Guidingcam geschrottet - Reparatur-Versuch?

Sempervivum

Mitglied
Guten Tag,
ich Unglücksrabe habe meine Guidingcam, Touptek 662M, geschrottet. Auf dem Foto sieht man die Bescherung. Das Gehäuse ist auseinander gebrochen aber mir scheint, die Innereien sind heil geblieben. Einschl. der Enden der Flachkabel und der Buchsenleisten innen drin.
Was denkt ihr, lohnt sich ein Versuch, das zu reparieren? Selbst fehlt mir das manuelle Geschick, würde sich jemand anbieten?
Beste Grüße, Ulrich

662M geschrottet.jpg
 
Hallo Ulrich,

Klar, lohnt sich immer zu versuchen zu reparieren.
Einfach mit einer flachen Pinzette, vielleicht aus dem Nageletui, die flexiblen Leiterbahnfolien wieder in die Steckplätze stecken. Kann man ja nicht vertauschen. Machen die ja in der Produktion auch so.
Vor dem festlegen der beiden Gehäusehälften, am besten einen Test machen.

Martin

Grüsse aus dem Norden!
 
Vertauschen kann man das wohl, aber es passiert halt nichts in dem Fall da die Folie nur einseitig kontaktiert ;)

Nimm eine Lupe, schau in die Buchse auf welcher Seite die Kontaktierung ist, auf diese Seite muss dann die Kupferseite des grauen Kabels sein um es zu verbinden.
Nach einem hoffentlich erfolgreichen Test würde ich anschließend die Verbindung mit einem guten Klebeband fixieren.

Normalerweise kann da nichts schiefgehen. Allerdings, wenn ich mir das verbogene Alugehäuse ansehe, die Cam bringst Du so nicht mehr in eine Hülse, das muss erst etwas gerichtet werden, wenn das alles passt, geh an die Flachbandleitung ran.
 
Es gibt ja nur zwei möglichkeiten, entweder das Ding läft nicht mehr, oder Du bekommst es repariert. Lass also einfach den Angstfaktor beiseite.
1) Ausprobieren, ob die Elektronik noch tut. Das ist oben beschrieben.
2) Sicherstellen, dass Du die Teile so zusammenstecken kannst, dass sie noch insgesammt einen geraden Eindruck machen. Das dickere Gehäuseteil hat einen Deckel, den schraubst Du ab und holst die Elektonik raus. Die ist da einfach mehr oder weniger hineingeworfen.
3) Wichtig! Die Flexieblen Leitelkabel von besagter Elektronik abziehen und beide auf der Kameraseite einstecken (Das ist das schwarze Teilgehäuse).
4) Alle Kleberreste restlos von dem vermurksten Gewide entfernen (mechanisch, chemisch, Drahrbürste mit Messingborsten etc). Wenn in den Gehäuse keine Elektronik steckt und die Flachbandkabel auch noch raus sind, geht das gut)
5) Wenn jetzt die beiden Gehäusetrümmer ohne Qual und positionsrichtig zusammengesteckt werden können, dies mit UHU-Plus endfest zusammenfügen, fixieren und 24 stunden warten.
6) wenn Du jemanden kennst, daer eine Drehbank hat und diese auch noch bedienen kann, ihn darum bitten, die verbogenen Gehäuseteile zu überdrehen. Sonst halt mit Feile und Geduld. Kameraseite mit dem Touptek Gummistopfen selbsverständlich verschliessen.
7) Elektronikmodul mit den Flachbandkabeln verbinden, alles in das Gehäuse stopfen, Deckel drauf, fertig.
Aber in jedem Fall punkt 1 durchführen. Das breitere, dunkle Flachbandkabel könnte evtl. beschädigt sein.

Viel Erfolg
Bernhard

Noch eine Anmerkung: Wenn man das manuelle Geschick nicht trainiert, wird das nie etwas. Als Doppellinkshänder wird man nicht geboren, man macht sich selbst dazu. Also einfach mal machen.
 
Ich würde zuerst versuchen , die Kabel wieder reinzustecken und die Elektronik vorsichtig in der Zweiteilversion testweise zum Laufen zu bekommen.

Ist effizienter, als zuerst aufwendig das Gehäuse zu richten, obwohl die Elektronik/ die Kabelbuchsen evtl. unreparierbar defekt sind.

Ansonsten haben Dir anderen beiden Herren imho schon genau die richtigen Tips gegeben.

Du hast nix zu verlieren. Aber wenn Du es versuchst, bekommst Du entweder wieder eine funktionierende Kamera oder Du lernst was.
Gruß
 
Danke für die ermutigenden Worte. Ich habe noch mal versucht, die Kabel wieder aufzustecken. Ein wenig Klebeband auf die Spitzen der Pinzette getan weil ich besorgt war, dass die scharfen Kanten die Kabel beschädigen könnten. Aber habe sie nicht rein bekommen. Das wird nichts, bin halt ein Softwaremensch. Ich brauche jemand, der das für mich erledigt. Selbstverständlich würde ich auch eine angemessene Vergütung bezahlen.

Beste Grüße, Ulrich
 
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