Hallo und eine erste Teleskopfrage

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michael2005

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Hallo an alle,

da ich neu im Forum bin, kurz zu meiner Person: Ich bin 37 Jahre alt und Systemadmin von Beruf. Wohnhaft bin ich im schönen Westerwald, wo ich mit Frau, Pferden, Hunden... auf einem alten Bauernhof lebe.
Seit einiger Zeit hat mich nach vielen Jahren der Abstinenz wieder das Astrofieber gepackt. Ich bin also ein Wiedereinsteiger. Am Himmel finde ich mich aber immer noch einigermassen zurecht - habe also nicht allzuviel verlernt, so hoffe ich zumindest.
Aktuell besteht mein Equipment aus meinem alten 114 / 900 Newton, der allerdings recht betagt ist. Das Teil hat noch einen 1" OAZ und ich habe auch nur noch ein 6mm und ein 18mm Okular, die auch nicht die besten sind. Immerhin konnte ich den Orionnebel damit finden und mich daran erfreuen.
Ferner habe ich noch ein 20x80 Fernglas um "grossflächig" zu beobachten.
Beobachtungsstandort ist der heimische Hof im Ortskern, wo ich aber gott sei dank halbwegs abgeschirmt von Lichtquellen bin. Nachteil hier ist der relativ kleine Himmelsausschnitt, den ich betrachten kann, da Gebäude im Weg sind. Ausserdem habe ich die Möglichkeit in zwei Minuten Fahrzeit freies Feld zu erreichen (wohne halt auf dem Land), wo es wunderbar dunkel ist.
Beobachtungsziele sind gelegentlich der Mond und die Planeten, aber in erster Linie habe ich Gefallen an Galaxien und Nebeln gefunden - ein "Deep Sky Junkie" sozusagen ;-)
Nach so viel Text, ich danke schon einmal für eure Geduld, zum eigentlichen Thema: Ich suche ein neues Teleskop.
Auf jeden Fall soll es wieder ein Newton sein - ich mag die Dinger einfach, ausserdem gibt es als angenehmen "Nebeneffekt" viel Öffnung fürs Geld. Es soll zwar ein universelles Gerät sein (wieder mal die eierlegende Wollmilchsau...), primär aber Deep Sky geeignet sein. Der Preisrahmen sollte sich zwischen 300 und 400€ für Teleskop samt Montierung und Grundaussstattung bewegen. Okulare etc. folgen dann nach und nach.
Im besagten Rahmen habe ich einige interessante Geräte gesehen.
Die Öffnungen bewegten sich zwischen 130 und 150mm. Ein 200er wird z. Zt. einfach zu teuer und man kann ja irgendwann immer noch nachrüsten.
Mit meinem 114er geht Deep Sky so halbwegs, aber nicht wirklich gut. Da ich mich öffnungstechnisch schon deutlich verbessern will wird es wohl auf ein 150er hinauslaufen. Bei einem 130er komme ich wahrscheinlich zu schnell an die Grenzen. Hier bin ich für anregungen bzgl. Öffnung dankbar.
Wie gesagt, habe ich einige interesante Modelle gesehen. Von Bresser gefiel mir die Messier Serie mit den 130er und 150er Modellen. Von Skywatcher gibt es ein 150 / 1200 und ein 150 / 750, welche meine Aufmerksamkeit erregen. Anregungen, Erfahrungen, Kritiken mit besagten Geräten würden mir hier sher weiterhelfen.
Stellt sich mir noch die Frage, ob es eher langbrennweitig sein soll - also 1000er oder 1200er Brennweite, was die Okularwahl vereinfacht, zumindest für hohe Vergrösserungen oder aber ob es eher im mittleren Bereich mit 750mm besser schnackelt.
Anders formuliert lieber ein Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis um die f/8 oder aber lieber ein schnellers Öffnungsverhältnis um die f/4? Da ich am Newton ungerne mit Barlowlinse arbeite (zu unhandlich) erschwert ein f/4 Teleskop die Okularwahl etwas, aber ich habe auch schon gute 3,2mm Okulare gesehen, was ja schon eine 234fache Vergrösserung zulässt. Wichtig ist evtl. noch, dass ich Brillenträger bin und
lieber Okulare mit grösserem Augenabstand verwenden möchte. Ohne Brille geht es auch, mit schnackelts halt immer besser.
Auch hier bin ich für alle Anregungen, Einwände, Ideen usw. dankbar.

