Hilfe bei Auswahl für Astrofotografie

Jonas Beyenburg

Aktives Mitglied
Hallo zusammen

Ich bin sicherlich die eine Milionste Person die danach fragt welches Equipment ich für den Start in die Astrofotogragie kaufen soll.

Ich entschuldige mich damit, dass ich seit Wochen sämtliche Foren dürchstöber aber nie so richtig eine klare Antwort erlesen kann.

Zu meinem Vorhaben.

Ich habe die Idee, nach mehreren visuellen beobachtungssessions mit einem dobson 200mm, in die astrofotogragie einzusteigen.
Der Reiz an den tollen Bildern ist einfach zu schön als dass ich das nicht auch selber erleben möchte.

Dazu habe ich mir folgendes setup überlegt:

Montierung: Heq5 (falls in zukunft etwas schwereres kommt)

Teleskop: unschlüssig... Idee war ein Lacerta 72/432 oder skywatcher 72ed oder 80 ed

Kamera: Ich habe für 200 Euro eine eos 2000d astromodifiziert mit weniger als 10000 Auflösungen angeboten bekommen.

Guiding: Da wollte ich der Einfachheit halber auf Asiair plus setzen in der Hoffnung damit gute Ergebnisse zu erzielen und im Zweifel genug Leute nach Problemlösungen zu fragen



Jetzt meine Fragen.

Bei der teleskop wahl habe ich mich erstmal auf das lacerta konzentriert. Das scheint wohl gute Ergebnisse zu liefern.
Allerdings habe ich absolut keine Ahnung inwiefern es möglich ist ein autoguiding system daran zu berfestigt.
Hat da jemand Erfahrung und kann mir vileicht sogar sagen ob das teleskoo die richtige wahl für deep sky Aufnahmen ist.
Ist das skywatcher vieleicht eine Alternative?
Oder gibt es andere Teleskope die für den selben Preis besser sind.

Zu der kameraauswahl habe ich auch einiges gelesen aber da hört man immer unterschiedliches.
Die einen schwlren auf die 6d. Die anderen sind mit der 600d zufrieden.
Manche finden die 2000d super und andere sagen das das eine grosse Katastrophe ist mit der 2000d zu knipsen.
Was haltet ihr davon?

Das autoguiding system und die montierung sind mit das einzige wo ich sagen kann dass ich mit der wahl zufrieden bin.


Ich bin auf eure Meinungen und Ratschläge gespannt, denn so langsam verzweifeln ich bei der auswahl des Equipments.
 
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Hallo Jonas,
Das klingt erstmal nach keinem schlechten Plan. Deine geplante Montierung ist auf jeden Fall nicht verkehrt und auch für eventuelle spätere Teleskope geeignet, die du dir vielleicht mal anschaffen willst (hast du ja auch geschrieben); für den Anfang und mit deinen genannten Teleskopen würde theoretisch sogar eine kleinere reichen.

Beim Teleskop selbst musst du ein bisschen auf die Brennweite achten, je nachdem, was du hauptsächlich fotografieren willst. Für viele Galaxien brauchst du eine höhere Brennweite als z.B. für großflächigere Nebel. Trotzdem denke ich, dass deine Auswahl gerade für den Einstieg in die Astrofotografie ganz gut ist. Ich habe aktuell den Skywatcher 72ed und bin sehr zufrieden damit, damit machst du auf jeden Fall nichts falsch. Zu den anderen kann ich dagegen nicht so viel sagen.

Bei der Kamera ist es sicher auch nicht verkehrt, mit einer DSLR zu starten, da ist die Lernkurve auch nicht so steil. Ich denke, da ist es am besten einfach mal auszuprobieren und zu schauen, ob dir die Kamera (oder das Hobby allgemein) gefällt. Dann kann man später auch auf spezielle Astrokameras aufrüsten.

