Helligkeit am Beobachtungsstandort bestimmen / Abschätzung sichtbarer DSOs

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soundfan

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Hallo Freunde der Nacht,

ich oute mich mal gleich vorweg als Einsteiger in die Astronomie, auch wenn das meine Frage vermutlich offensichtlich werden lässt.

Gibt es eine Methode / Messtechnik um die Helligkeit am Beobachtungsstandort zu bestimmen (abgesehen vom Blick in diverse Lichtverschmutzungskarten)? Ich lese hier im Forum immer wie Leute genaue Werte für Ihren Beobachtungsstandort nennen. Zugegeben sind mir die Bezeichnungen auch noch nicht so richtig geläufig, bzw. fehlt mir noch das Bauchgefühl was nun ein ordentlich dunkler Standort ist und wo sich das Beobachten quasi gar nicht lohnt.
In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, ob man anhand des gemessenen / ermittelten / aus Lichtverschmutztungskarte herausgelesenen Wertes, natürlich in Abhängigkeit vom eigenen Equipment, eine Abschätzung machen kann, welche DSOs voraussichtlich zu erkennen sind und welche aussichtslos sind?

Ich selbst habe mit einem ziemlich wackligen Skywalker MAK127/1500 mit Goto Steuerung angefangen. Das hat gereicht um das Feuer bei mir zu entzünden, wenngleich bei den Teleskop eine berührungslose Beobachtung Grundvoraussetzung ist. Trotzdem habe ich bereits eine Menge aus dem Geräte herausgeholt. Angefangen von Kameraadapter für meine EOS600D und erste beeindruckende Mondbilder, dann Aufrüstung von Sucher und MAK mit Sonnenfiltern und erste Beobachtung dieser (ebenfalls sehr beeindruckend).
Dann habe ich den 20mm Fokusknopf (MAK hat ja keinen OAZ) gegen einen 3D gedruckten mit 52mm ausgetauscht und kann seither sogar halbwegs gefühlvoll scharfstellen.
Meine erste Planetenbeobachtung am Jupiter war mein bisheriges Highlight mit dem MAK. In diverser Literatur und Beiträgen hieß es immer, dass man bis zu vier Monde des Jupiters beobachten kann. Bei meiner allerersten Beobachtungsnacht am Jupiter habe ich auf Anhieb alle vier Galileischen Monde deutlich erkennen können. Das war schon ein Erlebnis.

Ich habe dann ziemlich schnell auf ein Explore Scientific 12" Ultra Light Dobson aufgerüstet, welches ich gerade Stück für Stück optimiere. DSC und Nexus 2 haben zunächst ein ordentliches Push-To daraus gemacht. Das erste 2" 32mm 70° Okular war dann eine echte Offenbarung im Vergleich zu den Plössl am MAK.

Sobald es das Wetter mal wieder zulässt, will ich dann die ersten DSOs in Angriff nehmen. Daher meine Ursprungsfrage nach Bestimmung der Helligkeit und realistischen Beobachtungsobjekten. Ich wohne zwar sehr ländlich, aber mit der Lichtglocke einer 6.000 EW Stadt im Südosten (3km) und einer zweiten 20.000 EW Stadt im Westen (8km).
Die gegenüberliegende Straßenlaterne schaltet wenigstens um Mitternacht ab. :)

Viele Grüße und klare Nächte

Mike
 
Hallo Mike,
es gibt sogenannte Sky Quality Meter, mit denen du die Himmelsqualität bei dir genau messen kannst. Mir hat ein Blick in die Karte immer gereicht.
Grundsätzlich kannst du damit und mit der Flächenhelligkeit des Objektes schon herausfinden, was mit deinem Equipment sichtbar sein kann. Das kann durch den Einsatz von z.B. UHC oder CLS Filter verbessert werden. Mit der Erfahrung bekommst du dafür ein Gefühl. Eine Liste oder Software gibt es dafür eher nicht, allenfalls Beobachtungsempfehlungen, ab welcher Öffnung sich ein Objekt lohnt. Manche Sternatlanten und Beobachtungsführer haben dazu Informationen. Die Veröffentlichungen von Stoyan sind alle sehr gut.
Wichtig ist allerdings ein stabiler Unterbau, für den du unbedingt sorgen solltest. Es gibt neben schlechtem Wetter nur zwei Dinge, die mir den Spaß an der Astronomie verderben, wackeliges Equipment und schlechte optische Qualität. Deswegen hat sich bei mir das bei dir wohl noch vorhandene Öffnungsfieber gelegt. Ich beobachte heute noch mit maximal 102mm Öffnung, dafür aber hochwertig und stabil.
Viel Erfolg und CS Harald
 
Hallo Olaf und Harald,

vielen Dank für die Hinweise auf die SQM. Werde ich mir mal genauer ansehen.

Bezüglich Stabilität habe ich beim Dobson absolut keine Problem, der ist klasse. Beim MAK ist das Stativ aber einfach lummelig. Ich überlege hier in etwas Stabilieres zu investieren, bin mir aber nicht ganz klar, ob sich das für das MAK und das einfache AZ-Goto überhaupt lohnt.

Ich werde jetzt aber erst einmal den Fokus auf das Beobachten legen. Die Materialschlacht war bisher schon teuer genug...

Gruß Mike
 
Hallo Mike,

zur Bestimmung der Himmelshelligkeit eignen sich auch die Bortle-Skala und die Bestimmung der visuellen Grenzgröße (Faintest-Star-Methode).

Die Bortle-Skala benennt verschiedene Kriterien für die Himmelshelligkeit, z. B. die Sichtbarkeit einzelner DSOs (z. B. M 31, M 33) mit dem bloßen Auge, Helligkeit von Wolken, Lichtglocke am Horizont usw. Siehe Bortle-Skala – Wikipedia

Die Bortle-Skala sollte immer vor Ort anhand der gegebenen Bedingungen bestimmt werden. Es hat kaum Sinn, sie aus Lichtverschmutzungskarten wie Light Pollution Map abzulesen, da die Bedingungen immer anders sind.

Du solltest dich also unbedingt von der Vorstellung trennen, dass an einem bestimmten Standort immer eine bestimmte Himmelshelligkeit zu erwarten ist. Diese kann im Gegenteil innerhalb von Stunden variieren, was mit der aktuell gerade gegebenen Lichtverschmutzung, aber auch mit der Transparenz (Dunst) zusammenhängt.

Mit der Faintest-Star-Methode kannst du bestimmen, welche Magnitude der schwächste mit dem bloßen Auge sichtbare Stern hat. Dies geht am einfachsten anhand der Sterne des Kleinen Wagens. Eine entsprechende Sternkarte oder App kann dabei helfen (Grenzgröße in der App runterregulieren, bis sie sich mit dem Anblick am Himmel deckt).

Gute Sternkarten und eine Anleitung hierfür gibt es übrigens im Buch "Meteore" aus dem Oculum-Verlag.

Die Faintest-Star-Methode ist aber stark subjektiv, sie hängt vom Sehvermögen und der jeweiligen Verfassung des Betrachters ab.

Grundsätzlich eignen sich aber beide Methoden gut zur Bestimmung der Himmelshelligkeit, wenn du auf ein zusätzliches Gerät (Sky Quality Meter) verzichten willst.

CS und viele Grüße

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Claus,

danke für den Hinweis auf die Bortle Skala. Die kannte ich bisher nicht. Die ist allerdings recht grobschlächtig, bei mir eigentlich immer 3-4 (3, wenn die Straßenlaterne aus ist).

Die Faintest Star Methode in Verbindung mit z.B. SkySafari ist aber für mich der entscheidende Tip. Eigentlich fast zu einfach, da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Einfach Grenzgröße in der App runterregeln und mit dem Himmel vergleichen. Damit bekommt man ja wirklich einen präzisen und reproduzierbaren Wert. Vielen Dank für diesen genial einfachen Tip. :y: :y: :y:
Die Subjektivität dieser Methode stört mich gar nicht bzw. ist sogar insofern vorteilhaft, als ich ja wissen will, was ich persönlich unter den gegebenen Umständen am Himmel erwarten / finden kann.

Viele Grüße und CS
Mike
 
Hallo Mike,

ich habe mein Posting nachträglich bearbeitet und noch um einen wichtigen Hinweis ergänzt (siehe oben).

Die fst-Methode ist gut, und mit etwas Routine kann man die Himmelshelligkeit in wenigen Minuten abschätzen. Du kannst bei der Ermittlung der Grenzgröße auch das indirekte Sehen einsetzen.

Wenn du bei dir i.d. R. Bortle 3-4 hast, sind das schon sehr gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Deep-Sky-Beobachtung.

Grundsätzlich sind viele offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen einfach zu beobachten.

Nebel und Galaxien stellen dagegen oft erhöhte Anforderungen an die Bedingungen. Viele planetarische Nebel z. B. sind aber hell genug, um schnell zu Erfolgen zu kommen.

Auf Filter war schon hingewiesen worden. Ich würde an deiner Stelle als Erstes einen OIII-Filter nehmen. Damit kannst du im Sommer den Cirrus-Nebel, eines der schönsten DSOs, betrachten.

Mit dem 12-Zoll-Dobson hast du in jedem Fall reichlich Potenzial, um jahrelang Spaß an der Deep-Sky-Beobachtung zu haben!

Viele Grüße

Claus
 
Hallo Mike,

noch ein Hinweis (vielleicht schon bekannt): Verwende bitte immer eine Rotlichtlampe und den Nachtmodus deiner App. Sowohl bei der Bestimmung der Himmelsqualität als auch bei der Beobachtung selbst ist eine gute Dunkeladaption wichtig!

Die Umstellung dauert rund 30 min, bevor das Auge vollständig dunkeladaptiert ist.

Übrigens lohnt sich die Investition in gute Okulare. Mit 70 Grad scheinbarem Sehfeld bewegst du dich bei Deep Sky eher an der Untergrenze. Drei Okulare für Übersicht, mittlere und hohe Vergrößerung sollten es m. E. mindestens sein.

Grüße von

Claus
 
Danke für den Hinweis, Claus.

ich hatte mich im ersten Schritt erst einmal mit China Plössl in 40mm (42°), 23mm (62°) und 6mm (42°) neben den mit dem MAK mitglieferten Standard 25 und 10mm eingedeckt, um überhaupt mal etwas zu sehen. Dass die keine Wunder vollbringen, war mir von vornherein klar. Aber ich wollte nicht gleich ein Vielfaches des Teleskoppreises für Okulare ausgeben, ohne überhaupt Erfahrung zu haben.
Das 32mm 2" Okular mit 70° ist das erste "richtige" Okular und es unterschiedet sich wirklich um Welten von den China Scherben.
Das Thema Okulare ist aber mit Sicherheit mein nächster Fokus.

Variable Polfilter, UHC und diverse einfache Farbfilter habe ich bereits. Die Polfilter sind wirklich sehr angenehm beim Mond, da bekommt man sonst ja Sonnenbrand auf der Netzhaut. Selbst die Venus ist ohne Filter im 12" Dobson schwer zu ertragen und blendet ganz ordentlich. UHC hat am M42 den Kontrast deutlich verbessert, mehr habe ich aber noch nicht ausprobieren können. OIII steht aber noch ganz oben auf meiner Filterliste.

Ich hab mir auch extra eine Rotlicht LED Taschenlampe besorgt. Die war aber immernoch extrem hell, so dass ich noch vier oder fünf Lagen Tönungsfolie (aus dem KFZ Bereich) auf die Frontlinse geklebt habe. Damit wird das Licht sehr angenehm. Ich habe aber festgestellt, dass ich eigentlich so gut wie nie zusätzliches Licht benötige (außer zum Lesen im Sternenatlas). Dunkeladaption klappt bei mir glücklicherweise schon immer sehr gut.

Viele Grüße
Mike
 
Die Faintest Star Methode in Verbindung mit z.B. SkySafari ist aber für mich der entscheidende Tip. Eigentlich fast zu einfach, da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Einfach Grenzgröße in der App runterregeln und mit dem Himmel vergleichen. Damit bekommt man ja wirklich einen präzisen und reproduzierbaren Wert. Vielen Dank für diesen genial einfachen Tip. :y: :y: :y:
Die Subjektivität dieser Methode stört mich gar nicht bzw. ist sogar insofern vorteilhaft, als ich ja wissen will, was ich persönlich unter den gegebenen Umständen am Himmel erwarten / finden kann.
Ich empfinde die Subjektivität der FST-Methode ebenfalls als Vorteil. Übrigens heisst sie im Englischen NELM, Naked Eye Limiting Magnitude. Ist FST die Abkürzung für Faintest Star oder für (Schwächster Sichtbarer) Freiäugiger Stern? Ich weiss es nicht.

Jedenfalls, da ich sie ständig zur "Kalibrierung" meiner persönlichen Beobachtungen untereinander verwende, sind mir einige Punkte dazu im Laufe der Zeit aufgefallen, die mir erwähnenswert erscheinen:

1. Um den FST-Wert vernünftig zu bestimmen braucht man Sterne, die hinreichend "freistehend" sind. Auf diesen Trichter bin ich erst gekommen, nachdem ich merkte, dass meine FST-Abschätzungen manchmal merkwürdig optimistisch waren. Die Software/Literatur gab z.B. eine Helligkeit des "gesehenen" Sterns von 5m7 an obwohl ich meistens kaum über 5m2 komme. Des Rätsels Lösung: ein zweiter Stern mit 6m0 stand so nahe, dass ich die beiden nicht auflösen konnte und somit die Gesamthelligkeit von ca. 5m2 sah. Solche Fälle, die zu einer Fehlschätzung um eine halbe Magnitude herum führen, sind öfter der Fall als man meinen möchte. Also unbedingt in der Software hineinzoomen um das auszuschliessen. Um einen Stern wirklich einzeln mit bloßem Auge ohne Beeinflussung durch einen nahen Stern zu sehen darf kein ähnlich heller Stern näher als 5 Bogenminuten stehen.

2. Bei regelrechten Doppelsternen die nur im Teleskop zu trennen sind gibt die Software manchmal nur die Helligkeit einer der Komponenten an - das ist dann ebenfalls irreführend. Ditto wenn der Stern veränderlich ist - es gibt mehr Veränderliche als man meinen möchte.

3. Da der FST-Wert anhand von Sternen bestimmt wird, gibt er nicht unbedingt zuverlässig die eigentliche Transparenz des Himmels an, welche für die Beobachtung von flächigen Objekten entscheidend ist. Beispiel: Der Vollmond zieht den FST-Wert herunter aber die Transparenz ist hervorragend. In einer solchen Situation können galaktische Nebel mit Filter deutlich besser zu sehen sein, als der FST-Wert es erwarten liesse.

Dennoch ziehe ich die FST-Methode vor und habe nie ein Bedürfnis gespürt, ein SQM-Gerät anzuschaffen - dessen Werte ebenfalls deutungsbedürftig sein können.

CS, Christopher
 
Hallo Mike,


gern geschehen!

ich hatte mich im ersten Schritt erst einmal mit China Plössl in 40mm (42°), 23mm (62°) und 6mm (42°) neben den mit dem MAK mitglieferten Standard 25 und 10mm eingedeckt, um überhaupt mal etwas zu sehen. Dass die keine Wunder vollbringen, war mir von vornherein klar. Aber ich wollte nicht gleich ein Vielfaches des Teleskoppreises für Okulare ausgeben, ohne überhaupt Erfahrung zu haben.
Das 32mm 2" Okular mit 70° ist das erste "richtige" Okular und es unterschiedet sich wirklich um Welten von den China Scherben.
Das Thema Okulare ist aber mit Sicherheit mein nächster Fokus.

Wir bewegen uns vom eigentlichen Thema des Threads weg. Vielleicht kannst du zur Okularberatung ja später einen neuen Thread eröffnen.

Nur so viel: Wenn du an den Okularen sparst, sparst du eindeutig an der falschen Stelle. Sie sind ein wichtiger Teil des optischen Systems und ausschlaggebend für die Abbildungsleistung.

Es spricht nichts dagegen, ein günstiges Teleskop mit teuren Okularen aufzuwerten. Ich selbst hatte vor Jahren deutlich mehr in die Okulare investiert als in meinen 8-Zoll-Dobson.

Mit Plössl am Dobson bist du schlecht beraten, weil du wegen des kleinen Sehfelds ständig nachführen musst. In puncto Schärfe ist Plössl ansonsten gut.

Dein 32-mm-Okular mit 70 Grad Sehfeld ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Hier solltest du zwei kleinere Brennweiten ergänzen.

Fahr am besten mal auf ein Teleskoptreffen, wenn es eines bei dir im der Nähe gibt. Wenn du mal durch gute Weitwinkelokulare mit 82 oder 100 Grad Sehfeld geblickt hast, weißt du, worum es geht.

Viel Erfolg und Grüße

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mike,

ich hatte mir mal die App „Dark Sky Meter“, die es im Apple AppStore gibt, besorgt. Ob was Analoges für Android existiert, weiß ich leider nicht. Die App gibt aber einen recht guten Überblick über die aktuelle Qualität des Himmels und ist auch sehr schnell angewendet.

Grüße und CS

Thomas
 
Hallo Mike

wenn du eine relativ objektive Helligkeit am Beobachtungsstandort bestimmen willst, kann ich dir
das SQM
empfehlen.
Ich sage relativ, weil die Werte der einzelnen Geräte etwas streuen.
Habe ich auf einer Sternparty selbst testen können.
Auf jeden Fall das Gerät mit Linse (kleinerer Winkelbereich) nehmen. da kanst du auch noch nach Richtung Werte messen
(z.b.. im Zenit, in Richtung Lichtglocke, etc.)

Ansonsten bleibt noch die Methode in ausgewählten Sternfeldern (Dreiecke) die Sterne zu zählen
die du mit bloßem Auge sehen kannst. (FST Methode)
Da der FST-Wert anhand von Sternen bestimmt wird, gibt er nicht unbedingt zuverlässig die eigentliche Transparenz des Himmels an, welche für die Beobachtung von flächigen Objekten entscheidend ist.
Solche Sternfelder werden bei den Meteorbeobachtern verwendet.

Dann gibt da noch die Möglichkeit mit einer DSLR Aufnahme die Hintergrundhelligkeit zu bestimmen.
(Ein Artikel gabs dazu mal in interstellarum / Abenteuer Astronomie ? glaube ich.

Leider sagen diese Werte noch nicht alles über die Himmelqualität aus, sind aber eine gute Orientierung.
Das Seeing (Standort und Wetter abhängig) spielt natürlich auch eine Rolle, was Erkennbarkeit, Kontrast etc. betrifft.


CS Dieter
 
Hallo zusammen,

da hier meine Langzeitbaustelle angesprochen wird, möchte ich mal meinen Senf dazugeben.

Die Helligkeit des Himmelshintergrunds erlaubt zusammen mit den Daten der benutzten Optik und den Daten des beobachteten Objekts eine Abschätzung der Chancen für die Wahrnehmbarkeit. Roger Clark hat in seinem Buch "Visual Astronomy of the Deep Sky" dargelegt, wie er aus Daten von Blackwell ein Berechnungsmodell aufbaut, das dies erlaubt.
Ich habe mich kurz nach dem Erscheinen von Clarks Buch ausführlich mit dem Thema beschäftigt, woraus in beinahe zwanzigjähriger Arbeit eine Software namens Eye&Telescope entstanden ist. Sie tut (im Rahmen von Einschränkungen und Voraussetzungen) was gefragt ist: die "Chancen" ermitteln, ob/wie ein Objekt wahrnehmbar sein sollte. Ich benutze den Begriff "Wahrnehmung", wenn es um pysiologische Belange geht, um das von der "Sichtbarkeit" abzugrenzen, die sich nach meinem Verständnis von der Dunkelheit, Mondphase und eventuellen Einschränkungen durch Hindernisse am jeweiligen Beobachtungsort ergibt.
Da die Daten der Optik und die sichtbarkeitsrelevanten Belange weitgehend objektiv zu beziffern sind, macht lediglich die Himmelshelligkeit als Input für das Berechnungsmodell etwas Kopfzerbrechen.
Grundsätzlich können wir hier entweder schätzen oder messen. Letzteres lässt sich mit einem SQM-Gerät schnell und nach meiner Erfahrung zuverlässig und reproduzierbar erledigen.
Eine subjektive Schätzung hat keinerlei Vorteile. Die unterschiedlichen Schätzungen mehrerer Menschen unter gleichem Himmel würden in der Berechnung zu unterschiedlichen Sichtbarkeits-Chancen führen. Die Erfahrung bei Beobachtungen in Gruppen zeigt, dass die Wahrnehmung im Teleskop nahe beeinander liegt, während die subjektiven Streuungen der NELM oder FST Schätzungen durchaus mal eine Größenklasse differieren. No way, so funktioniert es nicht.
Was man machen kann, ist eine Korrelation der persönlichen Schätzung mit Messwerten vom SQM. Hier zeigt sich bei genauerer Analyse, dass vor allem die Sehschärfe der treibende Parameter ist. Im Teleskop stellt jeder Beobachter optimal scharf, aber bei Blick an den Himmel ohne oder auch mit Brille ist die optimale Sehschärfe nicht unbedingt gegeben. Auch Brillenträger mit "Adlerblick" bei Tag haben nachts aufgrund der Nachtmyopie eventuell einen NAchteil in der Grenzgröße.
Neben der Sehschärfe gibt es weitere Einflussgrößen auf die FST/NELM, aber sie sind so viel kleiner als der Einfluss der Sehschärfe und auch schwierig zu erfassen, dass ich dafür plaädiere, die anderen Einflüsse gegenüber dem Visus zu vernachlässigen.
Dann landet man bei zwei recht simplen Formeln, mit der man gemessene und geschätzte Himmelshelligkeiten und Grenzgrößen wechselseitig ineinander umrechnen kann. Die Anpassung an die persönliche Sehschärfe erfolgt einfach mittels eines "Offsets", also einer Konstanten.
Das alles will man nicht mühsam durchexerzieren, weshalb Eye&Telescope davon weiß und damit bequem umgehen kann.
Ich kann bei Bedarf auch Details rauskramen, finde das aber eher mühsam. Die Hilfe zu Eye&Telescope geht darauf ein.
Meine Empfehlung wäre, die kostenlose Software einfach mal auszuprobieren. Gibt's aber leider nur für Windows.
CS und viele Grüße
Tom
 
Wow Tom, du hast da ja wirklich eine Wissenschaft draus gemacht. Und ich meine das im positivsten und ehrfürchtigsten Sinne!

Das muss ich mir bei Zeiten mal genauer anschauen. Für den Augenblick ist es fast schon zu viel Input.

Vielen herzlichen Dank für den Tip und die ausführliche Erklärung

Gruß und CS
Mike
 
Ganz pragmatischer Vorschlag: mit dem 12" Dobson macht es bestimmt Spaß, die Messierobjekte zu beobachten. Du brauchst dazu keine großartige Planung. Zu jeder Jahreszeit sind irgendwelche davon zu sehen. Da bekommst Du dann schon ein gutes Gespür dafür, wie Helligkeit und Größe der Objekte mit sinnvollen Vergrößerungen und der Helligkeit am Platz zusammenhängen.

Ich empfehle, dass Du Dir zu Deinen Beobachtungen Notizen machst. Das kann man mit Eye&Telescope tun, aber Papier und Stift oder eine Excel-Liste tun's auch, wenn es besser gefällt. Ich finde die Notizen sehr wertvoll, weil man nach Jahren reinschauen kann und dann feststellt, ob man damals etwas anders, besser oder schlechter gesehen hat. Und wenn man nachts parat hat, was man schon gesehen hat, kann man noch "unerforschte" Ziele auswählen. Nichts gegen die tollen Standardkerzen, M42 & Co. werden (zumindest mir) auch beim x-ten Mal nicht langweilig, aber mein Ziel ist es, in jeder Beobachtungsnacht irgendwas zu beobachten, das ich zuvor noch nicht kannte. Eye&Telescope kann dabei helfen, aber ich würde mich erst mal um den Himmel und das Fernrohr kümmern und die Assistenz der Software erst später in Betracht ziehen.

Zusätzlich oder nach den Messiers ist die "Caldwell-Liste" von Patrick Moore sehr zu empfehlen. Das sind Nicht-Messiers, die was hermachen. Etliche davon stehen aber tief am Südhimmel und sind von Mitteleuropa aus leider unerreichbar. Doch die "Nord-Caldwells" sind durchaus spannende Ziele.

Die gedruckten Helfer wie z.B. der Deep Sky Reiseführer oder der noch relativ neue Messier-Guide von Ronald Stoyan sind sehr zu empfehlen. Die kann man sowohl für eine Vorauswahl zuhause als auch im Feld für spontane Vorhaben gut gebrauchen. Sehr gut ist auch der Atlas von Erich Karkoschka.

CS, Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
gerade stolpere ich über dieses Thema und habe die Beiträge nur überflogen. Entschuldigt, wenn ich schon Erwähntes aufgreife.

Ich weiß um die ganzen elektronischen Helferlein und ich selber greife ja gern und bereitwillig zu jeder Elektronik, aber wenn ich irgendwo den Himmel beurteilen will, dann schaue ich immer zum kleinen Wagen. Die Sterne dort sind wunderbare Indikatoren für die Himmelsqualität. Sie haben folgende Helligkeiten:

1679992985066.png


Kann man alle 4 erkennen, ist der Himmel schon ziemlich gut. hat man Probleme bei Pherkad oder gar Kochab, dann muss man sich die zu beobachtenden Objekte schon recht genau aussuchen, meine ich.
Wenn man sich einen Augenblick Zeit für die Dunkeladaption der Augen lässt, kommt man damit super zurecht.

Nur ein Hinweis...

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

das ist ein wirklich guter Tip, wenn man mal in fremden Gefilden unterwegs ist. Für mich an meinem Beobachtungsstandort aber leider nicht hilfreich.

Ich kann mich nicht erinnern, je nicht alle Sterne des kleinen Wagens auf den ersten Blick gesehen zu haben (von Wolken oder Nebel / Dunst einmal abgesehen). Dunkeladaption war dafür eigentlich noch nie nötig.

Ich bräuchte wohl so ein Viereck mit mag5,5, mag 5,8, mag 6,2 und mag 6,5. Kennst du da zufällig eine "markante" Konstellation? :ROFLMAO:

Ernsthaft, für mich kristallisiert sich hier gerade raus, dass ich mit meinem Himmel hier mehr als zufrieden sein kann, Stassenlaterne hin oder her.

Gruß und CS
Mike
 
Hi Mike,

Hat's schon jemand erwähnt ?
Light Pollution map
Wenn du einmal rein clickst bekommst Du die Flächenhelligkeit des Himmels in mag/sq.arcsec angezeigt. Das entspricht den Messwerten des SQM-L. Damit kann man nach guten Orten suchen oder den eigenen Ort abchecken.

Zu den Werten:
22.0 ist eine Mauer, drüber geht's ergebunden nicht (Airglow), selbst am Paranal in Chile.
21.7+ sind herausragend und fast nur in den Alpen zu sehen
21.5 sind gute Werte in dt. Mittelgebirge auf ca 1000m Höhe (und ohne Störquellen)
21.2...3 erst drüber dann 'galaxy-grade' Himmel (meine sehr subjektive Meinung)
21.0 drunter ist es schon eher 'schlecht' für DeepSky visuell (irgendwas geht immer, klar)
20.5 und drunter: ...äh, geh woanders hin !

Good luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch ein Tip:
Wer hier sowas wie Beobachtungsberichte posten, outet sich zwar, aber bekommt immer Anregungen für neues...

Ansonsten hat Tom Pfleger oben ja schon gute Tips gegeben.

Wichtig für Ratgeber wäre auch zu wissen, welcher Objekttyp Dich interessiert !?

OBJEKTE:
Jetzt kommt gerade Galaxienzeit, weil wir nachts senkrecht aus der Galaxienscheibe der Milchstrasse in den extragalaktischen Raum rausgucken... Also z.b. Paradeobjekte wie
- M51, M81/82, M108(gx)+M97(pn), M101 (etwas schwerer, face- on spiral) - alles in UMa,
- M86+Markariankette, m87 in Vir
- M65 Triplett Leo
- Ngc4565 (edge-on spiral) Coma (Sternbild, nicht Haufen)
- Etwas weiter weg :) aber dennoch gut zu finden: 3c273 in Vir (wiki Artikel lesen !)
ABER: Gx brauchen den besten Himmel, den du kriegen kannst, siehe oben...

Zum vorher angucken:
Aladin Lite
Einfach Objekt ID oder Koordinaten eintippen !

Gute Jagd,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Mike,

Zu den Werten:
22.0 ist eine Mauer, drüber geht's ergebunden nicht (Airglow), selbst am Paranal in Chile.
21.7+ sind herausragend und fast nur in den Alpen zu sehen
21.5 sind gute Werte in dt. Mittelgebirge auf ca 1000m Höhe (und ohne Störquellen
Die genannten Werte über 21,7 erscheinen bei Verwendung der LPM an den meisten blauen Stellen im Gebiet nahe der Stadt Homberg/Efze - und zwar die Orte im Knüll. Da war ich schon häufig, aber das ist kein Alpenhügel, liegt max. 500m hoch.- Ist zwar hier in der Nähe eine gute/beste Adresse, aber ein Vergleich mit den allerbesten Alpenorten halte ich für völlig überzogen. Ich selbst hab keinen SQL, frage aber nach der Klassifizierung der Werte. (Soll ja Bortle 3 sein - never.)

csm
 
Hallo

21.7+ sind herausragend und fast nur in den Alpen zu sehen
habe den Wert 21,75 selbst mit meinem SQML Gerät in Mecklenburg-Vorpommern erlebt.
Weit weg von Städten und bei abgeschalteter Straßenbeleuchtung, die dort 24:00 Uhr regulär
abgeschaltet wurde/wird - schon lange vor den aktuellen Energiesparmaßnahmen.
Mein SQML Werte sind konservativ - will sagen liegen unter dem Mittelwert mit anderen SQML Geräten .
Das war so dunkel, dass das mir schon unheimlich vorkam. M33 mit bloßen Augen zusehen.
Es gibt auch im Flachland durchaus noch dunkle Flecken.

Ich habe gelesen, dass die Satellitenkarten zur Lichtverschmutzung , die es in verschiedenen Ausführungen (Aktualität, Satelliten etc.)
gibt, nicht unbedingt die "Dunkelheit"( Lichverschmutzungsgrad ) am Boden wiedergibt (wiedergeben kann).

CS Dieter
 
Zu den SQM-Messwerten:

Der höchste Wert, den mein SQM (ohne L, denn ich war ein early adopter) jemals anzeigte, war 22,23. Das war 2016 in Namibia, in der besten Nacht, die ich je erlebt habe. In Namibia kam es noch ein paar Mal in die Nähe der 22,0 oder knapp drüber. Dass da also nicht mehr geht, entspricht nicht meiner Erfahrung. Es dürfte halt sehr selten sein. Ja, das Airglow kann grundsätzlich die Bedingungen verschlechtern. Damit hatten wir damals wohl auch Glück.

Auf der Emberger Alm in Kärnten zeigte das SQM maximal 21,65 an. Als ich letztes Jahr in Namibia war, war dort auch nicht mehr drin.

Am nahegelegenen heimischen Beobachtungsort bin ich froh, wenn es mal 21,0 zeigt. Häufig sind es 20,8. Auch unter diesen Bedingungen kann man eine Menge sehen. Mit einem H-ß Filter geht z.B. der Pferdekopf im 14,5" Dobson. Wichtig dabei ist, dass man die genaue Stelle kennt. Blickweise ist das Gesichtsfeld des Okulars voller schwächster Galaxien, wenn man auf den Coma-Haufen geht.

Es gibt schon noch ein paar dunkle Ecken in Deutschland, vor allem im Osten. Wer solchen Himmel hat, hat sich eigentlich das richtige Hobby rausgesucht. Im südlichen NRW bei mir ist das schon eher so, dass man von den seltenen Gelegenheiten an anderen Orten träumt oder sich daran erinnert und meistens mit dem zufrieden sein muss, was geht. Statt "jedes Fernrohr findet seinen Himmel" sozusagen "Jeder Himmel findet seinen Beobachter". Seit 2020 habe ich angefangen, zu fotografieren und bin erstaunt, was auch mit recht einfachen Mitteln unter hiesigem Himmel geht. Nun ist meine Idee, mal ein paar meiner visuellen Lieblingsobjekte selbst aufzunehmen und es ist spannend, was man da an Details erkennen kann. Eine schöne Ergänzung zur visuellen Beobachtung. Aber kein Ersatz für das direkte Erleben beim Blick durchs Okular.

CS Tom
 
22.0 ist eine Mauer, drüber geht's ergebunden nicht (Airglow), selbst am Paranal in Chile.
Ciao Tom,

Meine grobe Einteilung oben sollte NICHT heissen, dass es ein physikalisches Gesetz gibt, das Werte > 22.0 nicht erlaubt. Ich wollte nur das Statement machen, es geht eben NICHT immer tiefer, weil es Airglow gibt, der eine ''natürliche' Barriere in der minimalen Himmelshelligkeit erzeugt. Das Phänomen eines Signaluntergrunds (den die Fotografen beim CCD Bild dann abziehen, in diesem Gebiet ist das relativ klar) ist für 'visuelle Leute' ja oft nicht so intuitiv verständlich - das war mein Versuch einer sehr kurzen, prägnanten Formulierung für so einen Minimal-Überblick zu relevanten Werten der erdgebundenen Himmelshelligkeit.

In einer Detaildiskussion würde man vielleicht schon Messwerte diskutieren, die höher sind, aber dann würde man sagen: gab es schon woanders solche hohen Werte, ist die Geräteichung richtig gewesen, Reproduzierbarkeut durch weitere unabhängige Geräte, gab es vielleicht ein Sonderphänomen im Airglow an dem Tag (es scheint Strukturen im Airglow zu geben), sicher variiert der Airglow auch mit der Zeit die seit der letzten Photoneneinstrahlung durch die Sonne vergangen ist (der Glow ist ja ein Rekombinationsphänomen von Atomen/Molekülen in der Hochatmosphäre, das hat also irgendeine Abklingzeit)... usw usw. Ob es wissenschaftliche Messwerte oberhalb 22.0 gibt, müsste man nachforschen, ich will das gar nicht streng ausschließen. Aber das ist dann schon ein extra Thread mit/über Atmosphärenphysik...

Also sorry für die vielleicht etwas zu apodiktische Formulierung oben... Schreibt man zuviel, versteht (liest) es der Anfänger nicht (mehr) - schreibt man zuwenig, wird man von den Experten auseinandergenommen... :) Ich hoffe also nur: zur ersten Orientierung für den TO wars ok + hilfreich.

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Peter,
alles gut. Ich sehe sowas durchaus mit dem Bewusstsein, dass Geräte falsch messen können. Einen Wert über 22,0 hätte ich nicht erwartet und war entsprechend verblüfft, dass sich das nach mehreren Messungen reproduzierte. Richtig witzig war dann, dass mir die Software meines Vertrauens nicht erlauben wollte, diesen Wert in einem Logeintrag zu dokumentieren. E&T hat das auch nicht geglaubt :)

CS und beste Grüße
Tom
 
Hier noch die Seite von Unihedron.com (SQM Hersteller) mit vielen Literaturlinks...
U.a. auch z.b. Einfluss des Sonnenwinds (!) auf die minimalen/maximalen Himmelshelligkeitswerte...
 
Zuletzt bearbeitet:
>> E&T hat das auch nicht geglaubt :)

Ja es ist schrecklich wenn man von der eigenen Software gemassregelt wird... :)
(die Demütigungen des KI Zeitalters werfen ihre Schatten voraus)
 
Spaßeshalber hab ich nochmal ausgerechnet, wieviel Photonen das sind: 22.0 mag/sq.arcsec. Eine Quadratbogensekunde ist ja keine menschlich-intuitiv besonders 'zugängliche' Maßeinheit.

Der Vollmond hat 30' Durchmesser grob. Seine Fläche entspricht daher 2.5 Mio Quadratbogensekunden. Davon 2.5 log sind 16.0mag. Alle mag Werte im V-Band des Spektrums (ähnlich der spektralen Empfindlichkeit des SQM).

Also entspricht:
22.0 mag/sq.arcsec --> die Photonen eines 6.0mag Sterns verschmiert auf die Fläche des Vollmonds
21.0 mag/sq.arcsec --> Photonen eines 5.0mag Sterns pro Vollmondfläche
20.0 mag/sq.arcsec --> Photonen eines 4.0mag Sterns pro Vollmondfläche
Usw.

Das kann man sich eigentlich ganz gut merken. :)
Gruss, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mike,

also abgesehen von den Möglichkeiten DSO bei geeigneten (oder nicht ausreichenden guten) Bedingungen zu beobachten, gibt es ja noch helle Objekte wie Planeten, Mond, Sonne und Doppelsterne, welche durchaus auch bei hellen Standorten sehr lohnenswert sein können. Da kommt es auf FST u. Co. nicht an, sondern die Turbulenz in der Atmosphäre und am Standort ist entscheidend.

Ich habe ausgewählte Standorte, welche ich aufsuche um bewußt möglichst scharfe Planeten zu sehen. DSO Objekte beobachte ich von dort aus so gut wie nie.

Viele Grüße
Werner
 
Hi Peter,
Also entspricht:
22.0 mag/sq.arcsec --> die Photonen eines 6.0mag Sterns verschmiert auf die Fläche des Vollmonds
21.0 mag/sq.arcsec --> Photonen eines 5.0mag Sterns pro Vollmondfläche
20.0 mag/sq.arcsec --> Photonen eines 4.0mag Sterns pro Vollmondfläche
Usw.
ja, und wieviele Photonen sind das jetzt pro Sekunde, die im GF oder Vollmondfläche einfallen?

Gruß
Peter
 
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