Hi Markus (stankm)
Wie sieht deine Kameraausrüstung aus? Falls Tagesfotografie nicht eh schon dein Hobby ist oder werden soll, würde ich den Schritt mit Teleobjektiven mit 200-300mm überspringen. Grund: Die sind entweder recht teuer und 'ok', oder kosten zweidreihundert Euro als Zoom und machen nachts nicht wirklich Spass.
So rund 2-300mm haben natürlich schon den Vorteil, dass man das Autoguiding damit üben kann und man auch Ergebnisse bekommt, wenn es noch nicht so wirklich klappt. Dafür bekommt man damit andere Fehlerquellen, wie 'zoomcreeping' oder mangelnde Steifigkeit; ok, das mit der Steifigkeit des Systems ist ja immer eine Fehlerquelle, aber bei einer Kamera, die nur über einen Punkt befestigt wird, verhält sich das ggf. noch anders.
Kurzgefasst: Schau, wie du deine Montierung aufgerüstet bekommst - die Steuerung muss autoguidertauglich sein, länger als 5 Minuten am Fadenkreuz sind exterm spassbefreit, erst recht, wenn man das 20, 30 40... mal hintereinander macht, anstatt mit Zweitgerät parallel eine Beobachtungsnacht zu geniessen.
Fang mit einem 6" oder 8" Newton an. Bei F5 und letzterem auch F4 gibt es genug Erfahrungswerte, was passende Korrektoren angeht und Brennweiten unter 1m sind noch irgendwie beherrschbar. Abgesehen von m31 (die braucht tatsächlich weniger Brennweite, außer Du willst dich nur um den Kern kümmern) sind damit zahlreiche Galaxien in Reichweite; ccdcalc und Stellarium können da einen recht guten Vorgeschmack geben; oder Astrobin, da kann man auch nach Brennweiten und Kameratypen filtern.
Damit wäre für einige Zeit bzw. Jahre mehr als genug Arbeit bzw. Spass und Erfahrung vorgebucht. Dann kann man immernoch bzw. erst recht in mehr Öffnung, Brennweite und gekühlte CCD investieren.
Am Anfang würde man damit aber Nacht für Nacht scheitern, egal welche Bücher man gelesen hat oder mit wem man sich unterhalten hat.
cs
Jürgen