GoTo = GPS

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Re: GoTo = GPS = fx?

Hallo ihr,

natürlich lacht hier keiner über Anfänger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Im übrigen hätte ich auch eine Frage zu der Öffnungsverhältnisgeschichte... Ich habe schon zuweilen gelesen (ich glaube von Binoviewer) dass er bei seinem Teleskop die Öffnung absichtlich reduziert indem er eine Blende aufsetzt. Was wird damit bezweckt?

Ich meine... durch diese Öffnungsreduktion verliert er doch nur Lichstsammelvermögen, und das kann ja kaum von Vorteil sein, oder etwa doch?

*grübel*
 
Re: GoTo = GPS = fx?

hallo hoppla,

vorweg, mit deiner entscheidung hatte mein posting "GoTo=GPS"
eigentlich nicht direkt was zu tun. ich hatte es
auf den poster darüber bezogen (antares) und ihm
einfach in seiner meinung generell zustimmen wollte.

Ich frage mich jadoch, warum du dich dem Computer verschrieben hast, wo es doch viel mehr Spass macht, Treads in handgeschriebenen Briefen abzufassen.

du wirst lachen, aber ich schreibe bewußt regelmäßig mit der
hand, weil ich gemerkt habe das man sogar dabei schnell aus
der übung kommt, wenn man jahrelang nur mehr tipselt.

generell denke ich, nur weil jemand in der edv arbeitet muß er
nicht alles neue gleich jubelnd begrüßen, eher schon
differenziert betrachten. vieles was "neu" war ist auch einfach
ein schmarrn gewesen, z.b. windowsME <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

GoTo ist eben für viele eine Spielerei, nur die wenigsten
brauchens wirklich, wie der tomlicha zb., der dadurch
zeit beim fotografieren spart.

aber ein gutes hat es auf jeden fall: es kurbelt die wirtschaft
an. das kann uns derzeit nur sehr recht sein.

Sonst bin ich noch stolz darauf, als absoluter Nobody ein solche Kontroverse ausgelösst zu haben.

die lorbeeren gehen wohl eindeutig an mich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: GoTo = GPS = fx?

hallo luis,

das abblenden praktiziere ich nur bei meinem
120/600mm richfield-refraktor. der hat nämlich
bei voller öffnung zum einen eine beträchtliche
sphärische aberration (öffnungsfehler weil
schlecht geschliffene linsen) und zum anderen
einen brutalen farbfehler.
im abgeblendenten modus (80mm öffnung) sind
beide bildfehler wesentlich geringer.
an den planeten und am mond bringt mir das
einen detailgewinn, weil man bei mond und planeten
höher vergrößern muß und die fehler ansonsten
überhand nehmen würden.
bei deepksy verwende ich aber die volle öffnung,
vergrößere aber auch nur bis 100fach, weil die
sterne darüber matschig werden.

in diesem speziellen fall, wenn es um das reduzieren
von fehlern geht, bringt das abblenden was.
bei einem gerät mit einer guten optik bringt
es nichts, wie du ja schon richtig erkannt hast.

in diesem sinne, vollöffnende grüße, tom

BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: GoTo = GPS = fx?

Hallo Binoviewer,

Aha, hört sich sehr interessant an... ich habe auch so einen Richfielder - den 102/500er, aber auf dieses Idee war ich noch nicht gekommen.

Werde das mit dem Abblenden bei Gelegenheit mal testen, dankeschön <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ciao,

Luis
 
Re: GoTo = GPS = fx?

vom 102/500er hatte ich auch schon mehrere exemplare,
die haben meist die bessere optik als die 120er.

das abblenden bringt dir halt wirklich nur was,
wenn die optik so ungefähr zwischen beugungsbegrenzt
und unbrauchbar ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

ästhetischer wird das bild beim abblenden auf jeden
fall, weil auch der farbfehler geringer wird.
im normalfall verlierst du aber details dabei,
weil das auflösungsvermögen geringer wird.

bin schon gespannt was du über deine versuche
berichten wirst, wie sich das abblenden bei deinem
individuellen gerät auswirkt.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
GoTo-viele gutt!

