GSO 254/1250

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hi,

> Ist es für Astrofotographie geeignet?

für einen 10" f/5 Newton nimmst Du fotografisch lieber mind. eine Losmandy G11 statt einer Skywatcher EQ6.

> Kann man damit Deep Sky und Planeten einigermaßen gleich gut beobachten?

Für Planeten gibt es sicher geeignetere Geräte, z.B. einen 8" f/8 Newton mit weniger abschattendem Fangspiegel oder einen 6" apochromatischen Refraktor, aber prinzipiell geht mit einem 10" f/5 beides. Ob Dir das auf einer parallaktischen Montierung allerdings langfristig Spaß machen wird (Gewicht, sich wegdrehender Okularauszug), steht auf einem anderen Blatt.

Planeten und Deep Sky erfordern unterschiedliche Okulare.
Am Planeten bist Du im Hochvergrößerungsbereich von 200-fach und mehr unterwegs und oft rel. schnell seeing-begrenzt.
Bei Deep Sky kommt es neben der Vergrößerung eher auf die Bildhelligkeit an. Hier vergrößert man nicht so stark wie am Planeten, sonst werden die Objekte zu dunkel. Deep Sky ist ja nicht so hell wie Planeten. Mach Dich bzgl. Deep Sky mit dem Begriff "Austrittspupille" vetraut und wähle Deine Okulare entsprechend.

Grüße,
Markus
 
Hallo Mysthi,

ich arbeite ebenfalls mit dem GSO 10" auf einer EQ6 und CGEM. Ich habe mit keiner der beiden Montierungen Probleme. Eher im Gegenteil, funktioniert sehr gut.

Ich beobachte visuell eher weniger, aber bzgl. Okulare etc. hat Markus ja schon einiges geschrieben.

Ich fotografiere mit dem Gerät viel. Deep-Sky sowohl auch Planeten. Auch hier komme ich mit beidem gut zurecht.

Aktuell Mars:
www.michaelkunze.de MARS

Jupiter:
www.michaelkunze.de JUPITER

Oder eben Deep-Sky:
www.michaelkunze.de 1250mm

Grüße
Michael
 
Erst mal Danke für deine Antwort :)

Mein Problem ist eigentlich, das ich mich noch nicht so richtig festlegen kann. Ich liebe es Planeten zu beobachten aber genauso, will ich mir aber auch keine Galaxien, Sternhaufen usw entgehen lassen.

Was ich sicher weiss, das ich auch Fotographieren will.
Ich denke das wird eher in Richtung Planeten gehen.

Die Losmandy G11 hat ja ein sehr stolzen Preis :( Gibt es vielleicht ne Montierung, die nicht ganz so teuer ist und trotzdem brauchbar?

Ich denke für den Anfang werd ich mir ein OTA holen, wo ich Deep Sky und Planeten beobachten kann, mit ner gescheiten Monti kann ich mir ja dann je nach dem was ich will ein oder zwei OTA dazu kaufen. Muss mich erst mal entscheiden in wleche Richtung ich gehen will.

Kannst du mir vielleicht jeweils 1 Teleskop empfehlen..
1. Für Mond und Planeten
2. Für Nebel, Galaxien
3. Für beides einigermaßen geeignet.
Ich sage mal, es sollte in einem Budget von etwa 1500 Euro liegen. Mehr hab ich leider für den Anfang nicht.

Das wäre lieb!

LG
Sandra
 
hallo Michael :)

Deine Bilder sind vielversprechend :)
Danke für die Links!

Ich seh den Mars immer Leuchten und ärger mich das ich noch kein passendes Teleskop hab :D

Hatte ein Lidl oder Aldi Teleskop, die alten GOTO Dinger...muss ich ja nicht viel dazu sagen ;)

ich hab schon so viel im Inet gelesen, man wird leider fast erschlagen und kapiert doch nur die hälfte :(
Deswegen Danke das ihr da seid und versucht zu helfen!

