Gedanken zur Dunklen Materie | Seite 23 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Gedanken zur Dunklen Materie

Alexander_Funk

Mitglied
ich hoffe dadurch nach und nach ein Mehr an Erkenntnis zu erlangen
Mein Bekannter wollte mehr über die allgemeine Relativität, dunkle Materie, dunkle Energie verstehen und wirklich Erkenntnis erlangen. Weißt du, was er gemacht hat? Er hat nicht angefangen, irgendwelche Texte in Foren zu schreiben. Er hat angefangen, Physik zu studieren.

Ich stelle fest, du willst keine Erkenntnis erlangen. Du wirst immer auf dem Niveau dieser Texte über irgendwelche Zeitwellen bleiben und denken, du hast irgendeine Erkenntnis gewonnen, was nicht der Fall ist.

Vielleicht klingt es hart, aber solange du die Physik nicht studiert hast, wirst du dich nur im Kreise drehen mit 0 % Erkenntnisgewinn.

Viele Grüße
Alex
 

kirk11

Mitglied
@ Alex

Das ist er ja wieder, der tendenziell eher destruktive Diskussionsstil.

Zuerst einmal:
Ich habe einen ganz anderen 'Brotberuf', Astronomie ist für mich ein Hobby welches ich früher nur fallweise & passiv gepflegt habe (z.B. durch das Lesen von einschlägiger Fachartikel), die Beschäftigung damit hat sich aber seit ca. 1 Jahr erheblich intensiviert.
Zeit für ein Physik-Studium habe ich jedenfalls (bis auf weitere) keine, leider bin ich auch schon aus dem typischen Studier-Alter heraussen...

0 % Erkenntnisgewinn - ach so; also sehr vieles was ich inzwischen über Astronomie / Astrophysik weiß, wußte ich vor gut einem Jahr noch nicht (nicht zuletzt mit Hilfe dieses Forums, aber auch durch das Lesen vieler Fachartikel), das kannst Du mir glauben.

Ich fange dort an, mir eigene Gedanken zu machen, wo die etablierte Astronomie / Astrophysik (zumindest soweit ich das recherchieren konnte), (für mich zu) wenig konkretes anzubieten hat.

Rezent war das (u.a.) in den Fragen der Geschwindigkeit von Photonen in rotierender Raumzeit, warum bei Lichtgeschwindigkeit die Zeit still steht, ob es Zeitquanten gibt, wie man sich ein Grundkonzept der 'Zeit' vorstellen könnte.

Wenn es in diesen Punkten schon befriedigende & allgemein akzeptierte Antworten geben würde, dann würde ich natürlich auch gar nicht in Versuchung geraten, mir darüber eigene Gedanken zu machen bzw. diese fallweise auch niederzuschreiben.

Dass ich für solche und ähnliche Fragen nach einem Astronomie-Studium die Antwort auf einem Silbertablett präsentiert bekommen würde, sehe ich nicht wirklich so.

Immerhin gibt es mehr als genug fertig studierte kluge Köpfe welche sich teilweise seit vielen Jahrzehnten intensiv mit astrophysikalischen Themen beschäftigen.
Aber manche Thematiken werden vermutlich nicht so intensiv bearbeitet bzw. ist die Forschung teilweise noch nicht so weit, dass es da schon hinreichende & breit akzeptierte Antworten gibt.

Da Astronomie für mich kein Brotberuf ist und dadurch dass ich auch keinen Vorgesetzten habe, der mir vorwerfen könnte, was ich da für 'komische Sachen' in einem Forum schreibe (und mir möglicherweise mit Konsequenzen drohen könnte), habe ich da freie Hand, meine Gedanken so darzustellen, wie sie mir durch den Kopf gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

holger_merlitz

Mitglied
"Ich fange dort an, mir eigene Gedanken zu machen, wo die etablierte Astronomie / Astrophysik (zumindest soweit ich das recherchieren konnte), (für mich zu) wenig konkretes anzubieten hat."



