Hilfe bei Teleskopkauf

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

juri1992

Mitglied
Hallo Astro Freunde =)

Ich habe momentan ein altes Dobson Teleskop, möchte mir aber ein neues zulegen.
Es sollte ein Newton Reflektor mit parallaktischer Montierung sein, evtl mit Polsucher. Der Preis sollte zwischen 500- maximal 900€ sein.

Anwendungsgebiet sollte vor allem Deep Sky Objekte sein, aber auch Planeten.
Ich bin mir unschlüssig ob ich es mir als Komplett Paket kaufe oder Montierung, Tubus etc. einzeln kaufe (Da ein Freund es so gemacht hat). Was würdet ihr mir empfehlen und was haltet ihr z.B von dem hier

Teleskop


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Juri,

ein 8" f/5 auf einer EQ-5 geht aus meiner Sicht gar nicht. Auf eine EQ-5 passt maximal ein 6" f/5 (selbst f/6 is aus meiner sicht schon grenzwertig). Wieso willst Du keinen Dobson mehr? Ist der alte kaputt?

Grüße
Matthias
 
Es ist ein 76/350 Dobson, also ein wirklich einfaches. Wollte jetzt halt zu etwas größeren und besseren greifen. Habe im Internet auch gelesen das Newton Teleskope recht gut sein sollen im Preis Leistungsverhältnis, und vor allem die parallaktischer Montierung soll von Vorteil sein. Desegen kein Dobson.

Hatte mir eigentlich gedacht ein Teleskop mit 8" zu holen, aber es sollte natürlich eine vernünftige Montierung haben.

Danke für die Antwort Matthias!
 
Hallo Juri,

nur damit da keine Missverständisse aufkommen: ein Dobson IST ein Newton-Teleskop.
Was heißt: "Parallaktische Montierung soll von Vorteil sein": Welchen Vorteil versprichst DU Dir davon? War es schwierig für Dich, Objekte mit dem kleinen Dob im Blickfeld zu halten? Eigentlich solltest Du mit der Nachführung per Hand vertraut sein. Bei einem 8-Zöller parallaktisch geht schon ein ganz schöner Batzen Geld für die Montierung drauf, noch mehr wird es, wenn diese auch noch Motoren bekommt. Dann noch die Energieversorgung dazu...
Das Teleskop wird dir auf parallaktischer Montierung oder Rockerbox aber immer dasselbe zeigen.
Wenn´s denn wirklich parallaktisch werden soll, dann pack´ Dir auf alle Fälle eine ordentliche Montierung unters Gerät oder nimm ein Teleskop mit weniger Öffnung.

Gruß, Tilo
 
Hallo Matthias.

Zitat von Feldstecher:
Auf eine EQ-5 passt maximal ein 6" f/5 (selbst f/6 is aus meiner sicht schon grenzwertig).
Meine EQ-5 darf sich mit einem leichten 150/750 und einem schwereren 150/1200 abgeben. Mit letzterem ist die Fokussierung (Wackeltätigkeit Nr. 1) nicht wesentlich schwieriger. Eine steifere Montierung wäre beim Fokussieren zwar gut, ich komme mit der vorhandenen aber gut zurecht.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Juri,
die Montierung der von dir verlinkten Kombination (Newton 200/1000 f5 auf EQ 5) ist mit dem Tubus schon überfordert. Unter einen solch großen Tubus gehört eine EQ 6 welche aber wohl deinen Preisrahmen sprengt.

Hast du schon einmal über einen Dobson(200/1200 f6) in verbindung mit einer äquatoriale Plattform (Nachführung) nachgedacht? Für rein visuelle Zwecke eine vollkommen ausreichende Kombination welche noch etwas Geld für wichtiges Zubehör (Cheshire-Okular, Okulare, usw.) übrig lässt.

Hier mal zwei Links bezüglich der EQ-Plattform:
Reiner Vogel
Dieter Martini

Gruß
Simon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja sorry, stimmt...
also die parallaktische Montierung wollte ich zum Fotografieren, und das soll im Vergleich zum Dobson präziser mit der Montierung sein.
Hab die Informationen von hier:

info

Naja ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mit dem Dobson nicht sehr zufrieden war. War nicht sehr Präzise, und hat schon gut gewackelt. Sollte deswegen schon eine parallaktische Montierung sein.