LG
Sandra
 
Hallo Sandra,

ich kann dir die EQ6 sehr empfehlen. Ich finde was Preis/Leistung anbelangt, ist es die beste Monti auf dem Markt. Nur meine Meinung.....
Ich besitze noch eine CGE von Celestron, aber trotzdem nutze ich fast nur die EQ6. Einfache bedienung und man kann damit auch problemlos Astrofotografie betreiben.

Gruss
Patrik

 
Hallo Patrick,

Was die Monti anbelangt, es wird aufjedenfall die EQ6 werden.Die passt auch super in mein Budget und ich hab im ganzen Inet auch noch nichts wirklich negatives darüber gelesen.
Es bleibt eigentlich nur noch die Frage, was kommt als erstes oben drauf :D
 
Hallo Sandra,

ich sehe es so wie Patrik mit der Montierung.

Meiner Meinung nach hast Du mit dem 10" Newton schon ein sehr gutes Teleskop, womit Du eigentlich das machen kannst, was Du Dir vorstellst.

Bevor ich fotografiere beobachte ich immer nochmal einige Minuten und bei den Planeten bin ich immer ganz hin und weg!

M.E. bist Du mit der Kombination EQ6 und GSO 254/1250 gut beraten.

Vielleicht noch ein Link zu meinen Kumpels und mir. Wir arbeiten alle mit gleichen oder ähnlichem Equipment:

http://www.astrofototeam-niederrhein.de/

Grüße
Michael
 
Danke für den Link Micheal :)
Dann weiss ich gleich an wen ich mich wenden kann, wenn ich tipps brauche :)

Ich bin mir zu 99% sicher das es auch das GSO 254/1250 werden wird.
Und wenn ich mich wirklich mal auf was spezielles spezialisieren möchte, kann ich mir immer noch ein entsprechendes OTA kaufen.

Nun ma noch fix zur Astrofotografie.
Ich besitze einen Canon EOS 300D , kann ich mit der gute Bilder schießen? (wenn ich mal Übung hab :D )?
Dann nächste Frage.
Was brauch ich alles um die Kamera an mein Teleskop anzuschließen und das ich damit dann loslegen kann?

Was dann die Detailfragen anbelangt, Belichtung usw, die kommen dann wenn es so weit ist :)

Was mein Budget betrifft, ich will mir nach und nach dann das Equipment für die Fotografie dazu kaufen.

Ich danke euch für eure Antworten, ihr habt mir sehr geholfen.
Was ich dann noch schauen muss, welche Okulare ich mir dazu kaufe, damit beschäftige ich mich dann als nächstes!

Vielen Dank
LG
Sandra
 
Hallo Sandra,

ich hatte vor einigen Jahren ähnlich gedacht wie Du. Kann ja dann immer noch aufrüsten. Ich bin allerdings mit den Planeten und Deep-Sky Bildern so zufrieden, dass ich garnicht umrüsten musste.

Für Deep-Sky ist die 300D super. Sollte nur umgebaut werden. Filter raus. Für Planeten nicht geeignet, dazu nimmt man Videosysteme wie bspw. die DMK Kameras.

Um die DSLR anzubringen benötigst Du noch einen Komakorrektor.

z.b. sowas
http://www.teleskop-express.de/shop...fuer-Newton-Teleskope-ab-f-4---mehr-Feld.html

Grüße
Michael
 
Wenn die Kamera umgebaut ist, kann man sie dann wieder in ihren alten Zustand zurück setzen?
Das problem ist, die Kamera gehört meiner besseren Hälfte. Ich bekomm haue wenn die für normale Fotos nicht mehr zu gebrauchen ist!

Ansonsten müsste ich mir eben doch was neues zulegen.
Und da wäre ich auch für Tipps Dankbar die mich nicht ganz arm machen.
 
Leider sind die PN´s und Profile für mich gesperrt :(
Kann ich die Email vom Astrofototeam nutzen? Wenn ja meld ich mich darüber!

