Grundsätzliche Frage zur Arbeitsweise des Stackings

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Dunkle Energie

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Hallo, liebes Forum,

wie in diesem Thread zu lesen, stehe ich bei der Arbeit mit PixInsight noch ganz am Anfang.
Meine Frage bezieht sich vor allem auf das letzte Bild, bei dem die Sterne ausgebrannt sind.
Wenn ich das vermeiden will, muß ich kürzer belichten und/oder mit niedrigerem Gain arbeiten,
soviel ist klar.
Nun ist es aber so, daß wir gerne ziemlich lichtschwache Objekte aufnehmen, die seeeeeehr
lange Belichtungszeiten erfordern. Kann man das AUSSCHLIESSLICH über eine größere
Anzahl Frames lösen oder erkennt die Stacking-Software bei einer Sequenz aus unterschiedlich
lang belichteten Bildern (so meine Hoffnung und Vermutung) eine Überbelichtung und verwirft
die jeweiligen Bildteile dann zugunsten der entsprechenden Teile aus den nicht überbelichteten Frames?

Markus
 
Meine Frage bezieht sich vor allem auf das letzte Bild, bei dem die Sterne ausgebrannt sind.
Wenn ich das vermeiden will, muß ich kürzer belichten und/oder mit niedrigerem Gain arbeiten,
soviel ist klar.

Jawohl. Das ist aber immer ein Kompromiss. In der Regel kann man in Kauf nehmen, dass der Kernbereich einiger weniger Sterne ausgebrannt ist. Es sollte aber nicht zu viele Sterne sein, denn die Sternfarbe im überbelichteten Teil ist definitv verloren (-> weiß).

Nun ist es aber so, daß wir gerne ziemlich lichtschwache Objekte aufnehmen, die seeeeeehr
lange Belichtungszeiten erfordern. Kann man das AUSSCHLIESSLICH über eine größere
Anzahl Frames lösen ...

Ja. Bei sehr lichtschwachen Objekten braucht man eine entsprechend längere Gesamtbelichtungszeit (also eine größere Anzahl von Einzelbelichtungen), damit dennoch ein akzeptables Signal/Rausch-Verhältnis erreicht wird.

... oder erkennt die Stacking-Software bei einer Sequenz aus unterschiedlich
lang belichteten Bildern (so meine Hoffnung und Vermutung) eine Überbelichtung und verwirft
die jeweiligen Bildteile dann zugunsten der entsprechenden Teile aus den nicht überbelichteten Frames?

Nein, das macht der normale Stacking-Algorithmus nicht. Es erscheint mir auch nicht sinnvoll, Bilder mit unterschiedlicher Belichtungszeit zu stacken. Bei Objekten mit sehr hohem Kontrastumfang kann es aber durchaus sinnvoll sein, unterschiedliche Belichtungszeiten zu verwenden. Allerdings müssen die Serien dann anders weiterverarbeitet werden, das Stichwort ist hier High Dynamic Range (HDR). In PixInsight gibt es dafür den Prozess HDRComposition, andere Bildbearbeitungsprogramme werden entsprechende Prozesse möglicherweise unter anderer Bezeichnung bieten.

Bernd
 
Hallo, Bernd,

vielen Dank für die erhellenden Infos.

Ich habe den normalen Algorithmus also für intelligenter gehalten als er ist.
Macht aber nichts, denn wenn es für meine absonderlichen Vorstellungen
eigene Prozesse gibt, ist alles in Ordnung. ;-)

Und wieder eine Position mehr auf meiner "Das-muß-ich-noch-ausprobieren-Liste".

Markus
 
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