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Daniel81

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Hallo ,

mein Name ist Daniel. Bin 29 Jahre jung und interessiere mich für
die Astronomie. Bin ein Blutiger-Anfänger was das bestaunen von Planeten betrifft. Um auf den Punkt zu kommen. Ich möchte mir ein Spiegelteleskop zulegen. Habe ca 250 euro zu verfügung. Würdet ihr mir ein paar Vorschläge geben was für eins. Das es 114/900
min Haben müsste, konnte ich schon erlesen. Das Einsatsziel, wäre
der Mond und Planeten.

Mfg Daniel
 
Hallo Daniel,

willkommen im Club. Du hast dir ein sehr schönes Hobby ausgesucht.

Mit einem 114/900er hast du zumindest von der Optik her eine gute Wahl getroffen. Die Geräte sind universell einsetzbar und vom Preis-Leistungs-Verhältnis her mit die besten Teleskope.

Der Haken ist die Montierung: Ein ca. 90cm langer Tubus bewirkt einen starken Hebel und benötigt somit eine starke Montierung, die allein schon dein Budget ausreizen würde.

Du benötigst auch weiteres Zubehör an Okularen, wobei dieses Öffnungsverhältnis mit preiswerteren Okularen sehr gut klar kommt. Alles zusammen landet man bei einem anständig montierten und ausgestattetem 114er schnell bei 400 bis 500 euro.

Eine Alternative wären die Dobson-Teleskope. Für ca. 300 Euro bekommt man einen 6- oder 8-Zoll Dobson. Diese bieten eine fast doppelt so große Lichtsammelfläche. Das Bild ist rund vier mal heller, und die Auflösung verdoppelt sich. Das heisst, bei gutem Seeing erkennst du an Mond/Planeten vier mal mehr Details als mit dem 114er (bei 8'' Öffnung).

Der Dobson mit acht Zoll hat ein Öffnungsverhältnis von f/6 und eine Brennweite von 1200mm. Hinzu kommt der 2''-Okularauszug (bei 114mm nur 1 1/4 Zoll). Hier kann man sich entsprechende Okulare ansparen, die ein sehr großes Gesichtsfeld am Himmel ermöglichen. Das ist wichtiger, als der Einsteiger denken mag. Der f/6-Dobsen benötoigt ebenfalls keine allzu teuren Okulare.

An Mond und Planeten bietet der Dobson einen sehr guten Kontrast. Es sind unglaublich viele Details zu erkennen. Mit der Zeit wirst du auch merken, dass man einen Dobson sehr gut optimieren kann, um die Leistung zu verbessern.

Das A und O bei der Beobachtung ist neben der Optik eine stabile Montierung. Hier sind die Dobsons ebenfalls sehr gut, die Rockerboxen (in die der Tubus eingehängt wird) ermöglichen ein weitgehend schwingungsfreies Beobachten.

Die Nachführung erfolgt manuell durch "Nachschubsen" des Tubus. Es ist meiner Erfahrung nach gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Übung sehr gut zu bewerkstelligen (nach ein paar Stunden hatte ich den Bogen raus und konnte mich von dem Dobson nicht mehr trennen).

Auf diesem Sektor wäre auf deinem Preis-Niveau der Gebrauchtmarkt sehr attraktiv.

Ich empfehle dir jedoch vor dem Kauf, auch Kontakt zu Sternfreunden aufzunehmen, um dir verschiedene Teleskope anzusehen. Nicht jeder kommt mit jedem Gerät gleich gut klar, und ein Fehlkauf wird schnell teuer.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Daniel,

Wie wärs mit dem hier
6" Dobson 236€

Eignet sich super für Planeten, Mond und auch Deep Sky. Und ist in deinem Preisrahmen. Auf jeden Fall ein solides Teleskop.
Die Frage ist natürlich noch. Wie sind deine Bedingungen am Ort an dem du beobachten möchtest ?

Gruß und CS
Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke erstmal für eure promte Antwort. Das 1 Problem ist, das das Teleskop leicht transportabel sein müsste. Das 2 Problem ist, das ich aus mein Balkong die Sterne Beschauen möcht. aber die Umgebung relativ hell ist ( Wohnviertel). Könnte das für ein Spiegelteleskop broblem bedeuten? Wohne am Oberstenpunkt des Hauses.

Mfg
 
Hallo Daniel,

ich habe oben ein paar Dinge vergessen:

Ein Newton-Reflektor muss öfters als jeder andere Teleskoptyp justiert werden. Das heisst, die optischen Komponenten müssen exakt aufeinander ausgerichtet werden, damit das Gerät ein gutes Bild liefert. Hierfür wird ein Justierlaser benötigt, der noch einmal ca. 70 Euro kostet.

Den Post von Daniel möchte ich noch etwas präzisieren.

Die Frage ist, wann und wo du beobachten möchtest und ob dir ggf. Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Auf dem Balkon kann ein Dobsonm mitunter kontraproduktiv sein. Je nach Höhe der Brüstung und Balkonfläche kann der Oberteil des Tubus schnell anschlagen. In meinem Fall muss ein Objekt zum Beispiel mindestens ca. 45 Grad über dem Horizont stehen, damit ist es mit dem Dobson überhaupt erreichen kann. Eine parallaktische Montierung oder ein kleines Gerät auf Fotostativ kann ich hingegen so aufstellen, dass ich bis zu zehn Grad über dem Horizont herunter kann. Ergo wäre ein Dobson für mich als Balkonbeobachter ohne Fahrzeug Geldverschwendung.

Ohne Fahrzeug wird der Transport eines Dobsond schwer bis unmöglich, es sein denn, du hast eine Terrasse oder einen Garten zur Verfügung. Sonst solltest du dich eher nach kompakten Geräten umsehen.