LG
Sandra
 
Hallo Sandra,
bin auch erst seit paar Monaten dabei :-)
Also muss sagen, das ganze ist nicht alles so einfach.
Teleskope hat man schnell, nur die ganze Adapter, Okulare,Filter, DMK, Software usw kosten eine menge Geld.
Gott sei Dank gibt es hier Leute, die einem helfen und gut beraten ZB Brennweite rechnen fuer Planetenaufnahmen, Filter, Barlow...usw
Wuensche Dir auf jeden Fall viel Erfolg.
Finde gibt nix schoeners als Astronomie !

LG und CS
Claude / Orscholz Saarland
 
Hi!

Zitat von helly:
> Kann man damit Deep Sky und Planeten einigermaßen gleich gut beobachten?

Für Planeten gibt es sicher geeignetere Geräte, z.B. einen 8" f/8 Newton mit weniger abschattendem Fangspiegel oder einen 6" apochromatischen Refraktor
Nun ja, der 8" hat vermutlich 25 % Obstruktion, während der 10" knapp 30 % aufweist. Wenig Unterschied. Geht man nach der Faustregel "Kontrastdurchmesser=Öffnung-Fangspiegeldurchmesser", so sollten sich die beiden kleineren Geräte gleichermaßen wie 150- oder 160-mm-Instrumente verhalten, während der 10" am Planeten einer 175-mm-Optik entspricht. Ich würde ihn somit auch bei der Planetenbeobachtung den beiden anderen Teleskope vorziehen. Im Deep-Sky-Bereich kann er mit schierem Lichtsammelvermögen punkten.

Ob Dir das auf einer parallaktischen Montierung allerdings langfristig Spaß machen wird (Gewicht, sich wegdrehender Okularauszug), steht auf einem anderen Blatt.
Man kann sich meistens gut arrangieren, z.B. mit einem passenden Zeitplan.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Sandra,


Auch ich gehöre zu den Neueinsteiger. Dennoch möchte ich dich auf ein Paar Punkte aufmerksam machen:

- Der Tubus ist 15.5kg schwer. Das ist schon ein beachtliche Gewicht, welches du da auf die Montierung heben musst.

- Du brauchst am Anfang auch noch keine umgebaute Kamera. Auch mit einer originalen DSLR kannst du schon schöne Fotos machen. Wenn du merkst, dass es dir Spass macht und dass du mehr möchtest, kannst du noch immer einen Umbau vornehmen (lassen).

- Okulare: bei einem f/5 Spiegelteleskop sind die Ansprüche sehr hoch. Sprich, für Okulare gibst du schnell viel Geld aus. Überleg dir mal, was du anschauen möchtest. Hier findest du ein Okularrechner, welcher dir zeigt, was du bei welchem Okular wie sehen kannst.

- Schau im Biete-Forum vorbei. Dort hat es immer wieder interessante Angebote. Ich habe viel Geld gespart, weil ich Occasion-Okulare und eine gebrauchte Barlow Linse gekauft habe.


Viel Spass, Robin
 
Zitat von RoudenLeiw:
Hallo Sandra,
bin auch erst seit paar Monaten dabei :-)
Also muss sagen, das ganze ist nicht alles so einfach.
Teleskope hat man schnell, nur die ganze Adapter, Okulare,Filter, DMK, Software usw kosten eine menge Geld.
Gott sei Dank gibt es hier Leute, die einem helfen und gut beraten ZB Brennweite rechnen fuer Planetenaufnahmen, Filter, Barlow...usw
Wuensche Dir auf jeden Fall viel Erfolg.
Finde gibt nix schoeners als Astronomie !

LG und CS
Claude / Orscholz Saarland
Erst mal Danke, glaub das Glück und den Erfolg kann jeder Einsteiger gebrauchen!
Ich weiss das da eine Menge ausgaben auf mich zu kommen nach dem Teleskop werd ich mir nach und nach das wichtigste zulegen und dann so wie ich es brauche :)
Du bist aus Orscholz? Ich wohne in Serrig ist ja nicht so weit, vielleicht lässt sich da ja mal arangieren :)


@fquatrat deine Aussage treibt mich dann doch wieder in Richtung 10 Zöller, ich schwanke zwischen dem 8" und 10" er!

