Bernd Limburg
Aktives Mitglied
Hallo in die Runde,
da ich zur Zeit Zugriff auf ein GL SPECTIS Touch Handspektrometer habe, habe ich mal ein paar Dinge gemessen, die ich schon immer mal "überprüfen" wollte.
Optolong L-eXtreme Duobandfilter
Als Lichtquelle habe ich die LED meines iPhones verwendet, die im interessanten Bereich zwischen 450 und 700 nm genügend und genügend gleichmäßige Intensität zeigte, so dass ich gegen dieses Spektrum normiert habe. Die Geometrie des Aufbaus entspricht grob einem Strahlenbündel wie bei f/6, sollte also für den Filter noch OK sein. Leider hat das Spektrometer selbst nur eine FWHM von 10 nm, was schon mehr als die FWHM der Bänder des Optolong ist. Von daher sind die Breiten der Peaks im gemessenen Spektrum vom Messgerät dominiert. Die Zentralwellenlänge sollte aber auf < 1 nm genau sein.
Lange Rede, hier das Ergebnis:
Ich habe angenommen, dass das Maximum der abs. Transmission bei 90 % liegt (so steht es im Datenblatt), und ich habe mal die OIII-Linie(n) und die Halpha-Linie eingezeichnet. Die 500.7 nm-Linie des OIII wird perfekt getroffen, die deutlich schwächere 495.9 nm-Linie aber nur noch mit der Hälfte der Intensität durchgelassen. Wenn die tatsächliche Halbwertsbreite des Filters noch geringer ist (angegeben sind ja 7 nm), bleibt allerdings von der 495.9 nm-Linie nicht mehr viel übrig. Wichtig ist aber, dass die Hauptlinie gut getroffen ist.
Halpha ist auf 1 nm genau getroffen, theoretisch würde Halpha mit 72 % Transmission durchgelassen. Aber auch hier würde bei schmalerer Filterbreite noch etwas verloren gehen, möglicherweise rutscht Halpha bis auf 50 % ab.
Alles in allem bin ich mit diesen Erkenntnissen zufrieden, es ist glaube ich das, was man erwarten kann. Über die Serienstreuung der L-eXtremes sagt das hier natürlich nichts aus.
Grüner Laserpointer
Ich wollte noch einen Plausicheck der Wellenlängengenauigkeit machen und habe dazu einen grünen Laserpointer (DPSS, 532 nm) gemessen:
Das passt perfekt, und man sieht wieder die Halbwertsbreite von 10 nm, die vom Spektrometer stammen. Die Laserlinie selbst ist deutlich schmaler.
Lokale Lichtverschmutzung
Zu guter Letzt hat mich noch die fürchterliche Straßenlaterne direkt vor meinem Beobachtungsbalkon interessiert. Typische Natriumdampflampe:
Mal schauen, ob ich mir dagegen einen Optolong L-pro oder einen IDAS LPS zulege. Muss mal die Spektren übereinanderlegen, wie viel da zu erwarten wäre.
Viele Grüße
Bernd
da ich zur Zeit Zugriff auf ein GL SPECTIS Touch Handspektrometer habe, habe ich mal ein paar Dinge gemessen, die ich schon immer mal "überprüfen" wollte.
Optolong L-eXtreme Duobandfilter
Als Lichtquelle habe ich die LED meines iPhones verwendet, die im interessanten Bereich zwischen 450 und 700 nm genügend und genügend gleichmäßige Intensität zeigte, so dass ich gegen dieses Spektrum normiert habe. Die Geometrie des Aufbaus entspricht grob einem Strahlenbündel wie bei f/6, sollte also für den Filter noch OK sein. Leider hat das Spektrometer selbst nur eine FWHM von 10 nm, was schon mehr als die FWHM der Bänder des Optolong ist. Von daher sind die Breiten der Peaks im gemessenen Spektrum vom Messgerät dominiert. Die Zentralwellenlänge sollte aber auf < 1 nm genau sein.
Lange Rede, hier das Ergebnis:
Ich habe angenommen, dass das Maximum der abs. Transmission bei 90 % liegt (so steht es im Datenblatt), und ich habe mal die OIII-Linie(n) und die Halpha-Linie eingezeichnet. Die 500.7 nm-Linie des OIII wird perfekt getroffen, die deutlich schwächere 495.9 nm-Linie aber nur noch mit der Hälfte der Intensität durchgelassen. Wenn die tatsächliche Halbwertsbreite des Filters noch geringer ist (angegeben sind ja 7 nm), bleibt allerdings von der 495.9 nm-Linie nicht mehr viel übrig. Wichtig ist aber, dass die Hauptlinie gut getroffen ist.
Halpha ist auf 1 nm genau getroffen, theoretisch würde Halpha mit 72 % Transmission durchgelassen. Aber auch hier würde bei schmalerer Filterbreite noch etwas verloren gehen, möglicherweise rutscht Halpha bis auf 50 % ab.
Alles in allem bin ich mit diesen Erkenntnissen zufrieden, es ist glaube ich das, was man erwarten kann. Über die Serienstreuung der L-eXtremes sagt das hier natürlich nichts aus.
Grüner Laserpointer
Ich wollte noch einen Plausicheck der Wellenlängengenauigkeit machen und habe dazu einen grünen Laserpointer (DPSS, 532 nm) gemessen:
Das passt perfekt, und man sieht wieder die Halbwertsbreite von 10 nm, die vom Spektrometer stammen. Die Laserlinie selbst ist deutlich schmaler.
Lokale Lichtverschmutzung
Zu guter Letzt hat mich noch die fürchterliche Straßenlaterne direkt vor meinem Beobachtungsbalkon interessiert. Typische Natriumdampflampe:
Mal schauen, ob ich mir dagegen einen Optolong L-pro oder einen IDAS LPS zulege. Muss mal die Spektren übereinanderlegen, wie viel da zu erwarten wäre.
Viele Grüße
Bernd