Das ist der Knackpunkt, Kirk: Da Du nicht einmal ansatzweise verstehen kannst/willst, was die etablierte Astronomie / Astrophysik anzubieten hat, schießen Deine Gedanken komplett ins Kraut. Jeder einzelne Satz in Deiner 'Zeittheorie' verletzt dermaßen jede etablierte Physik, dass er nicht einmal sinnvoll diskutiert werden kann. Diskutieren kann man nur auf der Basis etablierter Grundlagen, die hier auf allen Ebenen komplett verletzt sind. Daher gehören Deine Phantasien in den Themenbereich 'Astronomie alternativ', sie sind im Rahmen der Naturwissenschaften nicht mehr diskutierbar.

Würdest Du stattdessen die Grundlagen ernsthaft studieren und verstehen, dann hätten die etablierten Theorien auch für Dich eine Menge anzubieten.

Viele Grüße,
Holger
 

kirk11

Mitglied
Ich möchte jetzt nur auf Deinen letzten Satz eingehen, für den Rest fehlt mir (zumindest bis Abends) die Zeit.

Würdest Du stattdessen die Grundlagen ernsthaft studieren und verstehen, dann hätten die etablierten Theorien auch für Dich eine Menge anzubieten.

Die etablierten Theorien haben mir so oder so eine Menge anzubieten, ich weiß nicht wie Du auf die Idee kommst, dass es sich anders verhält.
Es gibt aber eben auch Themen wo ich nicht viel dazu finde.

Aber greifen wir einen Punkt konkret heraus - was mir hier die etablierten Theorien anbieten:

'Zeit-Quanten': Gibt es diese ?
Wenn nicht, dann hat sich das Thema ja schnell erledigt (zumindest in Bezug auf die etablierten Theorien).
Wenn schon, welche konkrete Informationen sind darüber bekannt ?
 

holger_merlitz

Mitglied
Zeit-Quanten gibt es in keiner etablierten Theorie. In der Quantenmechanik ist die Zeit ein Parameter und kontinuierlich, in der ART ist die Zeit eine Koordinate und auch kontinuierlich.

Ich bin jetzt raus aus diesem Thread - man diskutiert sonst immer im Kreis und im Grunde ist ja alles gesagt.

Viele Grüße,
Holger
 

kirk11

Mitglied
Zeit-Quanten gibt es in keiner etablierten Theorie. In der Quantenmechanik ist die Zeit ein Parameter und kontinuierlich, in der ART ist die Zeit eine Koordinate und auch kontinuierlich.

Dem halte ich folgendes Zitat entgegen:

...Die Theorie der Schleifenquantengravitation (SQG, Loop-Quantengravitation, Loop-Theorie, engl. loop quantum gravity) ist ein Ansatz für eine Theorie der Quantengravitation, d. h. eine Theorie zur Vereinigung der Quantenphysik mit der allgemeinen Relativitätstheorie. Deren Vereinigung gilt heute als eine der größten Herausforderungen in der Physik.

Durch die Schleifenquantengravitation wird der Raum als dynamisches quantenmechanisches Spin-Netzwerk beschrieben, das durch Diagramme aus Linien und Knoten anschaulich darstellbar ist. Eine Konsequenz aus dieser Theorie wäre die Quantisierung von Raum und Zeit im Bereich der Planck-Länge (ca. 10−35 m) bzw. Planck-Zeit (ca. 10−43 s). Auf Skalen in diesen Größenordnungen werden alle Phänom
ene der Physik, einschließlich der Gravitation und der Geometrie, nicht mehr als Kontinuum, sondern quantisiert beschrieben...

Ich maße mir kein Urteil über die Schleifenquantengravitation an, allerdings - wenn man den betreffenden Wikipedia-Artikel liest - kann man da schon herauslesen dass sich dann doch wohl der eine oder andere ernstzunehmende Astrophysiker damit beschäftigt hat bzw. sich noch damit beschäftigt.

Desweiteren haben vor nicht langer Zeit in diesem Thread mindestens 2 Mitglieder (mich nicht berücksichtigt) die theoretische Möglichkeit einer Quantisierung der Raumzeit im Zusammenhang mit den Zentren von SL erwähnt.