@Robin
Ich weiss das der Tubus recht schwer ist, da muss mein Schatzi immer mit und mir das Teil auf die Monti heben :D
Und schön zu wissen das ich die Kamera nicht gleich umbauen muss, zum testen kann ich dann doch die von meiner besseren Hälfte nehmen. Danke für den Hinweis :)
Und danke für den Link!

Ich nehme mir alle Tipps und Infos zu Herzen, leider muss man am Ende ja doch allen entscheiden :D
Ich werde euch auf jedenfall informieren was ich am Ende bei mir stehen hab :)

LG
Sandra
 
Hi,

Zitat von fquadrat:
Nun ja, der 8" hat vermutlich 25 % Obstruktion,
das wäre wohl eher ein f/6 Newton. Ich denke bei einem 8" f/8 Planetennewton eher an sowas. Der hat 18%.

während der 10" knapp 30 % aufweist. Wenig Unterschied. Geht man nach der Faustregel "Kontrastdurchmesser=Öffnung-Fangspiegeldurchmesser", so sollten sich die beiden kleineren Geräte gleichermaßen wie 150- oder 160-mm-Instrumente verhalten, während der 10" am Planeten einer 175-mm-Optik entspricht.
Daß man mit einen 10" f/5 Newton OTA für EUR 549,00 eine vergleichbare Spiegelqualität erhält wie mit einen 8" f/8 Dobson für 1.044,00 (siehe Link oben), wage ich zu bezweifeln.

Ich würde ihn somit auch bei der Planetenbeobachtung den beiden anderen Teleskope vorziehen.
Ja, die größere Öffnung spricht eigendlich für den 10"er.

Im Deep-Sky-Bereich kann er mit schierem Lichtsammelvermögen punkten.
Das sowieso.

Ob Dir das auf einer parallaktischen Montierung allerdings langfristig Spaß machen wird (Gewicht, sich wegdrehender Okularauszug), steht auf einem anderen Blatt.
Man kann sich meistens gut arrangieren, z.B. mit einem passenden Zeitplan.
15kg OTA, 15kg Gegengewichte, 16kg EQ6, 8kg Stativ, macht 4 mal gehen und zusammen 54kg. Na ja, 3,5 Kisten Bier sind gleich geschleppt, meckert auch keiner, aber die schlepp ich voll nur hin, zurück sind sie leer. :-)

Grüße,
Markus
 
Ob Dir das auf einer parallaktischen Montierung allerdings langfristig Spaß machen wird (Gewicht, sich wegdrehender Okularauszug), steht auf einem anderen Blatt.
Man kann sich meistens gut arrangieren, z.B. mit einem passenden Zeitplan.
15kg OTA, 15kg Gegengewichte, 16kg EQ6, 8kg Stativ, macht 4 mal gehen und zusammen 54kg. Na ja, 3,5 Kisten Bier sind gleich geschleppt, meckert auch keiner, aber die schlepp ich voll nur hin, zurück sind sie leer. :-)

Grüße,
Markus

Ja, das wird halt ein kleiner "schwerer" Nachteil sein. Ich werd mir dann einfach immer jemanden mit nehmen der tragen hilft :D
Das muss ich wohl in Kauf nehmen wenn ich mich für die größere Öffnung entscheide
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sandra,

fürs visuelle Spechteln ist der 10" Newton ein feines Gerät. Sonne (Achtung, immer mit Sonnenfilterfolie vor der Newton-Öffnung), Mond und Planeten wirst damit schnell finden. :)

Wenn Du ein paar Sterne am Himmel identifizieren kannst, dann kriegst nach dem Alignment per Goto auch Deepsky-Objekte. Alles paletti. :super:

Aber bitte unterschätze den Zeitaufwand für "Krempel" ins Auto schleppen, Rausfahren, Aufbauen, Spechteln, Abbauen, Heimfahren nicht. Wenn die bessere Hälfte nicht ebenfalls Feuer und Flamme für Astronomie ist, wird das schnell "läßtig". Und dann stehst da und hast keinen, der Schleppen und Wuchten tut. :blush:

Ich bin mittlerweile zusammen mit meinem "Krempel" älter geworden und könnte eine EQ6 nicht mehr alleine Auf- und Abbauen. Und schon garnimmer alles alleine die Treppen zum Auto runtertragen. Knie futsch. Ende vom Traum der größeren Öffnung. ;(

Ich bin sehr froh, daß ich seinerzeit Montierung und Teleskop eine Nr. kleiner gekauft hab. Das kann ich jetzt und auch in 5 Jahren noch selber tragen... :cool:

Ich will keineswegs von der EQ6 abraten. Das ist ein richtigrs Arbeitstier.

In der Szene gibt es halt ein Sprichwort: "Das Teleskop ist das beste, mit dem man am meisten beobachtet."

Und wenn Du keinen "Schlepper" hast, dann beobachtest garnet. :mauer:

Zur Fotografie:

die 300D hatte ich auch. Tagsüber ne prima Kamera. Aber die hat an den Seiten grusliges Verstärkerglühen. Bei den für Deepsky notwendigen Belichtungszeiten macht das rosafarbene Ränder auf dem Bild. Mit Darks bekommt man zwar die gruslige Farbbereiche weg, aber was an Objekten unter dem Verstärkerglühen lag, ist auch zur Hälfte weg. :mauer:

Bei Ebay gibts für ca. 300 Euro aufwärts z.B. die 450D. Die hab ich mittlerweile gegen die 300D eingetauscht. Sie hat kein Verstärkerglühen. Und sie hat Liveview. Ist genial zum Fokussieren. :D

Wenn Du Deepsky-Objekte fotografieren möchtest, reicht es nicht, die Kamera mit nem Adapter ans Teleskop zu flanschen und drauflos zu knipsen. Da brauchst Autoguiding. Also ne 2. Kamera, die der Teleskopsteuerung sagt, wohin sich der Leitstern grad bewegt, damit die Steuerung mit zusätzlichen Impulsen die Motoren so ansteuert, daß die Sterne rund bleiben. Dann brauchst noch nen Komakorrektor. Ohne den sind die Sterne bis etwa 20 oder 30 % nach Innen zur Bildmitte kleine Kometen. Schaut net schön aus. ;(

Dann mußt leider auch ganz anderst einnorden. Da reicht keine "0-8-15" Einnordung wie beim visuellen Spechteln. Du mußt schon einscheinern. Das ist nochmal ein größerer Zeitaufwand.

Zum Einstieg in die Deepsky-Fotografie würde ich an Deiner Stelle erstmal die vorhandene Kamera mit nem Weitwinkel-, Normal- und auch mal mit nem kleinen Teleobjektiv Huckepack auf das Teleskop setzen. Wenn Dir die Ergebnisse gefallen, Du Spaß an der Bildbearbeitung findest, dann kannst immernoch all das anschaffen, was Du dann zwingend brauchst, um durch das Teleskop zu fotografieren. :Trost:

Die Bilder von Michael zeigen, daß mit DSLR und dem 10"er einiges geht. Aber bitte schau auch, welche Zeit er für ein einziges Bild "verbrät". Steht unter jedem Bild. 4 Stunden, 8 Stunden, 13 Stunden... Das war dann nicht in 1 Nacht. Das waren sicherlich mehrere Nächte. Für 1 Bild. :teufelgrr:

Wenn es dagegen eher Planetenfotografien werden sollen, brauchst weder Komakorrektor, noch Guidingkamera. Das Einscheinern ist auch nicht notwendig. Gut Einnorden reicht. Dann ist ne kleine s/w Kamera ala DMK + Farbfilter in einem Filterrad oder eine Farbccd fällig. Bei Planeten benötigst dafür nen Projektionsadapter für ein Okular oder ne 2,5 oder 3x Barlow...

