First und second Light mit dem neuen alten C8
nun ging es also doch viel schneller als geplant: nach Beratung mit dem Teleskop-Spezialisten und einem Angebot für ein Gebrauchtgerät bin ich nun auch noch stolzer Besitzer eines etwas betagten Celestron C8.
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Nach Begutachtung, Justierung und kleiner Anbauten konnte ich das Gerät gestern dann in der Nähe von München abholen, hab es für ein Foto zusammengebaut und mich dann erstmal auf einem Parkplatz auf der Schwäbischen Alb schlafen gelegt.
Später habe ich mich in den Sternenpark in Zainingen begeben. Himmel eher mäßig (ich weiß ich muss mich mal im Detail mit der Beurteilung der Himmelsqualität auseinandersetzen, um präzisere Angaben machen zu können!).
Auf den ersten Blick war ich fast etwas enttäuscht. Ich hatte mir mit dem 56mm 2" Okular am C8 spontan mehr Licht erhofft, im Vergleich zu dem Startravel. Aber natürlich hatte ich mit dem 32mm Okular am Startravel 120 immer noch eine größere Austrittspupille. Kann also garnicht anders sein als dass das C8 ein etwas dunkleres Bild zeigt.
Im Detail zeigen sich dann aber die Stärken des C8: Bode's Nebulae passen gerade noch ins FOV des 56er Okulars, sind aber trotz des eher mäßigen Himmels wirklich schön zu beobachten!! Danach habe ich versucht, die Sombreo-Galaxie zu finden. Ob ich sie wirklich gesehen habe bin ich mir nicht sicher, es was jedenfalls nur ein sehr schwaches Bild.
Ein wenig später stoße ich eher zufällig auf M4 - im Startravel dachte ich noch ich hätte über dem Horizont eine Galaxie im Visier. Dann kam die höhere Auflösung vom C8 zum Tragen und ich konnte erkennen, dass es sich um einen Sternhaufen handelt, den ich später als M4 identifizieren konnte.
Der erste Eindruck des Gerätes war positiv und für diese Nacht sollte es reichen.
Nachdem ich wieder zuhause war habe ich keinen Wecker gestellt aber gehofft, dass ich rechtzeitig aufwache, um noch einen Blick auf Jupiter werfen zu können. Als ich dann schließlich aufwachte dämmerte es schon. Jupiter war allerdings noch am Himmel zu sehen und so wagte ich den Versuch.
Schnell wieder aufgebaut und sofort war klar: das C8 bietet hier deutlich mehr als das Startravel 120 oder das Bresser Mak 100/1400! So entspannt und deutlich habe ich Jupiter bisher noch nicht gesehen - und das trotz dunstigen Wetters und der Dämmerung. Ich konnte locker bis 200fach vergrößern und schön die Bänder und Zonen betrachten.
Fazit: wieder ein guter Tag im Astrotagebuch! Mit diesem Gerätepark will ich es jetzt belassen und ich hoffe auf klare Nächte wo ich das Potential der Geräte ausschöpfen kann. Meine Eigenbaumontierung Oli