Aber auch Danke für die Antwort


 
Natürlich würde ich mit dem Fotografieren erst später beginnen, also später nachrüsten dafür. Aber das Teleskop sollte doch schon eine gute Basis dafür sein.
 
Hallo Juri,
der Tubus vom Dobson lässt sich später mittels Rohrschellen immernoch auf eine äquatoriale Montierung setzten, wobei es sich bei der Astrofotografie empfiehlt klein anzufangen. Möglichkeiten des Einstiegs wären z.B. die Kamera mit Fotoobjektiv bzw. kleinem Refraktor auf eine nachgeführte Montierung zu setzten.

Wenn du uns erzählts aus welcher Ecke zu ungefähr kommst, gabelt sich vielleicht ein Forenmitglied auf und du kannst dir die Möglichkeiten in natura anschauen.
Oder du schaust im GAD nach Gleichgesinnten.

Edit: Bei der von dir zuletzt verlinkten Kombination ist die Montierung ebenfallst zu klein für den Tubus.

Gruß
Simon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Simon,

Du schriebst
Zitat von simon92:
Hallo Juri,
die Montierung der von dir verlinkten Kombination (Newton 200/1000 f5 auf EQ 5) ist mit dem Tubus schon überfordert. Unter einen solch großen Tubus gehört eine EQ 6 welche aber wohl deinen Preisrahmen sprengt.
Laut Deepsky-Brothers sollte eine HEQ-5 ausreichen.

Grüße

fquadrat
 
Hi
ja eine HEQ5 kommt mit einem 8" f/5 Newton z.B. Celestron gut klar. Habe ich selbst so ne Weile benutzt, aber mit 13 Kilo Gegengewicht.
8" f/5 mit EQ5 geht vllt zur Not, aber würde ich nicht empfehlen.

Juri, wieviel Erfahrungen hast Du denn schon gemacht? Hast Du schon die Geräte gesehen und probiert?
Bei Deiner Anfrage sehe ich einen Knoten den es zu lösen gilt: Für 500EUR 8" Newton mit Montierung und Fotooption, paßt aus verschiedenen Gründen nicht/nur bedingt

Für Foto ist die Basis eine gute Monti. Die frißt Dei Budget schon mehr als auf, wenn 8" als Fototeleskop kommen soll.
Ein gutes 8" Teleskop ist auch schon teurer.
Fotografisch ausgelegte Newton sind anders gebaut - u.a. höher obstruiert als visuelle Geräte. Vis Geräte kommen dagegen mit der Kamera oft nicht in den Fokus.
Als Fotobeginner fängst Du auch nicht mit 1m Brennweite an.

Vor dem Hintergrund, rege ich die Anpassung Deiner Anforderungen an und rate zunächst das Thema Foto zu vergessen und visuelles Gerät anzustreben oder aber komplett auf Foto zu setzen, wenn Du das willst. Dann ist aber 8" und Co mit dem Budget ad acta zu legen.
CS

 
Hallo Juri,

Dein bisheriges 76/350 Dobson-Teleskop ist ein Kinderspielzeug. Daß Du jetzt was besseres möchtest, ist verständlich. :)

Daß Du irgendwann fotografieren möchtest, ist auch verständlich. In der Astronomie gibt es 2 verschiedene Arten von Fotografie.

a) Sonnenflecken, Mondkrater und Planeten mit Webcam oder besserer Kamera mit kleinem Chip

b) Deepsky-Fotografie mit DSLR oder gekühlter CCD-Kamera

a) ist relativ einfach, setzt wegen der kurzen Belichtungszeiten im Millisekundenbereich die selben Ansprüche in Punkto Nachführungsgenauigkeit und "Wacklizität" wie visuelles Beobachten an eine Montierung. Das geht grad noch mit etwas Ausschuß mit einer Kombination 200/1000 er Newton auf einer in beiden Achsen motorisierten H-EQ5. Damit die fuzzelkleinen Planeten größer werden und Du Details auf ihnen fotografieren kannst, brauchst zusätzlich zum Teleskop und der Montierung noch ne gute Barlow-Linse oder ein Projektionsokular um die Brennweite auf ca. 4 Meter aufzublasen. Da nimmt man dann kurze Videos auf. So 30 Sekunden bis 2 Minuten. Mit Freewareprogrammen werden die Videos weiterbearbeitet (Gemittelt, geschärft, Kontast angehoben). Das bekommst zusammen für etwa 1.500 Euro. Oder Du nimmst für Planeten einen 6" Mak. Der kostet etwa so viel wie ein 8" Newton, hat aber weniger Hebel und geht wirklich gut auf der H-EQ5. Oder du filmst durch einen Newton auf Dobsonmontierung und Nachführungsplattform. Koscht in etwa auch so viel. :)

b) ist deutlich teurer, weil man viel Kleingruscht braucht, ehe überhaupt fotografiert werden kann und die Belichtungszeiten für die Bilder bei mehreren Minuten liegen. Damit dabei die Sterne rund bleiben, braucht man neben den Nachführmotoren an der Montierung noch einen Anschluß für ein ST-4 Kabel an der Steuerung für Autoguiding und eine Kamera, die an einem Leitrohr, Sucher oder Off-Axis-Guider sitzt und die ST-4 Autoguidingimpulse für die Steuerung erzeugt.
Diese Anforderungen erzwingen eine bessere Montierung als für visuelles Beobachten. Und auf alle Fälle eine parallaktische Montierung. Im Falle des 200/1000 eine EQ-6 oder besser. Mit den entsprechenden Motoren, Steuerung mit Autoguidingeingang, Stromversorgung, Guidingkamera, Laptop, Komakorrektor, Aufnahmekamera und weiterem Kleinkram bist da schnell bei über 3.000 Euro. :o

Wenn Du noch keine Erfahrung mit Deepsky-Astrofotografie hast (normale Fotografie ist was völlig anderes und zählt nicht!) dann würde ich Dir nicht empfehlen, gleich mit einer Brennweite von 1 Meter einzusteigen.

Sofern Du bereits eine DSLR hast würde ich an Deiner Stelle die mit Teleobjektiv bestückt auf die Montierung setzen. Helle Objekte fotografieren und mit diesen Bildern erstmal den Umgang mit Deepskystacker und Fitswork lernen. Parallel dazu oder auch als zweiten Schritt dann das Autoguiding zum Fliegen bringen und erst mit diesen Erfahrungen (dauert 1, 2 oder 3 Jahre bis alles so klappt, wie es soll) dann auf Fotografie durch den 200/1000 umsteigen. :Trost:

Wenn Du jetzt ganz naiv eine DSLR an den dicken Pott schnallst, erlebst Schiffbruch. Denn Dir fehlt im Moment jegliche Erfahrung mit der Montierung, dem Einnorden/Einscheinern und der Eingrenzung der unterschiedlichen Fehlerursachen (verkippter/nicht passender Komakorrektor, wackeliger Okularauszug, zu kleiner Fangspiegel, Leitsterndrift durch weiche Verbindung Leitrohr oder Verbiegungen innerhalb des Tubus, nicht passende Spiegeljustage...). :teufelgrr:

Ich vergleiche Astrofotografie mal mit dem Autofahren: Wenn Du bisher nur Fußgänger warst und noch keine Fahrpraxis mit nem Pkw hast, solltest nicht über Formel-1 Rennfahren oder Motorcross nachdenken. ;)

Ich halte es für sinnvoller, das Geraffel für visuelle Beobachtung und Fotografie zu trennen.

Du könntest z.B. jetzt einen 8" Newton kaufen und den als Dobson montiert zum richtigen Kennenlernen des Himmels verwenden. Laß Dir dabei Zeit. Du wirst dann von ganz alleine merken, ob Du eher Planeten oder Deepsky möchtest. Und wenn Du dann weißt, wohin die fotografische Reise geht, legst Dir die passende Montierung zu und packst ein zum Motiv passendes Teleskop drauf...

Die ganzen Komplettpakete, die die Händler anpreisen wie Sauerbier sind kappes. Stell das Zeug individuell zusammen und lege Wert auf Qualität. Lieber ein bissy weniger Öffnung, dafür aber stabil montiert, die passenden Okulare dazu, nen Deepsky-Reiseatlas oder den Karkoschka, ne Rotlichttaschenlampe und ein Telrad statt nem untauglichen 6x30 Sucher. Denn Du möchtest ja was am Himmel finden und nicht stundenlang suchen...

Solange Du den Himmel nicht visuell kennengelernt hast, kannst Du ja garnicht wissen, was sich für Dich als Fotomotiv "lohnt".
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
OK da hab ich das mit der Astrofotografie ein bisschen unterschätzt :D

Und klingt plausibel, sollte wirklich erstmal ein Dobson holen, und später einfach die Montierung aufrüsten.

Wo habt ihr denn eure Teleskope so gekauft/bestellt?

Und danke für die ausführlichen Ratschläge.

Gruß Juri
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus Juri,
spannend wäre noch, ob Du von der Terrasse oder Balkon beobachtest oder zum geplanten Beobachtungsplatz fahren musst, wieviele Treppen überwunden werden müssen und wie groß das eventuelle Auto ist.
Der 8" f6 wiegt komplett ca 20kg und ist mit zweimal Gehen transportiert (Tubus und Rockerbox, jeweils ca 10kg). In Deinem Preisrahmen wäre auch noch ein 10-12" unterzubringen, die sind aber wesentlich größer und schwerer. Vielleicht lieber ein 8" mit guten Okularen?

Schau mal hier nach, da findest Du auch sehr viele Infos:

http://www.intercon-spacetec.de/schnaeppchen/teleskope/

Viel Spass wünscht

Gottfried
 
Hi Juri,

OK da hab ich das mit der Astrofotografie ein bisschen unterschätzt :D

das geht den meisten Einsteigern so, das macht nix, Du hast ja jetzt viele gute Ratschläge bekommen für den Start. :Trost:

Und klingt plausibel, sollte wirklich erstmal ein Dobson holen, und später einfach die Montierung aufrüsten.

:D das klingt nach nem vernünftigen Plan. :super:

Wo habt ihr denn eure Teleskope so gekauft/bestellt?

mein erstes Teleskop gebraucht (100/1000er Russentonne samt motorisierte Montierung (New Polaris) vor 20 Jahren bei nem Freund)

Das 2. Teleskop 150/750 er Newton auf nem Teleskoptreffen von TS Ransburg. Hab vorher im Freundeskreis durch so eines durchgeguckt und Wolfi Ransburg angeschrieben. Er brachte mir das Teil gut verpackt zue Emberge Alm in Österreich mit. Dort haben wir es ausgepackt und ich hab es live am Himmel getestet. :D

Das 3. Teleskop (200/1000 er Newton) gebraucht übers Forum. Und ebenfalls übers Forum ne gebrauchte Sphinx sowie ne gebrauchte Astro 5. Die Astro-5 hab ich mittlerweile an einen Astrofreund weitergegeben.

Beim Gebrauchtkauf gehst wenig Risiko ein, wenn Du von jemand kaufst, der hier schon viele Beiträge geschrieben hat und eventuell auch Bilder veröffentlicht hat, die mit dem Geraffel gemacht wurden... So als groben Anhaltspunkt: gebrauchte Sachen gibts zu 2/3 des Neupreises. :cool:

Das 4. Teleskop (150/1800 er Macsutov) als Planetenspezialist für den Balkon wieder bei TS Ransburg.

Die Beratung dort ist gut, Extrawünsche sind möglich. :)

Bei Astroshop würde ich nur kaufen, wenn ich gaaanz genau weiß, wozu ich das brauch und ob es taugt.

Bei Amazoon und anderen Discountern Finger weg, denn die haben Null Ahnung von den Teilen, und wenn was net stimmt, sitzt ohne Beratung/Hilfe da. :mauer:
 
Hallo,

ich sehe es genau umgekehrt. Beim Astroshop hatte ich noch keine Probleme, bei Ransburg (TS) wäre ich vorsichtig.

Ich selbst hab neben Astroshop auch gute Erfahrung mit ICS in Augsburg gemacht. Bei Herrn Nickel (Astro-Versand) war ich mal vor Ort. Er war sehr freundlich und hat sich viel Zeit genommen. Die Beratung ist auch bei ICS sehr gut. Wenig begeistert war ich von Markus Ludes (APM).

Das 200/1000 habe ich auch auf einer EQ-5. Für visuelle Zwecke m. E. noch ausreichend stabil. Der Preis von 499,- Euro ist wirklich sehr günstig für ein solches Gerät mit Montierung. Offenbar ist sogar ein Polsucher dabei.

Mit freundlichen Grüßen
Christian
 
Also wenn ich mir das Teleskop hole, würde ich immer etwas aus der Stadt raus fahren auf ein Feld.
Es ist ein guter Platz und wenig lichtverschmutz, habe bis jetzt auch meistens mit einem guten Fernglas beobachtet um mich auch besser am Sternenhimmel zu orientieren.