Planetenfotografie stellt auch keine so hohen Anforderungen an den Nachthimmel. Da ist ausschließlich Seeing wichtig. Also ob die Luft ruhig oder turbulent ist. Der Vorteil bei der Planetenbeobachtung ist, daß man das selbst aus ner Großstadt raus machen kann. :super:

Da ist keine lange Fahrt ins Dunkle notwendig. Falls also der Göttergatte keine Lust auf lange Abende am Teleskop hat, kann er zwischen Auf- und Abbau zu Hause Fernseh gucken. ;)

Ich mach Planeten vom heimischen Balkon aus. Direkt vom Ludwigsburger Stadtrand aus. Quehr durch die siffige Lichterglocke von Stuttgart, das dummerweise genau südlich von Ludwigsburg liegt...

Falls Du also demnächst auf Planeten losgehen möchtest wie oben angedeutet, kannst mich gerne per PN oder hier löchern...


 
Hallo Sandra,

die Schlepperei darf man sicherlich nicht unterschätzen, aber ich würde dir trotzdem den 10" empfehlen. Ob du jetzt einen 8" schleppst oder nen 10" macht dann auch nicht mehr viel aus.....

Du kannst damit eigentlich alles machen was dir vorschwebt und eine solide Basis für künftige Astrofotografie. Ich habe selbst einen 10" F/4.8 und ist das vielseitigste Teleskop in meinem Besitz.

Uebrigends musst du die Montierung nicht einscheinern wenn du Langzeitbelichtungen machen willst und Autoguiding verwendest. Da reicht eine Einordnung mit Polsucher aus.
Zumindest hab ich meine EQ6 noch nie eingescheinert...

Gruss
Patrik




 
Hi Sandra,
Nee Serrig ist wirklich nicht weit entfert :-))
Also wenn du mal in meine Gegend bist, komms de einfach klingeln :-))
Also wenn du mal was brauchst( bin zwar kein Spezialist ) schau ich dann ob ich dir helfen kann.
Also ich wuerde deiner Stelle ( DSLR ) hier mal eine Thread eroeffnen (Suche ) DLSR.Habe das auch gemacht und ein komplettes Set fuer 400,- eine EOS 350DA bekommen.
Also Sandra ich habe eine 8" GSO F/4 auf einer NEQ6, GOTO , mit einem Refraktor ( Leitrohr ) 1200mm x 80mm.
Kanns ja mein Foto anschauen, wo ich alles zum 1x zusammen gebaut habe vor 2 Monate :-))
http://public.fotki.com/Kirchen/meng-teleskoper/fotonewton-1-jpg.html
Zusaetzlich siehst du auch meine erste Bilder Jupiter und Mars auf der Seite, Anfaengerbilder :-))
Aber denke mit der Zeit wird das schon werden;-)
Werde mir jetzt mal eine neue Camera zulegen:
https://www.teleskop-express.de/sho...mera-ohne-IR-Sperrfilter---640x480-Pixel.html
Wie gesagt, kanns gerne fragen entwerder P/N oder Mail adresse
RoudenLeiw@yahoo.de
LG Sandra und CS
Claude
 
fürs visuelle Spechteln ist der 10" Newton ein feines Gerät. Sonne (Achtung, immer mit Sonnenfilterfolie vor der Newton-Öffnung), Mond und Planeten wirst damit schnell finden.
Ich bin Anfänger, was ist denn Spechteln? :D

Aber bitte unterschätze den Zeitaufwand für "Krempel" ins Auto schleppen, Rausfahren, Aufbauen, Spechteln, Abbauen, Heimfahren nicht. Wenn die bessere Hälfte nicht ebenfalls Feuer und Flamme für Astronomie ist, wird das schnell "läßtig". Und dann stehst da und hast keinen, der Schleppen und Wuchten tut.
Ich weiß was da alles auf mich zu kommt bzw inzwischen weiß ich es. Für Planeten brauch ich nicht weit, wir haben ein relativ großes Grundstück, lebe in einem Dorf und habe auf den Himmel nen guten Blick.Zu viel Licht stört auch nicht wirklich.

