grüner Laser als Polsucher?

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schneirol

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Hallo, ihr Tüftler, Erfinder und Daniel Düsentrieb`s!
Hat schon mal jemand von Euch einen grünen Laserpointer als Polsucher an einer (Reise)montierung eingesetzt? Ist das für`s Visuelle genau genug? Was haltet Ihr von dieser Idee?
mfG, schneirol.
 
Hi Schneirol
Bevor die Diskussion um das für und wider von grünen Laserpointern entbrennt, folgende Überlegungen: der Pol ist ja nicht ganz genau gleich Polarstern, folglich müsstes du ja immer etwas daneben einstellen. Die genaue Position des Poles ist aber nur mit Pointer schwer feststellbar.
Naja, wenn ich schon einen Polsucher an einer Monti will, dann bitte auch genau.
CS Udo S
 
schneirol,

immerhin eine interessante Fragestellung, die ja bei einer Reihe von Montierungen bereits gelöst ist: Prinzipiell ist es egal, ob du das Problem mit einem starken Laserpointer oder einem kleinen Polsucher löst. Jedenfalls muß du das Reise-Teleskop erst einmal einscheinern, anschließend den Laserpoint exakt in Polrichtung fixieren und dann geht es um die Frage, wie genau sich das jedesmal reproduzieren läßt. Für die visuelle Beobachtung könnte es reichen, für die Fotografie wahrscheinlich nicht. Die Brennweite spielt natürlich ebenfalls eine Rolle. Du hättest also ein Betätigungsfeld, wenn du selbst an dem Problem tüftelst. Mein ungeteiltes Interesse ist dir sicher und das ohne jede Ironie oder Sarkasmus. Siehe auch: http://www.arminwitt.de/index.html
 
Hallo!

>Hat schon mal jemand von Euch einen grünen Laserpointer als
>Polsucher an einer (Reise)montierung eingesetzt?

Nein, aber das kann Probleme geben, da man den Strahl kaum
sieht.

>Ist das für`s Visuelle genau genug?

Fürs visuelle und für Webcam-Aufnahmen von Planeten
reichte es mir bislang, wenn man die Polachse grob auf
den Polarstern oder anhand eines Kompass ausrichtet.

>Was haltet Ihr von dieser Idee?

Die Idee wäre relativ kostspielig und hätte den Nachteil,
dass man den Strahl kaum sieht. Ich würde deshalb davon
abraten. Ausserdem vertragen die frequenzverdoppelnden
Kristalle im Laser nur bedingt Feuchtigkeit und die
Pumpdiode zieht sehr viel Strom (typisch >300 mA).
 
Hallo Klaus,


Doch. Schneirol muß das System ja das erste Mal einrichten, und das nennt man "einscheinern" oder Justage nach Scheiner. Es ist doch nur ein Vorschlag, den man in aller Ruhe prüfen kann, ob es ein guter Vorschlag ist. Soviel Zeit haben wir doch. Die Argumente von Amateurastronom sind doch auch nicht von der Hand zu weisen.
 
Hallo Udo

Hi
Irgend wie begreife ich das aber auch nicht recht. Das mit dem Einscheinern ist mir schon klar. Meinst du etwa das dann anhand der Skalen eingestellt werden müsste und dann nur noch der Polarstern anvisiert werden braucht? Klingt eigentlich auch nicht einfacher.
CS Udo S

Was mir klar ist, muß dir natürlich noch nicht klar sein, ich entschuldige mich deswegen bei dir.
Ein solches, von Schneirol vorgeschlagenes System, wird ja, so seine Idee, über einen starken (5 mW) Laserpointer in der Nacht aufgestellt, in der Weise, daß man den fest mit der Montierung verschraubten Laser-Pointer einfach auf den Polarstern richtet und damit die Montierung problemlos ungefähr einrichtet. Die Idee ist gar nicht so schlecht, hat natürlich die von Amateurastronom bereits geschilderten "Haken".

Da aber bei dieser Idee der Laserpointer fest mit der Montierung verbunden ist, und vor allem exakt parallel zur Stundenachse angebracht sein muß, braucht er ja irgendein Verfahren, wie er das bewerkstelligt. Also muß er zunächst in einer klaren Nacht die Montierung möglichst exakt auf den Polarstern einstellen, oder noch genauer die Stundenachse sehr genau parallel zur Erdachse einrichten. Und das geht über die Scheiner-Methode, siehe hier bei Baader: http://www.baader-planetarium.de/montierungen/htm/scheiner.htm

Erst wenn ihm das gelungen ist, dann muß er nach Augenmaß den Laserpointer gegen den Polarstern richten und fest mit der Montierung verbinden. So könnte ich mir also eine Realisierung dieser Idee vorstellen, so der Laserpointer das mitmacht, wie es Amateurastronom bereits andeutete.

Wir wissen doch, wie kreativ Sternfreunde sind, und viele Ideen sind es wert, einfach ausprobiert zu werden. Am besten immer derjenige, der sie hatte.
 
Hi Stefan,

jetzt habe ich begriffen, was Du meinst. Du würdest die Montierung erst einscheinern und dann den Laserpointer anbringen. Ich hatte es so verstanden, dass Du jedesmal erst einscheinern und danach nach Laserpointer ausrichten würdest. Das wäre nun wirklich Mumpitz...

Aber auch zur Montage des Laserpointers ist das mit dem Einscheinern etwas übertrieben. Ich würde den Laserpointer einfach auf ein weit entferntes Objekt richten, die Stundenachse drehen und solange justieren, bis der Punkt nicht mehr kreist.

Wie dem auch sei - das gleiche kann man mit einem Polsucher machen und der ist dann wesentlich genauer, weil er den Versatz zwischen Polaris und dem Himmelsnordpol berücksichtigt...

Gruß
Klaus
 
Hi Stefan
Keine Ursache.
Montierung problemlos ungefähr einrichtet.
Ja, da liegt mein Verständigungsproblem, es ist halt auch nicht genau.
Hab zu Hause noch meine "Einsteigermonti" ohne Polsucher, dafür mit der dafür vorgesehen Öffnung ( Polsucher ist hier optionales Zubehör). Wenn ich das Stativ waagrecht aufstelle, und durch die Öffnung mit etwas Abstand den Polarstern anvisiere, hab ich diese ungefähre Ausrichtung auch. Ohne Aufwand. Interessant wäre für mich, eine Lösung die eine genaue Ausrichtung ermöglicht.
CS Udo S
 
Na klar war`s das.
Ich wollte nur mal die Idee in der Raum stellen, zur Diskussion. Vieleicht probiert es mal jemand, der so einen Laser hat, ganz einfach aus und berichtet darüber.
Grüße, Schneirol.
 
Hallo beisammen,

also sorry, ich finde die Idee an sich irgendwie garnicht gut.
Das dabei so ein grüner Laser zum Einsatz kommt ist natürlich eine Sache, aber zum Verfahren selbst:

Für den visuellen Gebrauch ist sowas nicht nötig, da reicht es die Montierung einfach Pie mal Daumen gen Norden zu stellen, oder aber mit nem Kompass noch ein bischen zu peilen. Für die Fotografie aber wiederum isses viel zu ungenau!

Das mit Abstand beste wäre wirklich, wenn nochmal ein Hersteller auf den Trichter käme einen Polsucher mit einem Zenitspiegel aus zustatten.

besten Gruß,
André
 
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