H i l f e ,brauche Infos zur Montierung

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Maylin
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Maylin

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Hallo, erstmal oute ich mich als absoluter Dummi.

Ich habe beschlossen, dass ich meinem Mann endlich
einen Wunschtraum erfülle und schenke ihm zum
Geburtstag als Einstieg den Dobson 8 Zoll
(L6-R4-F2+F3)

Hoppla, was machte ich für Augen als die Pakete
ankamen, Riesenteile. Wieso habe ich nicht auf die
Größe geachtet? Habe mich nur um die Angaben gekümmert,
wieviel bzw. weit und vor allem gut man damit sehen kann.

Nun bekomm ich langsam Muffensausen.
Wie stellt man so ein Riesenteil auf?
Wo bekommt man Anleitungen dazu ?
Mein Mann ist absoluter Neuling, das einzige was
er kennt sind die Filme über Planeten und die
Sternenkarte in unserer Regionalzeitung.

Vielen Dank schon mal, Maylin


 
Hallo Maylin,

keine Panik! Wie Sven schon sagte, ist die Aufbauanleitung sicher dabei. Und wenn man schon mal Ikeamöbel o.ä. zusammengebaut hat, schafft man die Rockerbox auch!

Gruß
Christian
 
Danke euch, damit kann man schon etwas anfangen.
Das mit dem Kanonenrohr trifft´s ja genau *gg*.

Das Teleskop kann man ja nicht dauernd hin und
her schleppen. Wie machen andere das? ich denk
schon an eine kleine Hütte, aber kann es im Winter
auch draußen bleiben?

LG Maylin

 
Hallöchen Maylin und herzlich Willkommen!

Erst einmal Glückwunsch zu dem Teleskop, du hast dich scheinbar gut geraten lassen. Ein 8" Dobson ist ein schönes Einsteigergerät.
Deine Beschreibung "(L6-R4-F2+F3)" sagt mir jetzt nix (es gibt sehr viele unterschiedliche Hersteller von Dobsons mit unterschiedlichen Bezeichnungen), vielleicht sagst du uns einfach den Hersteller des Dobsons und den Händler bei dem du ihn gekauft hast, damit wir nachvollziehen können, welches Gerät du genau hast.

Das Aufstellen und Bedienen von Dobsons ist eigentlich recht einfach (das ist einer der Vorteile von Dobson-Teleskopen). Die Rockerbox (= Montierung eines Dobsons) stellst du wackelfrei an einem möglichst dunklen Platz (nicht gerade neben der Straßenlaterne) von wo aus du möglichst viel Himmel (besonders die Südrichtung ist wichtig) sehen kannst. Sie muss streng genommen nicht einmal eben stehen (auch wenn das das Beobachten erleichtert), nur eben wackeln sollte sie auf ihrem Untergrund nicht.
Dann hängst du den Tubus von oben ein und schon bist du betriebsbereit. Das Teleskop sollte sich von Hand gleichmäßig in beiden Achsen langsam bewegen lassen und stehenbleiben, wenn man es loslässt (bei horizontnahem Beobachten ist dies manchmal nicht der Fall, weshalb manche Dobsons eine Feder haben, die man zwischen Tubus und Rockerbox spannen kann).

Zu deiner Frage wegen dem hin- un hertragen. Der große Vorteil eines Dobsons ist, dass das mit ihm so schnell und leicht geht ... (jetzt bekommst du so langsam ein Gefühl, was für Monstren manche von uns Nacht für Nacht durch die Gegend schleppen :biggrin:).
Kälte (auch Minusgrade) machen einem Teleskop nix aus (es hat sogar Vorteile, wenn das Teleskop immer auf Außentemperatur ist), Feuchtigkeit und Dreck mag es hingegen nicht so sehr. Wenn man die Möglichkeit hat, das Teleskop in einer Gartenhütte zu lagern, dann ist das natürlich prima, ansonsten ist eben etwas mehr Muskelarbeit gefragt, wenn man's jedes mal erst aus dem Keller etc. holen muss.

Bei dem Teleskop waren vermutlich auch Okulare dabei. Je länger die Brenweite eines Okulars ist, umso niedriger ist die Vergrößerung. Am Okularauszug gibt's ein Rädchen, mit dem man sich die Okulare scharf stellen kann. Zum Auffinden der Objekte solltet ihr anfangs immer mit einer niedrigen Vergrößerung beginnen, wenn ihr's dann gefunden habt könnt ihr je nach Objekt dann durchaus auch etwas stärker vergrößern. Man braucht ein wenig Übung, bis man das 'Nachführen' eines Dobsons beherscht - ist aber nicht wirklich schwer (Nachführen = durch die Erdrotation bewegt sich ja der Himmel die ganze Zeit weiter - diese seht ihr in eurem Dobson bereits so stark (bei hoher Vergrößerung natürlich noch extremer), dass ihr immer wieder das Teleskop ein kleines Stücken bewegen müsst, damit das Objekt im Gesichtsfeld bleibt).

Auf dem Teleskop obendrauf ist ein zweites kleines Teleskop (Sucher genannt) und/oder eine Art Leuchtpunktsucher. Beides hilft euch beim Auffinden der Himmelsobjekte - aber natürlich nur, wenn sie auch sauber parallel zum Hauptteleskop ausgerichtet sind. Vor dem ersten Beobachten am einfachsten ein möglichst weit entferntes (irdisches)Objekt mit dem Hauptteleskop einstellen und dann Sucher/Leuchtpunktsucher so justieren, dass sie mittig auf dasselbe Objekt zeigen.

