Gerd Düring Komakorregierende Barlow

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Ob dafür ein Markt vorhanden und wie groß der ist, kann ich nicht abschätzen.

Grundsätzlich wäre eine solche Barlow natürlich für alle Astrofotografen mit Newton interessant, die damit für kleinere Objekte ihr Gerät auf eine längere Brennweite bringen können. Ein 42er Bildkreis sollte aber berücksichtigt werden.

Diesen Weg halte ich für charmanter, als einen langbrennweitigen RC oder SC mittels Reducer auf eine kürzere Brennweite zu bringen, da hier die Ausleuchtung meistens durch Sekundärspiegel oder Blendenrohr begrenzt ist und Vollformat bei reduzierter Brennweite nur mit erheblicher Vignettierung möglich ist.

Im Kern hätte ich dann Newton + Komakorrektor bei f/5 und mit Barlowkorrektor bei f/7,5 oder meinentwegen auf f/8 oder f/9.
Wenn ich bei f/5 voll ausleuchte, dann ist eine längere Blende kein Problem und ich leuchte ebenfalls voll aus.

 
hallo,

so eine fotografosche 1,6x oder 1,7x Barow hatte ich Gerd Düring sofort nahegelegt, da mal eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Eine längere Brennweite für Newtons bei gleichbleibend kleiner Obstruktion und damit kleineren Sternen würde der Markt meiner Ansicht nach gut aufnehmen. Die Probleme das gut umzusetzen sind aber ungleich grösser als bei einem langen Verlängerungsfaktor.

Und eine Verwendung mit Binoansätzen wahrscheinlich nicht gut möglich wegen der Farbfehler der Prismen die er korrigieren müsste. Nicht umsonst zeigt der Baader 1,6x so viel Farbe ohne Glasweg und lässt sich fotografisch nicht sinnvoll verwenden.

Aber da fliegt der Ball zum Gerd *schupf* :-)

lg Tommy
 
Hi Zusammen,

Vixen hat sowas für das R200SS angeboten. Was ich an Rückmeldungen dazu bekommen habe war "flaues Bild" - kann aber an etlichen Dingen gelegen haben, sicht nicht zuletzt auch die Frage nach der Justage. Machte meiner Erinnerung nach f/7,5 aus f/4.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Olli, Tommy,

Wäre es denn möglich, so eine Barlow mit einem Verlängerungsfaktor von 1,5 zu rechnen und diese dann in 2" zu bringen?
in der jetzigen Form als verkittetes Doubelt und dann noch Fototauglich also mit geebnetem Bildfeld klappt das mit Faktor 1,5X nicht.
Ein richtiger Fotografischer Korrektor wie die ASA erfordert weit mehr Aufwand.
Möchte man bei einer sehr günstigen Lösung bleiben könnte man auf Basis der oben vorgestellten Barlow eine Kompromisslösung anstreben die Fotografisch eine noch etwas bessere Feldkorrektur hätte und einen etwas kleineren Verlängerungsfaktor.
Die würde dann allerdings auch länger bauen.
Wunder darf man aber so nicht erwarten.
Ich habe daher diverse Optionen geprüft um ein zur ASA Barlow konkurrenzfähiges Konzept zu entwickeln.
Das rechnen eines klassischen Wynne Ansatzes mit größerem Verlängerungsfaktor funktioniert zwar aber es mach hier die Korrektur der Bildfeldwölbung Probleme.
Würde man diese rausrechnen ließe sich ein sehr ansprechendes Ergebnis erreichen.
Ein Test so eines Konzeptes bei dem Herrn der im Nachbarforum einen K-Sternhimmel auch im Feld ablichtet wäre dann zwar ganz vorzüglich ausgefallen.