Aber wenn ich 'unwissender Laie' diese Thematik anstreife dann ist das gleich 'pfui pfui' und verstößt natürlich gegen die astrophysikalische Theorie...
 

kirk11

Mitglied
Ein weiteres passendes Zitat
(aus Wie groß sind die Maschen des Universums?):

...Stringtheorie, Schleifen-Quanten-Gravitation und direkte Weiterentwicklungen der Relativitätstheorie sind sich in einem Punkt einig: Auf irgendeiner Ebene ist der Raum nicht mehr kontinuierlich, sondern diskret. Jetzt ist es Forschern erstmals gelungen, eine obere Grenze für die maximale Größe dieser Quantenstrukturen aufzustellen, die von der konkreten Theorie unabhängig ist.

Sowohl die Quantentheorie als auch die Allgemeine Relativitätstheorie gehören zu den am besten überprüften Theorien der modernen Physik. Und doch sind sich die Wissenschaftler völlig im Klaren darüber, dass sie in bestimmten Extremfällen zusammenbrechen müssen. Bei sehr hohen Energien, wie sie kurz nach dem Urknall geherrscht haben müssen oder in einem Schwarzen Loch vorzufinden sein müssten, versagen beide Herangehensweisen. Als Lösung sehen die Forscher einmütig die Quantisierung der Raumzeit an - nur die Vorgehensweise dabei ist sehr unterschiedlich...


Zum Abschluß für heute noch eine ganz nette Zahlenspielerei (zumindest mE):

c = s/t

s: = 1,616199 · 10^-35 Meter
t: = 5,39106 · 10^-44 Sekunden
 

kirk11

Mitglied
Für jene welche aus obiger 'Zahlenspielerei' nicht so richtig klug geworden sind:

Der Wert von c (Lichtgeschindigkeit) ergibt sich (annähernd) auch aus der Division von Planck-Länge durch Plank-Zeit:

299.792,434 km / s

Ab der 2. Nachkommastelle gibt es zwar eine Abweichung zur offiziellen Angabe von c, allerdings dürfte diese zu gering ausfallen, als dass man hier nur von einem Zufall sprechen könnte.

Nach dem Fakt dass bei Lichtgeschwindigkeit die Zeit still steht ist das jedenfalls schon der zweite deutliche Hinweis, dass der Wert von c in einer besonderen Verbindung zur (Raum)Zeit steht.
 

Sagittarius_A*

Mitglied
Der Wert von c (Lichtgeschindigkeit) ergibt sich (annähernd) auch aus der Division von Planck-Länge durch Plank-Zeit:

299.792,434 km / s

Das ist alles andere als Zufall da die Planck Zeit definiert ist als die Zeit, die Licht benötigt um eine Planck Länge zurückzulegen.
In anderen Worten: Die Planck Zeit wird aus der Division von Planck Länge durch c hergeleitet und nicht c aus Planck Länge durch Planck Zeit.

Florian
 

kirk11

Mitglied
@ Florian

In Punkto Historie der Herleitung dieser Formel liegst Du natürlich richtig.

An der Essenz der Aussagekraft dürfte das allerdings nichts wirklich etwas ändern - die (Formel-technisch sehr direkte) Verknüpfung der 3 Größen besteht.
Durch die von mir gewählte Darstellungsform wird halt der von mir thematisierte Konnex leichter erkenntlich dargestellt.

Interessant ist ja dass nur eine Raumdimension (m) herangezogen wird, aber da sich ja ein Photon im Vakuum in Form einer Gerade fortbewegen sollte, ist es verständlich dass die beiden anderen Raumdimensionen für die Herleitung der Geschwindigkeit nicht berücksichtigt werden müssen.

Wenn man davon ausgeht dass es eine Quantisierung der Raumzeit tatsächlich gibt (und nicht nur unter Extrembedingungen), dann wäre es naheligend die Plank-Zeit sowie die Plank-Länge als die kleinsten (Quanten-)Einheiten zu vermuten.

