Gut belesen - und doch nicht weiter ...

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ReneM

Aktives Mitglied
Ich habe bereits viele Einsteigerhilfen hier gelesen und schwanke immernoch sehr stark hinsichtlich meiner ersten richtigen Anschaffung. Je mehr Meinungen ich hier lese, desto mehr schwirrt mir der Kopf.

Erste Erfahrungen habe ich mit dem ALDI-Refractor und einem 10x50 Fernglas gesammelt und die Freude und der ungebrochene Wissensdurst überwiegen weiterhin über die ersten zittrigen Erfahrungen mit dem Aldi-Teleskop (das Stativ und die Gabelmontierung dienen inzwischen als Hilfsstativ für mein Fernglas - fragt bitte nicht, wie ich das anstelle).

Je mehr Details der Mensch in seine Entscheidung einfließen läßt, desto unsicherer wird er. Deshalb meine Bitte an alle Teleskopfreunde, die auch ein gutes Fernglas ihr eigen nennen.

Meine ersten echten Überlegungen waren ein budgetschonender 114/900-Newton-Reflektor, dann habe ich aber viel von anfängerunfreundlichen Nachjustierungen und lästigem Abkühlen und Beschlagen des Spiegels gelesen und daß die "echte" Öffnung knapp unter 100 mm liegt.
Ich dachte mir, ist es nicht bequemer, ein Großfernglas mit 100er Öffnung zuzulegen, was deutlich höheren Komfort und ein größeres Gesichtsfeld verspricht, aber wegen der kurzen Brennweite nur bis max. 40x Vergrößerung tauglich ist.
Leider sind die Dinger mit 45 Grad Schrägeinblick und entsprechendem Stativ/Montierung so teuer, wie mein neues Hobby auf die kommenden 3-5 Jahre hinaus kosten sollte (maximal 2.000 EUR).
Nach ersten Recherchen wohne ich in einer Gegend, wo es wenig organisierte Sternfreunde zu geben scheint, bei denen ich mal vorbeischauen könnte um Anregungen oder ertse Eindrücke zu sammeln, dabei gibt es hier wegen der dünnen Besiedlung richtig gute Beobachtungsstandorte.

Vielleicht kann der ein oder andere mit Beobachtungserfahrungen beider Instrument seine Meinung hier veröffentlichen.
Bevor die Frage kommt ... was willst Du eigentlich sehen? ... schon von allem etwas, mit Präferenz hin zu den deep sky-Objekten, sonst hätte ich vermutlich gar nicht erst Überlegungen in Richtung Großfernglas angestellt. Wichtig wäre mir wohl, daß die deep sky´s nicht nur neblige Fleckchen bleiben, sondern auch Strukturen u.ä. erkennbar wären.

Über eine angeregte Diskussion Teleskop vs. Großfernglas und vielleicht auch eineen Vergleich/Vergleichsquelle zum Lichtsammelvermögen würde ich mich sehr freuen, vielleicht könnte dies zur Erleichterung meiner Entscheidung beitragen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Viele Grüße an alle

Die Spreewaldgurke Rene


 
Hallo Rene,

ganz trocken: Die Anforderung Deepsky mit inneren Strukturen geht nur über Öffnung. Die hat aber ein Großfernglas auch nur in sehr beschränktem Maße.
In meinen Augen erübrigt sich eine Diskussion, man landet beim Spiegel. Die Frage ist dann eher, ob man gleich einen richtig fetten Dobson anschafft, oder ob man den Standardrat 8" f/6 Dobson akzeptiert, um damit erstmal die verschiedenen Disziplinen kennenzulernen und mit dem dann erworbenen Wissen in 3 bis 5 Jahren an einen Aufstieg denken kann.

Sorry, eine sehr knappe Antwort, aber zum einen ist zum Thema Dobsons sehr viel geschriebenes leicht im WWW (und diesem Forum) auffindbar, zum anderen ruft ein zu ausführlicher Dobson-Rat ja beim Publikum meist die Reaktion "Laaangweilig, ihr ratet immer zum Dobson" hervor. Bevor also die Diskussion mit solchen Argumenten geführt wird...

Clear Skies
Sven
 
Hi Rene

DS als Wunsch heißt in aller Regel Öffnung.
DS ist vieles an Objekten - mit verschiedenen Anforderungen an das Gerät - S. HP Praxis DeepskyBeobachtung

Strukturen ist so ne Sache. M an sieht sie oft nicht, manchmal nur mit Augenverbiegen bei manchen Objekten aber leicht. Nur wie das betrachten eines Bildes ist das nicht und lernen muß man sehen auch.

Auf lange Sicht erscheint mir ein Teleskop daher besser als ein FG. Bleibt die Frage ob das reicht was Du siehst im Scope. Und das kannst nur Du sagen.

Also doch Probe gucken. Geht das nichtwürde ich ein preiswertes gängiges Gerät mit größerer Öffnung nehmen.
Schlimmstenfalls ist es alles nicht und Du verkaufst mit moderatem Verlust wieder. Und da landen wir beim Dobson mit 8" der vllt gebraucht angeschafft mit 200 Euro zu Buche schlägt ud quasi so wieder verkauft werden kann.
Dazu 2 3 einfach Okulare und selbst entscheiden.

Dasist aber die absolute Notlösung, besser ist allemal vorher Probieren und dann weiter sehen und entscheiden.
CS
 
Hallo Spreewaldgurke (Hoffentlich selbst eingelegt?) :/

wie Sven schon schrieb, für Deep Sky bedarf es vor allen eines: Öffnung! Ein Refraktor oder gar ein Fernglas/Doppelfernrohr mit 150mm Öffnung aufwärts...? Da ist sicher nicht nur dein Beobachtungsobjekt astronomisch, sondern auch die Preise. Wobei 200mm Öffnung für Strukturen oder einen Hauch von "Farbe" (nicht allgemein für Deep Sky!!!) wohl eher das Minimum sind (Mal abgesehen von M45 / Orionnebel).
Das Auskühlen und Justieren der Spiegel ist sicher lästig aber so wild nun auch nicht! (Jahaa(!) Sven, *entfernt* und Co! Ihr lest richtig! Ich bin manchmal zur Einsicht fähig :hochachtung:).
Wenn Du rein visuell Nebel/Galaxien beobachten willst nimm einen Dobs ab 200mm Öffnung. Reichen Dir auch Offene Sternhaufen und Sternenfelder/Milchstrasse, gibt es sicher nichts besseres als ein gutes Fernglas. Mond und Sonne (Objektivfilter!) mag da noch gehen aber Planeten fallen dann flach. Das eine Fernglasbeobachtung entspannter ist kann sein. Bestimmt aber nicht immer, mit den “Geschossen” welche Dir vorschweben ( Du meinst doch mit “Großfernglas” sicher Geräte um die 70-100mm Öffnung?). Auch diese wollen stabil montiert werden und wiegen ein paar Kilöchen!

VG,
Micha
 
Neben Öffnung ist auch wirklich dunkler Himmel notwendig, ansonsten ist die Auswahl an Deep Sky Objekten eingeschränkt. Und mglw. kommen unter etwas hellerem Himmel auch andere Instrumente in Betracht, weil großflächige lichtschwache Nebel ohnehin nicht erreichbar sind. Für Sternhaufen und planetarische Nebel muss man andere Kriterien anlegen. Mittlere bis hohe Vergrößerungen zeigen meihr, wenn eine Nachführung drunter sit. Das begrenzt wieder die handhabbare Öffnung.
 
Hallo,

was spricht denn gegen den 8" Newton auf Rockerbox (Dobson)?

Der ist (noch) transportabel, bietet viel Öffnung für's Geld, einfach zu benutzen, leicht zu warten und zu optimieren und ist universell einsetzbar. Das finanzielle Risiko ist überschaubar und das System ist ausbaufähig.

Gruß
Adson
 
Vielen Dank für die bisherigen Antworten, die alle in eine Richtung laufen => Dobson 8" f/6.
Das scheint mir, nachdem ich Kommentare zm Dobson bislang unverständlicherweise ausgeblendet habe, eine gute Lösung für den Anfang zu sein.

Achso, und wenn schon Dobson, dann ein Sucher mit 90 Grad-Einblick? Mir scheint, das "Suchen" könnte wegen der geringen Höhe zu ordentlichen Verrenkungen führen. Und ist anfangs ein Justierlaser sinnvoll? => bedenke - ich = Anfänger.
Und bitte eine letzte Frage, auch wenn das hier im Forum sicher nicht zum ersten Mal gefragt wird: Lohnt sich der Mehrpreis von über 100 EUR für Pyrex statt BK7 (sofern der Abkühlvorteil der einzigste ist - ich habe nicht vor, das Teleskop groß zu transportieren, sondern kann es vorher auf dem Grundstück aufstellen).

@Micha - Die Gurke ist nur noch Essig ... liegt schon seit 38 Jahren ein ?)