Kleiner Nachtrag: Astrofotografie ist erstmal weniger wichtig - später evtl. mal mit CCD, daher muss kein Motor an die Montierung - wäre bei dem Etat ja uch eh nicht drin...

Ich danke schon einmal für die Geduld eim Lesen und für eure Mühe.
Gruss
Michael
 
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Hallo Michael,

erstmal herzlich willkommen. Wie es aussieht hast du für dich einen Dobson schonmal ausgeschlossen. Es soll montiert sein..... Tja, die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es nicht aber der 150/750 kommt da aber schon ziemlich nahe. Den 150/900 gibt's momentan glaub ich noch nicht. Da du aber sagst das Deep Sky wichtiger für dich ist würd ich zum 750er tendieren. Also: Öffnung 150, mit Montierung, Deep Sky, Budget 300 - 400 Euro. Da gibt es bei Wolfi den GSO 150/750 mit 2" Auszug auf der Skyview-Montierung. Glaube der kostet 350,-. Würde doch genau in Dein Schema passen. Aber die Profis hier im Forum werden da sicherlich noch andere Ideen haben :/.

Viele Grüße & CS

Obi
 
Hallo Michael,

ich unterstelle mal nicht, das Du die Dobson ausgeschlossen hast.
Schau Dir mal die 8"er an. Gebraucht gibt es da schon einige (ggf. sogar 10"). Und Okulare etc. wären da bei Deinem Budget auch drin.
Warum Geld für eine parallaktische Montierung rauswerfen, wenn man DeepSky beobachten möchte?

CS
Chris
 
Hallo Michael,

du schreibst das du ein "Deep Sky Junkie" bist und mit einen alten 114 / 900 Newton schon Erfahrung gesammelt hast.

Und dann weiter..
Da ich mich öffnungstechnisch schon deutlich verbessern will wird es wohl auf ein 150er hinauslaufen.
Das ist wohl kaum eine deutliche Verbesserung, jedenfalls nicht unbedingt für Deepsky.

Deine Angaben hinsichtlich dunklem Himmel, ländlicher Gegend und nur sehr kurzer Weg um vom Licht ganz wegzukommen und dazuz der Wunsch nach Deepsky (ohne Fototabsichten) schreit eigentlich nach einem Dobson- und zwar so groß wie es gerade noch geht.

Begrenzend nur dein Budged, würde so nur für 8" reichen, aber damit wärst du gerade so an der unteren Grenze um Deepsky wirklich genießen zu können.

Gruß
Stefan
 
Hallo Michael,

ich würde dir auch zu einem Dobson raten wenn Astrofotografie für dich weniger Wichtig ist. Zum einen ist die Öffnung für Deepsky durch nichts zu ersetzen - zum anderen macht visuelles Beobachten an einem parallaktisch montierten Newton keinen Spaß es sei denn man hätte Rotationsrohrschellen.

Einen 8" Dob bekommt man ab ca 330 Euro - 10" fangen bei etwa 490 Euro an. Bei der Überlegung ob man 8" oder 10" nimmt sollte man auch das Gewicht im Auge haben. Der 8"er liegt bei 20 kg, der 10"er wiegt ca 30 Kg mit Montierung. Hängt immer davon ab wie weit man schleppen muss.

CS,
Martin
 
Hallo,

danke schonmal für den Input!
Bei Dobson bin ich noch unschlüssig. Als Gelegenheitsplanetenbeobachter aber doch lieber mit Montierung. Da komme ich auch beim Deep Sky besser mit zurecht (habe schonmal ein Dobson eines bekannten testen dürfen) - warum weis ich nicht. Ist vieleicht auch nur eine Eigenart meinerseits.
Die Öffnung eines 8" Dobson ist schon cool. Die Frage halt, wie stark die Einschränkungen sind, wenn es nur ein 150er wird.
Na ich denke gegen ein 114er ist ein 150er schon eine deutliche Verbesserung oder ist das ein Trugschluss?
Ihr bringt mich ganz schön zum Grübeln ;-)

Gruss
Michael
 
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Hi,

tja, wie groß wird die Einschränkung sein bei "nur" 150mm? Es wird immer wieder gesagt das Deepsky erst richtig mit 8" losgeht da man dann erst kleinere oder lichtschwächere Strukturen erkennt.
..zum anderen macht visuelles Beobachten an einem parallaktisch montierten Newton keinen Spaß es sei denn man hätte Rotationsrohrschellen.
Martin hat das ganz gut beschrieben. Schnell mal von Ost nach West geschwenkt für ein neues Objekt- mit dem Dobson kein Problem. Parallaktisch musst du erst mal umschlagen und dann steht dir der OAZ irgendwie an der falschen Stelle- entweder verbiegst du dir dann den Hals oder du drehst den Tubus in den Rohrschellen, falls möglich.