Ein Photon würde dann möglicherweise jeweils in unmittelbarer Folge Quanten-Abstände in Quanten-Zeit zurücklegen.
Das ließe sich dann Geschwindigkeits-technisch nicht mehr toppen.
Das könnte auch erklären warum es eine maximale Vakuumgeschwindigkeit gibt, gültig sowohl für Licht- als auch Gravitationswellen, genauso für Gluonen und (mit 99,999 999 999 998 % der Lichtgeschwindigkeit) für Neutrinos.
 

Nebelhorn

Mitglied
Bewegen sich denn Photonen überhaupt auf Geraden? Dieser Weg dürfte wohl kaum mit der Unschärferelation vereinbar sein. Ein Stichwort zur Ausbreitung sind Pfadintegrale.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sagittarius_A*

Mitglied
Licht bewegt sich sowohl als Welle in drei Dimensionen wie als Photon in einer Dimension mit exakt c. Das ist ein Eckpfeiler der speziellen Relativitätsmechanik an dem es nichts zu rütteln gibt.

Dass die Dimensionen an sich gequantelt sein könnten ist die Annahme vieler bekannter Theorien aber ich wüsste nicht wie man das experimentell überprüfen will.
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Wenn man davon ausgeht dass es eine Quantisierung der Raumzeit tatsächlich gibt (und nicht nur unter Extrembedingungen), dann wäre es naheligend die Plank-Zeit sowie die Plank-Länge als die kleinsten (Quanten-)Einheiten zu vermuten.
Und genau dort liegt ein kolossales Missverständnis vor:

Die Planck-Einheiten haben ganz und gar nichts mit einer Quantisierung von Länge und Zeit zu tun. Vielmehr ersetzen sie willkürliche menschliche Konstrukte wie das Meter und die Sekunde durch natürliche Einheiten, welche nur noch Naturkonstanten enthalten. Auf diese Weise lassen sich dann Naturgesetze vereinfacht formulieren, weil Konstanten wie die Lichtgeschwindigkeit, die Gravitationskonstante, das reduzierte Plancksche Wirkumsquantum dann effektiv einfach wegfallen: c = G = ħ = 1. In theoretischen Arbeiten werden diese Konventionen deshalb auch gerne verwendet.

Mit einer Quantisierung von Länge und Zeit hat das überhaupt nichts zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

hhh

Mitglied
Nach Kirks Vorstellung würde es dann auch nichts leichteres als die Planck-Masse geben (2,176... · 10^−8 kg). Selbst ich hab schon mal mit kleineren Massen im Labor experimentell gearbeitet. Von Elementarteilchen wollen wir dann gar nicht erst reden ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

kirk11

Mitglied
Und genau dort liegt ein kolossales Missverständnis vor:

Die Planck-Einheiten haben ganz und gar nichts mit einer Quantisierung von Länge und Zeit zu tun. Vielmehr ersetzen sie willkürliche menschliche Konstrukte wie das Meter und die Sekunde durch natürliche Einheiten, welche nur noch Naturkonstanten enthalten. Auf diese Weise lassen sich dann Naturgesetze vereinfacht formulieren, weil Konstanten wie die Lichtgeschwindigkeit, die Gravitationskonstante, das reduzierte Plancksche Wirkumsquantum dann effektiv einfach wegfallen: c = G = ħ = 1. In theoretischen Arbeiten werden diese Konventionen deshalb auch gerne verwendet.

Mit einer Quantisierung von Länge und Zeit hat das überhaupt nichts zu tun.
Durch die Schleifenquantengravitation wird der Raum als dynamisches quantenmechanisches Spin-Netzwerk beschrieben, das durch Diagramme aus Linien und Knoten anschaulich darstellbar ist. Eine Konsequenz aus dieser Theorie wäre die Quantisierung von Raum und Zeit im Bereich der Planck-Länge (ca. 10−35 m) bzw. Planck-Zeit (ca. 10−43 s). Auf Skalen in diesen Größenordnungen werden alle Phänomene der Physik, einschließlich der Gravitation und der Geometrie, nicht mehr als Kontinuum, sondern quantisiert beschrieben...

