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Genesis

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Hallo ich habe ein Bresser optik brennw. 700 spiegel 76 okular 20, 12, 9, 4. also eine optimale vergröserung von 114, aber mit dem 4mm eine vergröserung von 175. Macht eine solche vergröserung sin bei der Öfnung? Was aber viel wichtieger ist was kan man damit sehen, Saturn mit Ring und ein seiner Monde ? Ich habe auch schon den Erich Karkoschka, ist aber für ein neuling schwere kost. Ich hab auch daran gedacht für ein Dobson zu sparen, den für das geld kann man am meisten sehen. Und wie wichtig ist brennweite zur Öffnung, ist f10 besser als f5. Die andern fragen kommen später.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Ich kenne den Typ von Teleskop relativ gut. Zuerst einmal würde ich sagen, dass unter allerbesten Bedingungen vielleicht noch ein 6mm Okular einsetzbar ist (also 116fache Vergrößerung). Normalerweise ist bei 8mm Schluss. Und dazu kommt, dass das wohl noch die "alten" 0,96"-Okulare sind - nicht gerade berauschend die kleinen Dinger!

Was kannst du damit sehen. Den Ring am Saturn auf jeden Fall! Für die Cassini-Teilung wohl nur, wenn er in Opposition steht und das Seeing wirklich sehr gut ist. Auf dem Mond sind schon recht viele Krater und Details zu erkennen. Ein weitere Objekt wäre noch Jupiter. Die Monde des Jupiter sind auch schon gut zu sehen - aber eben nur als kleiner Punkt. Dafür musst du gar nicht einmal stark vergrößern. Im DeepSky-Bereich reicht es noch für die Plejaden, den Orionnebel und die Andromedagalaxie wird erkennbar. Aber 76mm-Öffnung begrenzen leider die Auswahl an Objekten sehr.

Ein Dobson wäre eine gute Wahl. Die fangen bei 150mm an - als Einsteiger also entweder 150mm oder 200mm (also 6 Zoll oder 8 Zoll). Ich persönlich würde dir zu 8 Zoll raten - denn damit erreichst du vor allem im Bereich DeepSky eine neue Dimension der Beobachtungsmöglichkeiten. Presilich liegt ein neuer (" Dobson bei knapp 400 Euro (im Lieferumfang sind meist 2 ordentliche 1,25" Okulare). Die Objekte, die du damit beobachten kannst sind neben einem Großteil unserer Planeten, dem Mond und Kometen vor allem die Objekte des Messier- und NGC-Katalogs -> und das sind hunderte!
Und ein Dobson hat den großen Vorteil, dass man ihn einfach transportieren kann. Denn ein dunkler Himmel ist sehr wichtig bei der DeepSky-Beobachtung.
Das Öffnungsverhältnis bei den 8"-Dobs ist meist f/6. Das ist meiner Meinung nach ein vernünftiger Mittelwert und macht das Ding zu einer Allroundteleskop!
 
Hallo Genesis!
Ich fürchte, eine 175fache Vergrösserung ist für Dein Teleskop schon leere Vergrösserung und bringt nicht mehr " Sehen" Saturn mit seinen Ringen und auch Titan, den grossen Saturnmond solltest Du schon beobachten können. Titan ist allerdings nur ein Sternfünkchen, das Saturn begleitet und seine Stellung zum Planeten verändert. Mond sollte sehr gut gehen ebenso wie weitere Doppelsterne.
Die kleinen Newtons sind allerdings justieranfällig und sollten besonders nach Transporten nachgestellt werden. Wie man das macht, kannst Du aus vielen Quellen hier nachlesen. Wir hatten mal einen Gast auf der Sternwarte, der ein ebensolches Gerät dabeihatte und klagte, daß er bestenfalls den Mond damit beobachten könne. Wir stellten eine Dejustage fest, die mehr als die Hälfte des Lichtes am Okular vorbeiging. Nach guter Justage war der Gast begeistert, was man mit so einem kleinen Gerät schon alles sehen kann. Die Okulare sind oftmals nur Dreingabe und nicht besonders gut. Preiswerte und doch gute Okulare führt der Fachhandel: Einfach mal beraten lassen und gleich dazu sagen, daß ein bestimmtes Preislimit nicht überschritten werden darf...schau mal ob Du die gängigen 1 1/4zölligen Okulare benutzen kannst...
Die Montierung ist oftmals auch ein Schwachpunkt bei solchen "einfachen" Teleskopen. Tip mal auf die Röhre und beobachte, wie lange das Bild zittert - mehr als eine Sekunde nervt. Solltest Du noch ein Sonnenfilter haben, das in das Okular eingeschraubt wird, wirf es gleich weg! Solche Sonnenfilter können im Fokus platzen und es ist um Dein Augenlicht geschehen. Sonnenfilter die immer vor der Öffnung des Teleskopes angebracht werden, führt der Fachhandel.
Der Karkoschka ist ein hervorragendes Handwerkszeug und mehr ein Nachschlagewerk denn ein spannendes Lesebuch. Man muss sich mit dem Buch auseinandersetzen, dann beginnt man Ihn zu lieben!
Wenn Du auf deep sky gehen möchtest (also Gasnebel, Galaxien etc.) ist ein Dobson das richtige Teleskop: Preiswert bei maximaler Öffnung! Und Öffnung ist (fast) alles bei unserem Hobby. Wenn Du auf Planetenjagd gehen willst und die Kasse knapp ist, auch Dobson aber ein Langbrennweitiger. Der hat weniger Abschattung, das kommt der Abbildungsschärfe zugute, Du kannst langbrennweitigere Okulare verwenden und hast eine bessere Randschärfe. Es gibt planetenoptimierte Dobsons mit f8 auf dem Markt.
Auch sind die Anforderungen an die Okulare nicht so hoch ,wenn Du ein längeres Öffnungsverhäflnis hast...
Nur her mit den Fragen!
Sternklare Nächte
Berthold
Sternwarte Limburg e.V.
www.Sternwarte-Limburg.de
 
Hallo Genesis,

was kan man damit sehen, Saturn mit Ring und ein seiner Monde
Hier unter -> Artikel findest du Vergleichsbilder.

Ob 175x mit deiner Ausrüstung Sinn macht, mußt du halt ausprobieren: ist das Bild noch scharf, wackelt das ganze nicht zu stark?

Ist U-Bahn besser als Straßenbahn? Die Frage läßt sich so pauschal nicht beantworten, i.d.R. machen kleine Öffnungsverhältnisse (z.B. f/10) weniger optische Probleme, führen aber zu mehr mechanischen, z.B. wegen der Tubuslänge.

Zu deinem Teleskop gibts übrigens das Tchibo-FAQ

Gruß
Stefan
 
Moin Genisis!

Was Berthold schrieb, ist schon sehr wichtig: Solche Newtons zeigen eine
ganze Menge, wenn sie denn ordentlich justiert sind. Ich habe in der
Vergangenheit so einige - gut ein Dutzend - derartiger Tchibos gebraucht
eingekauft. Bei keinem der Geräte stimmte von vornherein die Justage,
manche lagen sogar extrem daneben...

Der Tip wurde schon gegeben: Schau mal ins Tchibo-FAQ - das ist meine
Sammlung von Erfahrungen, Beobachtungsberichten und technischen Tips
speziell zu diesem Teleskoptyp, die über Jahre hinweg zusammengetragen
wurde. Darin steht u.a. auch, welche Vergrößerungen an welchen Objekten
sinnvoll sind. Selbst 175x kann man z.B. bei Doppelsternbeobachtungen nutzen,
immer vorausgesetzt, die Justage ist einwandfrei und die Okulare taugen was.
 
Hallo Genesis!

Jeder fäng mal klein und mit "Null Ahnung an"! Ich selbst habe mit einem zwei Zoll Tschibo Refraktor und der Kenntnis der Position des Mondes angefangen :-)

Mit 76mm kannst du zwar nicht viel sehen, aber schon einiges! Der Saturnring ist ganz locker drin, auch seine hellsten Monder (Titan zum Beispiel) dürften kein Problem sein. Du kannst sie einfach identifizieren, und es ist spannend ihre Bahn um den Planeten zu verfolgen. Das gleiche gilt auch für die vier größten Jupitermonde, die sind auch kein Thema, ebenso dürftest du zwei Wolkenbänder auf Jupiter sehen. Der Mond ist in fast jedem gerät eine Wucht, da brauchen wir gar nicht drüber zu reden! Deep Sky mäßig siehts mit 76mm schon etwas dürftiger aus, aber auch da gibts einige nette Objekte, z.B. den Orionnebel, die Plejaden, aber auch andere offene Sternhaufen, wie z.B. M35, einige Kugelhaufen wirst du auch sehen können, z.B. M13.

