gute und einfache Möglichkeiten für Dein Vorhaben und es würde mich freuen, wenn Du von Deinen (positiven) Erfahrungen hier berichten würdest
Habe schon was gefunden wo sich jemand den Nonius verbessert hat.
Dadurch kam er in DEK auf 20' auflösung und in RA auf 1'

Mal sehen was ich da hinbekomme.

Gruß
Markus
 
Sooo.
Hier mal ein Zwischenbericht.

1.
Ich habe Heute mal die Mitführung der RA-Hülse, nach dem zwischensetzen des Moosgummis getestet.
Dazu habe ich die Montierung im Wohnzimmer aufgebaut und eine Dachlatte mit einem Laserpointer versehen.
Die Dachlatte konnte ich in die Prismenklemme einklemmen.
Danach die Achsen so ausgerichtet, das der Pointer auf eine Tür leuchtet (ca.4m Abstand).
Dort wo der rote Punkt landete habe ich einen Punkt mit Edding (auf einem Tesastreifen^^) markiert.
Die RA-Skalenhülse habe ich auf die 0-Markierung des orginalen Nonius (kleine weiße Skala) eingestellt.
Danach habe ich die Achsklemme gelöst und die RA Achse erst 20x im Uhrzeigersinn gedreht
und danach wieder 20x gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
In beiden Fällen landete der Laserpunkt wieder Haargenau auf dem Eddingpunkt.
Die gedämpfte Hülsen/Skalen Klemmung taugt also was ^^

2.
Da ich mit der grünen Skalenhülse im Dunklen bei Rotlicht garnicht zurecht komme (rot/grün Schwäche),
Habe ich mir eine Weiße Skala inkl. passendem Nonius erstellt.
Das ganze sieht dann so aus (verkleinerte JPG Darstellung):
RA-Teilkr-600dpi.jpg

Die Skala kann über Druckprofil auf verschiedene Längen ausgedruckt werden um einen (geplanten) größeren Durchmesser zu bedienen.
Wichtig hierbei ist dann, das man IMMER die RA-Skala und den Nonius zusammen in die Längezieht oder staucht.
Dabei bleiben die aufeinander abgestimmten Proportionen erhalten.

Die 10 auf dem Nonius habe ich nicht eingesetzt, da die 10 vom Positionsverhalten her identisch mit der 0 ist.

Errechnet ist der Nonius wiefolgt (Beispieldaten! Nicht die tatsächlichen Werte):
Die Breite von 20 Teilstrichen auf der Skala beträgt 40mm. Teilt man diese dann durch 20,
erhält man den abzuziehenden Wert für die Verkleinerung der Skala. Also 2.
40 - 2 = 38
Der Nonius ist also um 2mm nachträglich gestaucht ^^
Mann kann auch 10 Teilstriche nehmen und Die Breite dann durch 10 Teilen,
aber dann wird die Skala schnell unleserlich.

Beim verschieben des Nonius im Grafikprogramm passt die Teilung sehr genau.
Die Auflösung beträgt nun 1 Min auf der Stundenskala. :)

Gruß
Markus
 
Hier mal ein erstes Hardwareupdate ^^

Benötigt werde 2 Rohrendstopfen HTM DN 75 ^^ Kostenfaktor ca. 3€ im Baumarkt ^^
Hardware.jpg

Diese wurden wie auf dem Bild zu sehen folgend bearbeitet:
1. von Links = Orginal

2. von Links = 1x Bohrungsdurchmesser 38mm (Bohrkrone Trockenbau).
Hier kann man besser die Bohrung auf 39mm Aufschleifen. (werde ich noch tun).
Die Rohrlänge wurde auf 10mm (ab Kragen gemessen) gekürzt.
Den Teller (Kragen) habe ich erst mal drann gelassen.

3. Rechts = Bohrdurchmesser 16mm (Stufenbohrer). Rohrlänge ebenfalls 10mm (ab Kragen).
Hier ist mir ein Denkfehler unterlaufen. Da ich Die Skalen auf 10mm breite erstellt habe,
habe ich auch auf 10mm Abgelengt. Mehr zu dem (ausgleichbaren) Fehler gleich.
Die Bohrung muss exakt mittig sitzen, damit die Skala später nicht eiert.
Hier gibt es KEIN Soielraum.

Die untere Scheibe, ist der 38 Kreisausschnitt von 2. ^^ . Den habe ich mit 16mm aufgebohrt.
Der dient als Distanzscheibe für 3.

Die abgesägten endstücke NICHT wegschmeißen.
Die brauchen wir als Gegenstück für die Skalenhülse.
Sollte ja den gleichen Durchmesser haben wie die Hülse selber.

Hardware2.jpg
Hardware4.jpg

Auf diesen Bildern sieht man den Zusammenbau und den angesprochenen Denkfehler an der DEK-Achse.
Die Lücke kann man aber durch das Skalengegenstück ausgleichen.
Aber da ich ja 1 Kappe als Ersatz mehr gekauft habe, wie auf dem ersten Bild oben zu sehen,
Werde ich diese wohl neu anfertigen und Die Länge auf 15mm Anpassen.
Da die neue Skalentrommel der DEK-Achse über die weiße Konterhülse gespannt wird
und zum einstellen (normal nur einmal Pro Nacht) gelöst werden muss,
Muss die Bohrung halt exakt mittig sein damit die Skala nicht eiert.

Hardware3.jpg

Bei der RA-Achse sieht das schon wieder anders aus.
Hier wird später die neue Hülse DAUERHAFT durch den Polsucher geklemmt.
Die Einstellmöglichkeit bleibt durch die Orginalhülse (Die bleibt übrigens unter der neuen Hülse, so wie im Orginal verbaut!)
und der Aluskala durch Viskosedämpfung erhalten.
Durch die 39mm Bohrung kann man dann eine evtl. Unwucht ausgleichen, damit nichts eiert.
Die Aluskala zum Datumsabgleich ist dann allerdings NICHT MEHR nutzbar.
Ist aber auch nicht nötig, wenn man sich die Stundenwinkeldaten des Objekts aus einer App wie Stellarium mobile holt.
(!!! Die weiter oben in einem zuvorigem Post von mir erwähnten Moosgummischeiben müssen hierfür übrigens wieder raus !!!)
Auch werde ich woll den 2,5mm starken Teller wohl auf 2mm abschleifen, da mir das ganze ein wenig zu stramm klemmt.
Im Gegensatz zum Moosgummi kann sich so ein HTM Rohr natürlich nicht so stauchen lassen.

Natürlich kann man sich auch einfach was drucken oder drehen lassen.
Aber das hier ist total low Budget, sofern man bereits über das Werkzeug verfügt.

To Be continued ^^

Gruß
Markus
 
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