Ich Wohne im zweiten Stock und habe ein recht großes Auto, da könnte ich denk ich mal problemlos ein größeres Teleskop unterbringen.

Mit dem Teleskopkauf werde ich noch etwas warten und nach guten Angeboten gucken, werde euch dann sagen wie ich mich entschieden habe =)

Kommt den jemand auch aus der nähe von Erfurt?

Gruß Juri
 
Hallo in die Runde,

ich habe eine HEQ5 und auch einen NT 203/1000 darauf .... da ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht. Wenn jetzt noch ein Leitrohr und eine DLSR darauf soll benötigt man noch einmal 5 kg Gegengewicht. Also das ist ein absolutes no go.

Gruß Thomas
 
Hallo Juri
Wie allen gebe ich auch Dir den Tipp, fahr doch mal auf eine Sternwarte in der nähe von Erfurt ist Kirchheim und Espenfeld, Gotha und sogar in Erfurt selbst ist eine, dort bekommst Du die nötigen Informationen die Du brauchst und noch ein Tipp ende September ist das Herzberg Treffen, dort treffen sich all die „Verrückten“ (so wie ich)einmal im Jahr „Lichverschmutzung was ist Das??“ ein Erlebnis, das Du nie vergessen wirst.
Lothar Dresden
lowdd@web.de
SW90/1250
C6 ToGo
C11
 
Hallo zusammen

Da ich die ganze Zeit noch am überlegen war, welches Teleskop ich mir nun kaufe, habe ich mich jetzt fast entschieden^^
Es soll vermutlich ein Dobson werden. Jedoch hätte ich da noch eine Frage, ist das Nachführen und Auffinden von Objekten schwer mit einem Dobson??

Und ich schwanke zwischen zweien:
dobson1
dobson2

Welches könntet ihr mir empfählen und habt ihr damit vlt schon positive Erfahrungen gemacht?

Dazu würde ich gerne ned okulare mit 5 und 12 mm brennweite und ein Übersichtsokular.
Was haltet ihr von den Okularen und welches Übersichtsoku könntet ihr mir empfählen? (ca 100 €)
Ahja für die Justage würde ich mir ein Cheshire Okular kaufen.

Gruß Juri
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Juri,

Zitat von juri1992:
ist das Nachführen und Auffinden von Objekten schwer mit einem Dobson??

Nun, jeder, der einen Dobson benutzt wird Dir sagen, dass das natürlich nicht schwer ist ;) Wie es halt immer ist im Leben, man fängt an und steigert sich dann langsam, also erst hat man Objekte an relativ einfachen Sternlinien entlang, später traut man sich dann schon auch komplexere Aufsuchstrategien zu.

Je nachdem wo Du herkommst kann ich Dir anbieten, einen 10" Dobson mal vor dem Kauf selbst zu schubsen und durch ein paar Okulare durchzusehen, dann merkst Du schon wie leicht oder schwer das wird.

Es bestünde weiterhin die Möglichkeit, meinen Dobson zu übernehmen, aber das ist nicht das Ansinnen dieses Beitrages, oft und gerne wollen die Leute lieber neu mit Garantie kaufen und hernach, mit der Zeit die Modifikationen selbst durchführen, was ich voll und ganz respektiere, zumal mein Dobson ,was das betrifft 'langweilig' ist, da ist schon weitgehend alles modifiziert ;)

Nochmal Edit: Ah, nee, sehe gerade, Du kommst ja vom anderen Ende der Republik ;)

Zu den Okularen:

Ich empfehle immer gerne folgende Staffelung:

28~32mm Übersichtsokular, wenn Du wie ich sehe eine größere Stadt in der Nähe hast, lieber etwas um die 28mm.

22-24mm
13mm
8mm
5mm

Beim Übersichtsoku darf es zu Anfangs gerne ein Erfle sein, derzeit werden auch diese Maxvision-Okulare von Explore Scientific heiss gehandelt, da überaus preiswert angeboten.

Um die 22mm, wenn Du kriegen kannst, schau mal nach einem gebrauchten Vixen LVW, das tut recht ordentlich, aber auch Erfle oder wieder Maxvisions tun hier gute Dienste.

