Hallo Dirk,
Zitat von Dirkneu:
...Ich würd im Innenraum ein passendes (12V 3/3,5 A) Netzteil in die Steckdose stöpseln und von da mit 2*0,75mm² Kabel die 12 V zum Aufstellungsort führen...
und dann?
Hast Du dir schon mal ausgerechnet welche Spannung bei welcher Stromentnahme da noch beim Verbraucher (Montierung) ankommt?
Schau mal, für einen Dauerstrom von 2A sieht das so aus:
- Leitungslänge = 10m; Uv= 0,949V; Verlust= 7,92%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 11,05V
- Leitungslänge = 20m; Uv= 1,898V; Verlust= 15,82%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 10,10V
- Leitungslänge = 30m; Uv= 2,840V; Verlust= 23,742%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 9,15V
Bei einer Stromentnahme von max. 3,5A wird es noch unwirtschaftlicher:
- Leitungslänge = 10m; Uv= 1,661V; Verlust= 13,84%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 10,34V
- Leitungslänge = 20m; Uv= 3,322V; Verlust= 27,7%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 8,67V
- Leitungslänge = 30m; Uv= 4,980V; Verlust= 41,5%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 7,02V
Wie Du siehst, wird das mit einem
12V-Netzteil und einem Kabelquerschnitt von 0,75mm^2 wohl nix werden, da die erforderliche Spannung für das stabile funktionieren der Montierung o.Ä. wohl unterschritten würde. Eine Erhöhung der Speisespannung ist nicht das Mittel zum Zweck, da die Probleme die Gleichen bleiben. Hier mal die Situation mit einem gängigen Universal-Netzteil mit einer Ausgangsspannung von 13,8V was in etwa der Spannung eines vollgeladenen 12V-Bleiakkus entspricht (die Stromentnahme beträgt 2A):
- Leitungslänge = 10m; Uv= 0,474V; Verlust= 6,88%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 12,85V
- Leitungslänge = 20m; Uv= 1,898V; Verlust= 13,76%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 11,90V
- Leitungslänge = 30m; Uv= 2,848V; Verlust= 20,64%; Ankommende Spg. am Verbraucher = 10,95V
Das nächste Problem ist der Leitungswiderstand, abhängig von der Länge und vom Querschnitt der Zuleitung Netzgerät > Teleskop, welcher die ankommende Spannung U am Teleskop, je nach Belastung(Stromentnahme) stark schwanken lässt.
Natürlich könnte man jetzt auch noch, als einzig verbleibendes Mittel, den Leitungsquerschnitt erhöhen, was natürlich irgendwann auch zum Erfolg führt aber Professionell ist das nicht.
Gleichspannungen lassen sich eben nur mit großen Verlusten über längere Strecken transportieren, nicht umsonst nimmt man schon seit 80 Jahren den wesentlich wirtschaftlicheren Wechselstrom, welcher sich nach Bedarf transformieren lässt.
Erst im oder kurz vor dem Endgerät wird dann der hochvoltige Wechselstrom runter transformiert und per Gleichrichtung eine (stabilisierte) Gleichspannung erzeugt.
Welche Möglichkeiten haben wir, im nassen Gras hockende Spechtler,
wenn kein Akkubetrieb gewünscht ist, den Berührungsschutz zu gewährleisten (ich gehe mal davon aus, dass in der Hausinstallation bereits der angeführte FI-Schalter vorhanden ist):
- 1. FI-Schalter 30mA + Billignetzteil
- 2. FI-Schalter 30mA + VDE zugelassenes Netzteil für den Aussenbereich
- 3. FI-Schalter 30mA + Trenntrafo + Netzteil nach Wahl
zu 1: schlechteste Methode, auch 30mA bei 230V sind u.U. lebensgefährlich!
zu 2: m.Mg. nach zweitbeste Methode und teuer
zu 3:
wäre die Möglichkeit meiner Wahl, absolut sicher, da keine Fehlerströme zur Erde fließen können, da potentialfrei!