Zum Einstieg in die Deepsky-Fotografie würde ich an Deiner Stelle erstmal die vorhandene Kamera mit nem Weitwinkel-, Normal- und auch mal mit nem kleinen Teleobjektiv Huckepack auf das Teleskop setzen. Wenn Dir die Ergebnisse gefallen, Du Spaß an der Bildbearbeitung findest, dann kannst immernoch all das anschaffen, was Du dann zwingend brauchst, um durch das Teleskop zu fotografieren.
Ich werd das alles eh erst mal ohne Umbau der Kamera testen, so kann ich auch schauen ob mir die Fotografie überhaupt spass macht und wie du sagst, wenn ich das dann wirklich will, kann ich mir immer noch alles zu legen was ich brauch :)

Falls Du also demnächst auf Planeten losgehen möchtest wie oben angedeutet, kannst mich gerne per PN oder hier löchern...
Danke, da werd ich sicher drauf zurück kommen :)

Uebrigends musst du die Montierung nicht einscheinern wenn du Langzeitbelichtungen machen willst und Autoguiding verwendest. Da reicht eine Einordnung mit Polsucher aus.
Einscheinern? Ihr haut mit Worten um euch..grins..

Also Sandra ich habe eine 8" GSO F/4 auf einer NEQ6, GOTO , mit einem Refraktor ( Leitrohr ) 1200mm x 80mm.
Kanns ja mein Foto anschauen, wo ich alles zum 1x zusammen gebaut habe vor 2 Monate :-))
Für was genau ist denn das Leitrohr gut? Ich denke mal um besser zu finden was man sucht? Zum Leiten? :D

Man kann hier nicht oft genug Danke sagen :)

LG
Sandra
 
Hi Sandra,

Ich bin Anfänger, was ist denn Spechteln?

slang für "mit dem Auge durch das Okular sehen", ein "Spechtler" ist ein optischer Beobachter im Gegensatz zum "Fotograf" :D

Einscheinern? Ihr haut mit Worten um euch..grins..

Jedes Hobby hat seine Fachwörter. Die mußt lernen, sonst verstehst unsere Antworten bei Problemen net. :)...

"einnorden": da wird das Stativ so aufgebaut, daß die Montierung mit ihrer Bohrung für den Polsucher auf Polaris zeigt. Damit muß nur die Stundenachse nachgeführt werden und ein Stern bleibt recht lange im Gesichtsfeld des Okulars.

"einscheinern": da werden 2 Sterne im Süden und Osten oder Westen hergenommen, um den Himmelspol gaaaaanz genau einzustellen. Dann bekommt man bei langzeitbelichteten Bildern keine Bildfeldrotation... Ist für reines spechteln nicht notwendig. Für gute Fotos schon...

Für was genau ist denn das Leitrohr gut? Ich denke mal um besser zu finden was man sucht? Zum Leiten?

neee. Ein Leitrohr braucht man für Langzeitfotografie. Da dran wird die Guidingcamera befestigt.

Wenn Du spechteln willst, brauchst kein "Leitrohr". Dann brauchst nen "Sucher". Da guckst mit dem Auge durch und stellst das Objekt in die Gesichtsfeldmitte vom Sucherokular. Statt eines "Suchers" kannst auch einen "Telrad", einen "Riegel" oder einen "Red Dot Finder"
nehmen.

Ich mag am liebsten den Telrad, damit kann ich beidäugig durchgucken und das Teleskop in die richtige Richtung schwenken. Ich fahr meine Objekte beim spechteln meist von Hand an. Das nennt sich "Star hopping" und ist schon wieder ein Fachbegriff. ;)

Auch wenns Dir jetzt eventuell schwerfällt oder unfair erscheint, ich schlag Dir vor, erstmal nur zu spechteln.