Da es aber eine Fotografisch zu verwendende Barlow mit relativ großem nutzbarem Bildkreis werden soll will ich natürlich auch etwas dafür Taugliches rechnen.
Hier kommt man mit dem 3 Linsigem Wynne Ansatzt an Grenzen.
Ein Wynne ist ein sehr schönes Konzept mit dem sich recht einfach hervorragende Ergebnisse erreichen lassen wenn dieser die Brennweite nicht oder nur wenig ändert.
Soll es ein nennenswerter Verlängerungsfaktor + ebenes Bildfeld werden kommt man damit schnell an Grenzen.

Ich habe daher einen solchen Ansatz nicht weiter verfolgt und einen eigenen Ansatz entwickelt.
Es ist ein 4 Linser mit Faktor 1,6 und brauchbarem Bildkreis von 40mm Durchmesser.
Er wäre zur Asa Barlow konkurrenzfähig aber weder die ASA Barlow noch mein Konzept können die fantastische Korrektur eines klassischen Wynne der die Brennweite nicht nennenswerte Verändert erreichen.
Ich werde meinen Entwurf bei Gelegenheit mal vorstellen, eine Umsetzung ist aber momentan ohnehin nicht vorgesehen.

Grüße Gerd.
 
Hallo zusammen,

so nun wieder zur aktuellen Barlow.
Oben schon erwähnter Herr mit dem K-Sternhimmel hatte sich auch mal daran versucht.
Nachdem der 1. Versuch dieses Herrn die Barlow im Feld zu testen kläglich gescheitert war und Er einsehen musste das Sein Testergebnis sich nicht mit Seiner eigenen Beobachtung am Okular mit genau dieser Barlow deckt hat er nun einen 2. Anlauf gewagt.
Dieser scheint erst mal augenscheinlich ein plausibles Ergebnis zu liefern welches sich mit dem Design deckt.
Ich kann mich mit dem gewählten Testaufbau aber trotzdem noch nicht anfreunden.

Als sehr wichtigen Punkt ist hier die von dem Herrn nicht berücksichtigte Bildfeldwölbung zu nennen.
Diese scheint Er übrigens grundsätzlich nicht bei Seinen K-Sternhimmel Aufnahmen im Feld zu berücksichtigen.
Für visuelle Zwecke kann man das machen wenn diese sich noch in Grenzen hält, Fotografisch natürlich überhaupt nicht.

Es ergab sich dort die Frage warum Er bei 112mm Fokusabstand die bessere Sternabbildung erhält.
Die will ich hier mal beantworten, dort ist ja eh geschlossen.

Es ist in der Tat so das sich der Asti meines Designs bei etwas größerem Fokusabstand weiter verringert um dann nach dem Nulldurchlauf mit umgekehrtem Vorzeichen wieder anzusteigen.
Dieser Nulldurchgang des Asti ist allerdings nicht bei 112mm sondern bei 120mm Fokusabstand.
Man beachte das der Asti der Barlow vor dem Nulldurchgang (Fokusabstände unterhalb von 120mm) dem üblicher Okulare entgegenwirkt, den Okularasti also mindert während er danach diesen verstärkt.
Es zählt visuell nun mal das Gesamtpaket Okular + Barlow und nicht die Barlow allein.
Von da her ist es auch wenig sinnvoll sich hier allein die Barlow anzuschauen.
Der beste Test einer Barlow für’s Visuelle ist daher immer der im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Okularen und nicht nur der Barlow allein.

Ein weiterer Aspekt der gegen eine vollständige Korrektur des Barlow Asti spricht ist der dann stark geschrumpfte Krümmungsradius der optimalen Bildschale dieser wäre dann mit lediglich 80mm in einem Bereich der auch Visuell Relevanz hat.
Das Auge kann bei großem Feld nicht mehr voll kompensieren und es ergibt sich eine Unschärfe am Feldrand die nachfokussieren erfordert.
Wie stark sich das zeigt ist aber auch vom Okular und dessen Bildfeldwölbung abhängig.
Auch hier gilt, es sind die Fehler der Barlow mit denen des Okulares zu verrechnen.

Auch fotografisch ist es nicht unbedingt die beste Lösung sich für eines der beiden Extreme zu entscheiden.
Man kann auch eine vollständige Korrektur der Bildfeldwölbung erreichen.
Der Preis wäre ein ganz erheblicher Asti.
Oder man könnte eben die vollständige Korrektur des Asti erreichen, der Preis wäre dann eben eine erhebliche Bildfeldwölbung.
Man erhält in dem Fall zwar wenn man nachfokussiert hat wie der Herr in Seinem Test auch zeig sehr ordentliche Srternabbildungen aber um das nutzen zu können müsste der Chip einen Krümmungsradius von 80mm haben.
Üblicherweise sind die aber nun mal Plan.

Es ist also das Sinnvollste einen vernünftigen Kompromiss zwischen beiden Extremen zu finden.
Also etwas Bildfeldwölbung in Kauf zu nehmen um dann den Asti zu mindern aber eben auch etwas Asti in Kauf zu nehmen damit der Krümmungsradius der optimalen Bildschale noch im akzeptablen Rahmen bleibt.
Genau das habe ich bei dieser Barlow getan und genau deshalb gebe ich hier 105mm als optimalen Fokusabstand an.

So ergibt sich im Feld inklusive der Bildfeldwölbung der kleinste RMS Spot und auch der Wellenfrontfehler ist bei dem von mir gewählten Kompromiss im Feld am kleinsten.

Die Folge sind aber am Feldrand bei APS-C ovale aber immer noch relativ kleine Sterne.
So wie es bei Tommy zu sehen ist.

http://www.teleskop-shop.at/testphotos/Telescope_Raw_Photos/M57_10N+28GD-Barlow_RAW.jpg

Wer lieber etwas rundere aber dafür wegen Bildfeldwölbung mehr aufgeblasene Sterne am Feldrand haben möchte kann auch gerne mit etwas größerem Fokusabstand arbeiten.
Das ist dann letztlich auch eine Frage des Geschmacks und der ist bekanntlich unterschiedlich.

Alles zusammen, also kleine und runde Sterne ist bei APS- C am Feldrand mit dieser Barlow leider nicht mehr zu machen.
Es ist aber angesichts der einfachen Bauart und des in Relation zur ASA ja auch wesentlich günstigeren Preises beachtenswert das mit dieser Barlow bis APS-C trotzdem noch recht brauchbare Ergebnisse zu erreichen sind.
Auch wenn sie in den Ecken nicht mehr ganz perfekt sind.

Grüße Gerd

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

jedenfalls ist weder mit einem 32mm Plössl noch einem 22mm LVW etwas von Asti am Feldrand zu bemerken - eingesetzt an 300/1200 also f/4.
Das sind noch keine kritischen APs, dafür muss erstmal Wetter sein. Jedenfalls kann ich für diese Brennweiten und im Vergleich zur 3x Televue und zur 2,8x Klee zunächst mal festhalten, dass das Design funktioniert.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Leute

heute sind die 2 teiigen photo-visuellen Adapter eingetroffen :-)

Link zur Grafik: http://www.apm-telescopes.net/media/images/lagerliste/popup/2876/APM%20Duering%20deluxe%20adapterset%20-3.jpg
Link zur Grafik: http://www.apm-telescopes.net/media/images/lagerliste/popup/2876/APM%20Duering%20deluxe%20adapterset%20-1.jpg

Der untere 1.25" Adapter verfügt an der Okularseite über ein T2 Aussengewinde, sodaß ein T2 Ring mit DSLR angeschlossen werden kann, mit einem Backfokus von 55 mm

Der obere Adapter hat 2" Steckaussendurchmesser , am unteren ende ein T2 Innengewinde , am oberen Okulareinsteckloch eine besondere Klemmung wie der APM Deluxe Adapter 2"/1.25" sowie ein abschraubbarer Ring unter dem nochmals ein T2 Aussengewinde zutage kommt, sodaß diese Adapter sehr gut auch für andere Zwecke eingesetzt werden können.

Somit sind wir ab Tag heute Lieferfähig

Viel spaß nun
 
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