Allerdings habe ich absolut keine Ahnung inwiefern es möglich ist ein autoguiding system daran zu berfestigt.
Zum Thema Autoguiding: dafür brauchst du ein zweites Fernrohr ("Guidescope") mit einer separaten Kamera, die auf der Hauptoptik sitzt. Das könntest du dann zum Beispiel über das Asiair verbinden.
(Off-Axis Guiding, also Guiding mit der Hauptoptik, ist auch eine Möglichkeit, wird aber eher für größere Brennweiten empfohlen).

Allgemein gilt, denke ich, einfach mal mit einfacheren Mitteln anfangen, dich reinarbeiten und schauen, ob Astrofotografie überhaupt was für dich ist. Und was das Equipment angeht: hier oder auf anderen Seiten, z.B. Astrobin, wird oft die verwendete Technik mit angegeben. Da kann man sich gut anschauen, was andere Leut mit der Ausrüstung machen.
Vielleicht konnte ich dir ein bisschen weiterhelfen, bei Fragen gerne melden.
Viele Grüße
Yannik
 
Hallo Jonas

Wenn du mit dem Asiair und einer DSLR starten möchtest, dann solltest du schauen ob deine Kamera mit der Asiair kompatibel ist . Ich weiß zwar das einige DSLRˋs von Canon unterstützt werden aber bei weitem nicht alle Modelle.
Ausserdem solltest du über ein Tablett verfügen , mit dem Handy wirds schnell unübersichtlich.

Ich selber nutze nur zu gerne diverse Canon Cams aber ganz wichtig ist ob deine eos 2000 ein Klappdisplay hat. Stell dir vor du möchtest ein hochstehendes Objekt knipsen , dann würdest du schon beim Aufsuchen unter deinem Teleskop liegen ….
Ein Teleskop mit moderater Brennweite ist für einen Anfänger immer eine gute Wahl , umso einfacher wirst du es haben dein Objekt der Begierde auch trotz Goto Funktion zu finden . Selbst wenn du irgendwann ein größeres Teleskop haben solltest, kannst du bei großflächigen Objekten wieder auf den APO zurückgreifen.
Bei Astronomy Tools kannst du die Daten deines Setups eingeben und erhältst ein Field of view , welches dir bei der Planung deiner Motiv Suche helfen kann .
Ausserdem benötigst du noch einen Flattener zur Astrofotografie der dein Bildfeld ebnet und einen entsprechenden Bajonett Adapter zwischen Kamera und Flattener.

Viel Erfolg und einen guten Start wünscht dir ,
Knut
 
Die 2000d hat leider kein klappdisplay. Aber ich bin noch jung mit meinen 23 Jahren. Das müsste also klappen.
Soweit ich weiss lässt sich die kamera auch mit der canon app verbinden. Virleicht gibt es dort ja eine Möglichkeit den live viel auf die App zu übertragen.

Ein Tabletten habe ich zur Verfügung. Damit müsste asiair auf jedenfall laufen.

Was ich mal nachschauen werde ist ob asiair mit der 2000da harmoniert.
Aber da geht es wahrscheinlich nur darum das asiair meine kamera auslösen kann für intervall Aufnahmen oder ?

Bei dem teleskop sagst du also das die von mir erwähnten alle passen müssten oder habe ich das missverstanden.

Zu dem flatener weiss ich noch gar nicht ob ich einen reduzierenden brauche oder nicht
Soweit wie ich mich informieren konnte braucht man den nur für ein anderes Gesichtsfeld oder wenn man mit vollformat knipst. Ist das richtig? Oder lässt sich tendenziell sagen das ein reducer immer sinnvoll oder besser ist als ein 1x flattener
 