Und Auf- und Abbau sind beim Dobs ein paar Sekunden. Dazu trägst du nur zwei Teile, Rockerbox und Tubus.
Parallaktisch trägst du Stativ, Montierung mit Gegengewichten und den Tubus. Der Aufbau dauert entsprechend länger und macht im Dunklen nicht viel Freude.

Leg auf deine max. 400€ noch ein wenig drauf (oder spar nch einen Monat) und nimm einen 12"er Dobson, dann hast du was richtig nettes für Deepsky :cool:

Stefan
 
Hallo,

das ist schon ein Argument @stefan_h. Den Tubus habe ich schon öfter drehen müssen. Das ist zugegebnermassen etwas lästig.
Hmm jetzt bin ich doch neugierig geworden.
Vieleicht sollte ich doch nochmal einen Blick durch ein Dobson wagen. Die Handhabung schnackelte bei mir nicht so, wie ich es ja bereits sagte, aber vieleicht war ich an dem Abend einfach nicht gut drauf. Ein zweiter Versuch kann sicher nicht schaden.
Mit einer Montierung bin ich bisher schon gut zurecht gekommen - die Tubusdreher sind halt schon bisl lästig.
Andererseits ist ein Dobson immer sehr stabil (zumindest, die die ich kenne - sind halt nicht so viele), denke ich - bitte bei Irrtum berichtigen.
Der Thread wird echt interessant, vielen Dank dafür!
Nach wie vor bin ich auch für Infos bzgl. der genannten 150er dankbar. So wie es ausschaut, wird es ganz unerwartet (für mich zumindest) eine Entscheidung Dobson vs. Montierung.
Auf jeden Fall werde ich mir beim Kauf Zeit lassen und auf keinen Fall voreilig zuschlagen.

Gruss
Michael
 
Hallo zusammen!

Zitat von stefan_h:
..zum anderen macht visuelles Beobachten an einem parallaktisch montierten Newton keinen Spaß es sei denn man hätte Rotationsrohrschellen.
Martin hat das ganz gut beschrieben. Schnell mal von Ost nach West geschwenkt für ein neues Objekt- mit dem Dobson kein Problem. Parallaktisch musst du erst mal umschlagen und dann steht dir der OAZ irgendwie an der falschen Stelle- entweder verbiegst du dir dann den Hals oder du drehst den Tubus in den Rohrschellen, falls möglich.

Ganz so pauschal kann man das m.E. auch nicht stehen lassen. Ich denke, dass das individuell auch wieder sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Ich beobachte mit einem parallaktisch montierten 10" Newton, und muss sagen dass ich wunderbar damit zurecht komme.
Zum einen beobachtet man meistens in südlicher Richtung, das heißt man kann sich den OAZ einmal so positionieren wie's beliebt und muss nicht mehr viel rum-rotieren.
Zum anderen, sollte man doch mal in nördlicher Richtung beobachten wollen ist es auch kein Drama die Rohrschellen zu lockern, und den Tubus zu drehen. ;)

Zudem finde ich, dass man sich beim Deep-Sky-Beobachten sowieso etwas Zeit für die Objekte nehmen sollte, und nicht Häkchensetzend von einem Objekt zum nächsten sprinten sollte. Dann relativiert sich auch der zeitliche Aufwand des Umschlagens wieder. ;)

Zusammengefasst, die aussage Deep-Sky auf parallaktischer Montierung mache keinen spaß kann man so nicht einfach pauschal hinschreiben. Es kommt immer auf den Beobachter, bzw. auf seine Vorlieben an. Gerade mit größerer Öffnung, mit der man auch bei Deep-Sky-Objekten mal höher vergrößern will, ist der Vorteil einer Nachführung nicht zu unterschätzen finde ich.

Ansonsten stimme ich meinen Vorrednern zu: Öffnung ist für Deep Sky gleich nach einem dunklen Himmel mit das wichtigste. Der Sprung von 114mm auf 150mm wird dich vermutlich nicht aus den Schuhen hauen. Acht Zoll oder zehn hingegen schon. (Ich bin von 114mm auf den Zehnzöller umgestiegen, nach 10 Jahren beobachtung mit dem 114er).

Gruß,
Norbert
 
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Hallo Michael,

ein 150er ist schon deutlich mehr als ein 114er. Beispiel: M13 im Herkules. Der ist im 114er ein Bällchen mit Granulation in denäußeren Bereichen, mit 6" läßt sich das schon fast auflösen, wenn der Himmel richtig dunkel ist. Das Bild ist dann zwar auch schon recht dunkel, vom Seherlebnis her ist das aber was ganz anderes.

400EUR mit Grundausstattung ohne Okulare: was ist denn Grundausstattung wenn nicht wenigstens 3 Okus dabei sind?

Du sagst, Du bevorzugst Nebel und Galaxien. Das schreit ja geradezu nach Öffnung. Ein 8" F6 Dobson ist gebraucht mit 2 Goldkanten (z.B. Tsswm) mit Deinem Budget machbar. Das ist zwar spartanisch, aber die Beobachtungsmöglichkeiten sind bereits enorm.

Die Alternative 6" F5 auf parallktischer Montierung: und durch welche Okus beobachtest Du? Der Unterschied zwischen 6" und 8" sind wirklich deutlich - das sollte man nicht vergessen.

Bei Deinem begrenztem Budget sind sagen wir "fortgeschrittene" Ansprüche wie beobachten durch Brille mit Nachführung und guter Abbildung kaum möglich. Hier ist Beschränkung angesagt zugunsten von Licht wenns um Deep Sky geht. Vermutlich gehört dazu auch das Nachschubsen beim Dobson. Dass das Nachschubsen bei Vergrößerungen über 50fach nervig wird ist meiner Meinung nach eine extreme Haltung. Sicher ist nachgeführt schön, aber das Geld ...

CS

Klaus



Für 400EUR kann man leider nicht soo viel erwarten.
 
Hi,

klasse wenn du schon die Möglichkeit hast das nochmal ausgiebig zu testen und zu vergleichen. 150 sind keine sonderliche Steigerung in Sachen Deepsky, die "magische" Grenze sind eben 8" was nicht heisst dass sich M13 ein paar mehr Einzelsternchen entlocken lassen wird als mit 114mm aber die meisten Objekte bleiben wie vorher, relativ detaillos aber etwas heller bei gleicher Vergrösserung.

CS Benny
 
Hallo,

@KlausTietzel, mit Grundausstattung sind natürlich auch immer die ersten zwei, drei Okulare gemeint, die i. d. R. immer mitgeliefert werden.

Gruss
Michael
 
Hallo Michael,
willkommen zurück im Hobby.
Deine Gedankengänge kann ich gut nachvollziehen, aber...

Bei DER idealen Wohnlage für Deepsky würde ich auch auf mehr Öffnung setzen.
Hast Du schon mal einen Dobson bewegt - das ist garnicht so schlimm. Im Gegenteil: auf einer parallaktischen Montierung verrenkt man sich ständig den Rücken, weil der OAZ nie da ist, wo es grad bequem wäre.

Einen 8" Dobson gibts gebraucht schon um EUR 190,-, das bietet einfach die beste Leistung fürs Geld, wenn man nur visuell unterwegs ist. Im Moment würde eine Monti zuviel vom Budget fressen.
Willst Du später doch mal eine Kamera dran hängen, so lassen sich 8" noch parallaktisch montieren, ohne daß es Dich gleich ruiniert.

Mit 3 schönen Weitwinkel-Okularen dazu (35, 13, 8, z.B. TS-WA und Hyperion) hättest Du damit eine Ausrüstung, mit der Deepsky wirklich Spaß macht.
Später ev. noch ein 20er dazu und einen OIII-Filter.

Alles andere betrachte ich nur wieder als Zwischenlösungen...
 
Hallo Michael,

der Westerwald ist nicht weit, fragt sich, wo genauer.
Ich komme aus dem schönen Hinterland, Nähe Biedenkopf.
Unsere kleine Gruppe könnte Dir, neben anderen Geräten, 8" F/5 Newton parallaktisch und 8-10" Dobsons verschiedener Herkunft und Tuningstufen zur An- und Durchsicht zeigen (nein, wir wollen nichts verkaufen!).
Dann hättest Du eine gute Entscheidungsgrundlage, passende und auch weniger passende Okulare zu den Geräten sind auch vorhanden.
Bei Interesse melde Dich per PN zwecks Kontakt und Terminvereinbarung zum Probegucken.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Hallo,

@*entfernt*GMS, ist das Biedenkopf bei Erndtebrück?
Dann dürften es von hier (Altenkirchen/Fluterschen) 80-100Km
bis zu euch sein.

Habe mal Google Maps bemüht - es sind 92,8Km
Ist leider bisl weit weg. Ihr habt da oben viele kleine Landstrassen, wenn ich das noch recht im Kopf habe.
Erndtebrück kenne ich halt noch aus meiner Bundeswehrzeit.

Gruss
Michael
 
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So nun melde ich mich auch mal zu Wort. Dieser Thread ist wirklich sehr interessant geworden.

Also bei einem wirklich guten Landhimmel gibts eigentlich nur eine wahre Entscheidung: Je mehr Öffnung desto besser.

ICh selbst wohne halb auf dem Land sprich halb Kleinstadt halb Dorf. So ist auch der Himmel. Im Durschnitt 5,0-5,5mag.

Also ich empfehle dir wiorklich einen 8" GSO oder Galaxy...kommen beide aus ein und der selben Schmiede...Dobson. Dobsons sind zum Einsteig ideal. Die große Öffnung bietet dir sagenhafte Ergebnisse sowohl an Planeten als auch an Deep Sky. Ich hatte früher auch einen 114er/500 Newton...eine Schrottksite ohnes gleichen. Der GSO war rundum gut. Der Spiegel war sogar sehr gut für den Preis. Ich hatte damals 478 € für die "Extended" Edition bezahlt.

Aber das wichtigste ist: Ab 8" beginnt die magische Grenze für die Deep Sky. Es werden zahlreiche Nebel, Galaxien, Strukturen sichtbar. Strukturen in Omega bzw. Orionnebel oder einfach mal auf die Cygnus-Wall draufhalten.

Nordamerika oder sogar Pelikannebel liegen im Bereich des visuell sichtbaren...guten Landhimmel vorausgesetzt. Und dabei spreche ich noch aus dem rein visuellen..ohne Filter. Mit einem guten OIII-Filter sieht man Nord-Amerika sehr schön deutlich. Wie ausgestanzt.

Und für die Bastler unter uns..ich zähle mich selbst seit neustem dazu...bietet so ein Dobson eine gute Basis um sich auszutoben.

Der OAZ ist ein Crayford der billigsten Sorte. Billig aber hält was er verspricht. Er trägt mein 20mm NAgler Typ 2(!!!!) ohne Probleme..für die die es kennen oder noch nicht: Das Ding wiegt 1080g.

Wenn du noch Fragen bezüglich des (-Zöllers hast..kannst du mich ja garne per PN kontaktieren.

Grüße

Martin


PS: Für Rechtschreibfehler mach ich meine Tastatur verantwortlich...das Ding hakt ohne Ende.
 
Hallo Michael,

na gut, das ist schon ein Stück zu fahren.
Da liegt die Sternwarte Limburg ja noch besser für Dich.
In der Kante sollte es aber auch aktive Beobachter oder gar Vereine geben.
Frag doch Mal im Treffpunktboard nach.
Grundsätzlich wäre ein "Aufstieg vom 114er auf 8" F/6 schon empfehlenswert, habe ich auch so gemacht und trotz Verzicht auf die parallaktische Monti keine Sekunde bereut.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Hi Michael
ich ziehe mal für mich raus
114 mm hast, willst DS machen, hast 3-400 Euro und willst deutlich mehr Seherlebnis, Okulare können später kommen.

114 zu 150mm ist schon eine Steigerung die auch gut erkennbar ist. Aber ob sie ein Wow entlockt ist schwer zu sagen.

DS ist vieles und als Gesamtbegriff weit gefächert.
Das geht von großflächigen Nebel wie Cirrus wo man viel AP
Feld und kleine Vergrößerungen braucht über offene Sternhaufen, Galaxien mit mittleren Vergrößerungen zu Kugelsternhaufen die z.T. mit Öffnung in MM = Vergrößerung beobachtet werden bis zum Planetary der auch teils mit noch mehr Öffnung betrachtet wird.
D.h. Dein künftiges Gerät muß alles abdecken. Damit scheiden kleine Öffnungsverhältnisse schon fast aus und ma landet je nach Brennweite bei f/6 und schneller.

Dein Budget läßt große Öffnung parallaktisch montiert nicht zu. Es geht bestenfalls 6" kurz mit einer akzeptablen Montierung. Aber es geht Dir uns sehen ....
Eine akzeptable Monti bringt Dich nicht weiter, kostet und wiegt etwas was Du schleppen mußt.

Aus der Summe dieser Dinge ist erst mal ein Dobson das naheliegenste, der 8 oder evtl gebraucht auch 10 haben könnte.
Ob Du das magst, entscheidest Du - am besten nach mehrfachem probieren.

8 oder 10? 8" gibts mit gutmütigen f/6, 10" auch aber nicht zu Deinem Preis. Da sinds dann f/4,8 bei 1200mm Brennweite.
f/6 ist okularverträglicher als f4,8 aber als Dobsonaut wirst letztlich weitwinklige Okulare haben wollen die so sie auch f/4,8 abkönnen sollen dann teurer werden.
Ergo ist die Frage 8 oder 10" auch abhängig von den Beträgen für die Okulare die Du investieren willst/kannst.

Recht gut ausgestattet bist dann bei Okularetypen wie Speerswaler, LVW oder Hyperion und Co. - kosten bis zur Vollausstattung (4-5 Okulare ) 4-700 Euro je nach Typ und unter der Annahme, dass das Übersichts/Großfeldokular eines im Midpreis ist, wie z.B. ein TSWA32.
Grade hier kann man viel Geld ausgeben wenn es Top sein soll am Ende 31Nagler für 650 oder was es grade kostet.

Was bleibt? Nur noch eines drüber nachdenken und Probegucken bei Kollegen. Das darf ruhig mehrfach sein.
Und wenn Zusammenhänge etc unklar sind vllt auch noch bischen einlesen. DIE HP der Dauerberater hier geben einiges her.
CS
 
Hallo Michael,

auch ich rate Dir zu einem 8" Dobson!

Deine örtlichen Randbedingungen, Deine bisherige Astronomie-Laufbahn,
Dein Interresse, Dein Budget usw. sprechen einfach dafür.

Laß Dich von den "alten Newton-Hasen" hier (mein Respekt!!) beraten
und probiere so einen Dobson aus.
Ich denke mit so einer (geringen!) Investition kannst Du keinen Fehler machen!
Mit anderen "sehr günstigen" paralaktischen Kompromissen schon!
Dazu kommt das Du mit 8" auch einen richtig großen Schritt machst,
der Dir die Tür zum DeepSky wirklich öffnet.

UND Wichtig! Nehme Kontakt zu den Kollegen hier auf!
Scheue nicht die Mühe 100km zu fahren, um durch einige Teleskope selber blicken zu können.
Nichts bringt so viel Erkenntnisse, wie das eigene praktische Ausprobieren
und nebenbei lernt man nette Astrokollegen kennen, die Dir noch etliche Erfahrungen mitteilen können!

Damit Du diese Aussage einstufen kannst:
Ich selber beobachte paralaktisch seit Jahren mit einem C9,25 auf GM8,
vorallem weil mein Schwerpunkt wegen dem lokalen 4m5-Himmel mehr auf Mond und Planeten liegt.

Bei Deiner Situation ist aber viel mehr DeepSky drin und solltest Du wirklich nicht mit dem Schubsen klarkommen kannst Du auch den 8-Zöller noch später auf eine Monti setzen, weeeennnn Du dann noch mehr Geld ausgeben möchtest.
Unter 8-Zoll würde ich aber nicht gehen, aus eigener Erfahrung.

Viel Spaß bei der Analyse und beim Ausprobieren.
....und wilkommen bei den Astro-Verrückten :-)))


 
Hallo Michael,

Du hats ja hier schon einige Hinweise bekommen. Bei der Budgetvorgabe würde ich Dir auch zu einem Dobson raten. Den kannst Du später immer noch auf eine Montierung setzen.

Wo genau im Westerwald bist Du zu hause?

Gruß
Andreas
 
Hallo,

vielen Dank an euch alle! Mit den Statements komme ich schon deutlich weiter. Der Thread ist richtig interessant geworden und es ist bemerkenswert, in welche Richtung das geht.
Wir haben hier wohl eine kleine Dobson Fangemeinde ;-)
Na Scherz beiseite, ich habe ja schon durch einen 8" Dobson geschaut und muss unumwunden zugeben, dass der Blick schon
bärenstark war - trotz Kleinstadthimmel (nicht allzu hell, denke 4,5m). Ich denke, mit dunklerem Himmel wird das schon fast unschlagbar. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Wochen noch einmal einen "Feldversuch" machen. Ich hatte halt beim ersten Versuch bisl Probleme mit der Handhabung. Kann aber auch sein, dass es nur ein schlechter Tag war und es beim zweiten Versuch besser schnackelt.
Paralell dazu werde ich mir auch einige Dobsons mal anschauen. Der genannte GSO scheint ja schon ein echt gutes Teil zu sein. Ich habe von Skywatcher auch welche gesehen. Hat da jemand Erfahrungen?

vielen Dank noch einmal und postet ruhig weiter alle eure Gedanken zum Thema.

Gruss
Michael

 
Hi Michael,

nur damit kein falscher Eindruck entsteht: Hier wird so Richtung Dobson beraten weil es eben das größte Seherlebnis in Sachen visuelles Deepsky bietet für das Geld. Wir haben ja nix davon wenn wieder ein Dobson mehr verkauft wird oder nicht :/ Deshalb finde ich es auch richtig und wichtig dass du ihn noch das ein oder andere Mal ausprobierst, nur so kannst sicher sein, dass er auch für dich das richtige ist, aber die meisten kommen intuitiv gut damit klar.

Die Skywatcher Dobsons sind nicht schlechter als die GSOs obwohl man hört dass die Streuung höher sein soll aber das muss nicht sein, mechanisch arbeiten sie etwas anders aber genau wie die GSOs praktikabel.

Grüße Benny
 
Hallo,

@Benny, ich habe euch schon recht verstanden. Das war ja auch nur ein Scherzle ;-)
Ich bin ja froh und dankbar, dass sich die Leute hier die Mühe machen, mir zu helfen und die Statements waren sehr hilfreich!
So kommt man auch auf Ideen, wo man sonst evtl. "betriebsblind" ist
Ich werde auf jeden Fall testen und grübeln. Ich habe zwar in den nächsten Wochen beruflich und auch privat viel um die Ohren, so dass ich leider wenig Zeit investieren kann, aber ich werde immer mal wieder einen Gedanken "ausbrüten" und einen Blick wagen.
In einigen Wochen ist dann aber auch wieder mehr Zeit und dann werde ich in Ruhe ein passendes Teleskop ins Auge fassen.

Gruss
Michael
 
Hallo Michael,

auch von meiner Seite: Dobson!
Das soll jetzt nicht bedeuten, daß ein parallaktisch aufgestelltes Gerät schlechter wäre, aber es passt nun mal nicht in Dein Buget hinein.
Schon die halbwegs vernünftige Montierung käme teurer als das, was Du investieren möchtest. Und ein 150er oder sonst ein anderes Gerät auf einer Wackelmontierung - das macht alles andere als Spaß.
Da Dich Deep Sky interessiert, brauchst Du Öffnung. Und da haben alle anderen recht: die beginnt m.E. bei 8" und endet (tragbar) bei 12". Alles dazwischen wäre o.k. und der 8" f6 Dobson ist der wohl günstigste Einstieg.

Ich betreibe meinen 8" f6 sowohl als Dobson als auch parallaktisch auf einer (sehr guten) Deutschen Montierung. Letzteres aber nahezu ausschließlich bei der Planetenbeobachtung bei höchster Vergrößerung. Dort, - und nur dort macht die Montierung einen Sinn, wenn sie dazu noch mit Motoren ausgestattet ist.

Das "Dobsonschubsen" lernt man in ein bis zwei Nächten, so schlimm ist das nicht.

Sinnvoll auf jeden Fall, wie bereits vorgeschlagen: ausprobieren und mit anderen gemeinsam beobachten. Erst dann kann man feststellen, was einem persönlich am besten liegt.

CS
Winfried
 
Hallo Michael,

dann Mal auf die Ferne:

Ich habe schon jede Menge Dobsons verschiedenster (Verkaufs)Marken gesehen und auch, was wichtig ist, direkt nebeneinander stehend, im "Test" gehabt.
Wenn man die günstigen Fernostprodukte betrachtet, so gibt es keinen signifikanten Unterschied in der optischen Leistung. Man versucht sich händlerseits über Zubehör und Tubusfarben etwas zu positionieren, (preis)bereinigt ist das aber alles Makulatur.
Wichtiger ist, dass Du die Zusage auf "Beugungsbegrenztheit" für den Spiegel auch tatsächlich bekommst, dann hat man auch noch nach Monaten etwas in der Hand, wenn etwas nicht passen sollte. Du selbst kannst das zunächst nicht einschätzen, eine entsprechende unabhängige Messung kostet ordentlich Geld, also geht das nur über die Zeit und über Kontakte zu anderen Leuten (Vergleichsbeobachtungen mit Geräten bekannter Qualität z.B....doch Mal in unsereer Gruppe).
Du kannst also bei einem möglichen Kauf durchaus über den passenden(!) Handlerkontakt und über den Preis gehen.
Gebrauchtkauf, z.B. über das Biete-Board, spart auch häufig Geld für nötiges Zubehör.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Michael,

wie ich bereits ganz oben schon erwähnte, werden dir von den erfahrenen Beobachtern hier im Forum (also die "alten Hasen") noch einige gute Vorschläge gemacht. Ich schließe mich denn nun auch mal hier an. Kauf dir auf jedenfall einen Dobson. Mehr Seherlebnis fürs Geld gibt es nicht. Und wenn Du jemanden kennst der evtl. auch in dieses Hobby ein oder aufsteigen will dann sag im gleich das der Dobson für einen Einsteiger das Non+Ultra ist. Sollte aber wirklich wie von Dir beschrieben Fotografie mal ein Thema sein dann kauf dir trotzdem einen Dobson. Du kannst Ihn nähmlich nach 1/2 Jahr wieder ins Biete-Forum stellen oder als Zweitgerät behalten wenn dann doch ein Gerät mit parallaktischer Montierung angeschafft wird. Mit einem 150er Newton kann man Jahre lang glücklich sein und sehr viel sehen. Aber da bei 8" der Spaß erst anfängt nimm lieber gleich ein 12" oder besser ein 16" Dobson. Denn Öffnung kann man ja nie genug haben . . . .

Gruß & CS

Obi
 
Hallo,

nein, der Himmel rennt nicht weg, und er wird uns auch nicht auf den Kopf fallen, wie es ein alter gallischer Häuptling befürchtet hat ;-)
Also ihr habt mich echt neugierig gemacht. Ein Dobson ist für mich mittlerweile eine echte Alternative. Ich habe auch schon meinen Bekannten kontaktiert und wir werden dann, wenn Zeit ist, ein paar Blicke schweifen lassen.
Ein 16er ist schon ein Mordsgerät @Obi_Wan, da glaubt unser Nachbar da rückt die Feldartillerie an ;-) Na Scherz beiseite, Ich denke mal, ich sollte mit einem vernünftigen 8" Tubus anfangen. Dazu dann ein paar ordentliche Okulare. Ich habe mich da auch schonmal umgeschaut. Im Astroshop habe ich einige gefunden, die wohl brauchbar sind.
Was haltet ihr davon? Gibt das da Erfahrungen bei euch? Taugen die günstigen Modelle etwas, oder muss man schon mehr pro Okular ausgeben?
Hier mal einige, die ich herausgefischt habe - ohne Brennweiten zu beachten:

Einmal super Plössel:
http://www.astroshop.de/teleskope/z...loessl-1-25--/super-ploessl-okular-9mm-1-25--

Einmal Planetenokular:
http://www.astroshop.de/teleskope/z...1-25--/high-end---planetenokular-hr-7mm-1-25-

Omegon LE Serie:
http://www.astroshop.de/teleskope/z.../le-series-1-25--/le-series-okular-9mm-1-25--

Omegon ED Serie http://www.astroshop.de/teleskope/z...ulare/ed-okulare-1-25--/ed-okular-7-5mm-1-25-

Baader Hyperion:
http://www.astroshop.de/teleskope/z...rion-okulare-1-25--/hyperion-okular-8mm-1-25-

Meade Qx Weitwinkel:
http://www.astroshop.de/teleskope/z...-25---und-2--/qx-weitwinkel-okular-15mm-1-25-

Orion Stratus Weitwinkel:
http://www.astroshop.de/teleskope/z...lare-1-25--/stratus-weitwinkel-8mm-1-25---2--

Oha, da sind doch einige zusammen gekommen...
Wie gesagt, mich interessieren eure Meinungen und Erfahrung zu den Okularen. Und natürlich auch zu anderenempfehlenswerten Okularen, passend zu einem 8" / 1200mm Dobson.

Gruss
Michael
 
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