Fujinon FMT-SX 10x50: unumstritten?

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Hallo,
ich glaube, hier werden schon wieder Tomaten mit Gurken verglichen.
Wer genauer liest, wird viele Wahrheiten in den einzelnen Beiträgen finden, die sich nicht widersprechen, aber dazu führen, dass viele von uns mit unterschiedlichen Gläsern zufrieden sind.

So finde ich wie Uwe, dass dér große Vorteil eines FG eben die freihändige Benutzbarkeit ist. Für manchen hört das bei 8x auf, ich selbst habe schon mit einem 20x80 beobachtet und es sogar genießen können. Aber bevor ihr mich für bekloppt haltet: wenn es um Extrembeobachtungen geht, schnalle ich auch mein 10x50 auf ein Stativ. Und habe im Jenoptem selbst ALLE Messiergalaxien in Virgo oder Ursa Major gesehen.

Die Erfahrung des Nicht-Mehr-Nachfokussieren-Müssens habe ich mit dem Fujinon 16x70 machen dürfen. Nächtens sowieso, aber auch mal bei der Naturbeobachtung. Aber wahrscheinlich sind die Augen unterschiedlicher Menschen da auch unterschiedlich anpassungsfähig.

Wenn ich viel wandere und es auf jedes Gramm ankommt, dann werde ich mir kein 50er Fujinon leisten, aber das hat Stefan auch gar nicht gesagt. Da ich auch 4 Kinder habe, weiß ich wie er, dass 500 Gramm da keine wirkliche Gewichtsersparnis bedeuten - im Zoo ist aber trotzdem bei mir das Deltrintem 8x30 dabei und nicht das "Große".

Andreas hat natürlich Recht, wenn er sagt, dass das 10x50 erst nach den 70ern kam. Es war m.E. das letzte der Reihe. Ob es das 7x50 vor den 70er Fujinons gab, weiß ich aber nicht.

Um noch eine weitere Meinung hinzuzufügen: Für die Astronomie halte ich ein Freihandfernglas für ideal, für mich ist das ein 10x50, für andere ein 7x50 oder ein 8x40. Je nach Himmel und Handruhe.
Wenn ich schon ein Stativ nehme, dann darf es gerne mehr als 10x sein, ideal halte ich wegen des minimal größeren Aufwandes FGs in der Größenordnung von 80mm. Hier je nach Himmel und Interessen von 11x80 bis 20x80.

Und wenn man am liebsten wandert, ist ein Glas im Bereich von 8.10x24-32 ideal. Wenn es die eierlegende Wollmilchsau gäbe, wüssten wir es. So muss sich jeder entscheiden, was ihm wichtig ist und was eher braucht. Ansonsten lebt man entweder mit 3-10 Ferngläsern oder macht Kompromisse (1,4kg-Glas im Zoo, 10x25 nter fantastischem Urlaubshimmel, zitternde Sterne im 10x56 usw.)

 
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer: Schöne Grüße aus Dresden (meinem Aufenthaltsort in der Woche...) nach Tharandt...

Stefan "the Wanderarbeiter" Korth



 
Hallo,
je mehr man sucht, desto mehr findet man - im Internet. Da gibt es ja massig Berichte und Vergleiche vor allem mit den großen Drei (Z/L/S). Nun sind diese Gläser auch erheblich teurer und sie haben einen Mitteltrieb, welcher sie auch für die Tagbeobachtung tauglich macht.
Nun - vielleicht bin ich als Beobachter/Tester nicht aufmerksam genug!? Oder es liegt an meinen mittlerweile 58jährigen Augen!?
Vielleicht fehlt mir als "Germanist und Philosoph" der Sachverstand des Physikers oder Optikers!?
Aber bei meinen Blicken (beim ITV vergleichend am Tage) durch die großen Drei (alles 10x50) im Vergleich mit dem Fujinon (alles in Ruhe am Stand von ICS) fand ich das Fujinon keineswegs bzgl. Schärfe, Brillanz, Kontrast schlechter als die anderen. Im Gegenteil gefielen mir
- das gutmütige Einblickvehalten
- die handfreundliche Haptik (für meine Pfoten!)
- die Schärfe bis zum Rand (!)
- das wesentlich räumlichere Bild (Porro!)
Und durch das Gewicht bekam ich überhaupt erst so etwas wie
relative Ruhe ins Bild.
Mir schien damals und scheint noch heute das Fujinon FMT-SX2
das Nachtglas schlechthin zu sein und um vielleicht ein wenig Bestätigung zu bekommen, dass ich mit meinem Urteil gar nicht so falsch liege, habe ich diesen Thread eröffnet.