Hallo Jonas
Ein Reducer ist auch dazu da, die Belichtungszeit zu verringern. Mein Askar 103/700 hat eine Lichtstärke von f6,8. Mit dem passenden 0,8 Reducer erhöht sich die Lichtstärke auf f5,4 was kürzere Belichtungszeiten bedeutet.
Ein Reducer macht definitiv Sinn bei langsamen Teleskopen ( f 7 aufwärts ) und wenn du großflächige Nebel fotografieren willst.
Beim Programm Telescopius ( Telescope Simulator ) kannst du schön ausprobieren, wie sich der Abbildungsmaßstab mit verschiedenen Kameras und Teleskopen, bzw. Sensorgrößen und Teleskopbrennweiten mit Reducer oder Flattener bei diversen Himmelsobjekten ändert.
Hier mal ein Beispiel von meiner ASI2600MC PRO mit APS-C Sensor und dem Sharpstar 61 EDPH lll mit Reducer und 270mm Brennweite :

Screenshot_20250604-230841_Chrome.jpg
 
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Hier das gleiche Setup nur mit Flattener statt Reducer und 360mm Brennweite. Damit passt M31 nur noch sehr knapp auf den Sensor :

Screenshot_20250604-231420_Chrome.jpg
 
Hej Jonas
https://astronomy-imaging-camera.com/wp-content/uploads/EN1.jpg
Die 2000 Da sollte also funktionieren.
Die Teleskope passen beide , ich persönlich würde wohl dem Lacerta wählen …
Einen Reducer brauchst du nicht unbedingt aber einen Flattener schon , sonst hast du Eiersterne . Meistens gibt es entsprechende Empfehlungen zu den Teleskopen welcher Flattener passt und welchen Abstand dieser zu deinem Sensor haben sollte .

VG Knut
 
Hab mal ein paar Beispiele für das Setup mit der 2000er Canon und dem Lacerta 72/436mm MIT Reducer bei 341mm Brennweite gemacht. Ich würde den Lacerta definitiv mit Reducer nehmen, da die größeren Nebel dann gut auf den Sensor passen. Ausserdem verkürzt du damit die Belichtungszeiten. Mit Flattener würde teilweise einiges von den Aussenbereichen der Nebel abgeschnitten.

Screenshot_20250604-233426_Chrome.jpgScreenshot_20250604-233616_Chrome.jpgScreenshot_20250604-233716_Chrome.jpgScreenshot_20250604-233842_Chrome.jpg
 
Wow das sind unfassbar hilfreiche Kommentare
Vielen Dank dafür

Dann steht für mich fest das ich den flattener als reduzieren Variante nehme.
Den Abstand der davon vorgeschrieben wird erreicht man ja über den t2 Adapter und eine passende Distanz Hülse.
 
Hallo Jonas,

anbei ein kleiner Ratschlag... Anfangs benötigst Du mit Sicherheit kein Guiding, mit ~400 mm Brennweite kannst Du bei sehr guter Einnordung auch so 30 Sekunden belichten... Vielleicht 60 Sekunden, aus eigener Erfahrung auch länger...

Liest sich vielleicht nicht zu spannend, spart aber anfangs zusätzliche Hardware, Geld und Gewicht, vermeidet anfänglich noch nicht notwendige Probleme und trägt zum Astrofotografieverständnis bei...

Und bitte denke auch an die anschliessende Bildverarbeitung mit Darks, Flats etc. :)

Viele Grüsse, viel Erfolg!

Markus
 
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Hallo Jonas,
mit der von Dir beschriebenen Ausrüstung legst du ein gesundes Fundament für den Einstieg in die Astrofotografie.
Ein Einstieg auf hohem Niveau, denn mit ASIAIR erreichst Du bereits einen Automatisierungsgrad, der die Sache von Anfang an sehr komfortabel gestaltet.
Richtig angeschlossen und eingerichtet ist das Aufstellen und Einnorden ein Kinderspiel, Objekte sucht und findet ASIAIR von allein, und zentriert sie schön in der Bildmitte Deiner Kamera.

Allerdings musst Du, damit das alles gut funktioniert, einigermaßen gut fokussiert haben.

Aber auch das kann Dir, sofern Du noch in einen Fokusmotor investierst, ASIAIR abnehmen.
Die Autofokusfunktion arbeitet schnell, mit hervorragendem Ergebnis. Auch evtl. temperaturbedingt nötiges Nachfokussieren macht das Set dann allein.

Deshalb meine Empfehlung als Einer, der es gern bequem hat: Setze noch einen Fokusmotor auf die Wunschliste, die werden hier regelmäßig um € 200 angeboten, und für längere Belichtungen auch ein kleines Leitrohr mit Guidingkamera. Leitrohr 30mm von SVBONY z.B. reicht völlig aus, und als Guidingkamera eignet sich fast alles, was so gebraucht angeboten wird. Z.B. ASI 120.
Wichtig ist, dass Zubehöre wie Fokusmotor und Guidingkamera zwingend vom Hersteller ZWO sein müssen, wenn sie mit ASIAIR verwaltet werden sollen.

So ein Set macht richtig Spaß, weil es sehr schnell und ohne große Mühe brauchbare Ergebnisse liefert.
Allerdings kann es genauso befriedigend sein, sich das eine oder andere erst zu erarbeiten.
Fokussieren mit Bahtinov-Masken, Objekte mit Sternkarten finden, sich mit Fehlern bei längeren Belichtungen auseinandesetzen.......

Ich möchte jedenfalls auf den Komfort, den ASIAIR liefert, nicht mehr verzichten.

CS

Dietmar
 
Eine Bahtinov-Maske ist ein Hilfsmittel zum Scharfstellen, zum Fokussieren.
Das Teleskop auf einen hellen Stern gerichtet, liefert die Maske verschiedene Muster, mit deren Hilfe die optimale Fokusposition gefunden werden kann.
Etwas aufwändig, funktioniert aber gut. Die Masken gibts passend zur Brennweite des Teleskops für ein paar Cent......

Darks, Flats und Bias sind Korrekturbilder, mit welchen die Fehler des gesamten Sets herausgestellt werden, um diese später bei der Bildbearbeitung zu entfernen.
Mit Flats werden z.B. Verschmutzungen des Sensors und Abschattungen des Teleskops (Vignettierung) aufgezeigt, mit Darks werden Hot- und Coldpixel des Kamerasensors, sowie das thermische Rauschen sichtbar gemacht, und mit Bias das Ausleserauschen des Sensors.

Diese Korrekturbilder werden später bei der Bildbearbeitung gebraucht, und z.B. mit dem Bildbearbeitungsprogramm PixInsight zusammen mit den Einzelaufnahmen in einem Rutsch verarbeitet. Diese Fehler, die in jedem Set stecken, sollen ja später nicht im fertigen Bild enthalten sein.....

CS

Dietmar
 
Muss man die Bilder jedes mal neu machen oder reicht es die darks und Bias einmal zu machen
Bei den flats hört es sich so an dass die auf jedenfall immer neu gemacht werden müssen wegen der Verschmutzung oder Schatten.
 
Hast Du völlig richtig erfasst.
Flats werden immer gemacht, vor allem bevor man irgendetwas ändert, nach den Aufnahmen.
Jegliches Ändern, auch minimales Verdrehen der Kamera, erfordert neue Flats.
Darks und Bias kann man dagegen eine Weile verwenden.
Zu beachten ist allerdings, dass Darks stets die gleiche Belichtungszeit erhalten, wie die Lights, also die Aufnahmen.
Ideal wäre dabei, Darks auch bei gleicher Temperatur aufzunehmen.

CS

Dietmar
 
Aber ausser die 3 Typen an konfigurationsbilder muss man keine extra Bilder machen ?