Hi bino,

>zwar braucht er trotz
GoTo länger als ich um M57 einzustellen, er nimmt
das aber sehr gelassen weil er einfach mehr drauf
steht, wie sich das gerät von selbst bewegt und
auch die technik übt ihren reiz auf ihn aus.<

hehe, M57 is aber auch keine Kunst, ne? Wie sieht's jedoch bei engen Doppelsternen mit 'Verwechslungsgefahr' aus, oder bei zenitnahen Objekten im Long-Refraktor und womöglich mit Gradsichtsucher? Nach diverser Astrogymnastik ist okularseitig alles zugehaucht oder nach zwanzigminütigen Trennungsversuchen kriegt man mit, dass der vermeintliche Doppelstern keiner war, usw.,usf...
Im Sommer ist die Nacht zudem recht kurz, im Winter recht kalt und angesichts der sehr begrenzten Zahl der klaren Nächte in unseren Breiten überhaupt, bringt das GoTo einfach eine effektivere Nutzung der Beobachtungszeit (eventuell auch interessant für mobile Beobachter mit längerer Anfahrts- und Aufbauzeit). In der Zeit, wo andere im Dunklen tappern oder den teuren Sternatlas abnutzen, probier ich lieber diverse Vergrösserungen und Filter an einem Objekt aus oder verharre einfach in stillem Entzücken;-) Für mich rein praktisches Fazit aus diesen Überlegungen:
Ich glaub, daß kauf ich für nen Dollar! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Gruss Timmi (der z.Z. noch einfach grob übern Tubus peilt)
 
Hallo Sven,

> Ich denke, gerade bei den kleinen Goto-Geräten ist die Gefahr groß, daß die 15 Sekunden "Anfahrzeit" länger sind, als die Beobachtungszeit.

Glaub mir, die Gefahr besteht auch ganz ohne GoTo ... Mir geht es jedenfalls öfters so, dass ich irgentein Objekt, das ich schon öfters gesehen habe, nur schnell mal angucke und dann gleich weiter gehe. Bei 4,5" ist die Versuchung da besonders groß, da man oft nicht den Hauch von Details sieht und froh ist, wenn man die *pieeep* Funzel gesehen hat. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Zur Zeit halte ich es noch so, erstmal die Objekte aufzusuchen um zu wissen was geht - genauer gucken kann man später immer noch. ( Auch wenn das in Extremfällen in einen 2-Minuten Rythmus ausartet - den ich dann allerdings auch teilweise mehr als eine Stunde durchhalte. Kommt davon, wenn man endlich mal die Galaxien im Virgohaufen sehen will und einem gleichzeitig die Schule im Nacken hängt. Zum Glück mach ich mir keine Objektlisten - sonst würde das noch schlimmer werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Und ich bin ein stolzer Karkoschkabenutzer, freue mich über jeden Objekt das ich sehen kann und langsam kommen immer mehr dazu, die ich später wieder aufsuche, weil sie mir im Gedächtnis hängen geblieben sind - und das am liebsten wenn ich mal wieder ein etwas größeres Teleskop hinter dem Okular klemmen habe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

 
Re: GoTo = GPS = fx?

Hallo Tom
Alles im Butter !
Äh, ich wollte noch sagen: "in deiner kecken Art bist du nicht einmal bescheiden". Nur so, von wegen den Loorbeeren.

Übrigens, immer aufpassen, dass die Lorberen wegen zu grosser Öffnung nicht über die Ohren rutschen.

Grüsse Pe.
 
Hm - gegen Nachführmotoren an sich habe ich nichts, die sind bei meiner H-EQ5 lautlos, aber die schnellen Goto Motoren (Celestron billig Goto Monti) sind mir definitiv zu laut und machen die Stimmung, das Erlebnis beim Beobachten kaputt.

Außerdem ist bei mir der Weg (Objektsuche) das Ziel, das Finden macht dann den Lustgewinn, den Kick aus.

Aber: Jedem das Seine. So ein C11 GPS würde mich technisch absolut reizen! Schießlich gibt es Objekte, die sind wirklich schwer zu finden, wie Kleinplaneten und schwache Kometen und Planeten bei Tage bzw. in der Dämmerung.

