Hallo Mike,
das stimmt. Aber es schadet nicht, ein Teleskop mit viel Öffnung zu haben. Einige meinen dann aber, das voll ausreizen zu müssen und knallen sich eine 3x Barlow dazwischen und liegen dann bei f/30 oder höher. Das ist absolut kontraproduktiv bei schlechtem oder mittleren Seeing. An das theoretische Auflösungsvermögen eines Teleskops kommt man nur bei Idealbedingungen heran. Da muss alles stimmen, von der Kollimation bis zu Seeing. Das ist mehr als selten.
Wenn man schon weiß, dass man bei schlechtem oder mittleren Seeing ohnehin weit vom theoretischen Auflösungsvermögen weg ist, bring es doch nichts, sein Teleskop mit Barlows zu malträtieren. Mit eine Pixelgröße von ca 2-3µ reicht dann f/10 oder sogar f/5 aus. Damit kann man die Belichtungszeiten herunter drehen, was dem »Lucky Imaging« sehr entgegen kommt. Damit werden auch die Aufnahmen besser, selbst wenn man was an theoretischer Auflösung verliert, die sowieso nicht erreicht wird bei den Bedingungen. Das Aufpumpen der Bilder kann man mit Software realisieren.
Gruß,
Peter