Lern den Umgang mit der Montierung, mit dem Teleskop, lern die Fachwörter vom neuen Hobby. Und wenn das alles sitzt, Du alle gewünschten Objekte findest, dann beschäftige Dich mit der "Zusatzoption Fotografie". Beides auf einmal ist heftig. Da kommt schnell Frust auf. :Trost:

 
slang für "mit dem Auge durch das Okular sehen", ein "Spechtler" ist ein optischer Beobachter im Gegensatz zum "Fotograf
Ahhh ok, ok das Spechteln ist schon mal im Kopf hängen geblieben:D


auch wenns Dir jetzt eventuell schwerfällt oder unfair erscheint, ich schlag Dir vor, erstmal nur zu spechteln.

Das hatte ich auch vor, erst mal das Teleskop + Funktionen kennen lernen, ich muss ja auch erst mal lernen die Objekte zu finden die ich sehen will :) Keine sorge, ich finde das absolut nicht unfair, es ist ratsam so vor zu gehen.
Ich will mir zum Teleskop am anfang nur das nötigste dazu holen, wie z.B Sucher, Filter und Okulare.
Und irgendwann rüst ich auf für die Fotografie. Muss dann eh erst mal wieder sparen :D

Na wenn man Übersetzt kann man das schon raushören was es bedeuten könnte :)


So bald ich mein Teleskop hab, meld ich mich auf jedenfall, hab noch etwa 2 Wochen Zeit zum überlegen ob ich mir gleich das 10" an tu oder doch erst das 8"
Grübel,grübel,grübel ?)

Danke für die Beschreibu7ng der "Fremdwörter" :) wieder bisschen was dazu gelernt :)


 
Hi Sandra,

Ich will mir zum Teleskop am anfang nur das nötigste dazu holen, wie z.B Sucher, Filter und Okulare.

ok, egal, ob 8 oder 10 Zoll Öffnung, neben Sucher, Filter (Grau- oder variabler Polfilter) und Okularen brauchst unbedingt noch diese Dinge:

- dimmbare Rotlichttaschenlampe
- Drehbare Sternkarte
- nen Himmelsatlas (mit Beschreibung der Deepsky-Objekte und Aufsuchkarten drin)

Mit der Rotlichtlampe dicht an den Atlas rangehen und die Beschreibung lesen. Viele Anfänger machen den Fehler, daß sie Weißlicht (normale Taschenlampe) benutzen. Schaltet man die ein, ist die Dunkeladaption der Augen futsch. Die Iris im Auge zieht sich bei hellem Licht blitzschnell zu. Ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Auges. Kannst mit Willenskraft nicht verhindern. Mit fast geschlossener Iris sieht man durch das Teleskop aber keine schwachen Sterne oder sonstige Dinge. Galaxien und Nebel sind solche futzelschwachen Objekte, die kann man erst gut erkennen, wenn sich die Iris im Lauf von 40 Minuten gaaanz weit aufgemacht hat...

Viel Erfolg beim neuen Hobby
 
Ok,muss ich mir mal ne Liste mache mit all den Dingen.

[qoute]Ich mag am liebsten den Telrad[/quote]
Hab ich mir mal angeschaut, hört sich eigentlich ganz gut an, mal schauen vielleicht kommt der bei mir auch drauf :)

Bin am überlegen ob ich mir dann die Okulare gleich mitbestellen soll oder erst wenn ich das Teleskop hab. In der Theorie weiß ich zwar ein bisschen was für Deep Sky und was für Planeten gut ist aber in der Praxis seh ich tausend Okulare und weiß doch nicht was ich kaufen soll :D


Mal aus reiner Interesse :) Welches Teleskop + Monti würdet ihr empfehlen wenn ich man die Fotografie weg lassen würde?


Danke und einen schönen Tag :)
LG Sandra
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sandra,

Mal aus reiner Interesse :) Welches Teleskop + Monti würdet ihr empfehlen wenn ich man die Fotografie weg lassen würde?

nen f=6 oder f=8 Dobson mit 8 oder 10 " Öffnung. Der würde Dich "zwingen" erstmal den Himmel (Sternbilder) kennenzulernen. Ist halt ein KO-Kriterium fürs Fotografieren...

:D
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben