Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo Leute,
ich hoffe, dass ein paar grundsätzliche Gedanken die ich schon in einem anderen Thread äußerte,
die Tonart etwas besänftigen könnten.
Mir ist bewusst, dass es schwierig ist GRUNDSÄTZLICHES zu schreiben, gerade weil sich Grundsätze
häufig ändern, dennoch denke ich der Ansatz ist richtig.
>>>>Warum ist Fotografie und visuelle Beobachtung so schwer unter einen Hut zu bringen?
Nun, stell Dir vor, Du siehst im 4-Zöller einen nebligen Fleck. Du kannst ihn stundenlang betrachten,
es bleibt ein nebliger Fleck, Dein Auge sieht immer nur das Licht des Augenblicks, höhere
Vergrößerungen helfen nicht, es wird zu dunkel, niedrigere Vergrößerungen bringen nichts, das
Fleckchen wird zwar heller, aber zu klein.
Dann tauschst Du das Okular gegen eine Kamera und lässt sie 30 Minuten Licht sammeln. Heraus kommt
ein in unzählige Sterne aufgelöster Sternenhaufen.
Der Film oder der Chip sammelt eben so lange das Licht, bis Du meinst, es reicht. Letztlich kannst
Du aus einem visuell grauen Fleck mit Fototechnik einen schneeweißen, überbelichteten Fleck machen.
Willst du nun visuell erkennen, was sich hinter dem grauen Fleck verbirgt, hilft nur größere Teleskopöffnung,
also mehr Lichtsammelleistung und Auflösung, eine Steigerung der "Augenblickswahrnehmung".
Das leistet dann bei unzähligen Objekten unseres Universums ein 8-Zöller. Was eine perfekte 4" Öffnung nicht
auflösen kann, zeigt auch ein weniger perfekter 8-Zöller absolut sicher mit erkennbarer Struktur.
Die Natur des Objekts, sei es nun ein kompakter offener Sternhaufen, ein Kugelsternhaufen, ein diffuser
Gasnebel oder ein PN wird sichtbar/erkennbar.
Warum diese Schwelle für so viele Objekte gerade bei 6-8" Öffnung liegt ist wohl in den "zufälligen"
Gegebenheiten unseres Universums begründet, jedenfalls ist man mit 8" gut bedient und für wesentlichen
Wahrnehmungsgewinn werden ab dieser Marke immer größere Steigerungen der Öffnung nötig.
Will man nun Fotografie und visuelle Beobachtung unter einen Hut bringen ist 8" also sehr häufig
die Untergrenze für detailreiche visuelle Objektbeobachtung und die Obergrenze für bezahl- und handhabbare
fotografische Montierbarkeit.
Unterhalb von 8" muss man visuell häufig genug auf Detailerkennung verzichten und mit
sehr schönen Übersichtsbeobachtungen zufrieden sein.
Für die Hobbyfotografie kann die ganze Ausstattung etwas leichter gehalten werden, infacher wird die Sache allerdings dadurch noch nicht, das ist dann eher (wie alles) Sache des eigenen Anspruchs.
Ich selbst habe, unter ähnlichen Beobachtungsbedingungen wie Du sie für Dich schilderst,
von 4,5" auf 8" gesteigert. Es war ein Offenbarung. Endgültige Zielvorgabe ist ein 12-16 Zöller,
aber das ist ein ganz anderes Thema.
CS
*entfernt*
Nachsatz: Warum viele Hobbyastronomen neben der Beobachtung von Objekten die im optimalen Leistungsbereich
ihers Teleskops liegen, fast exzessiv immer wieder an den Obergrenzen von Auflösung und Lichtsammelleistung
ihres Teleskops herumkratzen und fuzzeligen Nebelfetzchen an der Wahrnehmungsgrenze nachjagen ist mir
völlig schleierhaft.
Aber ich mache voller Begeisterung mit.<<<<<
Den ganzen Thread gibts auch.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/410452/an/0/page/17#410452
Das Ganze ist letztlich dann auf den einfachen Nenner zu bringen, dass Nebel und Galaxieen sehen
mit dem genannten finanziellen Einsatz geht.
Das ganze dann auch zu fotografieren fordert höheren (nicht nur finanziellen) Einsatz.
CS
*entfernt*
ich hoffe, dass ein paar grundsätzliche Gedanken die ich schon in einem anderen Thread äußerte,
die Tonart etwas besänftigen könnten.
Mir ist bewusst, dass es schwierig ist GRUNDSÄTZLICHES zu schreiben, gerade weil sich Grundsätze
häufig ändern, dennoch denke ich der Ansatz ist richtig.
>>>>Warum ist Fotografie und visuelle Beobachtung so schwer unter einen Hut zu bringen?
Nun, stell Dir vor, Du siehst im 4-Zöller einen nebligen Fleck. Du kannst ihn stundenlang betrachten,
es bleibt ein nebliger Fleck, Dein Auge sieht immer nur das Licht des Augenblicks, höhere
Vergrößerungen helfen nicht, es wird zu dunkel, niedrigere Vergrößerungen bringen nichts, das
Fleckchen wird zwar heller, aber zu klein.
Dann tauschst Du das Okular gegen eine Kamera und lässt sie 30 Minuten Licht sammeln. Heraus kommt
ein in unzählige Sterne aufgelöster Sternenhaufen.
Der Film oder der Chip sammelt eben so lange das Licht, bis Du meinst, es reicht. Letztlich kannst
Du aus einem visuell grauen Fleck mit Fototechnik einen schneeweißen, überbelichteten Fleck machen.
Willst du nun visuell erkennen, was sich hinter dem grauen Fleck verbirgt, hilft nur größere Teleskopöffnung,
also mehr Lichtsammelleistung und Auflösung, eine Steigerung der "Augenblickswahrnehmung".
Das leistet dann bei unzähligen Objekten unseres Universums ein 8-Zöller. Was eine perfekte 4" Öffnung nicht
auflösen kann, zeigt auch ein weniger perfekter 8-Zöller absolut sicher mit erkennbarer Struktur.
Die Natur des Objekts, sei es nun ein kompakter offener Sternhaufen, ein Kugelsternhaufen, ein diffuser
Gasnebel oder ein PN wird sichtbar/erkennbar.
Warum diese Schwelle für so viele Objekte gerade bei 6-8" Öffnung liegt ist wohl in den "zufälligen"
Gegebenheiten unseres Universums begründet, jedenfalls ist man mit 8" gut bedient und für wesentlichen
Wahrnehmungsgewinn werden ab dieser Marke immer größere Steigerungen der Öffnung nötig.
Will man nun Fotografie und visuelle Beobachtung unter einen Hut bringen ist 8" also sehr häufig
die Untergrenze für detailreiche visuelle Objektbeobachtung und die Obergrenze für bezahl- und handhabbare
fotografische Montierbarkeit.
Unterhalb von 8" muss man visuell häufig genug auf Detailerkennung verzichten und mit
sehr schönen Übersichtsbeobachtungen zufrieden sein.
Für die Hobbyfotografie kann die ganze Ausstattung etwas leichter gehalten werden, infacher wird die Sache allerdings dadurch noch nicht, das ist dann eher (wie alles) Sache des eigenen Anspruchs.
Ich selbst habe, unter ähnlichen Beobachtungsbedingungen wie Du sie für Dich schilderst,
von 4,5" auf 8" gesteigert. Es war ein Offenbarung. Endgültige Zielvorgabe ist ein 12-16 Zöller,
aber das ist ein ganz anderes Thema.
CS
*entfernt*
Nachsatz: Warum viele Hobbyastronomen neben der Beobachtung von Objekten die im optimalen Leistungsbereich
ihers Teleskops liegen, fast exzessiv immer wieder an den Obergrenzen von Auflösung und Lichtsammelleistung
ihres Teleskops herumkratzen und fuzzeligen Nebelfetzchen an der Wahrnehmungsgrenze nachjagen ist mir
völlig schleierhaft.
Aber ich mache voller Begeisterung mit.<<<<<
Den ganzen Thread gibts auch.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/410452/an/0/page/17#410452
Das Ganze ist letztlich dann auf den einfachen Nenner zu bringen, dass Nebel und Galaxieen sehen
mit dem genannten finanziellen Einsatz geht.
Das ganze dann auch zu fotografieren fordert höheren (nicht nur finanziellen) Einsatz.
CS
*entfernt*