Das ist aus Post #666, etwas weiter oben.

Vielleichst solltest Du Dich damit abfinden, dass es in der modernen Astrophysik unterschiedliche Theorien, Strömungen und Meinungen gibt.

Solltest Du hingegen in der Lage sein alle noch ungeklärten astrophysikalischen Fragen und Punkte im Alleingang zu lösen, dann könntest Du Deine Vorstellungen als die allein gültigen etablieren und es wären Dir auch zahlreiche Nobelpreise sicher...
 

hhh

Mitglied
Das würde sich zwangsläufig aus deinen "Rechenspielen" und Vorstellungen zur Quantisierung der Zeit ergeben. Dort kommen die gleichen Naturkonstanten vor (s. Peters Link zu den Planck-Einheiten. Einmal so, einmal anders, das geht nicht - deine Ideen haben sich quasi automatisch widerlegt ;)
 

kirk11

Mitglied
Du solltest Deine obige Ausführung den Vertretern der Schleifenquantiationgravitations-Theorie (sowie den Astrophysikern welche sich mir der gleichen oder ähnlicher Thematik befassen) schicken.

Die werden sicher schwer beeindruckt sein wie einfach und elegant Deine Widerlegung geht (und sie werden sich sicher ärgern, dass sie nicht selbst darauf gekommen sind). ;)
 

Alexander_Funk

Mitglied
Das ist er ja wieder, der tendenziell eher destruktive Diskussionsstil.

Ich habe einen ganz anderen 'Brotberuf'

Erst einmal sehe ich nichts destruktives in meiner Antwort, da ich dir nur einen Ratschlag gegeben habe.

Zweitens verstehe ich nicht, warum Physik zu studieren, direkt mit »Brotberuf« etwas zu tun haben muss?

Ich kann z. B. ein Verkäufer im Baumarkt sein und mich für die Physik/Astronomie interessieren und diese anfangen zu studieren. Für mich selbst. Dazu muss ich nicht mal in die Uni gehen. Es gibt online so viele Möglichkeiten.

Nach 23 Seiten hier im Thread und all den Antworten, die dir hier gegeben wurden, bist du zur keiner Erkenntnis gekommen. Keine Ahnung, warum du zu dir selbst nicht ehrlich bist und das gar nicht erkennst.

Viele Grüße
Alex
 

kirk11

Mitglied
Zweitens verstehe ich nicht, warum Physik zu studieren, direkt mit »Brotberuf« etwas zu tun haben muss?

Ich kann z. B. ein Verkäufer im Baumarkt sein und mich für die Physik/Astronomie interessieren und diese anfangen zu studieren. Für mich selbst. Dazu muss ich nicht mal in die Uni gehen. Es gibt online so viele Möglichkeiten.


Genau das ist es ja, was ich mache, halt auf meine Art.
Ich lese im Schnitt 2-3 Artikel pro Tag, das was mich gerade interessiert bzw. womit ich mich beschäftige.

Zusätzlich lese ich mich über Wikipedia zu Begriffen ein, welche mir noch nicht so geläufig sind.

Ich schließe nicht aus, dass ich z.B. auch mal ein astrophysikalisches Buch lesen werde oder gezielt (mehr) Astronomie-Dokus anschaue.

Warum kann ich das nicht so machen wie es mir Spaß macht (immerhin soll es ja ein Freizeit-Hobby für mich sein) ?

Nach 23 Seiten hier im Thread und all den Antworten, die dir hier gegeben wurden, bist du zur keiner Erkenntnis gekommen. Keine Ahnung, warum du zu dir selbst nicht ehrlich bist und das gar nicht erkennst.

Das ist halt mal wieder melodramatische Schwarz-Weiß-Malerei vom Feinsten.

Es wäre schön wenn in diesem Thread mal ein bisschen mehr Coolness und Konstruktivismus hinsichtlich der Diskussionsführung einkehren würde.

