Die besten Regionen dürften Ebro-Tal und Meseta Central sein, rein von Wolken und Horizontsicht. Das ist zumindest der Tenor von
Jan Hattenbachs Buch, das sich auf Spanien beschränkt, das aber ausführlich aufschlüsselt, und von
meinem Buch, das auch Kapitel zu SoFis enthält und Island mit abdeckt. In Island ist bei Borgarnes eine Wettergrenze, tendenziell ist es entweder nördlich oder südlich besser. Die aktuelle Ausgabe von
Astronomie das Magazin widmet sich auch dem Thema.
Welches spanische Castillo dir als Hintergrund am besten gefällt und bis wann du da noch einen Parkplatz kriegst, wissen die Götter.
Ich habe trotzdem eine Unterkunft im Gebirge nordwestlich von Saragossa gebucht. Die ist nicht ideal (in den Bergen gibt es eher Wolken, und über Wäldern erst recht), aber da war vor eineinhalb Monaten noch was frei und nicht überteuert. In dem
Thread auf Astrotreff habe ich schon mal einen Screenshot gepostet, wie das von da aussehen könnte:
Das wird mit den hohen Bergen sportlich, auch weil sich über den Wäldern wohl gerne Wolken bilden. Man sollte zwei, drei Tage vorher vor Ort sein um abzuschätzen, ob die Wolken sich zu Gewittern auftürmen oder in sich zusammenfallen.
Konsens vieler SoFi-Jäger ist wohl auch, dass man hohe Wolken durch einen Ortswechsel noch umgehen kann, horizontnahe Wolken sind problematischer.
Das Geländeprofil habe ich aus der App PlanIt Pro.
In dem PDF steht, wie du die Höhendaten in die App kriegst.
Ursprünglich hatte ich schon überlegt, ein Wohnmobil zu nehmen, weil Booking echt nicht so viele Unterkünfte im Inland hat, aber mit Kilometerbegrenzung, Rückgabe, Versicherung und Flux Libre in Frankreich (Mietwagen im Mautsystem anmelden...) war ein Hotel plus eigenes Auto dann doch günstiger, auch wenn ich damit nicht so mobil bin (was Toiletten am Beobachtungsort angeht zumindest

). Nach Sonnenuntergang noch 2-3 Stunden bis zur Unterkunft fahren ist jetzt nicht mein Plan, und wild campen ist wohl auch nicht erlaubt.
Und wenn du die Kamera mit Eclipse Orchestrator oder Solar Eclipse Maestro automatisieren willst: Maestro läuft nur auf Intel-Macs, daher habe ich mir jetzt EO gekauft und auf einem Mini-PC installiert. Wie viel länger die Belichtungszeiten gegenüber einer hochstehenden Sonne sind, wird noch interessant. Wenn du dich am Perlschnurphänomen versuchen willst, brauchst du einen zusätzlichen Auslöser, nur USB ist zur Kamerasteuerung zu lahm. Da gibt es eigentlich nur den
Shoestring USB Shutter Control Adapter, wenn du nicht selber löten willst. Für EU-Kunden verweisen die auf
Robtics. Da habe ich am 8. September per Vorkasse bestellt und jetzt die Info erhalten, dass der nicht auf Lager ist und sie sich für die Verzögerung entschuldigen. Aber immerhin scheint der Laden doch wirklich zu existieren, da hatte ich schon Sorgen
Ob ich mir den Stress antue, eine zweite Kamera mit Tele einzusetzen, weiß ich aber noch nicht. An meinem geplanten Standort ist kein Platz für eine nachgeführte Montierung, und die Bilder der MoFi waren schon eine Herausforderung. Mal sehen. Jedenfalls müssen die KAmeras bei 1,5 Minuten Totalität vollautomatisch laufen.
Clear Skies,
Alex