Ich danke allen, die mir hier mit ihren Erfahrungen geholfen haben. Werde wohl demnächst doch zu den Fujinonern gehören.
Grüße :-) Rolf
 
Hallo Rolf,

als ehemaliger Fujinoner möchte ich anmerken, dass das 10x50 - unbestritten seiner Vorzüge - am Nachthimmel definitiv nicht annähernd bis zum Rand hin scharf abbildet.

Wenn Dich die Einzelfokussierung und die Bauweise / Gewicht aber nicht stören ist es trotzdem ein empfehlenswertes Glas.

Grüße Klaus
 
Hi all,
As I told Manfred, I have got a Fujinon 10x50 FMT-SX2 and I'm very satisfied with them.
You need a tripod because they are heavy; I always suggest to use tripod even with a pair of 7x50 because only after few minutes your arms become tired.
I wear glasses to correct my astigmatism and with the glasses on I can cover about 90% of the FOV; this mean that the eye-relief is good even if it is not 20mm as declared by Fujinon.
Bye,
fabio
 
Hallo,
ja, will denn niemand mir mal seins verkaufen? Bleibt doch nicht
so gierig auf euren blöden 10x50 Fujinons sitzen!
:-) Rolf
 
Hallo Rolf,

nein ich verkaufe keins :neinnein:
Und ich habe auch noch durch kein 10x50 schauen können.
Aber zwei der anderen Fujinone ( FMTSX 10x70 und 16x70) kenne ich sehr, sehr gut. Und werde die nur im absoluten Notfall hergeben. Denn die haben trotz der vermeintlichen Ähnlichkeit schon ihren eigenen Himmel.

Das 10x70 war mein erstes Astroglas, das lässt sich im Liegen auf der Isomatte noch gut freihändig benutzen. Irgendwann werden die Arme schwer. Aber auch der Holzstapel taugt für H&Chi und so halbhohe Sachen.

Das 16x70 ist mit dem deutlich größeren Gesichtsfeld und 16x schon mehr ein Teleskop und gehört immer aufgestützt oder an ein Stativ. Dann aber zeigt es deutlich mehr als das 10x70. Um im unteren Vergrößerungsbereich ein ähnlich ästhetisches Bild zu bekommen muss man nach meinem Empfinden schon einen 4-5" Refraktor oder einen 6-8" Newton mit Nagler oder Panoptik auffahren. Denn sowohl Gesichtsfeld als auch Vergrößerung wirken binokular einfach größer. Mein einziger Kritikpunkt sind die Augenmuscheln, das ist nicht State-of-the-Art. Und die extra erhältlichen Streulicht-Augenmuscheln sind unverhältnismäßig teuer.

Zum Wandern nehme ich keins der beiden mit, es sei denn ich will irgendetwas bestimmtes sehen. Da tut es ein kleines 8x23 oder 7x40. Alles andere ist auf Dauer zu schwer.

Die Canon IS 15x50 oder 18x50 sind auch sehr gut, ich habe mich aber, abgesehen vom Preis, dagegen entschieden. Denn obwohl die kaum noch zittern muss man die dennoch halten. Und dann muss wieder der Holzstapel her...

Viele Grüße
Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Dieser Mail kann ich schon eher zustimmen, den Kram, den R_Andreas vorher abgelassen hat, kommentiere ich noch in angemessenem Detail...