Ein Beispiel:
Das Anschneiden des Themas Raumzeit / Quantisierung halt mal wieder reflexartig zu einem Feedback geführt, dass das sinngemäß kompletter Nonsens ist.

Dabei hätte schon eine 5-minütige Online-Recherche (wenn man dieses Wissen schon nicht parat hat, was bei einem so erfahrenen Forumsmitglied eigentlich verwundert) gezeigt, dass dies durchaus auch in moderneren astrophysikalischen Forschungsansätzen thematisiert wird.

Wenn man diese Forschungsansätze nicht gutheißt (diese aber auch nicht falsifizieren kann), dann sollte man mE anderen Forumsmitgliedern die Freiheit lassen ihre eigene Einstellung / Meinung dazu zu haben.

Ich finde halt dass ganz allgemein im Zentrum stehen sollte, was gepostet wird und nicht (Vorurteils-behaftet) wer etwas postet.
 

kirk11

Mitglied

Ich möchte der Vollständigkeit halber anmerken, dass ich im Regelfall solchen Artikel neutral gegenüber stehe.

Wenn ein Artikel mal komplett meine Sicht der Dinge treffen würde, dann würde ich das extra erwähnen;
sollte genau das Gegenteil der Fall sein (ich das Setzen eines Links darauf aber trotzdem als sinnvoll erachten würde), dann würde ich das natürlich auch dazuschreiben.
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Physical implications of a fundamental period of time

Given the relative precision σ of a time measurement, such as σ ≈ 10^−19 for recent atomic clocks [21] working at a system period of T_S ≈ 2 fs (corresponding to the wavelength 698nm of the 3P_0 → 1S_0 transition of Strontium), we therefore obtain the upper bound T_C < 10^−33 s: The measured precision could not be maintained if T_C were greater, implying a non-uniform system period. This upper bound is about ten orders of magnitude above the Planck time, but it is much smaller than could be achieved with any direct measurement.

Hast du denn den Artikel auch gelesen und verstanden?

Dort geht es um die Bestimmung einer Obergrenze für solche hypothetischen Zeitquanten und die liegt mit 10^-33 Sekunden immerhin noch ganze zehn Größenordnungen über der Planck-Zeit! Das entspricht etwa der Entfernung von Alpha-Centauri zur Größe vom Erdmond.
 
Zuletzt bearbeitet:

kirk11

Mitglied
Dass 10 hoch -33 s eklatant länger ist als 10 hoch -43 s (obwohl natürlich beides sehr kurze Zeitintervalle sind) - ja das hatte ich gelesen und verstanden.

Die Antwort ob die (Raum)Zeit quantisiert ist oder nicht, und wenn ja welches dann die kürzeste relevante Zeiteinheit im Universum unter Vakuum-Bedingungen ist, liegt leider noch nirgends auf einem Silbertablett bereit.

Da wird's wohl noch einige Forschungen und Artikel benötigen, bis sich die Fachwelt diesbezüglich einigermaßen einig sein wird.
 

kirk11

Mitglied

Ziemlich reißerisch geschrieben und selbst für mich - der prinzipiell innovativen astrophysikalischen Theorien ziemlich aufgeschlossen gegenübersteht - zu sehr auf der spekulativen Seite, z.B.

...Doch es ist denkbar, dass es am Anfang des (oder eines) Universums zu einer winzigen Ungleichverteilung kam, einem leichten Überschuss von Materie über Antimaterie. In diesem Fall würden sie sich nicht sofort gegenseitig auslöschen, sondern ein kleines Mehr an Materie würde bestehen bleiben. „Das würde zu all jener Substanz führen, aus der jene Sterne und Galaxien bestehen, wie wir sie heute im Universum sehen“, schreibt Krauss in „Ein Universum aus Nichts“...

Da fehlt mir z.B. komplett die logische (von der mathematischen ganz zu schweigen) Herleitung warum ein kleiner Überschuß an Materie zur Substanz in der Größenordnung unseres Universums führen kann.

