Hantelscheiben als zusätzliche Gegengewichte

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dietmar42

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Hallo zusammen,

ich wollte mein altes Newton mit Montierung verkaufen, aber wegen der Kosten für das Gegengewicht das manchmal brauche bisher gezögert.
Jetzt habe ich eine Lösung gefunden die vielleicht auch für andere experimentierfreudige interessant sein könnte.
Ich hatte im Keller noch ein paar alte Gewichte für Hanteln rumliegen. Diese können recht einfach adaptiert werden.
Einfach eine kleine Hülse mit dem 3D-Drucker herstellen, die Sicherungsschraube hält das Gewicht am unteren Ende das vorhandene kann wie gewohnt verstellt werden.

DSC08285.jpg

Die STL Datei zum Drucken: 21_30_5mm.stl

Grüße

Dietmar
 
Gut wenn man einen 3D Drucker hat...

Diese Hantelscheiben gibts bei Decathlon für 1,99 Eur für eine 1 kg Scheibe.

CS.Oli
 
Vielleicht kann man die Löcher auch ausgießen und passend Bohren.
Oder Knetmetall oder sowas.
 
Also- ich bezahle für das Kilo Edelstahl ca. 2€ ... und dann passt alles und rostet nicht. Als Reststücke geht auch manchmal billiger.
PSX_20200516_110011_01.JPG


CS *entfernt*
 
Hat aber nicht jeder ne Drehbank zuhause. ;)

CS.Oli
 
Hallo @Ralf Hofmann , du kannst mir ja mal die Daten (Innen und Außendurchmesser) durchgeben und die Adresse per PN.
Hoffentlich fragen nicht noch mehr an, ich will das ja nicht gewerblich machen und ein 3D-Drucker kostet keine 250€ mit Ersatzteilen und 1Kg Filament.

Gruß

Dietmar
 
und ein 3D-Drucker kostet keine 250€ mit Ersatzteilen und 1Kg Filament.

Das klingt zwar verlockend, aber eine Hürde ist doch eher das erstellen der Druckdateien denke ich.
Soweit ich weis, sollte man da mit CAD umgehen können.
Oder unterliege ich da einem Irrtum?

EDIT: Aus welchem Material sind solche Standart Hantelscheiben eigentlich gefertigt ?

Gruß
Markus
 
Hi,

die Hantelscheiben die ich habe sind aus Eisenguss lackiert.
Gibt`s immer mal gebraucht bei eBay.

Gibt auch welche, die haben eine Kunststoffbeschichtung und es gibt welche, die sind nur eine Kunststoffhülle und werden mit Wasser oder Sand gefüllt.
Edelstahl mag es auch geben, aber die sind dann wieder so teuer, dass es nicht lohnt.

Gebrauchte Hantelscheiben sind halt eine preiswerte Alternative zu echten Gegengewichten für die Montierung, sehen aber nicht so gut aus und haben i.d.R. immer ein Mittenloch von 30 mm.
 
@SkyBob Hallo Markus,

Soweit ich weis, sollte man da mit CAD umgehen können.
Eigentlich schon, ich verwende Blender
was eher für 3D-Animationen gedacht ist, andere nehmen Freecad was für mich verwirrend ist. Tutorials finden sich bei Youtube jede Menge, einfach nach "freecad 3d druck tutorial" suchen. So kann man mal reinschnuppern ohne Geld auszugeben.

Wenn man das gar nicht lernen will kann immer noch fertige Modelle drucken, z.B.
von diesen Plattformen:
- yeggi
- thingiverse

Gruß

Dietmar
 
Das ist für mich erst Mal ein Ausschluss Kriterium. :)

Da jetzt auch noch eine Lernkurve zu durchlaufen mit allen Rückschlägen in Software und Hardware, ist für mich abschreckend.

Dafür habe ich momentan wieder Zeit noch Nerven. Und daher auch kein Investitionswille.

250€ sind für mich und wahrscheinlich auch andere halt doch noch zu viel um nur Mal zu gucken.

Wenn es klappt ist es schön.
Keine Frage.

Aber wenn man nur 1 oder 2 killefitt Adapter auf dem Schirm hat auch nicht lohnenswert.

Andere haben da vielleicht ne andere Hemmschwelle :)
 
Wenn Ihr Adapter und Drehteile braucht dann wendet Euch doch an
JD Astronomie oder GreatStar

Ich hatte ja einen Thread zu dem Thema aufgemacht und bin mit JD Astronomie sehr gut und überraschend günstig gefahren. Einfach mal nachfragen dort. JD dreht mir demnächst den zweiten Adapter und ein Dritter spukt schon in meinem Hirn rum... :)

CS.Oli
 
Bei den Hantelgewichten mit dem Innendurchmesser aufpassen!
Ich hab` jetzt festgestellt, dass ich einige habe wo eine 30 mm Hülse gut `reinpasst und andere, wo die Hülse nur 29 mm sein darf, also vorher genau nachmessen!
Bei der Gegengewichtsstange 0,5 mm für den Innendurchmesser des Adapters dazurechnen, sonst klemmen die Adapterringe zu fest auf der Stange.
 