Schöne Grüße,

Stefan Korth
 
Wegen eines Buchprojekts und anderer beruflicher Dinge war ich eine ganze Weile lang offline, daher kann ich mich auch erst jetzt zu Andreas´ Beitrag äußern.
Punkt 1 - Transmissionswerte: Die Quelle habe ich offen gelegt, ist nicht von mir aus den Fingern gesogen. Einzelne a.de-Leser haben die Daten auch wie angeboten von mir bekommen, wer mich nicht direkt anfunkt, bekommt eben auch nichts.
Punkt 2 - Vogelbeobachtung: Geht ganz einfach, wenn man z.B. um Meerbusch und Willich zahlreich anwesenden Bussarde beobachtet - die sind nämlich oft über 100m entfernt. Da braucht man in der Tat einmal fokussiert nicht mehr nachdrehen.
Punkt 3 - Einzelfokussierung bei professionellen Ferngläsern:
Ob bei Fujinon, Minox, Steiner oder Zeiss oder anderen Anbietern von Ferngläsern für professionellen Beobachtern bei Militär, Polizei, Zoll oder ähnlichen Anwendern: Die verwenden fast immer Einzelfokussierung, weil die nämlich bei Ihren Einsätzen keine Zeit haben, groß herumzufummeln. Dass Du das nicht wissen kannst, mag sein, ich habe mit diesen Berufsgruppen seit 17 Jahren zu tun und kenne nun einmal dieses Kriterium. Ausnahme: Jene Beobachter, die im städtischen Einsatzbereich arbeiten, die nehmen dann aus gutem Grund Mittenfokussierung. An dieser Sterne habe ich gerne zu Andreas´ Fortbildung beigetragen...

Schöne Grüße,

Stefan Korth
 
Nein, meines bekommst Du auch nicht - die Teile sind nun mal gut...deswegen sieht man die auch nicht besonders oft auf dem Gebrauchtmarkt (im Vergleich zu anderen...).

Trau Dich...

Stefan Korth
 
...was ich noch in diesem Zusammenhang loswerden muss:

Die 10x50 FMT-SX (gab es nie mit dem Zusatz "2", weil erst beim Modellupgrade 2000 auf dem Markt eingeführt) und die 10x70 FMT-SX2 bzw. 16x70 FMT-SX2 kamen gleichzeitig auf den Markt.

So, nun habe ich genug zu diesem Thread gesagt, heute abend wird´s klar, dann hole ich auch den 10x50 FMT-SX aus seinem Verlies...

Stefan Korth

 
Hallo Stefan,

ich bin mit Dir der Meinung, dass das Fujinon FMT-SX 10x50 eines der besten Astrogläser ist. Dabei wird oft vergessen, dass ein gutes Porroglas prinzipiell dem Dachkantglas bei der Sternabbildung überlegen ist: Beim letzeren verursacht die Dachkante Spikes an hellen Sternen, punktförmige Sterne sind daher nicht möglich. Bei den Spitzengläsen fällt das kaum auf, weil die Dachkante sehr präzise ist und die Spikes deshalb entspechend schwach ausfallen, bei Billiggläsern kann dieser Effekt allerdings sehr stören.

Trotzdem bin ich mit einigen Deiner Äußerungen nicht einverstanden. Du schreibst:

Punkt 2 - Vogelbeobachtung: Geht ganz einfach, wenn man z.B. um Meerbusch und Willich zahlreich anwesenden Bussarde beobachtet - die sind nämlich oft über 100m entfernt. Da braucht man in der Tat einmal fokussiert nicht mehr nachdrehen.

Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Ein Vogelfreund will sich bestimmt nicht darauf beschränken wollen, nur Vögel zu beobachten, die mehr als 100m weit entfernt sind. Was ist mit dem Specht am 30m entfernten Baumstamm oder der Grasmücke im 5m entfernten Gebüsch? In diesen Fällen ist er mit dem Fujinon 10x50 schlecht bedient.

Ob bei Fujinon, Minox, Steiner oder Zeiss oder anderen Anbietern von Ferngläsern für professionellen Beobachtern bei Militär, Polizei, Zoll oder ähnlichen Anwendern: Die verwenden fast immer Einzelfokussierung, weil die nämlich bei Ihren Einsätzen keine Zeit haben, groß herumzufummeln


Auch dies ist ziemlich daneben.