Recht interessant finde ich aber jedenfalls die Beschreibung wie sich das Verständnis des Vakuums im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Naturwissenschaft strebt in seiner Ausrichtgung und Methodik ganz allgemein möglichst präzise Berechnungnen durchzuführen, auch exakte Prognosen treffen zu können sowie reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Das trifft natürlich genauso für die Astrophysik zu; aber je mehr es ans 'Eingemachte' geht in Bezug auf die kleinsten Strukturen der grundlegenden Faktoren im Universum wie u.a. Raum, Zeit, Materie, Energie und Gravitation, desto schwieriger scheint dies zu werden.

Begriffe wie Unschärfe, virtuelle Teilchen, zufällige Fluktuationen, Wahrscheinlichkeiten, Verschränkung, etc., weisen darauf hin, dass es im Bereich von Quanten, Quantenfeldern aber auch der nach wie vor gesuchten Theorie der Quantengravitation nicht nur extrem herausfordernd werden dürfte, überhaupt einmal zu so etwas wie einem Gesamtverständnis zu gelangen sondern es könnte auch immanent sein, dass dem Streben nach absoluter Präzision (am besten bis zu einigen Nachkommastellen...) naturgegebene Limits entgegenstehen könnten.
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Es geht dort um die Rezension von A Universe from Nothing von Lawrence Krauss:

So weit die Hypothese von der Entstehung des Alls, wie sie Krauss und andere vertreten. Zu viel Lärm um Nichts, befand dagegen der Philosoph David Albert von der New Yorker Columbia-Universität. In der „New York Times“ zerriss er Krauss’ Buch. Alberts zentrales Argument: Das von dem Physiker behauptete Nichts ist in Wirklichkeit schon etwas Vorhandenes, bestehend aus „relativistischen Quantenfeldern“. Diese Felder sind der Ursprung der Materie, und gelegentlich auch eines Vakuumzustands, in dem sie keine Materie enthalten.

Der Artikel in der New York Times ist ja nun schon neun Jahre alt. Ich weiß auch nicht, ob der Link darauf hier für jederman funktioniert, weil man dafür gewöhnlich eine Subskription braucht. Ich zitiere nur mal ein paar Passagen daraus:

Lawrence M. Krauss, a well-known cosmologist and prolific popular-science writer, apparently means to announce to the world, in this new book, that the laws of quantum mechanics have in them the makings of a thoroughly scientific and adamantly secular explanation of why there is something rather than nothing.

It happens that ever since the scientific revolution of the 17th century, what physics has given us in the way of candidates for the fundamental laws of nature have as a general rule simply taken it for granted that there is, at the bottom of everything, some basic, elementary, eternally persisting, concrete, physical stuff. The fundamental physical laws that Krauss is talking about in “A Universe From Nothing” - the laws of relativistic quantum field theories - are no exception to this. The particular, eternally persisting, elementary physical stuff of the world, according to the standard presentations of relativistic quantum field theories, consists (unsurprisingly) of relativistic quantum fields.

Certain arrangements of the fields, for instance, correspond to there being 14 particles in the universe, ... and certain other arrangements correspond to there being no particles at all. And those last arrangements are referred to, in the jargon of quantum field theories, for obvious reasons, as “vacuum” states. Krauss seems to be thinking that these vacuum states amount to the relativistic-quantum-field-theoretical version of there not being any physical stuff at all. And he has an argument - or thinks he does - that the laws of relativistic quantum field theories entail that vacuum states are unstable. And that, in a nutshell, is the account he proposes of why there should be something rather than nothing.

But that’s just not right ... The true relativistic-quantum-field-theoretical equivalent to there not being any physical stuff at all isn’t this or that particular arrangement of the fields - what it is (obviously, and ineluctably, and on the contrary) is the simple absence of the fields!

