Funktionsweise Telrad

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Phoenix1983

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Hallo Astrofreunde!

Hat von euch jemand Erfahrung mit einem Telrad bzw. kann mir jemand kurz erklären wie so ein Ding überhaupt funktioniert (evtl. mit Bild)?
Kann mir nämlich unter den 3 Kreisen überhaupt nichts vorstellen, aber scheinbar soll es wirklich nützlich sein. Bin die letzten Nächte nämlich wieder an M81/82 gescheitert (obwohl ich die beiden Galaxien im Fernglas hatte). Aber mit dem Teleskop habe ich sie nie gefunden.

Viele Grüße
Heinz
 
Moin Heinz!

Wenn Wikipedia aunter dem Stichwort "telrad" nicht weiterhilft, vielleicht hilft Youtube --> https://youtu.be/WE6Hs9OKjgY

Telrad ist zwar nett, aber sich am Sternenhimmel zurechtfinden und etwas mit einem Übersichtsokular mit dem Teleskop zu finden, ist eine andere Sache. Vielleicht setzt du parallel zum Telread noch einen 8x50-Sucher ein? Damit lassen sich Messier-Objekte meist schon erkennen. Alles weitere macht die Übung.
Daß man sowohl Telrad als auch Sucher vor Gebrauch justiert, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen?! ;)
 
Der Telrad spiegelt drei Kreise auf eine Glasscheibe, die Projektion ist so, als wären die Kreise unendlich weit entfernt. Deshalb ändert sich die Position der Kreise gegenüber dem Sternenhintergrund nicht, wenn man den Kopf bewegt. Es ist, als seine die Kreise am Himmel festgeklebt.

Die Helligkeit lässt sich regeln.

Ich arbeite nur mit Telrad, ohne optischen Sucher, seit 20 Jahren. Bei der Sucherwahl spielt die persönliche Vorliebe eine große Rolle.
 
Servus Heinz.

Ich selbst suche meine Objekte auch mit einem Telrad
Peilsucher auf, aber in Kombination mit einem optischen Sucher.

Der Telrad hilft mir, das Teleskop auf dem Objekt am nächsten
gelegenen sichtbaren Stern auszurichten, um das Objekt dann
noch weiter mit den optischen Sucher aufzufinden.

Bei hellen und "bekannten" Objekten wie denen aus dem Messier-
Katalog überspringe ich den optischen Sucher und suche gleich
mit dem Aufsuch-/Übersichtsokular weiter, bei sehr schwachen
Objekten oder Gebieten, in denen es nur wenige und zudem
schwache Sterne gibt, stößt der Telrad alleine an seine
Grenzen.

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Pulser gemacht, der
nachträglich in den Telrad eingebaut werden kann.
Mit diesem Bauteil kann das Überstrahlen sehr schwacher Sterne
effektiv verhindert werden.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo!

Schon mal vielen Dank für die Antworten.
Ich bin derzeit am Überlegen ob ich mir ein Telrad oder einen 8 x 50 Sucher (90°C Einblick und seitenrichtig - also das Bild so, wie es wirklich ist) kaufen soll.

http://www.teleskop-express.de/shop...0--Einblick---aufrecht-und-seitenrichtig.html

Preislich ist das ungefähr gleich.
Möchte nämlich die Objekte auch einmal mit meiner DSLR fotografieren.
Und da ich die DSLR nur an hellen Sternen "scharfstellen" kann, müsste ich mich dann für die Fotos natürlich auf den Sucher verlassen.
Was würdet Ihr mir da empfehlen?

Vielen Dank
Heinz
 
Hallo Heinz,

so richtig trennen in entweder oder läßt sich das kaum. Anfänger haben idR Schwierigkeiten, festzustellen, wohin das Teleskop gerade zeigt. Üblicherweise ist das Bild im Sucher gedreht, aber auch bei einer seitenrichtigen Abbildung siehst du im Sucher wesentlich mehr Sterne als mit bloßem Auge, so dass die Zuordnung nicht ganz einfach ist. Dafür siehst du im Sucher ggf. Objekte, die mit bloßem Auge und damit auch mit Telrad nicht sichtbar sind und kannst sie so zentrieren, dass sie im Übersichtsokular erscheinen.

Heißt also, beide Geräte ergänzen sich und erst mit einiger Erfahrung wirst du vielleicht auf das eine oder andere verzichten können. Ich selbst nutze nach wie vor beides parallel, allerdings aus PLatzgründen ein Leuchtpunktsucher zum groben Einstellen und dann die Zentrierung im Sucher.
 
