Grenzfrequenz und Auflösungsvermögen von Optiken

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Hallo,
exakt so, wie es Sebastian beschrieben hat, kenne ich es auch. Mal eine andere Frage: Hat jemand von Euch schon jemals eine MTF gemessen? Ich war im 2. Ausbildungsjahr und habe den "Betriebsdurchlaufplan" absolviert. Der Leiter der Optik-Kontrolle hat mir mit 3 einfachen Sätzen erklärt, was die MTF ist, warum sie Kunden mitgeliefert wird und wie man sie misst. Für mich war das einleuchtend und einfach zu verstehen.
Ich habe jetzt mal mit "meinen" Begriffen im IT gesucht und bin fündig geworden.
Wenn ihr euch mal den Artikel Grenzauflösung und MTF anschauen möchtet... :)
So ungefähr hat es mir der Leiter der Optikkontrolle auch erklärt.

CS *entfernt*
 
Hallo Bernd,

ja, und jetzt noch das Auge als einen in vielen Parametern variablen Sensor hinzunehmen, und man erkennt vor allem, warum es eine so große Bandbreite an Beobachtungen gibt, noch bevor man von "ja vielleicht bei bestem Seeing" anfängt.

Ich rassel das nur mal runter:
- photopisch
- skotopisch
- logarithmisch
- Signalverarbeitung "in Hardware" durch neuronale Verschaltung der Rezeptoren: Informationsverarbeitung der Retina durch Bipolarzellen und Ganglienzellen
- Auflösungsverlust bei geringer Bildhelligkeit

Das Auge ist ein toller Sensor. Aber nicht so einfach zu verstehen, wie ein CCD mit Töpfchen, Belichtungszeit und Binning.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Bernd et al.,

es mag sein, daß das Ergebnis der Transformation, also der resultierende Frequenzgang oft synonym mit der eigentlichen Transformation als Prozess verwendet wird. Aber die MTF ist, wie der Name auch sagt, eine Funktion oder Operation die aus Eingangsgrößen Ausgangsgrößen macht (Optical transfer function - Wikipedia). Und der Prozess ist nicht davon abhängig ob ich ihn auf die Optik, Signal- oder Regelungstechnik anwende. Die Aussagen gelten allgemein. Wenigstens belegst Du Deine Aussagen mit Links und stellst sie nicht nur in den Raum.
Wir haben jetzt genügend Aussagen zu dem Thema bekommen und da kann jeder, den es interessiert, sich ja mal einlesen und beurteilen welche Aussagen richtig sind und was die Idee dahinter ist. Man ist ja nicht auf unbelegtes "Geschwurbel" einiger Protagonisten hier angewiesen.
Alle weitere Diskussion hier dient m.M.n. nur dazu Recht haben zu wollen. Ich hatte mit Uwe oben einen Punkt erreicht, wo man hätte sagen können: "Ok ich verstehe was Du sagen willst - Du verstehst was ich sagen will. Also lassen wir es dabei und freuen uns daran, was wir gelernt haben.". Aber es gibt ja Leute, die müssen einen vermeintlichen Konflikt weiterschüren.
Der weitere Erkenntnisgewinn ist jetzt wohl eher gering. Es geht nur noch um Beharren auf Positionen und Lagerbildung.
Und bevor es persönlich wird (ich kann mich auch fast nicht zurückhalten), würde ich der Moderation vorschlagen auch diesen Thread zu schließen, der wie andere vorher in einer bestimmten Art und Weise torpediert wird.

Gruß

*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Guter Link.

Wie so oft, wenn ich etwas genauer lese, finde ich Unklarheiten...

"Diese vom Hersteller erhältlichen Diagramme treffen eine Aussage darüber, wie viele nebeneinander liegende schwarzweiße Linienpaare mit welchem Kontrast noch differenziert abgebildet werden – das heißt, je mehr Linienpaare bei möglichst hohem Kontrast, desto besser ist das Objektiv."

Nachfolgend ist gut beschrieben, was gemeint ist, auch verständlich, aber bei obigem Satz fehlt der Hinweis, dass die "Anzahl der Linienpaare" pro einer Längeneinheit gemeint ist, was einleitend gar nicht erwähnt wird. Lässt man diese Kleinigkeit weg, kann man meinen, wenn ich 76 Linienpaare auf einen Zettel male, sehe ich eben 76, wenn ich 12 male, sehe ich 12, weder Abstand noch Breite noch Frequenz noch "pro mm/inch/km" werden in dieser Einleitung erwähnt.