Viele Grüße
Andreas

 
Hl alle

Ich bin froh, dass sich die Diskussion wieder in gemässigte Bahnen begeben hat und möchte deshalb noch was ernsthaftes sagen.
Wie ganz am Anfang erwähnt, bin ich in diesem Hobby ein absolutes Greenhorn. Nur die Möglichkeit, mich in der Vorzeige-Lerntechnik an die Sterne heran zu tasten, hat mich überhaupt dazu gebracht ein Teleskop zu kaufen.

An jenem Tag wollte ich eigentlich "nur" ein Fernglas, Fuijnon 10x70 kaufen. Schliesslich bin ich dann eben mit Fuij und ETX nach hause gefahren.

Obwohl der Verkäufer keine Koriphähe ist, bin ich ihm dankbar, dass ermich auf das GoTo System aufmerksam gemacht hat. Ich bin, selbst oder gerade wegen dem Hagel an "aufbauender" Kritik, mit meinem kleinen Fernrohr ganz glücklich.

Vieleicht könnt ihr euch vorsellen, wie mir zumute war, als mich dieses BanausenTele zum Saturn führte und ich diesen wundervollen Planeten das erstemal in meinem Leben mit eigenen Augen betrachten konnte. Das war dann nicht in 15 Sek. erledigt. Die ganze Familie musste sich warm anziehen und meine Begeisterung teien.

Grüsse Pe.
 
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
LOL - dieses "Familie-alle-auf-den-Balkon" beim ersten Mal war bei mir auch so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Um übrigens aufs ETX zu sprechen... ich war (bevor ich dieses Forum fand) haarscharf davor mir auch eins zu kaufen. Ich hatte damals wie Hoppla auch von nix ne Ahnung - also von Teleskopoptik.

Ich denke das Argument für GoTo ist durchaus berechtigt, wenn man den Himmel kennenlernen will ist es durchaus eine Alternative. Man klebt ja auch mit dem GoTo nicht die ganze Session mit dem Auge am Okular, sondern folgt auch dem Objektiv bei der Ausrichtung durch den Himmel, schaut mal durch den Sucher. Und da man ja in der Handbox das gesuchte Objekt eingegeben hat, weiss man auch auf WAS man da oben ausgerichtet wird. Ich meine, nach ein paar Mal wird man sicher auch ein Verhältnis für die Lage der Objekte am Himmel haben, und darum geht es ja schließlich. Das einzige was dann nur fehlt ist die Kenntnis der Sternbilder. Und wer sagt, dass der ETX Hoppla's letztes Teleskop bleiben wird?

Ich muß zugeben, ich bin durch dieses Forum von GoTo abgekommen... mich packte einfach der Ehrgeiz... nach dem Motto "warum sollte ich nicht auch das lernen können was die alles können"? Den Preis für die GoTo Technik steckte ich in eine gute und komfortable Montierung (Giro2) und zusammen mit dem Richfielder entdecke ich Nacht für Nacht langsam den Sternenhimmel. Mal hier ein neues Sternbild, mal da ein neues DS-Objekt.

Ich denke es sind einfach zwei verschiedene Wege die nach Rom führen, und wenn das Ziel "Spass an den Sternen" von beiden erreicht wird, dann ist doch alles prima, oder?

In diesem Sinne,

freihändige oder GoTo-gerichtete Grüße

Luis
 
Hi Sven!

Na klar, da gibts dann auch noch den "Angeber", der das Goto-Teleskop kauft und weniger durchschaut, als seinen Bekannten vorführt...
Das trifft es, aber du kannst es noch erweitern: viele Fernrohrbesitzer interessieren sich eben mehr für ihre oder fremde Ausrüstung als für den Himmel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Allein schon der Begriff "Teleskoptreffen" ist doch absolut entlarvend. Die Amis sprechen von einer star party, neuerdings (Zeichen der Hoffnung!) hört man in Old Europe auch schon von "Sternfreundetreffen" oder "Beobachtertreffen". Das ist schon viel besser! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