Ergänzung zu der Fotogeschichte: sowohl Telrad als auch Sucher müssen natürlich auf die Bildachse des Teleskops justiert werden. Die Frage ist dann nur noch, ob die Ausrichtung des Teleskops per Telrad genau genug ist. Nicht jedes Objekt liegt direkt bei einem hellen Stern, die Brennweite ist entscheidend für den Bildausschnitt und für gute Fotos zählt auch die Gesamtkomposition und nicht nur das "irgendwie getroffen haben".
 
> Nicht jedes Objekt liegt direkt bei einem hellen Stern,

Die Idee des telrad besteht darin, die drei Kreise so am Himmel zu plazieren, wie es eine aufgelegte Schablone auf eine Sternkarte zeigt. Mit etwas Übung kann man mit diesem verfahren praktisch alles einstellen - eben die Stellung der Kreise unter den sichtbaren Sternen so positionieren, wie die Karte zeigt.
 
Danke für die vielen Antworten.
Telrad klingt verdammt praktisch und auch für Anfänger geeignet....der Sucher klingt irgendwie genauer....(was Fotos betrifft).
Schwierige Entscheidung....
Bin natürlich über jeden weiteren Rat dankbar.

 
Hallo Heinz,
Zitat von Phoenix1983:
....Ich bin derzeit am Überlegen ob ich mir ein Telrad oder einen 8 x 50 Sucher (90°C Einblick und seitenrichtig - also das Bild so, wie es wirklich ist) kaufen soll.

....Was würdet Ihr mir da empfehlen?
also ganz klar (aus Erfahrung) den Telrad und den Deep Sky Reiseatlas :super:

Hier mal der Link auf die Seite von Astrokollegen Sven Wienstein: Deep Sky Reiseatlas mit Telradkreisen

Zitat von Phoenix1983:
Möchte nämlich die Objekte auch einmal mit meiner DSLR fotografieren.
Und da ich die DSLR nur an hellen Sternen "scharfstellen" kann, müsste ich mich dann für die Fotos natürlich auf den Sucher verlassen.
Dazu kann ich nichts sagen, als rein visueller Spechtler. Da sind mehr die Fotospezialisten gefragt.
 
Hallo Heinz,

was für einen Sucher hast Du? Und welches Teleskop? Mit einer guten Aufsuchkarte kommt man auch mit einem 6x30 Sucher ran, auch wenn man die beiden darin nicht erkennt.
Zum Üben fand ich es gerad am Anfang praktisch, mir auf der Karte nicht nur den Weg einzuzeichnen, sondern auch Schablonen für Sucher / Übersichtsokular azufertigen, dadurch lässt sich einfacher abschätzen, was man denn als Bildausschnitt überhaupt sieht bzw. sehen müsste.

Letztendlich ist es Geschmackssache; jeder kommt mit einem anderen Typ besser klar. Ferner kann man ja auch verschiedene Sucher kombinieren, also z.B. Leuchtpunktsucher, um grob in die Gegend zu kommen und ein kleiner 76/300 Newton als Supersucher mit ~5° Feld und genug Öffnung.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen!

Ich habe ein Skywatcher Newton 150/750 Teleskop und einen 6 x 30 Sucher. Zum Üben habe ich mir Stellarium runtergeladen.
Wie kann ich das mit dem Gesichtsfeld verstehen?
Wenn ein Sucher ein Gesichtsfeld von 5° am Himmel hat, dann dürfte ich darin ungefähr einen so großen Ausschnitt erkennen wie bei Stellarium bei FOV 5°, oder?
Bitte korrigiert mich, wenn ich hier eine falsche Vorstellung habe.

Grüße
Heinz
 
Hallo Heinz

Die Kombination hatte ich auch mal - den kleinen Sucher hab ich nur genutzt, um grob in die Gegend zu kommen oder um sehr leichte Objekte wie m31 und m42 direkt anzufahren. Danach gings mit einem 32mm Superplössen weiter, was immerhin deutlich mehr als 2° bringt und fürs Starhopping recht gut passt.
Bequemer fand ich da einen Winkelsucher.

Das mit Stellarium stimmt so - rechts oben kann man auch verschiedne Okulare bzw, Kombinationen eingeben.
Mehr als kurz zu schauen, was denn am nächsten Beobachtungsabend angesagt ist, mach ich darin allerdings nicht. Gedruckte Aufsuchkarten sind mir im Feld einfach lieber.

cs
Jürgen
 
Zitat von UwePilz:
> Nicht jedes Objekt liegt direkt bei einem hellen Stern,

Die Idee des telrad besteht darin, die drei Kreise so am Himmel zu plazieren, wie es eine aufgelegte Schablone auf eine Sternkarte zeigt. Mit etwas Übung kann man mit diesem verfahren praktisch alles einstellen - eben die Stellung der Kreise unter den sichtbaren Sternen so positionieren, wie die Karte zeigt.