Daher kommen viele Ungenauigkeiten. Die Sprache wäre oft präzise genug, wird aber bei komplizierten Sachverhalten oft schnell unverständlich, und Vereinfachungen der Sprache werden wiederum sachlich unpräzise. Und wenn mit verschiedenen Levels von Präzision kommuniziert wird, redet man schnell aneinander vorbei.

Ich sehe, allein die Tatsache, dass man sich mal einigen muss, ob eine MTF eine Transferfunktion ist oder ein "Ergebnis" darstellt, ob (Quantenmechanik schau owe) ein Beobachter einbezogen wird oder das ganze Thema ohne Detektor genauso lebensfähig ist... und wenn ich an meinen ersten Kontakt mit dem Wort "MTF" denke... ich fragte mich, was diese Wortschöpfung meint.

Modulations-Transfer-Funktion. Es gibt also eine Modulation (wovon?) und diese Modulation wird transferiert (wohin?) und durch eine Funktion (wie sieht sie aus?) beschrieben. Da ich jemand bin, der gerne aus den Begriffen den Sinn ableite, aber oft von der Materie nichts oder wenig versteht, ist dieser Begriff per se wenig aussagekräftig. Ohne das ganze Drumherum zu kennen, stehe ich dann ziemlich in der Wüste. Und will man das "begreifen" ("sehen"), wird der Weg ein langer.

Hier diskutieren ja nicht Unwissende. Und doch dauert es, bis man meint zu wissen, worüber man eigentlich spricht. Und wenn man nach der MTF den Sensor hinzunimmt, wie Sven, dann tastet eine Auge mit Mikrozittern und vielen internen Prozessen ein durch seeing tanzendes Bild ab, dessen Punkte Beugungsbilder darstellen, und im Gehirn können wir gespeicherte Bilder und Seherwartung gar nicht mehr ins Nebenzimmer schicken und wegtun, und so ist für mich letztlich ungeklärt, wie diese letzten Schritte so eine (zB) tolle, scharfe, dunkle Cassini-Teilung hinzaubern, wo rechnerisch nur ein verwaschenes Dunkelgrau auftauchen sollte, und das nur - wie immer - zeitweise.

Natürlich kann man sich all die Diskussionen sparen. Aber "Wissenschaft", und sei sie von Amateuren oder völligen Laien wie mir auch nur ansatzweise betrieben, fragt ja immer: "Warum zum Teufel ist das so?"

:)

lg
Niki
 
Hallo Sven,

Aber was mir und anderen ursrprünglich aufgestoßen ist, war die Darstellung, dass dunkle Details von umliegender Helligkeit "zugeschmiert" / "überstrahlt" würden, während das bei hellen Details nicht der Fall wäre.

das ist einfach eine sehr dreiste Verfälschung meiner Aussage.
Das habe ich so nie behauptet!!!
Es ging in der Diskussion ausschließlich um den Sonderfall einer alleinstehenden schwarzen Linie und wir sind dann auch auf den Stern als alleinstehendes extrem kleines helles Scheibchen gekommen.
Um eng nebeneinanderstehende Details geht es hier absolut nicht!
Diesen Normalfall würde aber die pauschale Aussage die du mir unterstellst einschließen.

Bei einem Liniengitter aus weißen und schwarzen Linien sinkt der Kontrast je näher man der Grenzfrequenz kommt. Selbstverständlich wirkt das sich auf die Erkennbarkeit der weißen Linien genauso aus wie auf die Erkennbarkeit der schwarzen.
Bei unterschreiten der Grenzfrequenz ist der Kontrast weg und es sind weder weiße noch schwarze Linien zu erkennen sondern nur eine homogene graue Fläche.

Bei alleinstehenden Leuchtenden Scheibchen oder Linien auf schwarzem Grund ist das aber nicht so wie man im Falle der Sterne sehen kann. Man sieht zumindest ihr Licht auf das BS verteilt solange sie hell genug sind. Das ist völlig unabhängig von ihrer scheinbaren Größe.
Ganz im Gegensatz zum Liniengitter wo die weißen Lienen unter der Grenzfrequenz verschwinden und zusammen mit den schwarzen zu einer einheitlichen grauen Fläche verschmelzen.
Bei alleinstehenden schwarzen Scheibchen oder Linien kommt es aber sehr wohl auf ihre Größe an da sie ab einer bestimmten Größe durch den Effekt der Beugung von der umliegenden hellen Fläche zugedeckt werden.