Zunächst mal muss dejenige, der auch in der relativen Nähe ( 5-50m ) scharf sehen will, bei einem Glas mit Einzelokularverstellung mehr "herumfummeln" als bei einem Mitteltriebglas, denn er muss ja an beiden Okularverstellungen drehen.

Aber, und das ist der springende Punkt, professionelle Beobachter haben es fast ausschließlich auf Ziele in großer Entfernung abgesehen. Das Miliär läßt den Feind bestimmt nicht auf 10m herankommen und bei der Marine schaut man ebenfalls ausschließlich in die Ferne ( andere Schiffe, Hafeneinfahrt usw. ). In diesen Fällen wäre ein Glas mit Mitteltrieb völlig unnötig, die einmal Scharfstellen-Philosophie funktioniert hier bestens.
Der springende Punkt ist nämlich, dass es einfach ist, ein robustes und wasserdichtes Glas mit Einzelokularverstellung herzustellen, dasselbe bei einem Mitteltriebglas zu verwirklichen, ist ungleich schwieriger und somit teurer. Man braucht ja nur einmal den Preis für ein Fujinon FMT-SX mit dem eines Nikon HGL oder Leica Ultravid zu vergleichen.
Kurz und gut, die professionellen Beobachter nehmen oft Einzelokular-Porros zur Hand, weil sie den erhöhten Aufwand für den Mitteltrieb nicht brauchen und auch nicht bezahlen wollen. Auch für den Sternfreund ist der Mitteltrieb unnötiger Luxus. Wer jedoch ein Allroundglas sucht, der sollte unbedingt ein gutes Fernglas mit Mitteltrieb wählen, andernfalls hat er eine Krücke.

Beste Grüße

Manfred





 
Hi Rolf,

...Und durch das Gewicht bekam ich überhaupt erst so etwas wie relative Ruhe ins Bild.
Mir schien damals und scheint noch heute das Fujinon FMT-SX2

Wie unterschiedlich doch die Wahrnehmungen bei FG sind. Ich habe ja auch schon gut über 20 Ferngläser im Besitz gehabt. Gut die ganz teuren nicht. Aber für mich hat sich über die Jahre folgendes klar heraus kristallisiert.

1. Ein (tragbares) FG muss <= 1 kg wiegen
2. Es muss ein knackes scharfes und kontrast reiches Bild liefern. Was das ist muss jeder selbst heraus finden oder Testberichte durchstöbern.
3. Es braucht einen guten, probelmlosen Einblick auch mit Brille. Wenn man das Auge genau zentrieren muss um das gesamte GF zu überblickn, das ist Mist
4. Es braucht ein hinreichend großes, wahres GF. So ab 6°, besser 7° ist super
5. Bitte nur die Mitteltriebfokusierung mit der Einzelokularfokusieren kam ich überhaupt nicht zurecht.
6. Porro oder Dachkant ist eingentlich wurscht. Am Taghimmel und in der Nahbeobachtung macht ein Porro aber mehr Spaß, da räumliche Wahrnehmung besser
7. Die Mechanik + Haptik muss einfach passen. Sprich das Glas muss stabil gefertigt sein und es darf sich nicht immer alles beim weglegen verstellen. Das Glas muss gut in de Hand liegen.
8. 7x ist freihändig wesentlich besser als 10x. -> Aber Geschmaksache, manche mögen auch 10x noch einigermaßen ruhig halten können. Ich kann es nicht!
9. Selbst die Vergütung ist (am Nachthimmel) eigentlich wurscht. Am Taghimmel sollte das Glas natürlich farbneutral sein.

Mein momentanes Lieblingsglas ist ein 30 Jahres ales 7x50, 7°1 Pentax Asahi.

Gruß
Lots
 
Zitat von NGC224:
Trotzdem bin ich mit einigen Deiner Äußerungen nicht einverstanden. Du schreibst:

Punkt 2 - Vogelbeobachtung: Geht ganz einfach, wenn man z.B. um Meerbusch und Willich zahlreich anwesenden Bussarde beobachtet - die sind nämlich oft über 100m entfernt. Da braucht man in der Tat einmal fokussiert nicht mehr nachdrehen.

Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Ein Vogelfreund will sich bestimmt nicht darauf beschränken wollen, nur Vögel zu beobachten, die mehr als 100m weit entfernt sind. Was ist mit dem Specht am 30m entfernten Baumstamm oder der Grasmücke im 5m entfernten Gebüsch? In diesen Fällen ist er mit dem Fujinon 10x50 schlecht bedient.

Einspruch: Unter Vogelfreunden gibt es genauso so Spezialisten wie es sie eben auch bei Himmelsbeobachtern gibt - der eine steht auf PNs oder Planeten, der andere auf Greifvögel oder Gartenvögel. Natürlich gibt es auch bei den Vogelfreunden Universalisten, die nehmen dann eben den Mitteltrieb. Dafür gibt´s den ja auch.

Ob bei Fujinon, Minox, Steiner oder Zeiss oder anderen Anbietern von Ferngläsern für professionellen Beobachtern bei Militär, Polizei, Zoll oder ähnlichen Anwendern: Die verwenden fast immer Einzelfokussierung, weil die nämlich bei Ihren Einsätzen keine Zeit haben, groß herumzufummeln

Zitat von NGC224:
Auch dies ist ziemlich daneben.

Zunächst mal muss dejenige, der auch in der relativen Nähe ( 5-50m ) scharf sehen will, bei einem Glas mit Einzelokularverstellung mehr "herumfummeln" als bei einem Mitteltriebglas, denn er muss ja an beiden Okularverstellungen drehen.

Aber, und das ist der springende Punkt, professionelle Beobachter haben es fast ausschließlich auf Ziele in großer Entfernung abgesehen. Das Miliär läßt den Feind bestimmt nicht auf 10m herankommen und bei der Marine schaut man ebenfalls ausschließlich in die Ferne ( andere Schiffe, Hafeneinfahrt usw. ). In diesen Fällen wäre ein Glas mit Mitteltrieb völlig unnötig, die einmal Scharfstellen-Philosophie funktioniert hier bestens.
Der springende Punkt ist nämlich, dass es einfach ist, ein robustes und wasserdichtes Glas mit Einzelokularverstellung herzustellen, dasselbe bei einem Mitteltriebglas zu verwirklichen, ist ungleich schwieriger und somit teurer. Man braucht ja nur einmal den Preis für ein Fujinon FMT-SX mit dem eines Nikon HGL oder Leica Ultravid zu vergleichen.
Kurz und gut, die professionellen Beobachter nehmen oft Einzelokular-Porros zur Hand, weil sie den erhöhten Aufwand für den Mitteltrieb nicht brauchen und auch nicht bezahlen wollen. Auch für den Sternfreund ist der Mitteltrieb unnötiger Luxus. Wer jedoch ein Allroundglas sucht, der sollte unbedingt ein gutes Fernglas mit Mitteltrieb wählen, andernfalls hat er eine Krücke.

...und genau aus diesen Gründen ist meine Anmerkung eben nicht daneben, sondern nur die Rückmeldung von Praktikern. Um´s Bezahlen geht es da nicht immer, die Herrschaften haben oft genug gar keine Zeit, um sich mit dem Fokussieren aufzuhalten - that´s life...

Schöne Grüße,

Stefan Korth




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Hallo Stefan,

haben denn Porroferngläser eine größere Tiefenschärfe als Dachkantferngläser, gleiche optische Daten vorausgesetzt? Deine Meinung dazu als Profi würde mich wirklich interessieren.

Grüße aus Willich
Andreas
 
Hallo Stefan,

Einspruch: Unter Vogelfreunden gibt es genauso so Spezialisten wie es sie eben auch bei Himmelsbeobachtern gibt - der eine steht auf PNs oder Planeten, der andere auf Greifvögel oder Gartenvögel. Natürlich gibt es auch bei den Vogelfreunden Universalisten, die nehmen dann eben den Mitteltrieb. Dafür gibt´s den ja auch.