Wie macht man den flats wenn es dunkel ist
Ich habe gelesen man soll zb ein weisses tshirt über das teleskopspannen damit man eine homogene Oberfläche hat
Und dann muss man wohl den iso Wert und den Fokus genauso lassen wie bei den lights
Einzig die belichtubgs sollte so geändert werden das nicht über oder unterzeichnet wird.
Dazu habe ich eine belichtungszeit von 1 bis 5 Sekunden gefunden
 
Hallo Jonas,

Flats, Darks und Bias sind die Korrekturaufnahmen, die Du brauchst.
Es gibt zwar Stimmen, die meinen, man könnte beispielsweise durch Dithern auf Darks und Bias verzichten, was nicht ganz falsch ist, aber Du machst keinen Fehler, wenn Du die Korrekturaufnahmen komplett machst und verwendest.
Um Flats anzufertigen, musst Du Dein Set unverändert lassen, und auf Tageslicht warten.
Dann, wie Du schon sagtest, ein T-Shirt oder eine, bzw. mehrere Lagen weißes Papier auf den Tubus legen, und gegen den Himmel belichten. Die Belichtungszeit sollte so gewählt werden, dass ein aussagekräftiges Bild entsteht, und keine Pixel vollständig gesättigt sind. Es gibt da zwar ADU-Werte, an denen man sich orientieren kann, aber mit ein bisschen Probieren hat man das schnell raus.

Der sicherere Weg ist natürlich der Einsatz einer Flatfieldbox, mit genau definierter Helligkeit, gleichmäßig über die ganze Fläche.
Die kann natürlich jederzeit auch im Dunklen verwendet werden, Tageslicht ist da sogar hinderlich.
Den Fokus so zu lassen, wie bei der Aufnahme der Lights, ist zu empfehlen, aber nicht überlebenswichtig.

CS

Dietmar
 
Hallo Jonas,

Wie ist denn dein Budget? Asiair kann ich nur unterstützen, auch wenn dann Equipment von ZWO Pflicht ist (DSLR funktinioniert auch; falls eine Astrokamera kommt, dann muss die von ZWO sein). So ein geschlossenes Ecosystem klingt erstmal unattraktiv, aber die Asiair bietet tatsächlich eine Menge Komfort, gerade auch für Einsteiger.

Teleskop: Was möchtest du fotografieren? Großflächige Nebel oder möchtest du eher die winzigsten Details in den entlegensten Galaxien herauskitzeln? Bei Letzerem wird dir der kleine Lacerta Refraktor keine Freude machen.

Montierung: Falls der Geldbeutel es erlaubt, würde ich auf deine HD-Montierung setzen (z. B. AM5). Sie ist leichter zu tragen (falls du mobil unterwegs bist) und bietet insgesamt auch mehr Komfort, da bis 13 kg Gewicht auf der Montierung keine Gegengewichte notwendig sind. Und man muss die Achsen nicht austarieren.

CS,
Ulrike
 
Mrin Budget liegt ungefähr 3000 Euro.
Wobei ich natürlich versuche die ein oder andere Sache gebraucht zu kaufen.
Mein Ziel sind Bilder von Galaxien und neben.
Die witzigsten Details innerhalb einer galaxy sind noch nicht mein Ziel.
Die Am5 montierung klingt interessant.

Ich habe aber noch ein Frage.
Und zwar hab ich gesehen das Teleskop Service ein ähnliches teleskop anbietet wie den lacerta 72/432
Ist das eine gute Alternative zu dem lacerta?
Es handelt sich um den ts 72 refraktor
 
Hallo

Ich denke die beiden Teleskope sind ziemlich Gleichwertig. Mit dem TS Teleskop machst Du sicher nix falsch.

Bei Astrobin kannst Du in der Suchfunktion nach Bildern suchen, die mit einer bestimmten Hardware aufgenommen wurden.
Einfach den Teleskop Namen ( z.B. TS 72mm f6 oder ähnlich oder den Kamera Namen ) in die Suchleiste eingeben, und Astrobin zeigt die Bilder die damit gemacht wurden.

Beispiel :


VG Walter
 
Jetzt habe ich gesehen dass es verschiedene arbektsabstände gibt
Ist das eventuell ein Nachteil oder hat das nur was mit den distanzstücken die man braucht zu tun

Oder reduziert sich der arbektsabstand beim anbringen eines reduziert auf die angegebene mm Zahl die auf dem reducer steht
 
Die Arbeitsabstände können unterschiedlich sein. Den Arbeitsabstand gibt der Reducer oder Flattener vor und er wird dann einfach per Distanzhülsen eingestellt. Gegebenenfalls stimmt der angegebene Abstand manchmal nicht ganz, uns es muss im Zehntel Bereich feinjustiert werden. Dazu gibt es im Handel jede Menge Zwischenringe und Scheiben in 42mm ( T2 ), 48mm ( 2" ) usw.
 
Okay. Mich hatte verwundert dass bei der Beschreibung des ts 72 Apo die Angabe von einem bestimmten arbeitsabstand gegeben war. Das wird sich dann aber vermutlich auf den Abstand für die Nutzung normaler Okulare beziehen.
 
Für dich zählen nur die 55mm Arbeitsabstand die beim Reducer angegeben sind.
Noch was : wenn du zwischen Kamera und Reducer noch einen Filter hast, dann verlängert sich der Arbeitsabstand um ein Drittel der Glasstärke des Filters. Beispiel: ist ein Filter mit 2mm Glasstärke verbaut, dann beträgt der Arbeitsabstand ca. 55,7mm. Ist das Filterglas 1mm dick, dann ist der Arbeitsabstand 55,3mm
 
Du könntest auch darüber nachdenken, dir ein Teleskop mit Petzval-Design zuzulegen, dann bist du die Friemelei mit dem richtigen Arbeitsabstand los.
 
Hallo Jonas,
noch ein Hinweis zum Guiding: zwingend notwendig sind ein (kleines) Guiding-Teleskop (Svbony SV165 Mini ist z.B. eine sehr gute und günstige Lösung) plus eine Guiding-Kamera (irgendwas wie die ASI-120 mini zum Beispiel).

Mit welcher Software-/Hardware-Kombination Du es steuerst, da gibt es viele Möglichkeiten. Ich würde auch immer erst mal auf vorhandenes zurückgreifen. Wenn Du z.B. ein Laptop oder irgend ein Mini-PC hast, dann probiere es ruhig erst mal damit. Als Guiding-Software ist PHD2 frei erhältlich.

Ein Asiair ist sicherlich komfortabel, aber meiner Meinung nach anfangs verzichtbar. Schone lieber erst mal Dein Budget und finde raus, was Dir taugt oder nicht.

Auch den hier vorgeschlagenen Reducer würde ich nochmal hinterfragen wollen. 420mm ist für große Objekte sehr gut, die jetzt im Sommer und Herbst anstehen. Galaxien und Sternhaufen hingegen sind viel kleiner, da werden die meisten schon ziemlich klein auf dem Bild sein. Und F/6 ist absolut OK zum Fotografieren.

Aber so sind wir hier im Forum, es gibt viele Meinungen :rolleyes: ;)

Drum nur ein Hinweis: die schlimmste Entscheidung ist, vor lauter Hin- und Her-Überlegen gar kein Teleskop zu haben und sich klare Nächte entgehen zu lassen.

Viel Freude bei diesem tollen Hobby!

LG Wolfgang
 
Ja dieses hin und her überlegen macht mich tatsächlich wahnsinnig.
Man möchte eie reiten schnell sein setup zusammen haben aber andererseits auch nicht aus der Hektik raus das falsche kaufen.
 
Hallo Jonas,

ich stehe momentan quasi vor demselben Problem und komme nur schwer zu einem Ergebnis.

Für ein Einstiegssetup würde ich es allerdings möglichst einfach halten, um das Frustpotential zu minimieren. Für mich wäre das:
1) Ein kleiner Refraktor, vorzugsweise Petzval-Design (keine Kollimation nötig, keine Suche nach dem richtigen Abstand)
2) Asiair als Steuerungscomputer (plug & play)
3) Montierung: Falls das Geld vorhanden ist, eine HD Montierung (Mobilität, kein Gegengewicht nötig, kein Austarieren der Achsen).

CS,

Ulrike
 
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