Und das ist eben der Unterschied auf den ich hingewiesen habe, nicht mehr und nicht weniger.
Im Übrigen bin ich nicht der Einzige hier der das so sieht.
Den Eindruck gewinnt man aber wenn man deine doch recht persönlich werdenden Äußerungen so liest.

Grüße Gerd
 
Ok, Heiko hat es ja schon angedeutet: Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir eigentlich alle unsere Schlüsse ziehen können.
Nur noch eine Kleinigkeit möchte ich euch noch mit auf dem Weg geben: Der schönste Tag für mich in der Optik-Kontrolle war gleich der Erste :). Ich durfte einen halben Tag mit dem Baukasten "Experimente zur Optischen Täuschungen" spielen. Einfach nur um das, was man gesehen hat, noch einmal selber kritisch zu hinterfragen. Nach dem "Spielen" mit dem Baukasten habe ich nichts mehr geglaubt, was ich gesehen habe (selbst das nicht) :D

CS *entfernt*
 
Hallo Heiko,

Man ist ja nicht auf unbelegtes "Geschwurbel" einiger Protagonisten hier angewiesen.

womit du noch mal beweist das du krampfhaft recht behalten willst.
Was ich schreibe ist ja nur "Geschwurbel" und du hast recht.
Da solltest du dich nicht wundern das wir da nicht mal einen Status quo finden können.
Dazu wäre es zumindest nötig die Meinung des Anderen zu respektihren.
Das tust du aber mit deinen verächtlichen Bemerkungen mir gegenüber absolut nicht.

Und das ist auch nicht mehr von der Netiquette dieses Forums gedeckt sondern das sind persönliche Angriffe die hier nicht hergehören.

Grüße Gerd
 
Hallo Sven,
An diese Stelle gehört nun endlich der Link mit der Auflösung:

Link zur Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Saturn_Rings_annotated.jpg
Die eigentliche Frage zur Antwort "42" lautet: Sind das nun Linien, oder Bänder?

da kann man sich im Falle so eines Bildes sicherlich trefflich drüber streiten, was ich müßig finde da es Ansichtssache ist.
Wen es aber um Auflösung geht ist es eindeutig, da geht es um Linien.
Man gibt die Auflösung in Linien /mm an, nicht in Bänder/mmm.

Grüße Gerd
 
cartoon-13.png
 
Hallo,

die Situation A "Hell-Dunkel-Hell" ist physikalisch anders als bei B "Dunkel-Hell-Dunkel", weshalb letztlich beide auch wahrnehmungspsychologisch verschieden gut erkannt werden. Es spielt dabei m. E. keine Rolle, dass ein paar aus der Fraktion Elektro-/Nachrichten-/Informationstechnik das nicht zugeben wollen, und es nötig haben immer wieder persönlich zu werden, weil sie meinen, die beiden unterschiedlichen Fälle aus mathematischen Gründen gleich setzen zu müssen. Die anzuwendende physikalisch-mathematische Beschreibung hat sich aber an der Realität zu orientieren, und wird bei Bedarf verändert und daran angepasst - nicht umgekehrt.

Um den Unterschied beider Fälle zu illustrieren, ein einfaches Experiment. Mit einem Grafikprogramm bei gleichen Einstellungen am Monitor zwei verschiedene Monitorbilder erzeugen, einmal dunkler Punkt bzw. dunkle Linie in Pixelbreite auf hellem Hintergrund, und einmal umgekehrt heller Punkt bzw helle Linie in Pixelbreite auf dunklem Hintergrund. Wenn man dann die Entfernungen vergleicht, aus denen die jeweilige Struktur gerade noch als vom Hintergrund verschieden wahrnehmbar ist, kann man sehen, dass das bei B aus grösserer Distanz noch möglich ist.

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mathias,

sehr schönes Experiment da kann es Jeder selber sehen.

@Niki.

Um nicht zu weit vom Bildschirm weg zu müssen würde ich empfehlen das Experiment mit einem hochauflösenden Handy Display zu machen.
Bei meinem Handy mit 6,5“ OLED klappt es sehr gut. Beim 26" PC Monitor ist leider das Zimmer zu klein um weit genug weg zu kommen.
Ich würde aber empfehlen die beiden Fälle nacheinander und nicht nebeneinander zu machen. Die helle weiße Fläche unweit der weißen Linie stört sonst die Wahrnehmung der weißen Linie wenn man aus größerem Abstand beobachtet. Die Jeweiligen Abstände mit der man die Weiße und die schwarze Linie noch erkennen konnte kann man ja trotzdem vergleichen. Gut ist natürlich auch ein abgedunkelter Raum.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm, das macht bei mir keinen Unterschied. Das muß an euren Augen liegen :)
 
Also ich weiß nicht, was da der Unterschied sein soll. Vielleicht hat Gerd einen schlechten Monitor oder ein schlechtes Handy.
Ich sehe hier die Mathematik bestätigt. :)

*entfernt*

Danke fürs zeigen Niki. Das hat wieder bestätigt, daß meine Annahme richtig war.
 
Um den Unterschied beider Fälle zu illustrieren, ein einfaches Experiment. Mit einem Grafikprogramm bei gleichen Einstellungen am Monitor zwei verschiedene Monitorbilder erzeugen, einmal dunkler Punkt bzw. dunkle Linie in Pixelbreite auf hellem Hintergrund, und einmal umgekehrt heller Punkt bzw helle Linie in Pixelbreite auf dunklem Hintergrund. Wenn man dann die Entfernungen vergleicht, aus denen die jeweilige Struktur gerade noch als vom Hintergrund verschieden wahrnehmbar ist, kann man sehen, dass das bei B aus grösserer Distanz noch möglich ist.

Hallo Mathias,

wenn das so wäre, würde das die Erkennbarkeit/Auflösung der Casiniteilung mit kleinen Optiken ja noch mehr in Frage stellen.
Danke für die Bestätigung.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

Also ich weiß nicht, was da der Unterschied sein soll. Vielleicht hat Gerd einen schlechten Monitor oder ein schlechtes Handy.
Ich sehe hier die Mathematik bestätigt. :)

also ich kann auf meinem Handy die weiße Linie aus 15m Entfernung eindeutig sehen, sie springt hier noch förmlich ins Auge.
Die schwarze Linie ist aus der Entfernung nicht mehr auszumachen.
wenn das so wäre, würde das die Erkennbarkeit/Auflösung der Casiniteilung mit kleinen Optiken ja noch mehr in Frage stellen.
Danke für die Bestätigung.

Nöö wir liegen in jedem Fall sehr deutlich unter der Grenzfrequenz.
Kann ja jeder über den Tangens gerne selber ausrechnen.
Und die Grenzfrequenz natürlich mit 114/D wobei unsere Augen leider bei weitem nicht Beugungsbegrenzt sind.

Grüße Gerd
 
also ich kann auf meinem Handy die weiße Linie aus 15m Entfernung eindeutig sehen, sie springt hier noch förmlich ins Auge.
Die schwarze Linie ist aus der Entfernung nicht mehr auszumachen.

Jedenfalls sehe ich mich mit der Aussage bestätigt, daß die Cassiniteilung im Rahmen der helleren Saturnringe mit kleiner Öffnung visuell nur schwierig aufzulösen ist. Das ist ja Deine Theorie. Und das kann ja aufgrund der MFT und der anzusetzenden Grenzfrequenz gar nicht anders sein. Sven hat sehr schön gezeigt, was da alles in der Cassinilücke ist. Einfach nur einen dunklen verwaschenen Bereich zu sehen, ist bei weitem nicht aufgelöst.
Damit bin ich zufrieden und man kann das Thema damit sein lassen. Es ist also doch noch gut ausgegangen :)

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Jörg,

hier geht es erstmal darum, dass verschiedene Meinungen zum "Auflösungsbegriff" herrschen und keine Einigung zustande kommt. Da helfen auch keine Unterstellungen, dass das, was das Auge und unser Gehirn am Teleskop wahrnehmen, angeblich durch erlerntes Wissen kommt bzw. verfälschte Seheindrücke herrschen. Wenn ein Kind oder jemand (ohne Vorkenntnisse) sich den Saturn ansieht und ihn beschreibt, wird auch die Cassiniteilung als Unterbrechung im Ringsystem beschrieben. Was ist daran verfälscht? Was ist dann nicht aufgelöst?

Wenn ich am Teleskop zeichne, dann ist die Cassiniteilung manchmal umlaufend, manchmal aber auch nicht. Das kommt ganz darauf an, was die Atmospähre zulässt, oder die Ringstellung hergibt. Ich könnte sie ja jedesmal umlaufend zeichnen, weil ich weiß, dass sie da sein muss. Das macht man ernsthafterweise aber nicht!

CS Uwe

Hallo,

das ist eben das Problem. In verschiedenen Bereichen werden die Begriffe unterschiedlich genutzt und wie beim "APO" ist die Definition nicht sehr scharf. Die digitale Bildgebung nutzt die mathematischen Kriterien à la Abtasttheorem mit seinen Kriterien (was mir da ich aus der Theoretischen Elektrotechnik komme als Bestandteil der Nachrichentechnik am nachvollziehbarsten ist), für die analoge Bildgebung muss Optik und Film metrisch untersucht werden um das Gesamtergebnis zu bewerten und die visuelle Optik, wie Gerd anführt den minimalen Restkontrast, wobei sich mir da die Frage stellt wo ist "minimal" als Grenze, was wäre das als minmal anzusehende Delta, zudem kommt immer wieder das Thema "ich sehe" auf, womit wir die messbaren Parameter verlassen und uns in die individuellen ophthalmologischen Paramter betrachten müssen, wobei bekannt ist, dass der Seheindruck nicht objektiv ist sonder durch das Gehirn wissenbasiert ergänzt wird, was uns an vielen Stellen das Sehen erst ermöglicht.

Letztlich nutzt die hier geführte Diskussion allerdings wenig, da sie inzwischen zu mehr als 2/3 aus gegenseitigen Vorwürfen besteht, wenn sie aus mehr als 2/3 sauberen mathematischen Herleitungen und Grafiken bestehen würde wäre sie wesentlich nachvollziehbarer und man könnte "richtig" oder "falsch" anhand von Rechnung und Messung objektiv bewerten. So verlangt sie eher "glauben", und das ist mir für eine fundierte Meinungsbildung zu dünn. Das würde dann allerdings den Rahmen des Forums sprengen, es ist auch nicht Sinn des Forums eine Online-Vorlesung "Grundlagen der Nachrichtentechnik" abzuhalten, was m.E. der Sache thematisch am nächsten käme. Insofern darf man von dieser Diskussion im Sinne eines Konsenses keine Lösung der Sache erwarten.

CS
Jörg
 
die Situation A "Hell-Dunkel-Hell" ist physikalisch anders als bei B "Dunkel-Hell-Dunkel", weshalb letztlich beide auch wahrnehmungspsychologisch verschieden gut erkannt werden.

Um den Unterschied beider Fälle zu illustrieren, ein einfaches Experiment ...

Wenn man dann die Entfernungen vergleicht, aus denen die jeweilige Struktur gerade noch als vom Hintergrund verschieden wahrnehmbar ist, kann man sehen, dass das bei B aus grösserer Distanz noch möglich ist.

Hmm, und wenn das denn so ist, wie ja viele hier meinen - wie verträgt sich das dann mit dem Prinzip von Babinet, welches ja besagt, dass die Lichtbeugung an einem Draht und einem gleich breiten Spalt identisch ist?
 
Hallo Heiko,

nein, es bestätigt nur eine Devise, die den Psychologen auch schon vor Trump bekannt war, und der manche leider bis zum Realitätsverlust verfallen sind: " Ich habe recht, auch wenn ich irre " (und sehe Bestätigung, wo keine ist).

Gruß,
Mathias
 
Hallo an alle,

es ist schon sehr merkwürdig, wie ihr euch hier teilweise aufführt. Ok, aussagen wie "Dödel", "Geschwurbel" (Heiko) gehen gar nicht. Andererseits krankt die ganze Diskussion in meinen Augen, dass hier die verwendeten Begriffe nicht sauber definiert sind. Ihr geht teilweise von unterschiedlichen Aussagen aus und dann fangt ihr an, euch verbal zu bekriegen.

Nehmt euch zurück. Wenn jemand meint, eine Aussage sei falsch, dann bleibt sachlich.

Das Thema ist fachlich sehr schwierig. Wer einmal in Max Borns Klassiker "Optics" hinein geschaut hat, weiß wovon ich rede. Eigentlich kann das Thema nur mit exakter optischer Theorie gepaart mit physiologischen Erkenntnissen und der Darstellung der notwendigen Formeln vernünftig diskutiert werden. Hinzu kommt noch, dass ihr euch erst einmal auf die Randbedingungen, die für die Diskussion anzusetzen sind, einigen müsst.

Irgendwelche längeren Ausführungen ohne Mathematik werden letztendlich zu keinem befriedigenden Ergebnis führen, weil sich immer wieder begrifflich Ungenauigkeiten einschleichen werden, die anderen unangenehm aufstoßen.

Es wurden sehr viele Argumente ausgetauscht. Lasst die Vorwürfe sein. Ihr seid zum Teil unterschiedlicher Meinung. Auch gut. Es geht nicht darum, Recht zu behalten. Dazu ist die Diskussion nicht wissenschaftlich, technisch und physiologisch tiefgehend genug.

Vielleicht, wenn ihr alles ein paar Tage setzen lasst, erkennt ihr eure unterschiedlichen Ansätze und könnt den anderen besser verstehen.

Euer Moderatorenteam
 
Hallo Peter,

zu den gleichen Beugungserscheinungen kommt es laut Babinet nur in den Bereichen, die außerhalb des Bereichs liegen, den die geometrische Abbildung einnehmen würde. Innerhalb, also auf der Linie oder dem Punkt sieht es aber m.E. anders aus...

Gruß,
Mathias
 
Ok, aussagen wie "Dödel", "Geschwurbel" (*entfernt*) gehen gar nicht.

Hallo Hans,

Du hast ja recht. Aber es geht hier ja auch um unklare Definitionen. "Geschwurbel" ist für mich lediglich eine Aussage, deren Erklärung und Untermauerung noch aussteht. Und "Dödel" ist für mich eine Person mit Bildungspotential.
Also alles gar nicht böse gemeint. Man muß es nur richtig definieren, damit es alle verstehen.

Gruß

*entfernt*
 
... nein, es bestätigt nur eine Devise, die den Psychologen auch schon vor Trump bekannt war, und der manche leider bis zum Realitätsverlust verfallen sind: " Ich habe recht, auch wenn ich irre " (und sehe Bestätigung, wo keine ist).

Hallo Mathias,

hier stimmen wir sogar wieder überein. Ich habe nur den Verdacht, wir beziehen es nicht auf's gleiche. ;)

Gruß

*entfernt*
 
Kurz zwischendurch: wir sind zwar nicht im Cassini-Thread (sonst wären wir auch dort eingesperrt, da geschlossen), aber da wir schon bei weißen und schwarzen Linien sind, hab ich Svens Super-Ringbild mal auf Graustufen und dann auf Durchnittswerte gerechnet (PS).

Erstaunlich, dass die Teilung sowohl visuell, als auch fotografisch anders rüberkommt. Visuell sehe ich sie auch SCHWARZ und die Ringe weiß (da das Hirn den Weißpunkt auf die hellsten Bildelemente setzt) - und fotografisch bereiten wir die Daten soweit auf, dass das Zeug strahlt und leuchtet und scharf und kontrastreich ist.

Wenn ich mich nicht irre, wären die Helligkeitsunterschiede in natura geringer:

Saturn_Rings_annotated_detail_gs.jpg
Saturn_Rings_annotated_detail_gs_Durchschnitt1.jpg
Saturn_Rings_annotated_detail_gs_Durchschnitt3.jpg


Die RGB-Werte (Graustufenwerte) sind die Mittelwerte der angrenzenden Flächenstücke wie abgebildet.

lg
Niki
 
Sehr schön Niki, das erklärt ja dann wohl das Phänomen:

Der B-Ring innerhalb der Cassini Teilung hat eine wesentlich höhere Flächenhelligkeit als der außerhalb liegende A-Ring. Selbst wenn man die Cassini Teilung zwischen dem inneren und dem äußeren Ring wegen ihrer geringen Breite von nur 0,7" nicht auflösen kann, so bleibt doch der erhebliche Sprung in der Flächenhelligkeit. Physiologisch wird das vermutlich dann als dunkle Ringteilung wahrgenommen.

So einfach ist die Erklärung!

Peter
 
Hallo Peter,

ich glaube nicht, das dies die Erklärung ist. Mit dem Auge gesehene Bilder (psychologisch) und mit Sensoren aufgenommene Bilder des Rings zeigen doch denselben Effekt. Kleinere Öffnungen lösen die Teilung auf. Ich sehe da prinzipiell keinen Unterschied. Die 0.7 Bogensekunden sind auch relativ viel. Für mich ist es klar, dass so ein harter Kontrast auch mit kleinen Optiken noch locker gesehen werden kann und zwar mit dem Auge und mit CCD-Sensoren etc. Für mich sind auch im großen und ganzen die beiden Ringbereiche links und rechts gleich hell. Also die Erlärung finde ich deshalb komisch. :)

Grüße
Chris
 
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