GOTO: kann hilfreich sein, ersetzt aber nicht den Durch- oder Überblick. Da wir Astronomie doch überwiegend zum Spaß betreiben, brauchen wir ja keinen Glaubenskrieg zu entfachen... Ich schiebe das Fernrohr seit 25 Jahren "zu Fuß", habe aber schon oft bei Freunden (nicht "Konkurrenten"!) erlebt, dasss GOTO nützlich sein kann. Die GOTO-Benutzer die ich meine, kennen aber auch alle seit Jahrzehnten den Himmel und finden sich selbstredend ohne die Schummelkiste zurecht. GOTO für Anfänger: meiner Meinung nach absolut fehl am Platz. Das verhindert wirklich, Einsicht in das Räderwerk am Himmel zu bekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Clear skies,
Tom
 
Hallo Tom
Du hast ja soooooo recht mit Deiner Aussage. Neben dem durch Thomas erwähnten 4. Typen, gibt es noch einen 5. Typen, besonders hirnrissig, unfähig-super-doof, und jeden Schei... haben wollenden Technikfreak: - DEN ASTRONOMEN UND ASTROPHYSIKER!!!!!!
Mir ist schon klar, dass Du VLT, Gemini, Subaru oder Keck von Hand nachführen würdest, doch spätestens bei Habbel würde auch Dir die Luft zu dünn!! Bei Deiner EQ6 haste wohl die Elektronik präventiv entfernt, -wie es sich für einen Puritanier gehört. Und Deine Bilder mit der Webcam waren auch nur ein Ausrutscher in die Moderne, natürlich ebenso wie Deine Homepage (die ich übrigends sehr schätze!!). Bei Deinem Statement kommen mir unweigerlich Galileo oder Bruno in den Sinn. Der erstere von beiden hatte es tatsächlich gewagt, so ein Rohr mit Glaszeug drin gen Himmel zu richten - Blasphemie <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> und Teufelszeug <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> !!! - Grosses Pfui und auf den Scheiterhaufen!!

Nun wird es sachlich:
Ich habe meinen Weg zum Beobachten über die Physik gefunden. Der Durchbruch kam folgendermassen: Oft war ich an den öffentlichen Tagen an der Sternwarte in Kreuzlingen ( www.avk.ch ). Das Beobachten ging folgendermassen: Die Demonstratoren, alle Profis in ihrem Fach, fuhren einmal dies und einmal das an. Je nach Seeing war nach 5..10 Objekten Schluss oder es ging immer schleppender weiter. Schuld daran war nicht die Unkenntniss der Demonstratoren sondern: Gewisse Dinge brauchen ihre Zeit. Doch mit 10..20 Leuten in der Kuppel...es blieb also bei den ewig gleichen Objekten. So hatte ich mir vor einem meiner Besuche ein paar Galaxien-Koordinaten aus Redshift 2 herausgeschrieben und bin mit dem Zettelchen da angetanzt. Das Seeing war super und Leute waren auch keine da. Nach dem Pflichtprogramm hatte ich die Demonstratoren für mich und so zog ich meinen Zettel. Es war ein absoluter Traum! Galaxien-Hüpfen, eine nach der andern, die Zeit verging wie im Flug und plötzlich hatten die beiden Demonstratoren auch noch gemerkt, was alles in dem 48cm Cassegrain steckt. Das Sahnehäubchen kam zum Schluss: M104, die Sombrerogalaxie. Besser wie alles zuvor gesehene! Dieses Erlebnis hat mich dazu bewogen A: in den Verein einzutreten und B: selber mit beobachten anzufangen.
Da ich seit 2.5 Jahren nicht mehr am schönen Bodensee, sondern in der üblen Aglo Zürich wohne, habe ich nur noch einen Ein-Paar-Sterne-Himmel: Da wird selbst das Alignement am Nexstar 11 z.T. zum Problem, vom Orientieren ohne GoTo und Auffinden schwacher Objekte schon gar nicht zu reden, nebst der Tatsache, dass ich mich da oben auch nicht besonders auskenne. Für mich hat sich der Himmel neu geöffnet und dank GoTo lerne ich die Objekte kennen und finden, und irgend wann bin ich vielleicht in der Lage, das Objekt noch vor dem GoTo zu finden (beim Mond klapt das schon recht gut).
Meine Meinung: Astronomie war und ist eine Disziplin, die IMMER durch die technische Entwicklung geprägt war und bleiben wird und in der Folge ist diese Diskussion so unnötig wie Bauchschmerzen.
In meiner alten Wohnung habe ich es genossen, im Sommer den Sternenhimmel von blosem Auge im Liegestuhl liegend zu beobachten, da wo ich jetzt wohne, brauche ich Goto.


