Radfahrer
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
mein Wunschtraum war es immer, h-alpha Beobachtung und Weißlichtbeobachtung mit 2 Teleskopen gleichzeitig zu machen. Mit dem 100mm Esprit und dem Daystar Quark bin ich vollauf zufrieden. Allein, die Weißlichtbeobachtung mit dem 80mm f/6 Apo hat mich nicht glücklich gemacht und so habe ich beides mit dem Esprit nacheinander beobachtet.
Der Versuch, zusätzliche Farbfilter zu benutzen, endete ernüchternd, weil das Bild mit dem Optolong IRcut-Pol-ND Filter UND Farbfilter für mich zu dunkel war.
Der Lacerta Herschelkeil wurde deshalb umgebaut und bekam einen festinstallierten ND1,8. Von einem neu gekauften Baader Polfilter wurde der Filter aus der Fassung genommen und direkt in das Pentax XF Zoom geschraubt und verbleibt dort. Es steht noch genügend Filtergewinde in der Steckhülse des Okulars zur Verfügung für weitere Filter.
Heute Mittag hatte ich ca. 1/2 Stunde Zeit, die Sonne zwischen zwei Häusern zu beobachten.
Die erste Frage war, läßt sich der Herschelkeil mit nur einem ND 1,8 statt eines ND3 soweit dimmen, das es nicht blendet. Ja, es geht sogar noch etwas dunkler als nötig wäre.
Es stehen folgende Filter zur Verfügung :
1) ein Baader dunkelblau in Kombination mit einem alten Baader UV/IR cut. Das ergibt eine etwas seltsame Filterkurve. Steile Flanke bei 420nm, Peak bei 435nm, bis ca. 520nm auf 5% T abfallend.
2) Astronomik h-beta 486nm 12 nm Bandbreite
3) Baader C2 Swanband 514nm 15nm Bandbreite
4) Baader h-alpha 656nm 35nm Bandbreite
Wegen der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit wurden alle Beobachtungen mit der längsten Okularbrennweite von 19,5mm gemacht -> 25-fache Vergrößerung. Reihenfolge von blau nach rot.
Zuerst kurz ohne Filter. Ein großer Fleck ist auffällig.
435nm Filter : die Schärfe springt mir sofort ins Auge und damit eine Kette kleiner Flecken. Die Helligkeit ist nur geringfügig dunkler als ohne Filter, d.h. der Polfilter muß nur wenig heller gedreht werden. Auch die blaue Farbe ist mir angenehm.
486nm : etwas dunkler, kommt schärfenmäßig nicht an den 435nm heran
514nm : wie 486nm
656nm : der dunkelste Filter von allen, Polfilter muß am weitesten aufgedreht werden. Der erste Blick ist enttäuschend, nach kurzen " Einsehen " sind auch die kleinen Flecken sichtbar.
Die Farben des 486nm und des 514nm Filters finde ich gewöhnungsbedürftig, die rote Farbe ist o.k.
Ausgerechnet der Filter, von dem ich mir am Wenigsten erwartet habe - ich hatte befürchtet, daß der Apo bei dieser Wellenlänge nicht mehr gut verformt - entpuppt sich als Schärfemonster. Den Versuch rückwärts zu machen, dafür reichte die Zeit nicht mehr aus. Die Sonne berührte das Nachbarhaus. Vielleicht geht morgen nochmal was.
Gruß Uwe
mein Wunschtraum war es immer, h-alpha Beobachtung und Weißlichtbeobachtung mit 2 Teleskopen gleichzeitig zu machen. Mit dem 100mm Esprit und dem Daystar Quark bin ich vollauf zufrieden. Allein, die Weißlichtbeobachtung mit dem 80mm f/6 Apo hat mich nicht glücklich gemacht und so habe ich beides mit dem Esprit nacheinander beobachtet.
Der Versuch, zusätzliche Farbfilter zu benutzen, endete ernüchternd, weil das Bild mit dem Optolong IRcut-Pol-ND Filter UND Farbfilter für mich zu dunkel war.
Der Lacerta Herschelkeil wurde deshalb umgebaut und bekam einen festinstallierten ND1,8. Von einem neu gekauften Baader Polfilter wurde der Filter aus der Fassung genommen und direkt in das Pentax XF Zoom geschraubt und verbleibt dort. Es steht noch genügend Filtergewinde in der Steckhülse des Okulars zur Verfügung für weitere Filter.
Heute Mittag hatte ich ca. 1/2 Stunde Zeit, die Sonne zwischen zwei Häusern zu beobachten.
Die erste Frage war, läßt sich der Herschelkeil mit nur einem ND 1,8 statt eines ND3 soweit dimmen, das es nicht blendet. Ja, es geht sogar noch etwas dunkler als nötig wäre.
Es stehen folgende Filter zur Verfügung :
1) ein Baader dunkelblau in Kombination mit einem alten Baader UV/IR cut. Das ergibt eine etwas seltsame Filterkurve. Steile Flanke bei 420nm, Peak bei 435nm, bis ca. 520nm auf 5% T abfallend.
2) Astronomik h-beta 486nm 12 nm Bandbreite
3) Baader C2 Swanband 514nm 15nm Bandbreite
4) Baader h-alpha 656nm 35nm Bandbreite
Wegen der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit wurden alle Beobachtungen mit der längsten Okularbrennweite von 19,5mm gemacht -> 25-fache Vergrößerung. Reihenfolge von blau nach rot.
Zuerst kurz ohne Filter. Ein großer Fleck ist auffällig.
435nm Filter : die Schärfe springt mir sofort ins Auge und damit eine Kette kleiner Flecken. Die Helligkeit ist nur geringfügig dunkler als ohne Filter, d.h. der Polfilter muß nur wenig heller gedreht werden. Auch die blaue Farbe ist mir angenehm.
486nm : etwas dunkler, kommt schärfenmäßig nicht an den 435nm heran
514nm : wie 486nm
656nm : der dunkelste Filter von allen, Polfilter muß am weitesten aufgedreht werden. Der erste Blick ist enttäuschend, nach kurzen " Einsehen " sind auch die kleinen Flecken sichtbar.
Die Farben des 486nm und des 514nm Filters finde ich gewöhnungsbedürftig, die rote Farbe ist o.k.
Ausgerechnet der Filter, von dem ich mir am Wenigsten erwartet habe - ich hatte befürchtet, daß der Apo bei dieser Wellenlänge nicht mehr gut verformt - entpuppt sich als Schärfemonster. Den Versuch rückwärts zu machen, dafür reichte die Zeit nicht mehr aus. Die Sonne berührte das Nachbarhaus. Vielleicht geht morgen nochmal was.
Gruß Uwe