Die Idee einen Dobson zu kaufen ist eine Gute, aber du solltest nichts übereilen! (Ich selbst habe auch einen 8"Dob)

Und einen wichtigen Tip musst du beachten: Wenn du mal in einer Nacht nichts findest, lass dich nicht entmutigen, hole dir dann lieber irgendwo her Rat, ob von einer Sternwarte, aus diesem Forum, wo auch immer, aber wirf die Flinte nicht in Korn!

Gruß, astromann
 
Den Mond kenn ich seit 2 Jahre auswendich, Sterne nur als Punkte, in unsere nachtbarschaft jede Küche, und Straßenlampen haben 40 watt Birnen.
Also aufgeben... nie und nimmer. Der Ergeitz den Saturn oder Jupiter zu "sehen" ist Größer. Aber danke für die erste info.

Seit Zwei tage weiß ich das ich vorne die große Kappe abnehmen muß und nicht nur die kleine. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Ich suche noch Leute aus der umgebung um ein blick durch ein größeres zu bekommen.

THX
 
Hi Genesis,
mit Deinem Scope kannst Du schon einiges sehen. Mond, Planeten, Sternhaufen und helle Nebel wie M57 z.B. gehen.
Saturn mit Ring z.B. geht ab etwa 30fach.
4mm an der Öffnung konnte ich nie realisieren. Um die 120 fach war mein Maximum. Daher macht m.E. 4mm keinen Sinn.
Wenn der Karkoschka zu schwere Kost ist, nimm Dir ein Einsteigerbuch vor. Die hier vertretenen Händler haben einige davon im Sortiment, ohne das ich jetzt explizit was empfehlen kann.
Öffnung / Brennweite - dazu kann man n Buch schreiben. Ich versuchs dennoch mal:
Große Öffnungsverhältnisse (für mich alles bis f/5 )sind gut für Weitfeldbeobachtungen, sind gleichbedeutend mit ner geringen Baulänge, schwieriger herzustellen und stellen hohe Ansprüche an die Okulare.
Bei einfachen Linsenfernrohren sorgt dies zu Farbfehlern bei hellen Objekten (Stichwort Blausaum)

Mittlere Öffungsverhältnisse (für mich f/6-f/8) sind Allrounder, wenn es nicht grade Fraunhaufer-Teleskope sind. Die habe auch hier noch deutliche Farbfehler.

Kleine Öffnungsverhältnisse sind für Planeten und Mond hervorragend geeignet.
Großfeldbeobachtungen gehen damit kaum, weil Bauart bedingt keine großen Gesichtsfelder erzielbar sind.

Diese Aussagen sind sehr pauschal und müssen z.T. je nach Teleskopbauart relativiert werden. Ich denke Du kannst Dich damit zumindest grob schon mal orientieren.

CS
 
Hallo,

ich habe selbst vor nicht allzu langer Zeit mit diesem Teleskop angefangen. Saturnringe waren z.B. schon mit dem 12 mm Okular locker drin. Bei den größeren Vergrößerungen habe ich dann aber mehr mit dem Wackeln der Montierung und dem Augenabstand des Okulars gekämpft. Was dann geholfen hat, war den Okularauszug mit etwas Öl leichtgängiger zu machen, die Stativbeine mit Sandsäcken beschweren und die Montierungsteile mechanisch nachbearbeiten (entgraten glattploieren und ein bisschen fetten). Damit habe ich halbwegs den Effekt in den Griff gekriegt, daß alleine durch das Scharfstellen das Objekt aus dem Gesichtsfeld verschwunden ist. So hat das Teleskop immerhin Lust auf mehr gemacht

gruß Aebby

 
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