gstirn
Aktives Mitglied
Hallo Sternfreunde,
ich habe lange nichts mehr in diesem Forum geschrieben. Das liegt hauptsächlich daran, dass alle Problemchen, die ich hatte, meist irgendjemand schon vor mir hatte und ich das daher nicht musste
. Der aktuelle Fall ist aber rätselhaft:
Ich habe ein Problem beim Fotografieren von Hα-Objekten und versuche die Fehlerquelle zu isolieren: Es kommt kaum Hα-Licht im Bild an.
Ich habe in den letzten Tagen versucht, den Cirrusnebel in Hα zu fotografieren und früher schon mal den Pelikannebel und in beiden Fällen kam nur sehr sehr wenig Hα-Signal im Bild an.
Ich benutze einen TS 80mm Photoline Apo, den TS 0,79x Reducer und einen Hα-Filter von Astronomik mit 6nm Durchlassbreite. Mehr war nicht im Strahlengang (auch keine Spinnweben). Die Kamera ist eine ZWO ASI 1600MM (ungekühlt).
Den Astronomik-Filter habe ich durchmessen lassen. Sein Durchlassmaximum liegt fast genau auf der Hα-Linie. Genau auf der Linie hat er 85% Durchlass. Ebenso das Deckglas der Kamera, das nachweislich auch kein Hα-Licht blockiert. Ich habe auch schon einen weiteren Hα-Filter (von ZWO, 7nm) probiert, da ist es das gleiche.
Eine weitere Fehlerquelle, die ich ausschließen kann ist das Empfindlichkeitsspektrum der 1600MM: Ich habe schon des öfteren Sonne und Mond mit IR-Passfiltern (742 & 807 nm) fotografiert und dabei nie Probleme mit der Empfindlichkeit der Kamera gehabt. Es gibt daher vermutlich keinen UV/IR-Sperrfilter auf dem Sensor.
Fotografiert habe ich mit APT mit 136 gain (unity-gain) und 21 Offset, 300s bei f/4,7. In den Fits-Bildern ist der Cirrus fast gar nicht und der Pelikan nur ganz schwach nachweisbar. Im Falle Cirrus habe ich zur Sicherheit noch einmal 600s belichtet um sicher zu sein, dass ich überhaupt an der richtigen Stelle bin. (War ich. Der Stern in der Mitte war 52 Cyg. Der Zirrus zeichnete sich bei 600s ganz schwach ab.)
In diesem Falle war der Kollege RaBaeh anwesend, der die gekühlte (Pro-)Version der 1600MM und ein ähnliches Setup benutzt. Er hat da mal drauf geguckt und mir versichert, dass nach 300s Belichtung wesentlich mehr Signal angekommen sein sollte als es bei mir der Fall war.
Ich habe den Fall auf dem HTT mit einigen Sternfreunden besprochen und niemand konnte sich einen Reim darauf machen. Daher frage ich mal hier. Vielleicht hat das ja schon mal jemand erlebt.
Clear Skies
Guido
ich habe lange nichts mehr in diesem Forum geschrieben. Das liegt hauptsächlich daran, dass alle Problemchen, die ich hatte, meist irgendjemand schon vor mir hatte und ich das daher nicht musste
Ich habe ein Problem beim Fotografieren von Hα-Objekten und versuche die Fehlerquelle zu isolieren: Es kommt kaum Hα-Licht im Bild an.
Ich habe in den letzten Tagen versucht, den Cirrusnebel in Hα zu fotografieren und früher schon mal den Pelikannebel und in beiden Fällen kam nur sehr sehr wenig Hα-Signal im Bild an.
Ich benutze einen TS 80mm Photoline Apo, den TS 0,79x Reducer und einen Hα-Filter von Astronomik mit 6nm Durchlassbreite. Mehr war nicht im Strahlengang (auch keine Spinnweben). Die Kamera ist eine ZWO ASI 1600MM (ungekühlt).
Den Astronomik-Filter habe ich durchmessen lassen. Sein Durchlassmaximum liegt fast genau auf der Hα-Linie. Genau auf der Linie hat er 85% Durchlass. Ebenso das Deckglas der Kamera, das nachweislich auch kein Hα-Licht blockiert. Ich habe auch schon einen weiteren Hα-Filter (von ZWO, 7nm) probiert, da ist es das gleiche.
Eine weitere Fehlerquelle, die ich ausschließen kann ist das Empfindlichkeitsspektrum der 1600MM: Ich habe schon des öfteren Sonne und Mond mit IR-Passfiltern (742 & 807 nm) fotografiert und dabei nie Probleme mit der Empfindlichkeit der Kamera gehabt. Es gibt daher vermutlich keinen UV/IR-Sperrfilter auf dem Sensor.
Fotografiert habe ich mit APT mit 136 gain (unity-gain) und 21 Offset, 300s bei f/4,7. In den Fits-Bildern ist der Cirrus fast gar nicht und der Pelikan nur ganz schwach nachweisbar. Im Falle Cirrus habe ich zur Sicherheit noch einmal 600s belichtet um sicher zu sein, dass ich überhaupt an der richtigen Stelle bin. (War ich. Der Stern in der Mitte war 52 Cyg. Der Zirrus zeichnete sich bei 600s ganz schwach ab.)
In diesem Falle war der Kollege RaBaeh anwesend, der die gekühlte (Pro-)Version der 1600MM und ein ähnliches Setup benutzt. Er hat da mal drauf geguckt und mir versichert, dass nach 300s Belichtung wesentlich mehr Signal angekommen sein sollte als es bei mir der Fall war.
Ich habe den Fall auf dem HTT mit einigen Sternfreunden besprochen und niemand konnte sich einen Reim darauf machen. Daher frage ich mal hier. Vielleicht hat das ja schon mal jemand erlebt.
Clear Skies
Guido