Hallo Uwe,

das ist mir schon klar, aber es sind eben auch nicht immer genug Sterne in der Nähe sichtbar, die sich in den Kreisen positionieren lassen. Ja, mit Aufsuchkarten, gutem Himmel und einiger Erfahrung bezüglich der Entfernungen am Himmel geht das schon, aber wir haben hier offensichtlich einen Anfänger vor uns, der das sicher nicht ohne Frust hinbekommen wird zum Start. Deswegen mein Hinweis auf die Abstufung Telrad/Leuchtpunkt -> Sucher -> Teleskop. :)
 
Hallo zusammen!

Ich danke euch allen für die guten Ratschläge...
Ich denke, ich werde mich für den 9 x 50 Sucher entscheiden.
Habe als Hilfe auch noch das Buch "Stars am Nachthimmel" daheim, vielleicht finde ich dann mit der Kombination Stellarium, Buch und 9 x 50 Sucher die gewünschten Objekte.
Ich hoffe es klappt.

Nochmals vielen Dank für die Hilfe.
 
Hallöchen Heinz,

Telrad klingt verdammt praktisch und auch für Anfänger geeignet....der Sucher klingt irgendwie genauer....(was Fotos betrifft).
Schwierige Entscheidung....
Bin natürlich über jeden weiteren Rat dankbar.

ich hab sowol Telrad als auch optische Sucher (6x30, 8x50, Geradsicht, 90° Einblick) für meine diversen Teleskope ausprobiert. Nach kurzer Zeit war dann nur noch der Telrad im Einsatz.

Warum? weil mir der einfach sympatischer ist. Mit den 3 Kreisen hab ich am Himmel ein "Lineal" für Entfernungsschätzungen. :super:

Der innerste Kreis ist 30 Bogenminuten im Durchmesser (1x Vollmondgröße), der mittlere Kreis 2 Grad (4x Vollmonddurchmesser), der äußere Kreis 4 Grad (8x Vollmonddurchmesser). Blicke ich durch den Telrad durch, seh ich auch noch viel Himmel außerhalb des äußeren Kreises, erkenne seitlich davon aber immernoch den restlichen Himmel. Ich nehm meine Teleskope bei geöffnetten Klemmen in den Arm und bin in wenigen Sekunden in dem Sternbild, wo ich was beobachten will. Plaziere den Telrad so am Sternenhimmel, wie das die eingezeichneten Kreise im Deepskyreiseatlas zeigen und schon hab ich das Objekt der Begierde im Aufsuchokular. Mit ein klein wenig Übung geht das ruckzuck und Du wirst feststellen, daß Du bald für Standardobjekte keine Aufsuchkarten mehr brauchst. Das trainiert ungemein das Erinnerungsvermögen. Es macht einfach nur Spaß, während andere noch mit dem Alignment ihrer parallaktischen Montierungen beschäftigt sind, kann ich schon "losbeobachten". :)

Wenn Du noch etwas Zeit aufbringen kannst, wäre der Besuch eines Teleskoptreffens ne feine Sache. Dort einfach mal beide Varianten unter dem Sternenhimmel ausprobieren. Und erst nach dieser Erfahrung einkaufen gehen... ;)

Nachtrag:
ich nutz den Telrad auch für Fotografie. Als Anfänger solltest keine langen Brennweiten verwenden. Sitzt eine Kamera mit Teleobjektiv auf ner parallaktischen Montierung, sieht das Teleobjektiv die selbe Himmelsregion wie der Telrad. Du triffst das Motiv sicher. Selbst Planeten kann man mit nem sauber justierten Telrad sehr einfach mit ner Webcam treffen, wenn man den Telrad so justiert, daß der Planet mittig im Okular genau in einer der "Lücken" des mittleren Telradkreises sitzt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallöchen Fee,

nach Deiner Antwort hat mich jetzt wieder ins "Grübeln" gebracht :totlach2:
Deine Tipps haben mir nämlich schon ziemlich oft geholfen :super:

Na da habe ich mir ein Hobby gesucht - total schön, aber manchmal gar nicht so einfach. :smiley64:
 
Hi Heinz,

na, an jeder Herausforderung kann man wachsen. :D
 
Hallo Heinz,

Telrad-Kreise kannst Du Dir auch in Stellarium einblenden lassen. Das hat den Vorteil, dass man die Position weniger auffälliger Objekte aus dem Programm, dann auch nachts am Himmel anhand auffälligerer Objekte leichter findet.

Gruß, Günther.
 

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Moin!

Zitat von Phoenix1983:
hat mich jetzt wieder ins "Grübeln" gebracht
Denke daran, daß bei lichtverschmutztem Himmel eventuell kaum noch Sterne für Telrad & Co. übrigbleiben, die sich zum Peilen eignen. Der optische Sucher zeigt deutlich mehr.

Grüße

fquadrat
 
Hallo zusammen,

selbst wenn keine Sterne in der Nähe des gewünschten Objektes am unvergrößerten Himmel stehen, so ein Telrad hilft ja dem Einsteiger auch, Größenverhältnisse am Himmel besser einschätzen zu können.

Beispiel, Standardsituation aufgehellter Himmel und Kugelsternhaufen M3, hier kann man dann zumindest versuchen, ein gleichseitiges Dreieck aus Arctur und dem rechten Gürtelstern vom Bootes zu bilden mit ca 3 großen Telradkreisen. Der Rest wird dann mit dem Sucher gezaubert.

Also, es geht schon recht gut mit dem Telrad, aber auch der hat seine Grenzen, wer schonmal mit einem f/10 SC oder einem f/13 Mak mit Telrad versucht hat zu suchen wird da den optischen Sucher umso mehr zu schätzen wissen. War jedenfalls meine unmaßgebliche Erfahrung bei dem Thema.

Es kommt halt letztlich darauf an, was einem persönlich mehr liegt und wie man sich ausstattet. Wer optische Sucher lieber mag, wird zusehen, dass er/sie Sternkarten mit Sucherdetailkarten zur Verfügung hat, zumindest bei schwierigen Objekten wie z.B. diese fizzelkleinen PN's.
Arbeitet man vornehmlich mit dem Telrad, schaut man halt nach Karten mit Telradkreisen u/o man bastelt sich auf druckfähiger Folie eine passende Telradschablone dazu.

Wenn dann noch die Knipserei dazu kommen soll und die fokussierte Kamera bereits am Hauptinstrument hängt, kommt man um eine Kombi aus Telrad UND Zweitrohr/Sucher eigentlich kaum herum, es sei denn, man kann auch ohne Telrad schon mit dem Sucher, z.B. Peilen über die Justierschrauben des Suchers gut umgehen oder hat hilfsweise ein Goto zur Verfügung. Egal aber welche Technik da im Vorfeld zum Einstellen des Objektes gewählt wird, am Ende wird man ja doch ein paar Testaufnahme knipsen um nochmal den Fokus zu kontrollieren und um zu sehen, ob der Bildschausschnitt/ die Bildlage so genehm ist, bevor dann die Aufnahmesequenz gestartet wird.
 
Hallo,

meine Erfahrung mit verschiedenen Suchern werfe ich gerne noch dazu.

Zunächst, es liegt wohl auch stark daran wann man mit was angefangen hat. Ich kenne Leute die seit 30 Jahren mit optischen Suchern arbeiten und gut zurecht kommen, denen will ich auch gar nicht reinreden. Vom Konzept her sind Peiler aber meiner Meinung nach intuitiver zu bedienen und ein Übersichtsokular ersetzt sie in praktisch jedem Fall.

Fall 1: Hellste Objekte - ist der Peiler (egal ob Punkt oder Kreise) korrekt ausgerichtet kann man Planeten, helle Sterne oder direkt sichtbare Objekte auch mit hoher Vergrößerung anpeilen.

Fall 2: Helle Objekte - Sprich: die meisten Messiers. Mit wenigen Ausnahmen bildet man im Kopf geometrische Figuren zwischen zwei oder mehr Sternen und dem Objekt, meist Dreiecke, Geraden oder Trapeze. Dann ist das Objekt in der Übersichtsvergrößerung entweder sofort sichtbar oder aber durch minimales Schwenken des Gesichtsfelds (wiederum Übersichtsokular)

Fall 3: Schwache Objekte. Hier kreuzen sich die Wege zwischen optischem Sucher und Peiler. Auch hier gehe ich immer so vor, dass ich anhand von geometrischen Figuren am Himmel das Zielgebiet einstelle. Mit einer guten (!) Karte lässt sich das Sternfeld im Übersichtsokular gut identifizieren und dann hat man entweder bereits die gewünschte Region im Blick und wechselt das Okular oder aber hangelt sich anhand der Karte zum Objekt vor (dann auch schon mit höherer Vergrößerung), das funktioniert mit optischem Sucher ähnlich, nur dass ich da immer das Problem hatte und habe: Wo genau guckt das Teleskop jetzt hin? Ich sehe Sterne die ich erstmal identifizieren muss, mit dem Peiler weiss ich: aaah genau 1° neben Stern XY.. siehe Karte.

Zum Thema fehlende Feldsterne beim Peilen:

Natürlich gibt es Standorte wo man schwache Sterne die einen schnell ans Ziel bringen nicht sieht, das berührt aber nicht das großflächige Anpeilen mit Telrad und Co. ich spreche hier ja nicht von 5-6m Sternen die man anpeilt sondern bspw. Dreiecken oder Strecken die man mit Hauptsternen der Sternbilder bildet. Zum Beispiel Messier 3 - da ist es arg dünn, aber eigentlich überhaupt kein Problem: Auf halber Strecke zwischen Cor Caroli und Arkturus, da besteht kaum Sorge, dass DIE mal nicht zu sehen sind :D Ist ein großer Bereich den man da bei der Peilung miteinbezieht aber das ist irrelevant, bringt man den Punkt oder die Kreise mit der Karte in Deckung kann man den auch mit 50 bis 100 fach anpeilen - auch aus der Stadt.

Fotografie ist ein eigenes Thema, stelle ich mir dann durchaus nerviger vor, da würde ich sogar bei der Zeit die man in ganz andere Sachen investieren muss sogar sagen: Goto ist hier eine adäquate Unterstützung um die Nacht zu nutzen.

Selbst nutze ich nur noch tiefere A3 Karten. Dazu habe ich mir eine Schablone mit den Gesichtsfeldern meiner Okular/Teleskop-Kombinationen gemacht (alles laminiert), damit kann man ganz hervorragend auch über viele Gesichtsfelder hinweg einen "Starhop" machen und findet sein Ziel :)

Übrigens: Den Telrad finde ich toll und nutze ihn auch, aber bei der Technik der geometrischen Figuren am Himmel halte ich ihn sogar für entbehrlich, habe jahrelang nur mit einem Baader Skysurfer III gearbeitet und das ging genauso fix.

P.S.: Irgendwann muss mir mal einer erklären wozu Winkelsucher propagiert werden, der Einblick ist ergonomischer aber ich seh ja dann GAR nicht mehr wo das Teleskop hinblickt...

CS und Grüße
Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Schönen Guten Morgen!

Ich möchte mich für die vielen Antworten ganz herzlich bedanken.
Ich habe mir nun den seitenrichtigen 8 x 50 Sucher bestellt und werde Ihn (hoffentlich heute) testen.
Habe ihn schon in Stellarium simuliert und hoffe heute endlich mal M51 zu "erlegen".

Wünscht mir Glück, ich kann es brauchen ;-)

Beste Grüße
Heinz
 
<daumendrück>

Hat es geklappt?

Grüße

fquadrat
 
Hallo

Also ich finde den telrad in Kombination mit dem deepsky reiseatlas genial !

Finde die " Objekte " der Begierde wesentlich einfacher als
Als aufsuch Okular nutze ich mein 40 mm in 2 Zoll , da kommt
Es mir vor im " Raum " zu schweben
 
Hallo Heinz,

auch wenn Du dich bereits für den Sucher entschieden hast, berichte ich kurz von meiner Erfahrung mit Suchern/Findern bei Dobs und parallaktisch montiertem Newton:

a) Nur mit rechtwinkligem 9x50-Sucher praktisch NICHTS gefunden.

b) Entlang der Teleskops gepeilt: Manchmal einen Planeten gefunden.

c) Nach langer Spechtel-Abstinenz mit justiertem Telrad + DeepSky-Reiseatlas beim ersten Mal: 8 für mich neue Messier-Objekte in einer Stunde ohne Stress gefunden, nur zwei Stück nicht.

Den Sucherschuh hab ich am Dobs drangelassen, für später. Wenn mein astronom. Sehen & meine Erfahrung sich noch deutlich verbessert haben werden, dann werde ich Telrad + Sucher nutzen (müssen). Bis dahin: Nur Telrad.

Eine Alternative könnte der RIGEL-Finder sein, weil etwas kompakter. Die normalen Rotpunkt-Sucher sagen mir in der Handhabung bzw. visuell nicht so zu, es fehlen die Kreise. Pulsation beim Telrad wäre klasse, muss ich zukünftig mal nachrüsten.

Meine "2ct" dazu...

Klare Sicht wünscht Dir,

Gereon
 
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