Krauss, mind you, has heard this kind of talk before, and it makes him crazy ... He complains that “some philosophers and many theologians define and redefine ‘nothing’ as not being any of the versions of nothing that scientists currently describe,” and that “now, I am told by religious critics that I cannot refer to empty space as ‘nothing,’ but rather as a ‘quantum vacuum,’ to distinguish it from the philosopher’s or theologian’s idealized ‘nothing,’ and he does a good deal of railing about “the intellectual bankruptcy of much of theology and some of modern philosophy.” But all there is to say about this, as far as I can see, is that Krauss is dead wrong and his religious and philosophical critics are absolutely right.


Was soll man dazu sagen? Ein völlig nutzloser semantischer Streit zwischen philosophischen und physikalischen Definitionen von 'Etwas' und 'Nichts'? Vermutlich nichts als ein Sturm im Wasserglas, der weder für die philosophische noch für die physikalische Betrachtung einen Gewinn bringt.

Ist ja nun auch schon neun Jahre her, da kräht eh kein Hahn mehr darüber!
 

kirk11

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Wieder einmal zurück zu SL, diesmal aber etwas andere:



Dass inzwischen auch schon über die Existenz von GEODEs spekuliert wird, hatte ich bisher nicht mitbekommen.
 

P_E_T_E_R

Mitglied
... theoretisch denkbar, aber reine Spekulation ...

Anscheinend diffundiert die Kosmologie selbst rasant unter der Wirkung der Dunklen Energie und entfernt sich immer mehr von einer empirischen Wissenschaft.
 

kirk11

Mitglied
Einer der wesentlichen Hemmschuhe für ein besseres Verständnis unseres Universums sind m.E. noch vorhandene Verständnislücken im Verständnis der Raumzeit.

Natürlich ist einiges über die Raumzeit bekannt - siehe vor allem SRT & ART.

Aber dieses Wissen geht im wesentlichen in eine bestimmte Richtung während zu anderen Aspekten wenig (auf breiter Basis akzeptiert) bekannt ist.

Woraus besteht die Raumzeit, wie strukturiert sie sich und vor allem auch wie wirkt sie sich als Faktor in Bezug auf die Energie-Dichte im Universum aus ?

Gerade der letzte Punkt ist mE von ganz großer Bedeutung zum besseren Verständnis des Universums;
Raumzeit ist immerhin allgegenwärtig - diese als Energie-Dichte Faktor zu vernachlässigen bzw. zu unterschätzen würde sich natürlich auch entsprechend auf das diesbezügliche Gesamtbild auswirken bzw. dieses verzerren.

Ziehen wir als Beispiel SL heran:
eine der plausiblesten Erklärungsvarianten zum Thema was sich im Inneren eines SL befindet ist ja, dass es dort keine Materie mehr gibt sondern nur Raumzeit.
Daraus würde aber auch folgern, dass dort die Raumzeit für die notwendige Energie-Dichte sorgen muß - für die Gravitation, welche ja bis weit außerhalb eines SL nach den üblichen Gesetzmäßigkeiten wirkt.

Und die durchschnittliche Energiedichte in einem SL ist ja nicht gerade gering - auch wenn sie sehr wahrscheinlich im zentralen Bereich des SL ganz erheblich höher ist als in der Nähe des Ereignishorizonts.

Unabhängig davon bin ich überzeugt dass der Raumzeit immer bzw. überall eine gewisse Energie-Dichte zugebilligt werden muß - wobei außerhalb von SL ganz erheblich geringer als beim Sonderfall eines SL.

Wie paßt nun diese (von mir) postulierte Energie-Dichte der Raumzeit ins Gesamtbild der bekannten (Masse-/)Energie-Dichte im Universum ?

Hat diese Auswirkungen z.B. im Verständnis von DM und DE ?

Ich sehe im Begriffsbereich (das ist jetzt nur eine schematische, unvollständige Aufzählung) DE - Quantenfelder - Vakuum-Fluktuationen - Raumzeit(Energie-Dichte) gewisse Zusammenhänge bzw. Überschneidungen.

Näheres dazu sowie was mir zum Thema Struktur der Raumzeit durch den Kopf geht, werde ich bei Gelegenheit hier festhalten.
 
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