Gruss aus dem lichtdurchfluteten Zürich
Peter



PS: Zum Glück habe ich die EQ6 mit FS2 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

 
Hallo!
Ich denke man kann das ganze etwas entzerren, wenn man folgendes beachtet. Die "ANTIGOTOISTEN" sind solche, die den "alten" Styl des Beobachtens bevorzugen. Jetzt alle GOTO Besitzer als "zu dumm zum Sternefinden" zu deklassieren finde ich nicht richtig. Ich habe mich vor zwei Tagen mit einem Bekannten getroffen (neuer Bericht auf meiner Homepage!) der solch ein GOTO Gerät besitzt. Der kannte sich aber trotzdem am Himmel aus und war auch nicht so ein doofie. Der konnte zum Beispiel sagen(nach ein paar monaten nicht beobachten) wo das gerät hinfährt um M81 zu beobachten. Also hätte er das auch mit einem "normalen" teleskop machen können. Das mit elektrischen Fensterhebern zu vergleichen finde ich nicht ganz richtig. Hier geht es um zwei verschiedene Beobachtungsstylen. Der eine gönnt sich den Luxus und macht mit Goto. Der andere möchte da was pur erleben. Wenn alles so wie mit den Fensterhebern wäre, gäbe es ja auch keine Sportruderer oder Radfahrer. Da kannman ja gleich hingehen und mit dem Motorboot oderd dem Auto fahren. Wer sich nicht abmühen will, der soll sich ein Auto oder ein Motorboot kaufen. Genauso mit Goto. Mit dem Auto wie mit dem Boot wie mit Goto komt man weiter, aber diese Leute haben nicht mehr das Feeling beim beobachten oder zumindest ein anderes. Also streiten sich wohl hier einige nur um verschiedene Feelings und dabbei geraten sie so aneinender, dass sie sich gegenseitig als zu doof zum Sternegucken deklassieren. Die meisten Autofahrer können auch Fahrrad fahren. Die meisten Sportbootfahrer können auch rudern.
Das einzige Argument was man bringen könnte wäre der Batterieverbrauch der Gotobesitzer aber dann fangen auch alle wieder an, mit Okular halten, weil da wurde auch ein baum gefällt und soo jajaja. Ich hör auf. Bringt eh nichts!
MFG Michael
 
Hi Tom,


als ich vor rd. 2 Jahren wieder mein Hobby aufnehmen durfte, habe ich absolut
genauso gedacht!

Ich habe einfach nicht verstanden, das es bei den heutigen Montierungen kaum
vernünftige Teilkreise gibt EQ 4 usw. (mal abgesehen davon, dass die EQ6 endlich
welche hatte).

Damals hatte ich eine Witte & Nehls mit top Teilkreisen und habe gelernt
damit umgehen zu müssen.

GOTO? Was ist GOTO dachte ich vor 2 Jahren?

Nachdem ich aber mit der CCD angefangen habe, gab es für mich unter meinem
jetzigen Großstadthimmel nichts anderes mehr, denn ich habe schon erhebliche
Schwierigkeiten meine Objekte visuell überhaupt im Gesichtsfeld schnell
auszumachen.

Goto ist schon eine fantastische Entwicklung. Sicherlich hast Du recht, denn
die Leute, die mit GOTO groß werden, werden kaum bei Fuß Objekt finden.



 
Hallo,

das dürfte doch so ähnlich sein wie damals als die Autofokuskameras aufkamen. Anno 1983 da wollte ich mir eine Spiegelreflexkamera kaufen. Da gab es sowohl die manuellen Objektive als auch schon autofokus Kameras und autofokus Objektive.
Da hat man sich gesagt, wieso autofokus und dafür noch mehr Geld für Kamera und Objektive ausgeben. Kurz scharfgestellt am Rändelring ist eh besser und sogar schneller. Der richtige Fotofan braucht kein autofokus. Auch der Verkäufer vertrat diese Ansicht und so wurde es eine günstige Nikon F 301. Die habe ich heute noch, aber als ich nach zwei Jahren (nicht vor zwei Jahren) in das Fotogeschäft kam und ein manuell einstellbares Objektiv haben wollte, schauten die mich nur verwundert an und fragten wie alt die Kamera denn sei.