Hi!

Zum Thema 3D-Druck: Da kommt ja auch noch die Lernkurve dazu, bis alles so gedruckt wird, wie man es gerne hätte. Das kriege ich zumindest bei denen im Bekanntenkreis mit, die einen Drucker haben. Plastiksachen drucke ich mittlerweile ganz gerne bei Online 3D-Druck Service | i.materialise – kostet natürlich mehr als aus dem eigenen Drucker, aber solange man nicht spielen will, sondern die Ergebnisse ohne Fehldrucke, ist so ein professioneller Druckdienstleister eine Alternative. Für Metall bin ich auch bei GreatStar gelandet.

Die Lernkurve bei FreeCAD fand ich okay, wobei ich mit Vektorgrafikprogrammen schon Erfahrung hatte – was definitiv hilft.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi,

für einfach Dinge, wie z.B. so eine Hülse, bietet sich z.B. TinkerCAD an. Da klickt jeder Anfänger ein (einfaches) Modell in zehn Minuten zusammen. STL export ist dabei. Für komplexeren Kram kann man dann immer noch in FreeCad oder Fusion360 einsteigen.

Fast alle Schellen, Adapter und Montageplatten die ich für meinen Astrokram biosher gedruckt habe, sind in TinkerCAD entstanden.

Generell zu den Kosten: Wenn man schaut, was z.B. ein Motofokus für einen Mak bei den üblichen Verdächtigen kostet, dann hat sich der 3D-Drucker schon nach dem ersten Projekt amortisiert. Inkl. Stepper, Treiber und Microcontroller.

Viele Grüße
Sven
 
@zwent Hi Sven,

hast du den Motorfokus mit Arduino oder RaspPi selbst konstruiert?
Für meinen RC könnte ich das auch brauchen. Ein Link zu einem DIY Blog würde schon ausreichen.

Danke

CS

Dietmar
 
@Kerste

Hi Sven,

ich habe auch schon eine Rolle Filament verdruckt als ich ein Filterrad drucken wollte, hauptsächlich wegen der Gewinde die nie gepasst haben. Ich verwende die 3D- Drucke überwiegend für Prototypen bevor ich etwas aus Metall bestelle, aber für Rohrschellen, Mikrofokuser, Doppelsucherhalterungen usw. klappt das gut.

Ich habe nach GreatStar gesucht bin aber bei einer Art Werkzeughandel gelandet, kannst du da einmal die vollständige URL posten?

Grüße

Dietmar
 
Hi Dietmar,
das hab ich mit einem Arduino Nano Klon und einem 5V Dosenstepper gebastelt (28BYJ-48 5V). Das Design der Zahnräder und Halterung war allerdings nicht von mir [1]. Als Treiber habe ich MyFocuserPro2 [2] verwendet, die haben neben der definitiven Dokumentation zum Thema Fokusierer auch verschiedene Designs und vor allem ASCOM und INDI Treiber. Die Firmware lässt sich für alle möglichen Spielarten also Motortreiber, Temperatursensoren, Displays, etc. anpassen.

So sah das dann an meinem kleinen Mak aus. Das schöne am kleinen Stepper ist, dass die 5V des Nanos bzw. via USB ausreichen (ohne Gewähr!) ;)
1590517439649.png


In diesem konkreten Fall würde ich die Halteplatte evtl. aus Metall fertigen, da ist doch eine Menge Flex drin. Auf thingiverse & Co. gibt es auch eine Menge anderer Designs für andere Optiken bzw. Auszüge.

Viele Grüße
Sven

[1] Stepper Motor Focus for Mak127 Telescope by calli
[2] Arduino ASCOM Focuser Pro2 DIY
 
Nachtrag;
Wenn Du eh einen RPi verwendest, dann kannst Du Dir den Nano sparen und direkt über die GPIOs auf den Treiber gehen, ansprechen kannst Du das dann z.B. über Astroberry-DIY [1] und hast damit schon gleich den INDI-Treiber.

Darauf basierend hab ich mir ein kleines Kistchen für meinen kleinen Refraktor gebastelt, allerdings mit einem A4988 und 12V.

[1] rkaczorek/astroberry-diy
 
Danke Sven,

das sieht ja schon cool aus, das muss ich unbedingt mal ausprobieren. Dauert ja noch 3-4 Monate bis man zu zivilen Zeiten wieder Fotos machen kann.

Vielen Dank und Grüße

Dietmar
 
Hallo Bernd,

ich finde 2 EUR für das kg Edelstahl sehr günstig. Kannst Du mir vielleicht Deine Bezugsquelle nennen? Bei dem Preis würde ich meine Gegengewichte sehr gerne aus Edelstahl drehen.

Besten Dank und viele Grüße,
Michael
 
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