Das 13mm wirst Du als Mittelfeldokular öfter und gerne einsetzen, da würde ich schon ein paar Euro reinstecken. Früher hatte ich hier ein 13mm Hyperion, das ich recht gut fand, später habe ich es durch ein Explorer Scientific 14mm 82° ersetzt.

8 und 5mm kann man zu Anfangs und auch darüber hinaus gerne mit den HR Planetary besetzen, hier tun aber auch die Hyperions gute Dienste oder mit etwas Glück gebrauchte Vixen LVW. Letztes Jahr auf einem Teleskoptreffen war ich aber auch vom Astro Professional 7mm 82° recht angetan, das gefiel mir wohl gut.

Zum Justieren des Newtons benutze ich das Spheretec Concenter Okular, das ist im Prinzip eine Luxus Filmdose, erspart aber die Mittenmarkierung des Hauptspiegels. Das kann man zwar auch grob mit einem Cheshire machen, jedoch habe ich hier noch keines gefunden, das mir genau genug gefertigt war und nicht im OAZ kippelte.





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Juri,

Ich empfehle Dir keines von beiden, sondern das hier:
10" Galaxy von ICS

Erstens kaufst Du da bei einem Händler mit besserer Beratung.
Zweitens sind die von Dir angedachten Okulare schon dabei.
Drittens hat der einen Leuchtpunktsucher statt einem optischen Sucher. Damit findet man die Himmelsobjekte viel einfacher.

Und um Deine Eingangsfrage zu beantworten: finden und nachführen geht mit einem Dobson (meiner Erfahrung nach) problemlos, wenn Du ein geeignetes Übersichtsokular hast (ist bei ICS dabei), einen Leuchtpunktsucher (auch dabei) und dazu noch den Deepsky Reiseatlas aus dem Oculum-Verlag und eine Rotlichtlampe (die müsstest Du dann halt noch kaufen).

Weitere Okulare brauchst Du früher oder später ohnehin. Aber für den Einstieg sind die beiden beiliegenden gut geeignet.

Viel Spaß:
Marcus
 
Servus Juri,
beide von Dir vorgeschlagene Teleskope kommen von Syntha in China. Grundsätzlich ist dagegen nix einzuwenden. Allerdings ist die Ausstattung durchaus unterschiedlich. Beim weißen Skywatcher sind zwei Okulare dabei, die sich beide nicht besonders gut für schnelle Newtons eignen. Der Sucher ist ein kleines Fernrohr mit auf dem Kopf stehenden Bild. Beim schwarzen Orion ist nur ein Okular dabei, dass auch nicht optimal mit einem f4,7 Newton harmoniert, der Sucher ist ein Leuchtpunkt (ich schätze persönlich die Kombination aus Leuchtpunkt oder Telrad zum groben Zielen und ein Sucherteleskop für schwache Objekte).
Gerne würde ich Dir einen anderen Händler ans Herz legen, da bekommst Du zur Zeit einen 10" GSO für etwa 100 Euro weniger:
http://www.teleskop-express.de/shop...0mm-Dobson-Teleskop---2--Crayford-AKTION.html
Als weitere Okulare für höhere Vergrößerungen die Planetarys mit 9mm und 5mm (funktionieren an schnellen Newtons erstaunlich gut, hab selber zwei): http://www.teleskop-express.de/shop...60----1-25--Okular---voll-multiverguetet.html

Das Übersichtsokular solltest Du bei ES kaufen, entweder 28mm 2" Maxvision, wenn es bei Dir relativ hell ist, wenn Du richtig dunklen Himmel hast, bietet Dir das 34mm Maxvision noch mehr Feld. Die Maxvision sind auf jeden Fall endgültige Okulare, da machst Du nix falsch: http://www.explorescientific.de/Okulare/Maxvision-68-Okular-34mm.html
Das Auffinden von Objekten ist ebenso wie die Nachführung ein wenig Übung, am Himmel wirst Du Dich mit der Zeit immer besser zurechtfinden. Der Umgang mit dem Teleskop muss ebenfalls geübt sein, ruhig auch mal tagsüber hernehmen, Sucher exakt justieren, auch die Justage der Optik ist nicht schwer, gehört aber dazu (Justierokular oder Laser solltest Du Dir auch anschaffen).

Frag gerne weiter,

Viele Grüße,

Gottfried
 
@raziel Dank dir für das Angebot, aber möchte lieber ein neues Gerät kaufen, die Begründung haut hin…und da du vom anderen ende der rep kommst, lohnt sich das auch nicht :D

Ich glaube der GSO Dobson sagt mir am meisten zu, ich denke auch mal das ich den bei TE bestellen werde, ist dort ein bisschen billiger genauso wie die Okulare.

Großes Dankeschön an euch und Clear Sky`s ;)

Gruß Juri
 
Hallo Juri.

Zitat von juri1992:
Frage, ist das Nachführen und Auffinden von Objekten schwer mit einem Dobson??
Nachführen kenne ich nicht näher, aber das Auffinden ist nicht wesentlich schwerer als mit einer parallaktischen Montierung. Daß es für mich etwas schwerer war, lag daran, daß ich nur parallaktisch montierte Teleskope benutze und das Aufsuchen eines Objektes mit dem Dobson nur gemacht habe, um zu sehen, ob ich das bei der Bauart kann. Daher kommt auch das Nichtwissen, was das Nachführen betrifft.

welches Übersichtsoku könntet ihr mir empfählen? (ca 100 €)
Wenn es nur um die Übersicht geht, reicht ein preisgünstiges 32-mm-70°-Weitwinkel für (neu) unter 90 Euro. Die Randverzerrungen sind dann nicht tragisch. Willst Du aber möglichst viel wahres Gesichtsfeld wirklich zum Beobachten nutzen, sollte die Qualität höher liegen. Ich würde dann den Maximalpreis ebenfalls höher ansetzen. Da gibt es dann das 31-mm-Hyperion-Aspheric von Baader, welches ein Händler für unter 150 Euro anbietet. Bei dunklem Himmel und geringem Lebensalter Deinerseits könntest Du auch das 36-mm in Betracht ziehen. Die AP muß halt noch in Deine Augenpupille passen.

Ich persönlich habe mit einem 32-mm-70°-Noname angefangen und gemerkt, daß es zwar zum Aufsuchen reicht, bei großflächigen Objekten aber in Randnähe die Sterne doch zu sehr verzerrt. Allerdings liegen die Nachfolger 35-mm-Panoptic und 31-mm-Nagler mehr als nur etwas außerhalb Deines Preislimits ...

Grüße

fquadrat
 
Moin!

Zitat von raziel28:
Ich empfehle immer gerne folgende Staffelung:

28~32mm Übersichtsokular, wenn Du wie ich sehe eine größere Stadt in der Nähe hast, lieber etwas um die 28mm.

22-24mm
13mm
8mm
5mm
IMHO sehr gut durchdacht, daher kann ich mich der Empfehlung anschließen. Das Übersichtsokular kann auch in Stadtnähe eher bei 32 mm liegen, sofern hauptsächlich Nebel beobachtet werden sollen. Die größere Austrittspupille gleicht dann die Abdunklung durch Nebelfilter aus.

Um die 22mm, wenn Du kriegen kannst, schau mal nach einem gebrauchten Vixen LVW, das tut recht ordentlich
"Recht ordentlich" dürfte deutlich untertrieben sein - das Okular gilt als eines der besten bei sehr schnellen Optiken.

Grüße

fquadrat
 
Hallöle,

Zitat von fquadrat:
"Recht ordentlich" dürfte deutlich untertrieben sein - das Okular gilt als eines der besten bei sehr schnellen Optiken.

Jo... ich hatte es ja hier gehabt und ja, ich war damit schon zufrieden, keine Frage. Ich wollte dann einfach mehr Feld und die modernen 82° Okulare stehen in der Abbildung den Kult-Okularen, ob sie jetzt LVW 22 oder Meade UWA 4000 14mm heissen in nichts mehr nach, zumindest für meinen Geschmack.
 
@Gottfried hast du einen Dobson von Gso? Wenn ja, wie ist er so von der Verarbeitungsqualität? Und wie verhält er sich beim Okularwechsel, gibt’s da vlt nerviges Wackeln?
Ansonsten habe ich mich eig schon entschieden =)

Danke auch noch mal an dich fquadrat

Gruß Juri
 
hat sich erledigt, habe etwas in einem anderen thread gefunden =)
Wegen dem Preis kann man halt nicht allzu viel verlangen.
Ich denke mal die delux version wird da schon besser sein, aber wegen dem Preis dann lieber den 8". Oder Was denkt ihr darüber?
deluxe

Thread

Gruß Juri
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben