Galaxien fotografieren

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stankm

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Moinsen zusammen,

welches Teleskop eignet sich am besten für Galaxienfotos?

Nach meiner Auffassung braucht man viel Brennweite, da die Objekte ggf. recht klein seien können. Allerdings auch wieger viel Öffnung, wegen der Schnelligkeit. Daher ist big beautifull und auch teuer. Oder wie seht Ihr das?

Danke und CS

Markus
 
Hallo Markus,

du hast Recht. Insbesondere die benötigte, stabile parallaktische Montierung mit Nachführung wird bei großen Teleskopen viel teurer als die eigentliche Optik.

Ich empfehle dir, erstmal mit einem mittleren Teleobjektiv um 200-300 Millimeter Brennweite zu beginnen. Da hält sich der instrumentelle Aufwand bezüglich der Montierung in Grenzen.

Versuche zunächst, wenn du es noch nicht getan hast, mit ruhender Kamera Sternaufnahmen zu machen. Galaxien gehören bereits zur "hohen Schule" der Astrofotografie. Hier benötigt man neben dem finanziellen Aufwand auch viel Geduld, da ein hoher Prozentsatz der Fotos auch bei erfahrenen Fotografen misslingt. Nicht selten wird das eigentlich schöne Hobby dann wieder aufgegeben, wenn man zu schnell zu viel möchte.

Also lautet mein Rat, sich langsam an die Astrofotografie heranzutasten. Liegen bereits grundlegende Erfahrungen vor, bleibe ich bei meinem Teleobjektiv-Tipp. 200-300mm Brennweite ermöglichen bereits eindrucksvolle Galaxienaufnahmen, ggf. eingebettet in das Sternenfeld. Vielen Astrofotografen reicht das bereits.

Du benötigst natürlich auch ein Leitrohr zur genauen Nachführung. Nichts ist ärgerlicher, als wenn ein scharfes und gut belichtetes Foto durch ungenaue Nachführung zu Strichspuren wird.

Zusammenfassend hier noch einmal die benötigte Minimalausstattung für Teleobjektivaufnahmen:

Kameragehäuse
mittleres Teleobjektiv (200-300mm Brennweite)
parallaktische Montierung der EQ-5-Klasse
Leitrohr (hier genügt bereits ein preiswerter 80/400er FH)
Nachführmotoren
Stromversorgung
Fadenkreuzokular oder Autoguider, je nach Anspruch und Budget.

Du siehst, da kommt schnell einiges an Geraffel und Kosten zusammen, auch bei solch einer instrumentell noch kleinen Ausrüstng.

Sofern du die Möglichkeit hast, würde ich mich erst einmal anderen Astrofotografen anschließen um zu sehen, ob dir der Aufwand zusagt.

VG Christian
 
Hallo Christian,

einen Teil der Ausrüstung habe ich bereits. Ist allerdings nicht mehr ganz neu. Daher möchte ich alles ein wenig modernisieren.

Meine Monti liegt von der Tragkraft etwas über die G11. Mein jetziger ist ein 102 Achromat mit F/10. Nachführung und beleichtetes Fadenkreuzokular habe ich auch.

Wie schaut es z.B. mit gebrauchten C11 aus? Taugen die was?

CS Markus
 
Hallo Markus,

das C11 hat einen guten Ruf, jedoch knapp 2800 Millimeter Brennweite! Diese Brennweite stellt extreme Anforderungen an die Genauigkeit der Nachführung.

Zudem ist das Gesichtsfeld sehr klein. Galaxien sind oft größer als man denkt, die Strudelgalaxie M51 hat beispielsweise ca. ein Drittel des scheinbaren Vollmonddurchmessers. Ein Teleskop der C11-Klasse halte ich für deine Zwecke also nicht für das Gerät der Wahl.

Soll es unbedingt ein Teleskop und kein Kameraobjektiv sein, betrachte ich ca. 1000 Millimeter Brennweite als oberstes Limit, wenn die Optik für Galaxien wirklich universell einsetzbar sein soll. Einen 8" f/5 Newton, ggf. mit Komakorrektor, könnte ich mir hier sehr gut vorstellen. Auch kleinere Galaxien werden damit schon vernünftig abgebildet.

Hast du schon Erfahrungen mit Astrofotografie? Welche Optiken außer dem Vierzöller sind bereits vorhanden?

VG Christian
 
Hallo Christian,

zu den 4"-er habe ich noch einen 8" visuellen Newton.

Das mit der Brennweite verstehe ich. Mein Gedanke war, das man mit mehr Brennweite "tiefer" gucken kann. Aber kein Vorteil ohne Nachteile. Das geringe Gesichtsfeld lässt sich sicherlich mit Mosaiken ausgleichen. Das macht die Sache aber sicher nicht einfacher.

Erfahrungen mit Astrofotografie habe ich keine. Da kann ich mich nur auf theoretisches Wissen beziehen:-(

VG Markus
 
Hallo Markus,

wenn du keinerlei Erfahrung mit Astrofotografie hast, dann kann ich dir nur raten, die Finger von einem SC zu lassen (zumindest vroerst).

In erster Linie solltest du dir Gedanken machen, WAS du WIE fotografieren willst.

Die Brennweite eines Teleskops ist nur die Halbe Wahrheit, denn der Sensor der Kamera (vor allem die Fläche) legt iVm. der Brennweite den Bildwinkel fest.

Damnit du dir mal ein Bild machen kannst:

M31 mit DSLR und 480mm Brennweite: http://astrob.in/129713/G/
Markarjansche Kette, ebenfalls 480mm und DSLR: http://astrob.in/173989/H/

M51 mit DSLR und 2.000mm Brennweite: http://astrob.in/175021/K
M82 mit DSLR und 2.000mm Brennweite: http://astrob.in/76454/D/

Und zuletzte auch M33: http://astrob.in/219002/H/

 
Hallo Markus,

wenn du noch keine Erfahrung mit Astrofotografie hast, musst du erstmal die Grundlagen erlernen. Sonst wirst du leider kläglich scheitern und viel mehr Frust als Freude ernten. Ich empfehle dir, dich in folgenden Schritten einzuarbeiten:

1. Sternstrichspuren mit Weitwinkel- bis leichten Teleobjektiven (maximal etwa 80 mm)

2. Nachgeführte Aufnahmen mit den gleichen Objektiven bei einigen Minuten Belichtungszeit. (Das Resultat sind bereits sehr eindrucksvolle und bei dunklem Himmeln tiefe Fotos). Bei sehr genauer Einnordung ist hier mit Weitwinkel- und Normalobjektiven ggf. noch keine Nachführkontrolle erforderlich.

3. Nachgeführte Aufnahmen mit Teleobjektiven. Hier wird bereits ein kleines Leitrohr zur Nachführkontrolle benötigt. Beginne am besten wieder bei maximal wenigen Minuten Belichtungszeit und arbeite dich langsam zu langen Belichtungszeiten im Bereich von zehn bis 30 Minuten hoch. Es ist bereits ein großer und länger dauernder Lernprozess, der dich aber mit sehr schönen Aufnahmen belohnen wird. Es genügt bereits eine preiswerte Optik wie die berühmte "Wundertüte" (500mm f/8 Tele) von Beroflex.

4. Nachgeführte Aufnahmen mit Teleskop. Auch hier sollte keinesfalls mit dem 11-Zöller, sondern mit einer kürzeren Brennweite begonnen werden. Der 4" f/10 ist hier trotz des Farbfehlers eine gute "Übungsoptik", wenn sie schonmal vorhanden ist. Wenn du hier lange Belichtungszeiten einwandfrei beherrschst, wird es Zeit für die ersehnte richtig große Optik im Bereich C11 (den Vierzöller würde ich wegen der Hebelwirkung und den damit verbundenen Ansprüchen an die Montierung für astrofotografische Zwecke hier schon als "groß" ansehen).

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg.

VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus und Christian,

Mist!!! Da kann ich auf diesem Wege auch kein Geld los werden!

Vielen Dank für die Ratschläge:-) Dann brauche ich nicht in Hektik zu verfallen und kann etwas Geld ansparen.

Noch kurz Gefragt: Zum Anfang Breitband oder Schmalband (Wohngebiet: Nördliches Ruhrgebiet).

Danke und CS Markus
 
Hi,

bei Galaxien wird es mit Schmalband schwierig, denn die strahlen das meiste im Sichtbaren Licht ab. Es gibt Filter die das Stadtlicht mindern, farblich wird dann die Bearbeitung etwas schwieriger, aber nicht unmöglich.
Wenn Deine Montierung etwas mehr Tragfähigkeit wie eine G11 hat, dann wird es wohl auch Mobil recht schwer werden.
Wolfi hat mal mit einem 12" f5 Newton eine Aufnahme von M81/M82 vom Stadtrand München aus gemacht:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...topics/1155822/Ein_Klassiker_-_M81/M82_vom_St
Es geht also auch, was ich so nicht erwartet hätte. Hier meine Aufnahme unter etwas besserem Landhimmel mit einem 8" f4 Newton und einer DSLR:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-v6-754d.jpg

Wie Du siehst geht da schon einiges, aber der Himmel ist absolut mitentscheidend. Wenn Du aktuell unbedingt Geld los werden willst dann kauf Dir ein Leitrohr (9x50 Sucher) und dazu einen Mgen also Autoguider.

@Christian
wieso sollte man mit Strichspuren anfangen? Wenn man auf sowas steht ok, aber wenn jemand mit der Galaxienfotografie anfangen will dann sollte er sich auch mit der Technik dazu befassen. Und dazu gehört einfach auch das Guiding dazu.

Auch ich würde Dir am Anfang dringend vom SC abraten. Die Brennweite ist für den Einstieg einfach zu groß. Ich hatte mal ein SC8", war aber damit nie richtig zufrieden. Wenn dann müßte es für mich ein ACF sein. Ich habe damals keinen Korrektor gefunden der Fotografisch gut funktioniert hat. Tests anderer bestätigten mir das.

Ich fotografiere im Moment fast nur noch mit meinem Baby-Newton. Das ist ein umgebauter Skywatcher 114/500, der eigentlich 450mm Brennweite hat. Mit f4 recht schnell und die Brennweite ist genial. Damit kannst Du dann sowas machen:

http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-173-2cc8.jpg

oder:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-16c-0e55.jpg

Alles mit einer DSLR...

Gruß Markus
 
Moin zusammen,

Schmalband würde ich bei Galaxien auch erst mal ganz ganz weit nach hinten schieben, oder gar ganz sein lassen. Entweder mit SW-CCD LRGB-Bilder fertigen, oder mit einer DSLR loslegen. Für den Anfang würde ich auch zu moderaten Brennweiten raten. Wenn vorhanden/ausleihbar mit 200-300mm Tele und DSLR die Andromedagalaxie mal versuchen zu fotografieren, oder halt um die 500mm mal auf M33 halten.

Zum Thema SC, wie schon mehrfach geschrieben, am Anfang Finger weg und wenn dann ein ACF oder EHD.
 
Hallo Markus,

ich rate immer zu Strichspuren als allerersten Schritt, um überhaupt ein Gefühl für die Fotografie des Nachthimmels zu bekommen und das Scharfstellen zu üben: Die korrekte Fokussierung erkennt man an den messerscharfen Spuren meiner Erfahrung nach sogar eindeutiger als auf nachgeführten Fotos, da die Sterne da durch Überbelichtung sowiso eine größere Fläche einnehmen. Kleinere (!) Fokussierfehler erkennt man bei Strichspuren meines Erachtens nach deutlicher.

Insbesondere bei Belichtungszeiten um zehn bis 30 Sekunden, wenn die Spuren noch sehr dünn sind, sieht man die Fokussierung sehr schön.

Unabhängig davon erwähne ich sie, weil es schlicht und einfach ein Klassikeer ist: Eine langbelichtete Polstrichspuraufnahme sehe ich immer wieder gern.

Die Fotos, die du verlinkt hast, sind wirklich erstklassig und zeigen einmal mehr eindrucksvoll, was mit "kleinen" Billigteleskopen schon alles machbar ist. Auch wenn es OT ist: Welche Umbaumaßnahmen hast du vorgenommen?

VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Christian,

ok, das ist natürlich ein Argument. Mir gefallen die meisten Strichspuraufnahmen weniger. Aber das liegt nicht an den Strichspuren sondern eher am begleiteten Motiv. Und da was passendes zu finden ist gar nicht so einfach.
Scharfstellen geht heute eigentlich auch ganz gut da die Displays und der Liveview immer besser werden. Da tue ich mich mit Weitwinkeln schwerer. Da braucht man schon einen sehr hellen Stern um im Display was zu erkennen.
Im anderen Thread wo Jürgen verlinkt hat steht eigentlich alles zum Babygraphen. Jeder wo etwas basteln kann und so eine Brennweite sucht ist da genau richtig. Wie hier das Spiegellotto ist kann ich nicht sagen, aber Orion hat sich in letzter Zeit nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert was das angeht. Und der Spiegel von Orion wird am Ende auch irgendwo vom fernen Osten kommen.
Preislich ist der Skywatcher leider deutlich teuerer geworden. Vor einem Jahr hat der Tubus mit Rohrschellen noch 69,- gekekostet. Inzwischen 99,-

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

so ist das verschieden: Gerade mit dem Liveview habe ich beim Fokussieren sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wann immer es möglich ist, fokussiere ich Teleskope mit Scheinerblende und Testbildern, mit denen ich mich unter Verwendung der Zoomfunktion bei der Bildbetrachtung, an den optimalen Fokus herantaste.

Es stimmt, dass Weitwinkelobjektive sehr schwer bei Dunkelheit scharfzustellen sind. Ich nutze da folgenden Trick:

Einen hellen Stern positioniere ich genau über dem zentralen AF-Meßfeld und stelle mit Autofokus scharf. Danach stelle ich das Objektiv auf manuelle Fokussierung um, ohne den Fokussierring noch einmal zu berühren. Dann schwenke ich auf das gewünschte Motiv zurück.

Meiner Erfahrung nach sind die AF-Sensoren empfindlich genug, um die hellsten Sterne zu erkennen und zu fokussieren. Und mindestens ein Stern, der hierfür hell genug ist, steht eigentlich immer über dem Horizont.

VG Christian
 
Hi Markus (stankm)

Wie sieht deine Kameraausrüstung aus? Falls Tagesfotografie nicht eh schon dein Hobby ist oder werden soll, würde ich den Schritt mit Teleobjektiven mit 200-300mm überspringen. Grund: Die sind entweder recht teuer und 'ok', oder kosten zweidreihundert Euro als Zoom und machen nachts nicht wirklich Spass.
So rund 2-300mm haben natürlich schon den Vorteil, dass man das Autoguiding damit üben kann und man auch Ergebnisse bekommt, wenn es noch nicht so wirklich klappt. Dafür bekommt man damit andere Fehlerquellen, wie 'zoomcreeping' oder mangelnde Steifigkeit; ok, das mit der Steifigkeit des Systems ist ja immer eine Fehlerquelle, aber bei einer Kamera, die nur über einen Punkt befestigt wird, verhält sich das ggf. noch anders.

Kurzgefasst: Schau, wie du deine Montierung aufgerüstet bekommst - die Steuerung muss autoguidertauglich sein, länger als 5 Minuten am Fadenkreuz sind exterm spassbefreit, erst recht, wenn man das 20, 30 40... mal hintereinander macht, anstatt mit Zweitgerät parallel eine Beobachtungsnacht zu geniessen.
Fang mit einem 6" oder 8" Newton an. Bei F5 und letzterem auch F4 gibt es genug Erfahrungswerte, was passende Korrektoren angeht und Brennweiten unter 1m sind noch irgendwie beherrschbar. Abgesehen von m31 (die braucht tatsächlich weniger Brennweite, außer Du willst dich nur um den Kern kümmern) sind damit zahlreiche Galaxien in Reichweite; ccdcalc und Stellarium können da einen recht guten Vorgeschmack geben; oder Astrobin, da kann man auch nach Brennweiten und Kameratypen filtern.
Damit wäre für einige Zeit bzw. Jahre mehr als genug Arbeit bzw. Spass und Erfahrung vorgebucht. Dann kann man immernoch bzw. erst recht in mehr Öffnung, Brennweite und gekühlte CCD investieren.
Am Anfang würde man damit aber Nacht für Nacht scheitern, egal welche Bücher man gelesen hat oder mit wem man sich unterhalten hat.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

für die alltägliche Fotografie habe eine EOS 1000D mit den im Bundle angebotenen Objektiven. Diese sind sicherlich nicht in der Oberliga angesiedelt aber die kosten kein Geld und etwas wird dabei sicherlich raus kommen. Für die Astrofotos glaube ich zunächst eine EOS XXXX DA gebraucht zu erwerben. Was die Montierung betrifft, da hast Du recht. Eine Boxdörfer würde mich schon sehr reizen. Leider gibt es die im EU-Land nicht mehr zu kaufen. Wie kann man die denn nach Deutschland importieren? Die 8" sind schon i.O.

@ Gottfried:

DAnke für den Link. Das Dokument habe ich mir runter geladen und werde in einer ruhigen Minute (so zu Weihnachten dachte ich) zu Gemüte führen.

CS Markus
 
Hallo Markus,


Zitat von conehead:
Preislich ist der Skywatcher leider deutlich teuerer geworden. Vor einem Jahr hat der Tubus mit Rohrschellen noch 69,- gekekostet. Inzwischen 99,-
Gruß Markus


Kannst Du mir sagen, wo es ihn für diesen Preis gibt? Ich finde ihn überall nur deutlich teuer. Oder als Kombi mit Monti...

Viele Grüße,

Michael
 
Hallo Markus,

falls Du noch auf der Suche deiner "EOS XXXX DA" bist, kann ich Dir eventuell was anbieten.
Bei Interesse schreibe mir bitte eine PN.

Viele Grüße,

Julien
 
Hallo

Habe schon Erfahrung mit Astrofotographie mehrere Jahre.
Mich würde auch Interessieren was man eigentlich unter unseren Standard Himmel Welche Brennweite die beste ist für Galaxy Fotographie?

Es steht ein Neukauf vielleicht an damit ich alles zusammen auf einer Montierung packen kann.

Grüße Christoph
 
Hallo Christoph,

bei Lichtverschmutzung ist nicht die Brennweite, sondern die Belichtungszeit das entscheidende Kriterium: Bei zu langer Belichtungszeit wird der Hintergrund überbelichtet, und schwache Himmelsobjekte "saufen ab".

Du musst also mit gegebenen Einstellungen (Blende/Lichtstärke und ISO-Empfindlichkeit) eine Belichtungsreihe machen und schauen, was an deinem Beobachtungsplatz die maximale Belichtungszeit ist, bei der der Himmel noch nicht aufgehellt ist.

VG Christian
 
Hallo Christian

Danke für die schnelle Antwort.

Das die Belichtungszeit Grenzen setzt ist bekannt.

Meine Speziell Frage ist ob es Sinn macht bei Galaxie Fotografie zu einem C8 C9 oder c11 mit Reducer zu greifen da es mehr Öffnung und auch Auflösungsungsvermögen Besitzen als ein Refraktor mit 120mm Öffnung und ca 900 mm Brennweite.

Und auch eine Frage an die Kamera.
Wieviele MP braucht eine Kamera max um gute Fotos zu machen mit einem Celestron SC/HD?

Danke im voraus

Grüße Christoph
 
Hallo Christoph,,


Meine Speziell Frage ist ob es Sinn macht bei Galaxie Fotografie zu einem C8 C9 oder c11 mit Reducer zu greifen da es mehr Öffnung und auch Auflösungsungsvermögen Besitzen als ein Refraktor mit 120mm Öffnung und ca 900 mm Brennweite.

Und auch eine Frage an die Kamera.
Wieviele MP braucht eine Kamera max um gute Fotos zu machen mit einem Celestron SC/HD?


ja, natürlich macht es Sinn, allerdings bei f/10 sind die Anforderungen an eine Montierung bezüglich der Nachführgenauigkeit schon recht hoch. Ein C8/C9/c11 bilden auf der Achse bis +- 10 mm gut ab, und wenn man mit einem CMOS-Sensor und kleiner Sensor - Kantenlänge daherkommt, sind auch Galaxien und PNs ideale fotografische Ziele. Ich denke bei den CMOS- Sensoren an die ASI-Kameras, alternativ an die (kleinen )ATIK-CCD-Chips.

Mehr Öffnung heißt auch, bei gutem Seeing, mehr Auflösung!

vorzugsweise nimmst Du einen Reducer, um die Brennweite zu reduzieren. Gleichzeitig reduzierst Du die Belichtungszeit (und Anforderungen an die Nachführgenauigkeit)


CS
Peter
 
Hallo,

die Wahl eines Reducers ist auch nicht einfach... Nicht jeder Reducer passt.

Als ich einen für den alten TSC225 gesucht habe, war der F/6,3 von Celestron am Ende ein klares No-Go. Zu viel Vignettierung. Dann mit dem CCDT67 Telekompressor von Astro Physics, war das besser.

Komma & Abstand Reducer/Sensor werden natürlich problematisch sein. Dbzgl gibt es eine schöne Studie zu lesen hier: Link

Viele Grüße und guten Rutsch!

Julien
 
Hallo Julien,


genau, der Vergleich mit einen f/10 System hinkt, denn, der Takahashi TSC225 ist ein f/12 System, da passt der f/6,3 nicht unbedingt. Da der f/6,3 für f/10 Systeme gerechnet ist heißt es aber nicht, dass diese gar nicht passt am Takahashi. Es kommt hier auf den Versuch an. Ich gebe Dir recht, der CCDT67 ist ein Universaltalent für Maksutovs und SCs...

CS
Peter
 
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