Sven_Wienstein
Aktives Mitglied
Hallo Lothar,
wie sollte ich denn ohne Vermischung hier eine produktive Diskussionsebene aufrecht erhalten? Diskussion kann ja nur fruchtbar sein, indem man auf die Diskussionspartner eingeht. Selbst das Drama entwickelt sich im Dialog!
Ich habe allerdings eine andere Einstellung, und zwar aus eigenen Erfahrungen, zum mühevoll zusammengekratzten Geld anderer Sternfreunde. Ich finde es ist ein Jammer, wenn dafür ein Gerät angeschafft wird, dass von seinen optischen Eigenschaften unpassend gewählt ist.
Ich möchte hier mal die kalte Logik darstellen:
Auf die Feststellung "die Optik ist (für das Geld) nicht optimal gewählt" folgen zwei mögliche Situationen:
1. Der Sternfreund ist mit seinem Gerät mangels vergleich zufrieden, oder er belügt sich selbst bei einem Vergleich.
2. Der Sternfreund ist unzufrieden, sofort oder nach einem Vergleich.
Falls Fall 2 eintritt, sind wir uns einig, mit dem Unterschied, dass ich schon vor dem Eintreten von Fall zwei gerne hinweisen oder warnen möchte. Dafür bietet ein Internetforum eine gute Plattform. Ich möchte nicht darüber nachdenken, wie viele Leute sich vor dem Kauf wirklich informieren, gerade auch die, bei denen die Kohle eigentlich nicht so locker sitzt!
Falls Fall 1 eintritt, hast Du den moralischen Joker, dass Du dem Sternfreund nicht seine Träume vom "Herzensteleskop" zerstörst, mir fällt die Rolle des Miesepeters zu, der von Anfang an das Gerät schlecht gemacht hat, und später dann auch noch den Finger in die Wunde legt, was reichlich traumzerstörend wirkt.
Fragt sich nur: Was ist richtig, oder was ist aufrichtiger? Mitspielen, und den Sternfreund dabei unterstützen, sich selbst zu belügen? Ihn sich allein überlassen? Oder ihn aus seinen Träumen herausreißen?
Wenn es dabei um ein privates Gespräch ginge, würde ich vermeiden wollen, allzu schmerzhaft auf die Probleme des bereits gekauften Geräts hinzuweisen.
Da hier aber etliche Leute (und sei es via Suchfunktion nächstes Jahr noch) mitlesen, halte ich es für wichtiger, bei denen den Fehlkauf zu vermeiden, bei denen er noch vermeidbar ist.
Übrigens möchte ich noch etwas von Günther aufgreifen, was wohl kaum einer kapiert hat.
Was hättet ihr dazu gesagt, wenn Anette zum 250/1250 Dobson einen 150/1200 Newton gekauft hätte?!
Damit die Idee dahinter besser verständlich wird: Dem planetenoptimierten 150/1200 würde wohl niemand nachsagen, er könnte den 250/1200 in dieser Disziplin ernstlich "gefährden". Spannend wird's aber, wenn man sich überlegt, dass bezüglich der Disziplin Widefield der Rafraktor 150/1200 mit dem Newton 150/1200 geradezu gleichzusetzen ist. Was wird dann aus dem zu hellen Bild bei großer AP unter schlechtem Himmel? Wird die Rolle der Transmission wirklich korrekt eingeschätzt?
Was Günther doch wohl sagen wollte: Wer würde nicht den Kopf schütteln, wenn ein 150/1200 Newton dazugekauft worden wäre? Aber wenn in dem Falle die Einigkeit so groß ist, wie kann es dann sein, dass im Falle eines 150/1200 Achromaten die Uneinigkeit so persönlich nahegehend formuliert werden muss? Und zwar, wenn man sich den Thread mal anschaut, mit den weniger Objektiven Beiträgen doch offensichtlich auf Seiten der "Achromat-Verteidiger", und wenn auch ein Chromakorr drinsteckt...