Als Einsteigerlektüre empfehle ich euch:
- Eine Drehbare Sternkarte (z.B. von Oculum, 15,- EUR). Sie ist sehr hilfreich zum groben Orientieren.
- Die Seiten von den DeepSky-Brothers
- evtl. einen Himmelsatlas (z.B. Karkoschka oder DeepSky-Reiseatlas)
- und natürlich dieses Forum ;)

Als Einsteigerobjekte empfehle ich euch:
- den Mond
- Saturn (Achtung, da er sich langsam weiterbewegt ist er nicht auf Sternkarten eingezeichnet. Zur Zeit befindet er sich schon leicht mit bloßem Auge sichtbar neben Regulus, dem Hauptstern im Sternbild Löwe)
- den Doppelstern Algieba (Halsstern im Sternbild Löwe) - bei höherer Vergrößerung erkennt man, dass man zwei Sternchen in ganz dichtem Abstand sieht.
- diverse offene Sternhaufen kommen natürlich auch in Frage, z.B. den Sternhaufen Krippe (im Sternbild Krebs).
- den wunderschönen Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules
- ...
Diese Liste könnte man nahezu beliebig fortsetzen. Manchmal macht es übrigends auch Spaß, einfach ohne großen Plan den Himmel ein wenig abzugrasen - hier und da springt einem dann ein schönes Objekt ins Auge.

Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Spaß bei euren ersten Schritten in Sachen praktische Astronomie.

Gruß
Andy
 
Zitat von Maylin:
Das Teleskop kann man ja nicht dauernd hin und
her schleppen. Wie machen andere das? ich denk
schon an eine kleine Hütte, aber kann es im Winter
auch draußen bleiben?

LG Maylin

Hi Maylin.
Das kommt sehr darauf an wie dunkel der Himmel bei euch im Garten ist. Der Vorteil eines Dobsons ist ja gerade das man ihn einfach Aufstellen und dann sofort loslegen kann. Wenn es in die Hütte nicht Reinregnet sehe ich da aber keine Probleme (Die Profis mögen mich Verbessern wenn ich da etwas Übersehe).

Was man am Himmel sehen kann ist hier recht gut Beschrieben.
http://www.teleskop-service.de/Beobachtungen/Nt114/beobachtungen114.htm
 
Hallo Maylin,

zur Lagerung in einer Gartenlaube oder Schuppen- immer schön den Deckel drauflassen und vielleicht auch das untere Ende mit einem Foliensack oder ähnlich schließen- sonst ziehen da mehrbeinige Untermieter im Tubus ein :o

Wenn der Tubus irgendwo im Haus steht- vor dem Beobachten draußen längere Zeit auskühlen lassen, so ca. 1 Stunden sollte es schon sein. Der Spiegel hat die Temperatur z.B. aus dem Keller und die Umgebung ist draußen dann kälter- dadurch bilden sich im Tubus Luftschlieren aus weil die warme Luft vom Spiegel nach oben steigt- und das stört beim gucken.

Ansonst- viel Spaß für dich und deinen Mann, natürlich bei Sterneschauen :/ - und falls nur ein optischer Sucher drauf ist, vielleicht noch einen Telrad dazukaufen- erleichtert für einen Anfänger das Auffinden von gewünschten Objekten erheblich.
Vom Prinzip ist das ein Rotlichtvisier, man schaut von hinten her mit offenen Augen durch und bringt z.B. den inneren Kreis über einen gewünschten Stern und schon hat man das Ziel eingestellt. Mit dem normalen Sucher sieht man auch schon kleinere Sterne sehr hell und tut sich schwerer.

Gruß
Stefan
 
Hallo Maylin,

auch wenn Dich jetzt die tatsächliche Größe des Fernrohres fast erschlägt, Du hast keine schlechte Wahl getroffen.

Ein relativ großes Fernrohr, also eine große Öffnung, die in der Lage ist, viele Objekte gut zu zeigen und eine einfache "Holzkiste" als Montierung.
Auch dieses Ding sieht groß aus , ist auch nicht ganz leicht, aber ein halb so großes Fernrohr auf eine "normalen" parallaktischen Montierung ist aufgebaut nicht kleiner sondern eher größer und besteht aus viel mehr Teilen die auch ihren Platz brauchen.

Mein 8" F/6 Dobson steht immer zusammengebaut, einsatzbereit und mit "aufgerichtetem" Fernrohr ganz schlank in einer Zimmerecke und stört im Alltagsbetrieb niemanden.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber AstroTigger und ihr anderen,
das Kompliment mit dem "Gut beraten lassen" muß ich an
dieser Stelle an dieses Forum zurückgeben.
Habe mich Anfang des Jahres hier ein wenig durchgelesen
und habe die Empfehlungen der Fa. Skywatcher ins Auge
gefasst. Tja, da gab es dann diesen Dobson 8 Zoll günstiger,
sofort zugeschlagen und als die Pakete dann vor der Tür standen dachte ich nur: was hast du jetzt angestellt?

Auf jeden Fall bin ich ganz begeistert von eurer Hilfestellung, ich werde diese ganzen Beiträge sammeln und
meinem Mann dann weitergeben. Sicherlich wird er sich hier
dann auch anmelden und euch löchern.
Ich bin ja so froh, dass es Möglichkeiten für die Unterbringung draußen gibt, und das dass Gerät es nicht
übel nimmt. Sorgfalt ist selbstverständlich angebracht, ich
schätze mal es wird sein "Baby".

Danke, jetzt bin ich erstmal beruhigt.
Herzliche Grüße, Maylin
 
Hi zusammen,

ich hab meinen 8" dobson auf einer selbst gebauten Platte
wo räder dran sind.

Funktioniert ganz gut!
 
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