Heute wundere ich mich nur noch, daß es nur noch diese Platikkameras, auch von Nikon gibt, mit autofokus Plastikobjektiv. Da Lob ich mir doch ein solides Metallgehäuse mit einem ordentlichen Objektiv dran. Da ich die ordentlichen manuellen Objektive schon hatte kam dann letztes Jahr noch eine Nikon F 3 hinzu.

Bei GOTO Montierungen dürfte dies ähnlich sein. Die Erfahrenen werden es zum Großteil ablehnen und die Neulinge werden es begeistert aufnehmen. Leider die Plastik Goto Montierungen. Man muß auch die zur Verfügung stehende Beobachtungszeit berücksichtigen. Kommt man nur 3 bis 4 mal im Jahr raus und fährt extra an einen dunklen Standort, ist es schon ein Unterschied ob ich dort mehr mit Suchen von Objekten oder Beobachten beschäftigt bin. Wenn ich eine Reihe von Objekten, die ich mir vorgenommen habe, dann auch wirklich gesehen habe und dafür meine Zeit aufgewendet habe, anstatt diese langwierig zu Suchen ist mir das schon lieber.
Deshalb Goto mit Karkoschka und roter Taschenlampe unter dem Arm finde ich gut.

Gruß astroluchs
 
Hallo!

Dieses Zubehör im Auto ist aber trotzdem ein Aufreger.
Ich frage mich bis heute: Wozu braucht man einen elektrisch verstellbaren Außenspiegel auf der Fahrerseite?
Meiner Ansicht nach ist das Quatsch.
Auf der Beifahrerseite ist das begrenzt sinnvoll, weil man das nicht drankommt, um ihn korrekt einzustellen.
Wie oft stelle ich bei einem Auto den Spiegel neu ein, sodass es sich lohnen würde, dafür einen Motor, ein Getriebe, Schalter und Stromversorgung einzubauen?
Das ist alles andere als wirtschaftlich, und kostet nur Geld und ist anfälliger als eine Handbedienung.

Die Autoindustrie FRAGT aber noch nicht einmal, ob solcher Firlefanz eingebaut werden soll. Der Kunde muss es bezahlen, ob er will oder nicht.
Im Endeffekt bringt das mehr Gewicht und erhöht den Spritverbrauch.
Den Komfortgewinn wird man wegen der geringen Benutzung aber nicht spüren.

Manchmal frage ich mich als angehender Ingenieur: Wieso bemühst Du Dich, resourcenschonend und sinnvoll zu kontruieren, wenn eh keinen interessiert?

Was Klimaanlagen und beheizte Seitenspiegel angeht: Sie erhöhen ja nachweislich die Sicherheit und haben ihre Berechtigung, meiner Meinung nach.
Und das GPS-System finde ich auch gut, hilft es doch, ein Ziel nahezu ohne Umwege kraftstoffsparend und entspannt zu erreichen.

Im Übrigen frage ich mich, was den Firlefanz im Auto angeht: Wieso kann ich z.B. einen fahrenden Großrechner wie den 7er BMW wegfahren, ohne angeschnallt zu sein, während 860.000 Airbags dann im Ernstfall zugucken, wie ich durch die Frontscheibe fliege?

Verrückte Welt.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />


Grüße
Thomas
 
Goto sehe ich ganz emotionsfrei: Würde ein gutes Goto-System bei einer stabilen Montierung preiswert sein, würde es vermutlich bei mir mit einplant. Warum muss man sich zwingend am Himmel auskennen sollen, wenn man nur die Objekte sehen will?

Ein Computer sollte ja auch von Personen benutzbar sein, die keinen Schimmer von der Hardware haben.

Bei mir kommt nun noch der Jagd-Instinkt dazu: Ich möchte die Himmelsobjekte selbst "erlegen". Richtig old-school-mäßig mit parallaktischer Montierung, die eingenordet wird, und dann mit Sucher und Übersichtsoku das Ding reinholen, und dann gucken wie hoch man gehen kann.
 
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