Clear Skies
Sven
wie sollte ich denn ohne Vermischung hier eine produktive Diskussionsebene aufrecht erhalten? Diskussion kann ja nur fruchtbar sein, indem man auf die Diskussionspartner eingeht. Selbst das Drama entwickelt sich im Dialog!
Ich habe allerdings eine andere Einstellung, und zwar aus eigenen Erfahrungen, zum mühevoll zusammengekratzten Geld anderer Sternfreunde. Ich finde es ist ein Jammer, wenn dafür ein Gerät angeschafft wird, dass von seinen optischen Eigenschaften unpassend gewählt ist.
Ich möchte hier mal die kalte Logik darstellen:
Auf die Feststellung "die Optik ist (für das Geld) nicht optimal gewählt" folgen zwei mögliche Situationen:
1. Der Sternfreund ist mit seinem Gerät mangels vergleich zufrieden, oder er belügt sich selbst bei einem Vergleich.
2. Der Sternfreund ist unzufrieden, sofort oder nach einem Vergleich.
Falls Fall 2 eintritt, sind wir uns einig, mit dem Unterschied, dass ich schon vor dem Eintreten von Fall zwei gerne hinweisen oder warnen möchte. Dafür bietet ein Internetforum eine gute Plattform. Ich möchte nicht darüber nachdenken, wie viele Leute sich vor dem Kauf wirklich informieren, gerade auch die, bei denen die Kohle eigentlich nicht so locker sitzt!
Falls Fall 1 eintritt, hast Du den moralischen Joker, dass Du dem Sternfreund nicht seine Träume vom "Herzensteleskop" zerstörst, mir fällt die Rolle des Miesepeters zu, der von Anfang an das Gerät schlecht gemacht hat, und später dann auch noch den Finger in die Wunde legt, was reichlich traumzerstörend wirkt.
Fragt sich nur: Was ist richtig, oder was ist aufrichtiger? Mitspielen, und den Sternfreund dabei unterstützen, sich selbst zu belügen? Ihn sich allein überlassen? Oder ihn aus seinen Träumen herausreißen?
Wenn es dabei um ein privates Gespräch ginge, würde ich vermeiden wollen, allzu schmerzhaft auf die Probleme des bereits gekauften Geräts hinzuweisen.
Da hier aber etliche Leute (und sei es via Suchfunktion nächstes Jahr noch) mitlesen, halte ich es für wichtiger, bei denen den Fehlkauf zu vermeiden, bei denen er noch vermeidbar ist.
Übrigens möchte ich noch etwas von Günther aufgreifen, was wohl kaum einer kapiert hat.
Was hättet ihr dazu gesagt, wenn Anette zum 250/1250 Dobson einen 150/1200 Newton gekauft hätte?!
Damit die Idee dahinter besser verständlich wird: Dem planetenoptimierten 150/1200 würde wohl niemand nachsagen, er könnte den 250/1200 in dieser Disziplin ernstlich "gefährden". Spannend wird's aber, wenn man sich überlegt, dass bezüglich der Disziplin Widefield der Rafraktor 150/1200 mit dem Newton 150/1200 geradezu gleichzusetzen ist. Was wird dann aus dem zu hellen Bild bei großer AP unter schlechtem Himmel? Wird die Rolle der Transmission wirklich korrekt eingeschätzt?
Was Günther doch wohl sagen wollte: Wer würde nicht den Kopf schütteln, wenn ein 150/1200 Newton dazugekauft worden wäre? Aber wenn in dem Falle die Einigkeit so groß ist, wie kann es dann sein, dass im Falle eines 150/1200 Achromaten die Uneinigkeit so persönlich nahegehend formuliert werden muss? Und zwar, wenn man sich den Thread mal anschaut, mit den weniger Objektiven Beiträgen doch offensichtlich auf Seiten der "Achromat-Verteidiger", und wenn auch ein Chromakorr drinsteckt...
Clear Skies
Sven