fahr mal im Herbst nach Helgoland, dort kann man in dieser Zeit viele Vogelkundler antreffen. Darunter sind sicherlich auch solche, die besonders gern Seevögel beobachten, das 10x50 Fujinon wäre für diese Aufgabe ein hervorragendes Glas, Mitteltrieb und Naheinstellung sind nicht nötig. Aber, auf Helgoland gibt es immer wieder Raritäten zu bewundern, vor ein paar Tagen waren es z. B. mehrere Gelbbrauenlaubsänger, ein Waldpieper und - als Erstnachweis für Deutschland - ein Steinortolan. Meinst Du im Ernst, auch nur ein Vogelkundler möchte sich diese Seltenheiten entgehen lassen, nur weil er das falsche Fernglas dabei hat? Ein Sternfreund schaut sich doch auch den überraschend aufgetauchten hellen Kometen an, auch wenn er eigentlich eher auf planetarische Nebel steht ;) .

...und genau aus diesen Gründen ist meine Anmerkung eben nicht daneben, sondern nur die Rückmeldung von Praktikern. Um´s Bezahlen geht es da nicht immer, die Herrschaften haben oft genug gar keine Zeit, um sich mit dem Fokussieren aufzuhalten - that´s life...

Das Argument verstehe ich immer noch nicht. Wenn man sich nicht mit dem Fokussieren aufhalten will, soll man es eben lassen, ob das Glas einen Mitteltrieb oder eine Einzelokularverstellung hat, spielt dabei doch keine Rolle.

Übrigens kann mich der Hinweis auf die "professionellen Anwender" auf die Palme bringen. Dabei wird suggeriert, dass der ausgebuffte Profi ein Glas mit Einzelokularverstellung wählt, der unerfahrene Freizeitgucker mit Mitteltriebglas herumläuft. Es kommt einzig und allein auf den Einsatzzweck an, welche Fokussiermechanik geeigneter ist. Der Seemann, der Soldat aber auch der Freizeitkapitän oder Amateurastronom sind mit einem Fujinon Porro bestens bedient. Ein Förster, ein Dschungelforscher aber auch ein Wanderer oder Hobbyornithologe sollte ein Glas mit Mitteltrieb wählen.

Beste Grüße

Manfred

 
Hallo Herr Korth,

...und genau aus diesen Gründen ist meine Anmerkung eben nicht daneben, sondern nur die Rückmeldung von Praktikern. Um´s Bezahlen geht es da nicht immer, die Herrschaften haben oft genug gar keine Zeit, um sich mit dem Fokussieren aufzuhalten - that´s life...

Das stimmt einfach nicht und ist auch blödsinnig. Wenn ich mich mit fokussieren nicht aufhalten will ist eben die Einzelokularfokussierung totaler Quatsch.

Ob Einzelokularverstellung oder Mitteltrieb hat nur etwas mit dem Einsatzzweck und ganz sicher nicht mit "professionell" oder "nicht professionell" zu tun. Wer wollte z.B. die Zeiss Victory-Gläser, Leica oder Svarowskigläser auch wohl als nicht professionell bezeichnen...

Ich habe nur mein Fujinon 16x70 mit Einzelokularverstellung. Dieses benutze ich ja auch fast ausschließlich für die Astronomie. In einem Sommmerurlaub in der Schweiz habe ich es außerdem auf dem Stativ zur Beobachutng von Steinböcken genutzt, aber die waren auch ca. 1500m entfernt. Das ist aber schon eine Ausnahme.

Die Fujinon FMX Porrogläser sind keine Allroundgläser für den Naturfreund. Eben gerade aufgrund der umständlichen Fokussierung, aber auch weil sich die schweren Klötze keine bei Wanderungen um den Hals hängt. Wer etwas in der Art sucht der wird wohl eher zum Docter Nobilem 10x50 mit Mitteltrieb greifen. Zumindest für die Jäger, die ja auch zu den Naturbeobachtern gehören und die schon eher ein schweres Glas für die Dämmerung schätzen, kann ich sagen, dass dort zwar auch schwere Porrogläser vorkommen, dann aber immer ein 7x50 oder 8x56 Docter Nobilem mit Mitteltrieb. Ich kenne keinen Jäger der ein Glas mit Einzelfokussierung nutzt.
Und diese Jäger lassen sich auch ganz ungerne als "Nicht professionell" bezeichnen... :neinnein:

Viele Grüße,
Jürgen
 
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