@Uwe - Im Deep Sky Reiseführer habe ich schon gelesen, daß die Grenzgröße extrem wichtig ist für die Kontrastreserve. Und Stoyan beschreibt alle Objekte ab eine Grenzgröße von 6,5, sofern meine Erinnerung richtig ist. Wie dunkel sollte es nach Deiner Erfahrung sein, damit das Bibbern in a...kalten Nächten noch Spaß macht. Ich werde meine endgültige Entscheidung sicher auch davon abhängig machen, wie dunkel der Himmel bei mir am Ende des Dorfes fern ab jeder Zivilisation tatsächlich wird.
Achso, und wenn schon Dobson

Dank schon mal an alle, die es nicht müde werden, Anfängern vermutlich immer wiederkehrende Fragn zu beantworten.

Rene
 
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Hallo Rene,

als Sucher empfehle ich zum Dobson einen Leuchtpunktsucher. Manche Sternfreunde möchten aber auch auf die Luxusversion des Leuchtpunkts nicht verzichten, das ist dann ein Telrad oder Rigel. Die Extrem-Luxusvariante ist ein Leuchtpunkt kombiniert mit 7x50 oder 8x50. Aber eigentlich reicht der Leuchtpunktsucher.
Allerdings sei da auch angemerkt, dass manche Leuchtpunktsucher richtig schlecht sind. Als Negativbeispiel mal dies: http://www.svenwienstein.de/HTML/leuchtpunktsucher.html
Wie man mit dem Leuchtpunktsucher sucht, ist hier nebenbei beschrieben: http://www.svenwienstein.de/HTML/baader_skysurfer_iii.html

Was den nötigen oder sinnvollen Himmel angeht, sollte man einige Autoren nicht zu ernst nehmen. Wer länger Deepsky-Fan ist, erhöht seine Anforderungen. Ich gehe auch kaum noch auf den Balkon, fahre lieber raus für dunkleren Himmel. Mir sind aber auch einige Möglichkeiten vom Balkon aus weiterhin klar. Als ermutigung mal ein Beobachtungsbericht (am Ende des Artikels) http://www.svenwienstein.de/HTML/william_optics_megrez_110.html
und ein Artikel über Möglichkeiten aus der Stadt: http://www.svenwienstein.de/HTML/stadtastronomie.html

Wichtig ist meiner Meinung nach beim Griff zum Dobson und Deepsky-Interesse, gleich zu Anfang wenigstens einen 1,25" OIII-Filter anzuschaffen. Es gibt den OIII inzwischen ab 30 Euro (Ebay-Preisvorschlag), bzw. Liste 50 Euro. Wenn man Deepsky beobachten will, wird der seine Dienste leisten, ob aus der Stadt oder sogar unter sehr dunklem Himmel.
Allerdings sollte man sich auch informieren, was so ein Filter kann und was nicht: http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html

Wenn schon bibbern angesprochen ist, und ich den Link-Rundumschlag mache: http://www.svenwienstein.de/HTML/kleidung.html

Clear Skies
Sven

PS @MichaD80: Sozusagen mal objektiv mit Vorankündigung? Oder echte Einsicht? Jedem Teleskop seinen Verwendungszweck würde mir als Konsens reichen!
 
Also meine Omi hat ihre Gurken immer selbst eingelegt und so lange im Steintopf liegen lassen bis sie zurück beißen konnten. Aber 38 Jahre..., wäre dann schon sehr bissig! :D

Zur Justage: Natürlich gibt es dafür Zubehör wie Justierlaser und -Okulare. Die sind aber nicht gerade billig. Es tut aber auch eine einfache Filmdose oder der Okularschutz, in welchen Du mittig ein kleines Loch bohrst ( Nicht durch die Okularlinse! :totlach2:) . Beschreibungen gibt es im Internet wie Sand am Meer! Google einfach mal durchs Netz oder nutze die Suchfunktion von A.de. Mit dieser Methode habe ich meinen kleinen F5 Newton justiert und von erfahrenen Sternenfreunden (nach Test am Doppelstern und Jupiter) Lobeshymnen geerntet. Das war mein Erstlingswerk!
Vielleicht irre ich mich, aber ich lese aus deiner Antwort eine gewisse Unzufriedenheit heraus. Ein Dobs war sicher nicht dein Traumziel? Berichtige mich wenn ich mich irre. Ich bin auch kein Dobson-Fan, gebe ich offen zu. Mit relativ geringen Kosteneinsatz und für Deep Sky (visuell) ist er aber unschlagbar!
Alternativ kannst Du Dir ja einen Newton(Dobson ist ja nur die Art der Montierung) auf einer (stabilen!!!) parallaktischen Montierung kaufen. Die Monti ist dann aber sicher teurer als das Teleskop. Es sei denn, Du kaufst die Montierung gebraucht.
Zur Öffnung: Kann man nie genug haben. Auch wenn der Himmel sehr hell ist. Natürlich saufen da z.B. Nebel ab, aber seit ich M13 und weiter Kugelsternhaufen (bei Vollmond) mit einem 14" Dobs beobachten konnte, sehe ich das gelassener. Auch relativ kompakte Objekte wie den Ringnebel, nutzt das mehr an Öffnung auch unter ungünstigen Verhältnissen. Es gibt auch Filter welche den Kontrast verstärken, diese sind aber wieder sehr teuer. Und, falls Du doch mal einen Schnappschuss vom Mond oder den Planeten machen willst: Eine große Öffnung sorgt auch für kurze Belichtungszeiten. Dafür brauchst Du nicht einmal eine parallaktische Montierung.
Zu den Okularen, schreiben dir sicher noch erfahrenere Sternenfreunde etwas. Nur soviel: Ich habe es nicht bereut eine rel. gute 1,5-2x Barlow von TS (29,-)erworben zu haben. Nein falsch! Ich muss sagen, sie wurde mir als Neukundengeschenk von einem Händler zugeschickt. (Namen kann ich nicht nennen, sonst geht`s wieder los: Kundenbestechung und Gefälligkeitsberichte usw. Wie im Kindergarten manchmal :mauer:). Gegen Barlows hatte ich vorher auch meine Vorbehalte.
Für z.B. Deinen Galaxy mit zwei Okularen hättest Du dann 6 Vergrößerungen zur Verfügung!
So, falls ich etwas falsch dargestellt habe, berichtigt mich!

VG,
Micha
 
Hallo Sven,

>>Jedem Teleskop seinen Verwendungszweck würde mir als Konsens reichen!<<

Ich habe nie etwas anderes behauptet.

Übrigens, ich komme mit dem "kritisierten" Sucher zurecht. Er ist sicher nicht das gelbe vom Ei aber immer noch praktischer als die sonst mitgelieferten billig-Sucherfernrohre.
Bis nich so verwöhnt! ;)

VG,
Micha

Ps.: In meinem ersten Beitrag meinte ich natürlich M42!
 
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Hallo,

zum Thema Leuchtpunktsucher möchte ich noch ergänzen: Die Ausführungen von Sven auf seiner Seite

http://www.svenwienstein.de/HTML/leuchtpunktsucher.html

müsste man fett und in rot nochmal extra hervorheben. Ich habe selbst so ein Ding bei einem gebrauchten Teleskop "mitgekauft". Kurz gesagt: Schrott. Sven umschreibt das natürlich viel schöner und freundlicher ;)

Also: Finger weg!

Gruß
Adson
 
Hallo Micha,

beziehst Du das auf meinen Kommentar?

Ich habe so einen Skysurfer Nachbau, mit der gleichen hochwertigen Vergütung auf der "Frontseite". Nach der ersten Frostnacht ist einer der "Nasen" der Batterieabdeckung gebrochen und der Kunststoff an der Justageschraube für die vertikale Richtung ist einfach zerbröselt. Wenn ich mir überlege, dass die Teile seinerzeit bei TS um 29 EUR gehandelt wurden (aktueller Preis ist mir nicht bekannt, bin auch zu faul zum nachsehen), dann ist mir das für die gebotene "Qualität" zu teuer. Dass bei mir der Leucht"punkt" gut und gern eine Größe von 3 mm auf die Scheibe projiziert und die Regelung eher digital denn analog ist, habe ich dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Gruß
Adson
 
Hallo,

ich guck mir das Ding jetzt mal genauer an, vielleicht sprechen wir ja von unterschiedlichen Suchern und der Fehler liegt bei mir.
Also bis gleich.

Micha
 
Nö. Ist der gleiche. Aber ich kann weder schiefe Einstellrädchen noch filigrane Nasen an der Batterieabdeckung feststellen. Vielleicht hat man das Ding bereits verbessert? Die Helligkeit des Leuchtpunktes empfinde ich nicht zu hoch und auch die Größe (schätze mal 1mm)nicht zu groß. Das man mit auffälligen "Vergütungen" die Käufer locken will, kennt man ja bereits aus der Fernglasproduktion.
Aber ich meinte ja auch: Wenn ich an die kleinen Sucherfernröhrchen vom Typ 7x20 oder ähnlich denke welche früher mitgeliefert wurden.
Frosterfahrung habe ich mit dem Sucher natürlich noch nicht aber ich lege das Ding jetzt ins Gefrierfach ?) und versuche dann mal alles zu drehen was man drehen kann und die Batterie zu wechseln. Mal sehen was passiert. Ich teile das Ergebnis auf alle Fälle mit. Falls es zu Staub zerfällt, mach ich ein Foto :confused:!
Ich mache dann aber ein eigenes Thema (heißt das jetzt “Trade”?) auf, da es hier ja nicht um Suchertests geht.

VG,
Micha

Ps.: Was ich leider nicht testen kann (und will!) ist die abnehmende Feinmotorik der Hände bei Kälteeinwirkung. Dazu müsste ich mich mit ins Gefrierfach setzen :/.
 
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Hallo Adson,

Zitat von Adson:
Hallo,

zum Thema Leuchtpunktsucher möchte ich noch ergänzen: Die Ausführungen von Sven auf seiner Seite

http://www.svenwienstein.de/HTML/leuchtpunktsucher.html

müsste man fett und in rot nochmal extra hervorheben. Ich habe selbst so ein Ding bei einem gebrauchten Teleskop "mitgekauft". Kurz gesagt: Schrott. Sven umschreibt das natürlich viel schöner und freundlicher ;)

Also: Finger weg!

Gruß
Adson

merkwürdig eigentlich, habe diesen "Schrott" selbst am Dobson im Einsatz weil ich mit einen normalen Sucher nicht zurecht komme. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich zwei Augen habe, das rechte sieht den Leuchtpunkt und das linke den Himmel und mein Gehirn bringt beide Bilder in Deckung. ?)

Ich bin oft mit Freunden zusammen nachts auf'n Acker und ich bin auch schon oft auf Teleskoptreffen gewesen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sich auch nur einer über diesen Leuchtpunktsucher beschwert hat. Liegt vielleich daran, dass er in der Praxis eingesetzt und nicht in der Theorie tot diskutiert wurde.

Welcher Sucher wem an besten liegt muss jeder selbst für sich entscheiden.

Grüsse,
Matthias
 
Hallo,

da Micha meint, seiner wäre auch besser: Ich habe keine Ahnung wie alt der von Sven auf der Seite beschrieben ist. Meiner ist geschätzt Baujahr Mitte 2005 also nicht top aktuell, sieht aber genauso aus. Wenn ich Zeit habe, wühle ich mal meine Schrottkiste durch, ich glaube da liegt er noch drin. Dann mach ich mal ein paar Fotos. Da ich seinerzeit das Teleskop incl. Rechnung gekauft hatte, stand da auch der Leuchtpunktsucher drauf - 29 EUR von TS.

Das was ein Poti sein soll regelt nur so: aus * klick * fast ganz hell * ganz hell ... also sagen wir mal eine halb-digitale Steuerung. Mit fast ganz hell konnte man das Ding als Taschenlampe für den Karkoschka verwenden.

Die 29 EUR war es jedenfalls nicht wert. Ich habe nun soeben mal bei TS geguckt, aber finde den nicht mehr im Sortiment.

Wie alt sind denn Eure Geräte? Es gibt die Möglichkeit der Serienstreuung und die Möglichkeit der Weiterentwicklung. Letztere scheint aber nicht erfolgt zu sein, sonst gäbe es das Ding wohl noch beim TS.

Gruß
Adson
 
Hallo,
Meiner war dem 130/650 Newton von Skywatcher beigelegt. Gekauft im August diesen Jahres bei Lajos.
Aber Geduld! Er kühlt noch.

VG
 
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Zitat von MichaD80:
Ich mache dann aber ein eigenes Thema (heißt das jetzt “Trade”?) auf, da es hier ja nicht um Suchertests geht.

OT: http://de.wikipedia.org/wiki/Thread_(Internet)

Ich hatte das Teil nur im Januar 2006 mal im Einsatz, und beim justieren am ausgekühlten Teleskop machte es auf einmal *brösel* ... Grob peilen kann man damit trotzdem, ich habe ihn sogar ohne die komische Schraube dank meines Leatherman justieren können.

Wenn das Ding als kostenlose Zugang drin liegt, kein Thema. Aber für fast 30 EUR ??
 
Danke!
Wieder was gelernt.

So, mache doch keinen neuen "Thread" :super: auf.
Ich habe das Ding nun aus der "Kältekammer" befreit und alles gleich durchprobiert, ehe er sich wieder erwärmen konnte. Batteriewechsel ohne Schaden überstanden. Auch das drehen an sämtlichen Rädchen. Das vordere ging aber etwas schwerer. Leuchten tut er auch noch.
Na ja, das war eigentlich klar, oder? Kaputt geht das Ding eh erst wenn man es draußen braucht :totlach2:.

VG,
Micha
 
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Hallo,

der LPS den Sven da im verlinkten Artikel beschreibt ist kein Skysurfer sondern der Standard der Synthateleskopen beiliegt, kostet einzeln irgendwie 10 oder 15 Euro...

Hauptunterschiede zum Skysurfer (den Bericht gibts hier:

Der billige (meist mitgelieferte) hat eine kleinere Projektionsfläche

Die Scheibe ist nicht so lichtdurchlässig und schluckt mehr Sterne wobei das gar nicht so tragisch ist, weil man ja eh mit zwei Augen peilt (peilen sollte)

Die Taukappe des billigen ist kürzer, das macht sich schon mal bemerkbar...

Ich habe beide, bzw. von den billigen mal alle meine Kleinteleskope ausgestattet, der Aufpreis zum Skysurfer lohnt m.E. allemal.

CS Benny
 
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Mit dem Justierlaser habt ihr mir jetzt aber Angst gemacht, da bleib ich wohl erst mal bei der Standardausstattung 8x50 Sucher. Das Seitenverkehrte macht mir nix aus, ist sicher nur ne Übungsfrage.

@Sven - Deine homepage ist eingespeichert und bereits vielgelesen :super:
@Micha Die Rockerbox ist hoffe ich anfänger- und deutlich preisfreundlicher, als eine parallaktische.
Barlow ist sicher überlegenswert ... danke für die umfangreichen Ausführungen

Ich habe inzwischen mein Wissen über Okulare verfeinert. Was sich mir nicht ganz erschließt, sind die empfohlenen Okulare für die Minimal-/Übersichtsvergrößerung. Wären es bei f/6 x 5 nicht maximal 30 mm Brennweite? In den Empfehlungen stehen meist 32-44 mm Okulare.

Wie immer hoffend, daß sich einer findet, der mich aufklärt ...

Rene
 
Hallo Rene,

>>@Micha Die Rockerbox ist hoffe ich anfänger- und deutlich preisfreundlicher, als eine parallaktische.<<

Das ist definitiv so!

>>Mit dem Justierlaser habt ihr mir jetzt aber Angst gemacht, da bleib ich wohl erst mal bei der Standardausstattung 8x50 Sucher.<<

Du meinst sicher den Leuchtpunktsucher?
Wenn ja: So ein Ding ist schon eine feine Sache. Gerade für weniger geübte ist es damit leichter sein Teleskop auf ein bestimmtes Objekt auszurichten! Für zehn Euro (siehe Benny) kann man nicht viel falsch machen. Wenn nicht, es gibt auch andere Ausführungen mit besseren Testergebnissen. Getestet wurden einige z.B. in "interstellarum" Ausgabe Nr.59 August/September 2008.

VG,
Micha
 
... Boah! Was ein [SELBSTZENSUR]!

Dieser Sucher, den ich da angeschaut habe, steht als Negativbeispiel, Rene! Eines der vielen Positivbeispiele ist auch verlinkt. Wenn dann Deine Reaktion "Hilfe ich hab Angst" ist, kann ich Dir auch nicht helfen!

Zum Rest: Es ist wirklich hervorragend, wie hier selbst der größte Müll verteidigt wird. Das wesentliche Manko dieses Suchers ist die Verspiegelung, die 2 Größenklassen kostet. Ob sie das bei jedem Exemplar tut? Weiß ich nicht! Steht auch so in meinem Artikel. Dass es mit der Beidäugigkeit dann hapert steht auch drin. Ob noch jemand mit Drei Augen kommt, der den Sucherpunkt dann mit Parallaxe sieht, und also dreidimensional einordnen kann?
Die Plastikzapfen sind Sollbruchstellen, nicht nur Adson ist das passiert, einem weiteren Kamerad aus der Beobachtungsgruppe ging es genauso. Wer sich den "Krummguss" mal anschaut, sieht auch gleich, welche Toleranzen es da gibt. Bei ungenauer Passform der Abdeckung muss es knacken.
Wann die Version des abgebildeten und betrachteten Suchers produziert wurde, weiß ich nicht. Ich könnte den Kameraden fragen, habe aber wenig Lust dazu.

Völlig peinlich, dass dieser Artikel nicht im Ansatz als das Verstanden ist, was er sinnvoll liefern kann und soll: Eine Aufzählung der Details, die beim Kauf eines Leuchtpunktsuchers zu beachten sind, weil diese Details eben Probleme machen. Dabei sind manche Leute eben dickfelliger, als andere. Ich jedenfalls denke, wenn ich 29 Euro höre, dass ich das Geld nicht für so ein Teil ausgeben würde. Für 29 Euro sollte der funktionieren. Ich meine, wir haben ja schon drüber gewitzelt, ob man die Optik nicht irgendwie einweichen könnte, um den Spiegelmist da herunterzubekommen, weil der Sucher dann eben brauchbar wäre. Mit allem anderen kann man sich ja arrangieren. Steht auch im Bericht. Und mit (ohne) einer geknackten Batterieabdeckung, die ohnehin einen Spalt von einem Millimeter lässt, büßt das Ding keine Funktionalität ein.

Man kommt jedenfalls aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus, wie hier verzweifelt dieser Billigsucher moralisch gerettet werden soll (und sei es mit dem zweiten Auge). Ist das hier Treff der Retter von Billigheim & Co?
Ich wäre jedenfalls mit diesem Teil nicht zufrieden, und warum das so ist, schildert mein Bericht. Nicht mehr, und nicht weniger. Zu Feldversuchen mit Eisfach und Brechstange habe ich nicht aufgerufen.

CS
Sven
 
Hi Zusammen,

vom IS Test war ich Streckenweise (mal wieder) nicht so begeistert. Ich habe dazu nur noch ein Detail im Kopf, und zwar war das, weil am Skysurfer V kritisiert wurde, dass der Leuchtpunkt mit dem Einblickwinkel wandert. Das tut der Punkt bei allen Leuchtpunktsuchern, die ich bisher vor der Nase hatte, und es wird bemerkbar ab einem bestimmten, schrägen Einblickwinkel. Dass der Skysurfer V einen solchen Einblickwinkel überhaupt zulässt, weil der selbst einäugig einen riesigen Ausschnitt zeigt, ist den Testern nicht recht aufgefallen, es wird jedenfalls mit keinem Wort erwähnt. Mir ist dieser große Bildwinkel als Positivdetail aufgefallen, ich wäre aber nicht auf die Idee gekommen, den dazu zu nutzen, völlig schräg in das Teil zu blicken.
Insgesamt habe ich noch im Kopf, dass man sich im IS-Bericht eigentlich nicht auf das wesentliche konzentrierte. Aber immerhin, man bekommt eine nette Marktübersicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

bei knapp 9.000 Beiträgen ist man sicher schneller aufgebracht, als so ein Newbie wie ich, der hier als Sonntagsfahrer rumkurvt. Aber das ist eben auch das Problem auf deutschen Straßen ... wenn Du verstehst was ich meine :/ .

Ich bin halt bei der Vielzahl der in die Entscheidung einzuziehenden Punkte einfach nicht links abgebogen, sondern fahre lieber 3x rechts. Den Bericht habe ich im Übrigen verstanden.
Vielleicht wirds ja nach dem einfachen Sucher auch ein Telrad.

Für Dich lieber und sehr hilfsbereiter Sven - ich gelobe Besserung, habe nie wieder Angst und wünsche dir eine gute Nacht.

Rene
 
Hallo Rene,

das hat nichts mit 9000 Beiträgen zu tun, sondern eher mit jüngeren Entwicklungen die sich jüngst massiv manifestieren. Was Dir Angst gemacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. Gut, willst ja keine mehr haben, auch gut.
Auch ein Telrad ist eines der Positivbeispiele. Es steht Dir auch frei, nicht das Negativbeispiel zu kaufen, aber die Entscheidung, dann besser ganz was anderes zu kaufen, erschließt sich mir nicht. Nun gut, Privileg des Einsteigers oder eben Selbststudium...

CS
Sven
 
Hallo Rene,

nur mal kein Stress wegen einen Justierlaser, solch ein Dingens ist ein sehr einfaches Hilfsmittel zur Justierung eines Newtons.
Das ein Newton, egal ob parallaktisch montiert oder als Dobson, nach jedem Transport auf seine Justierung hin überprüft werden sollte gehört nunmal dazu. Das ist systembedingt. Und eben weil ein Newton so einfach zu justieren ist, ist das einfach nur genial. Stell dir mal vor, du kaufst dir für viel Geld einen Refraktor(oder Apo) und stellst nach geraumer Zeit fest, dass das Objektiv aus welchen Gründen auch immer verkippt ist und ein Matschbild liefert. Dann geht es wirklich los mit Stress, denn eine Justierung kannst du nicht selbst durchführen. Zumindest nicht ohne eigene Erfahrungen. Du mußt das Teil einschicken, warten und wenn es dann wieder da ist, ist die Justierung vielleicht durch den Transport wieder hinüber. Es gibt recht wenige Amateure, die dir einen Refraktor justieren können. Das gilt selbstredend auch für Maksutov, Schmidt-Cassegrain und all den anderen Hybrid-Systeme(Linse-Spiegel).

Kannst du dich noch daran erinnern, was für ein Gefühl das war als du das erste mal in einen Auto saßt und dir dein Fahrlehrer sagte: "So, und nun fahren Sie langsam los!"? Hattest du da seinerzeit nicht auch bammel gehabt? Genauso ist das mit der Justierung eines Newtons - das erste mal ist das immer schwer, aber je öfterst du das machst, desto leichter und schneller ist das erledigt. Und das ganz ohne auf Hilfe anderer Leute angewiesen zu sein. Es ist selbsverständlich hilfreich, wenn dir ein alter Fuchs beim ersten Mal dabei über die Schulter schaut und dir Ratschläge gibt. Anleitungen für das Justieren von Newtons gibt es zuhauf im Internet. Zum Beispiel hier. Da wird dir auch gleich erklärt, wie das mit einem Laser funktioniert. Ich selbst benutze diesen Laser hier, weil dieser selbst auch justierbar ist. Habe bis heute noch keine negativen Erfahrungen machen können.

Ein Tip: Entgegen der landläufigen Meinung wird ein Laser beim Justieren genauso im Okularauszug geklemmt wie später das Okular und nicht nur lose hineingesteckt. Verkippt das Okular leicht beim klemmen im OAZ und ist der Newton mit den Laser ohne Klemmung justiert worden, dann stimmt die Achse nicht. Da gleiche gilt für die Position des Newton, dieser sollte ebenso ausgerichtet sein wie du ihn später beim Beobachten benutzt. Es wird also alles beim Justieren so ausgerichtet wie beim anschließenden Beobachten.

Leider ist es hier auf A.de zur schlechten Angewohnheit geworden, einen Einsteiger mit irgendwelchen Halbwissen schon während der Beratung zu verunsichern. Laß dich also nicht stressen, ein Newton ist vom Aufwand her das justierfreundlichste System, das der Mark hergibt, weil du alles selbst machen kannst. Es erfordert nur ein wenig Übung.

Thema Okulare:
Allgemein sagt man, dass sich die Iris des menschlichen Auges maximal 7mm weit öffnen kann. Mit zunehmenden Alters nimmt die Fähigkeit ab. Wenn du unter einen aufgehellten Himmel beobachtest, dann ist die Iris deines Auges nicht in der lage sich vollständig zu öffnen. Wenn du an deinem Beobachtungsort die visuelle Grenzgröße(kurz: fst) bestimmst, also bis zu welcher Helligkeit du noch mit bloßem Auge Sterne erkennen kannst, ist das der Richtwert für die maximale Austrittspupille(kurz: AP). Daraus leitet sich im allgemeinen die AP deines Übersichtsokulares ab. Ein kleines Beispiel: Ich habe hier am Rand der Rheinebene eine fst von 5,4mag bis 5,5mag(im Durchschnitt), die Helligkeit des Sterns den ich mit bloßem Auge gerade noch so erkennen kann ist also 5,4mag bis 5,5mag. Das ist für mich die maximale AP meines Übersichtsokulars, ein 27er Panoptik. Für 30 Eulen mehr hätte ich natürlich auch ein 35mm Panoptik kriegen können, das hätte aber eine AP von 7,0mm bedeutet, also einen Himmel von 7,0mag. Hätte ich nun dieses 35er gekauft, dann wäre der Hintergrund des Bildes im Okular nicht mehr dunkel gewesen und hätte einiges an Details an großflächigen Nebel z.B. einfach absaufen lassen. Der Hintergrund wäre einfach zu hell gewesen. Die AP des Okulars wäre größer gewesen, als sich meine Iris hätte öffnen können. Aus den Fenster geworfenes Geld also. So bin ich beim 27er Panoptik von Televue gelandet und bereue diese Investition nicht.

Die beschriebenen Empfehlungen gehen in den meisten Fällen von einer AP vom 7mm aus. Seinerzeit hatte man noch nicht so krass mit Streulich zu kämpfen wie heute. Die AP-Empfehlung nach der visuellen Grenzgröße auszurichten ist das Ergebnis, das sich aus den praktischen Erfahrungen vieler Amateure heraus kristalisiert hat. Diese Werte sollten mal dahin gehend geändert bzw. aktualisiert werden.

So, ich hoffe etwas Licht ins dunkel gebracht zu haben.
Ich geh jetzt den Mond anheulen ...

Grüsse,
Matthias
 
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