Größtes wahres Feld gesucht

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Nachtschwalbe

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Hallo,
Ich suche als Ergänzung zu meinem Leica Ultravid 10x32 ein Astroglas mit dem größtmöglichen wahren Feld, also es sollte eine Vergößerung von 6-7 fach mit einem Feld von mindestens 150 m haben , das leica hat 118m .
Wer hat einen Tip ?
Grüße Alex
 
Hallo Bernhard ,
Danke für die Antwort, das Nikon hab ich auch gerade entdeckt, vielleicht kennt Jemand
noch was weitwinkligeres vielleicht auch mit größerer Öffnung ?
Habe irgendwo mal ein Fernglas mit 11Grad gesehen, sowas mit 50 mm Öffnung wär ideal.
Ich fürchte aber das gibt es nicht.
CS Alex
 
Hallo Alex,

mit 11 Grad und 50mm Öffnung, da denke ich an ein Tasco 7x50 NO. 124. Ein Porro. Scheinbares Sehfeld 77 Grad(!). Sehr sehr selten, da nicht mehr hergestellt. Ich habe quasi den kleinen Bruder dieses Glases. Ein Tasco 7x35 NO. 400 mit 11 Grad Sehfeld. Solche Gläser gab es vor Jahrzehnten zu hauf. Japanischer Herkunft.

Gruß

Mike
 
Hallo Alex.

Zeiss Skipper Dialyt 6x42 mit 148m
Zeiss Dialyt 7x42 150m
Zeiss DesignSelection 7x45 151m

ich wühle noch weiter in meinen Unterlagen..... ;)
 
Zum Thema maximales Feld gab es hier vor langer Zeit mal einen Thread im Zusammenhang mit dem Miyauchi 5x32 Binon, in dem auch andere Gläser mit großem Feld genannt wurden. Das Miyauchi, welches den Anstoß zu dieser Diskussion gab, hatte übrigens nicht annähernd das beworbene Feld von 13° bzw. 65°. Ich habe selber noch ein altes 7x35 Porroglas von Celestron, welches tatsächlich ein Feld von 11°/77° hat. Mit seinen überdimensionierten Prismen wiegt es ein volles Kilogramm. Solche Weitwinkelporros gab es vor etwa 30 Jahren unter ganz verschiedenen Markennamen, die werden leider schon lange nicht mehr hergestellt.

 
Habe mir mal die verschiedenen Links und Anregungen angeschaut, da ist viel interessantes dabei.
Werde mir als erstes mal so ein 7x35 Glas aus der Bucht fischen und schauen wie sich das so am Himmel macht , wenn ich auch nicht so große Erwartungen bez. Transmission
und Kontrast habe, da bin ich vom Leica zu verwöhnt.
CS Alex
 
......... oder ein Porro von Minolta 7x35W mit 9,3° und es gab dies auch mit 11° = 192m/1000

Action VII 7X35 CF geht auch mit 9,3° / 163m/1000
 
Zitat von steffen13:
Hier gibt es auch eine interessante Liste von Ferngläsern mit großen Gesichtsfeldern.
Walter E. Schön: Scheinbare Sehwinkel von 48 Ferngläsern
Von "großen" (scheinbaren) Gesichtsfeldern (SGF) kann da wohl kaum die Rede sein. Diese Liste dokumentiert eigentlich nur den ziemlich jämmerlichen Status Quo der heutzutage verfügbaren Optiken.

Ich habe die dort aufgeführte Statistik von 48 verschiedenen Ferngläsern mal grob in sieben Kolumnen aufgeteilt. Da sind überhaupt nur 3 von 48 mit einem SGF von etwas mehr als 70° dabei, und die sind allesamt untauglich für Brillenträger. Geradezu erschreckend ist der hohe Anteil von 15/48 mit einem SGF von weniger als 55°, was man wohl heutzutage gemeinhin als Tunnelblick bezeichnen würde.

SGF ............. Anzahl

40°-45° ........... 2
45°-50° ........... 6
50°-55° ........... 7
55°-60° .......... 13
60°-65° .......... 11
65°-70° ........... 6
70°-75° ........... 3


Die wahren Gesichtsfelder korrelieren natürlich über die Vergrößerung mit den SGF-Werten.

Wenn man für astronomischen Einsatz wesentlich mehr Feld haben möchte, muss man sich sein Binokular halt selber zusammenbauen. Mit je zwei Weitwinkel-Naglers am Tak FS102 Doppelrefraktor habe ich dann eine 36x100 Optik mit einem SGF von 82° bei einem komfortablen Augenabstand von 19 mm hinter dem Okular.

Gruß, Peter
 

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Moin,

mir ist immer noch ein qualitativ gutes 55° Fernglas lieber, als ein mittelmäßiges 65° Fernglas.

Die großen Sehfelder machen das Glas nur unnötig schwer und teuer, der Nutzen ist doch eher zweifelhaft.

Am Ende wundern wir uns, warum Spitzenferngläser inzwischen 2.000 Euro kosten.

viele Grüße
Andreas
 
Bester Andreas,
sicher vermag das GF nicht der Schlüssel zur Güte eines FG sein. Deine Aussage (Preis) bezieht sich auch auf den Aufwand, der mit der Korrektur eines durch das Okular konstruktiv erbrachten größeren GF ist. Ein großes Feld, schlecht und früh beginnend in der Randunschärfe, bringt dem Anwender nicht viel.
Da stimme ich dir zu.

Lösen wir uns aber mal von dem Einsatzzweck, der zumeist hier besprochen wird, Astro und allgemeine Naturbeobachtung.

Nehmen wir einen Verhaltensforscher in der Savanne.
Ein großes Feld liefert ihm in der Distanz z.B. die Möglichkeit, dass Verhalten eines Tieres in Abhängigkeit der Herde zu beurteilen. Ist das "Früchchen" doch schutzbefohlen und in der Gefahrenabwehr der Eltern, dessen Verhalten im Kontext der Brut steht, die aber nicht immer in unmittelbarer Nähe sind, mit weniger "Abglasen" für den Forscher verbunden. Je mehr Geschehen er im Feld beobachten kann, desto besser kann er Aktion und Reaktion im Kontext beurteilen und auch seine Konzentration auf sie lenken. Er muss seine Aufmerksamkeit nicht zwingend auf das Absuchen in evtl. parallel relativ unmittelbarer Nähe benötigter Informationen des Geschehens lenken. Eine Beobachtung per "Mosaikverfahren" gleicht einem Daumenkino, bei dem du versehentlich durch "verblättern" mehrerer Seiten die Handlung aus den Augen verloren hast.

Das Beispiel sollte mal dazu dienen, dass die Beurteilung von konstruktiv aufwendigen Optiken, in unserem Fall also das GF, losgelöst von unseren Anforderungen beurteilt wird.
Wenn uns oftmals die Notwendigkeit von FG Eigenschaften zweifelhaft erscheint, sie nicht für uns relevant sind, entfällt nicht die Anforderung anderer Nutzer.
 
Hallo Dominique,

natürlich gibt es Anwendungsgebiete für große Sehfelder, das wollte ich nicht bezweifeln, sie sind nur nicht sehr häufig zu finden.

Ich lerne zum Beispiel gerade das Sehen mit einer Gleitsichtbrille. Bei dieser Brille sind die Zonen des scharfen Sehens ziemlich begrenzt, ich vermute mal um die 30° sGF, im Fernbereich horizontal etwas mehr. Dieser enge Tunnel bedingt, dass man seinen Kopf einigermaßen exakt auf das anvisierte Ziel richten muss. Im Normalbereich, also draußen beim Wandern, oder beim Zeitunglesen, bereitet das überhaupt keine Probleme, weil man das Objekt der Aufmerksamkeit sowieso auf die Fovea, d.h. den Punkt der besten Auflösung im Auge, bringen wird. Hier nutzte ein größeres Sehfeld nichts.

Es ist selbstverständlich angenehm, dass es neben dem scharfen Bereich nicht gleich dunkel wird, sondern lediglich allmählich unscharf. Das wäre nun meine bescheidene theoretische Anforderung an ein Weitwinkelfernglas. Mir reichen allerdings 50 bis 55° aus, ich habe andere Prioritäten.

Außerhalb dieser Diskussion: Mit Gleitsichtbrille durch ein Fernglas zu schauen, ist leider sehr gewöhnungsbedürftig.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

bezüglich der Gleitsichtbrille, es bedarf hier eine gewisse Zeit der Gewöhnung. Der von Dir erwähnte Bereich von 30º-40º sGF entspricht in etwa genau den Bereich, den man bei zentrischer Blickweise scharf sieht.
Hast Du es mal mit Kontaktlinsen probiert?

Nun, ich finde dass große Sehfelder schon etwas bringen. Bei astronomischen Beobachtungen beispielsweise das "Space-Walk-Feeling". Nur muss ein gewisser Teil des Sehfeldes auch entsprechend scharf abbilden. Für mich müssen es etwa 40º-50º sGF sein. Alles darüber hinaus an vorhandenem Sehfeld ist ein wundervolles "Dazubrot". Je größer, desto mehr entspricht es den natürlichen Sehgewohnheiten.

Gruß

Mike
 
Hallo Alex,

nochmal zu deiner ursprünglichen Frage:

Ich habe ein russisches Kronos 6x30 mit einem Sehfeld von 219m / 1000m.

Das ist für dein Einsatzfeld absolut zu empfehlen und es dürfte auch noch hin und wieder angeboten werden; vor ca. 10 Jahren habe ich 69 € bezahlt.

(Nachdem ich die Gummi-Augenmuscheln gekürzt habe, ist das Glas brillenträgertauglich)

Gruß, Werner
 
Ich habe für diesen zweck das Zeiss Victory FL 7x42. Wunderbar, zeigt seine Starke jetzt bei Komet Pannstarrs!

Ich habe auch den kleinen Zeiss VIctory FL 10x32, wunderbares großes Gesichtsfeld und nadelfeine Sterne. Eben ein kleineres wahres Gesichtsfeld.

 
Hallo Weitwinkelfans! Das war für mich auch immer eine der wichtigsten Eigenschaften bei Ferngläsern, da der Nutzen sehr klar ist:
bei geringer Vergrößerung passen ganze Sternbilder ins Gesichtsfeld, was sehr gut ist auch bei schlechterem Himmel, wo man oft nicht alle Sterne eines Sternbilds mit dem bloßen Auge sieht.
bei hoher Vergrößerung fällt das Auffinden von Objekten viel leichter und die Orientierung am Himmel. Vergleichen kann man die Gläser am besten über das "scheinbare Sehfeld" in Grad, es sind etwa 45 bis 80° machbar, was je nach Vergrößerung einem verschiedenen realen Sehfeld entspricht, die ganz großen Sehfelder gibt's meist nur bei hoher VFergrößerung.
Bei Zoom Gläsern haben die geringen Vergrößerungen meist ein so kleines Sehfeld, daß sie fast unbrauchbar werden (bis auf 20° runter!) Während die hohen Vergrößerungen oft brauchbar sind vom Sehfeld her aber die Schärfe und Lichtstärke nichts taugt.

Standard für geringe Vergrößerungen war bei Porro-Gläsern meist ein 7x35 mit über 9° entsprechend über 160m Gesichtsfeld. Ich habe das Olympus 7x35 DPSR, das ich sehr gern benutzt habe (auch übrigens um beim Hallensport ein schön helles Bild zu haben mit Pupille 5). Mehr bringt oft nicht wirklich viel, ich hatte zum Beispiel mal ein Vistamar 8x40 mit 160m, das aber so eine starke Bildfeldwölbung hatte, daß ich nie das ganze Feld sehen konnte, ohne die Schärfe nachzustellen. Die weiten Sehfelder sind leider im letzten Jahrzehnt meist der "Randschärfe" eines kleineren Gesichtsfelds geopfert worden (Rand einfach abgeschnitten), außerdem braucht man größere Prismen was die Gläser schwerer macht. Aber z.B. Olympus hat inzwischen wieder eine DPSI-Serie 7x35, 8x40 und 10x50 mit 65°, die eigentlich genau so ist wie die alten DPSR.

Bei höheren Vergrößerungen sieht die Sache etwas anders aus, da kann man mit Weitfeldokularen viel machen: z.B. mein Tento 20x60 hat 73° scheinbares Sehfeld, leider aber auch einen etwas unbequemen Einblick (kurzer Pupillenabstand), trotzdem hatte das Pentax 20x60 immer nur ein "winziges" 50° Sehfeld.

Zwischen diesen Extremen spielt sich das meiste ab, aber generell haben z.B. Ferngläser mit geringer Vergrößerung und hoher Lichtstärke (weiter Öffnung, z.B. ein 7x50) das Problem, daß sie riesige Prismen brauchen für ein weites Sehfeld - die 7x50 haben daher meist nur 50°, die 10x50 dagegen 60-65°.

Gruß
 
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