Nicht zuletzt ist auch das durchschnittliche Seeing für die Planetenbeobachtung entscheidend (aus deinem Anfangspost ersehe ich, dass dies dein Interessensschwerpunkt ist). Hast du an deinem Platz zum Beispiel durch Häuser sehr starkes Seeing, d.h. die Sterne flimmern bereits für das bloße Auge auch in Zenitnähe sehr stark, musst du dir überlegen, ob zum Beispiel ein Achtzöller für dich attraktiv ist:

Je größer die Öffnung, umso stärker macht sich das Seeing bemerkbar, d.h. die Auflösung sinkt, und das Bild wird unschärfer. Es ist eine Frage des Anspruchs, ob man viel mehr Geld für ein Planetenteleskop investieren möchte, dessen volle Leistung man seeingbedingt nur ein paar mal im Jahr voll ausnutzen kann. Allerdings hat man auch oft kurze Momente mit ruhiger Luft, bei denen der Blick durch ein großes Gerät zur Offenbarung wird.

Du merkst sicher, worauf ich mit diesen klassischen Beispielen hinaus möchte: Ohne eine möglichst gute Kenntnis deiner Randbedingungen ist es schwierig bis unmöglich, eine möglichst gute Empfehlung zu geben, die deinen Ansprüchen und Bedingungen am ehesten gerecht wird. Und alle Teleskoptypen im Detail zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen.

Was sind denn deine primären Beobachtungsziele unmd was bzw. wo hast du dich bereits eingelesen, damit man darauf ggf. aufbauen kann?

CS unf VG Christian
 
Hallo Daniel,

du bist meinem Post zuvorgekommen.

Zitat von Daniel81:
Das 1 Problem ist, das das Teleskop leicht transportabel sein müsste. Das 2 Problem ist, das ich aus mein Balkong die Sterne Beschauen möcht. aber die Umgebung relativ hell ist ( Wohnviertel). Könnte das für ein Spiegelteleskop broblem bedeuten? Wohne am Oberstenpunkt des Hauses.

Mfg

Na, darauf kann man doch schonmal aufbauen.

Zunächst zur Helligkeit. Hier kommt die sog. Austrittspupille (AP) ins spiel. Das ist der helle Kreis, den du im Okular siehst, wenn ein Teleskop oder Fernglas auf eine helle Fläche gerichtet wird. Je größer sie ist, umso heller ist das Bild im Okular. Die AP errechnet sich aus Öffnung dividiert durch Vergrößerung.

Eine Erfahrungsregel besagt, dass die maximale AP etwa so groß sein sollte wie die Grenzgröße mit bloßem Auge. Sonst wird der Hintergrund aufgehgellt, und schwache Szerne werden unsichtbar. Bei einer visuellen Grenzgröße von z.b. 5 mag sollte die AP maximal 5 mm betragen. Das gilt nicht nur für Spiegelteleskope, sondern für alle Fernrohre und Ferngläser.

Bedeuttet "leicht transportabel" Transportabilität im Handgepäck? Hier gibt es zwei Möglichkeiten in deiner Preisklasse, die sich leider quasi gegenseitig ausschließen:

Zum ersten den kleinen Maksutov bis etwa vier Zoll Öffnung: Dieser hat eine lange Brennweite und ist auf hohe Vergrößerungen für Mond und Planeten spezialisiert. Schwache Vergrößerungen und damit helle Bilder werden auch mit langbrennweitigen Okularen nur schwer und wenn dann mit einem Tunnelblick erreicht.

Zum zweiten gibt es die kurzbrennweitigen achromatischen Refraktoren. Sie sind lichtstark und haben kurze Brennweiten, so dass helle Bilder und große Gesichtsfelder, ähnlich wie bei einem Großfernglas, realisiert werden können.

Der Haken ist jedoch, dass sich ab etwa 30-40-facher Vergrößerung der Farbfehler der achromatischen Optik so stark bemerkbar macht, dass er stark stört und Details verschmiert werden. Beim Mond ist das ein eher ästhetisches Problem, bei der Planetenbeobachtung gehen feine Details jedoch verloren, so dass man diese Geräte hierfür kaum einsetzen kann. Diese Teleskope sind also im Endeffekt ein großes, einäugiges Fernglas. Hierfür bieten sie aber auch unvergleichbare Eindrücke des Sternenhimmels und von Sternhaufen und großflächigen Nebeln.

Auf die kurzbrennweitigen ED-Refraktoren gehe ich hier nicht ein, da sie dein Budget sprengen würden.

Hat die Transportabilität als Handgepäck für dich oberste Prirität, solltest du dir also nach Möglichkeit schon vor dem Kauf klar werden, was du schwerpunktmässig beobachten möchtest.

CS und VG Christian

 
Also , ich möchte natürlich nachts die Planeten mit unter auch den Mond beobachten.Was die Transportbedinungen betrifft,
ist nur mit ein Pkw der Mittelklasse möglich. Was die Höhe des Balkongs betrifft sind es genau 2m bis die Öffnung aufhört.

Ich müsste mich bestimmt hinsetzen , um die 45 Grad zu bekommen.Ich wohne im 5 Stock. Mein Sichtfenster beträgt
370 Mal 110 cm. Etwas bescheiden oder.

Mfg
 
Hallo Daniel,

unter diesen Voraussetzungen würde ich mich fragen, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine Ausrüstung auf den Balkon abzustimmen.

Wenn Planeten dein Schwerpunkt sein werden, würde ich ggf. einen Planeten-Spezialisten in Erwägung ziehen. In deiner Preisklasse wäre es als Neugerät ein 90mm Maksutov und gebraucht ggf. ein 102mm Maksutov. Die Geräte kommen wie bereits gesagt auch mit preiswerteren Plössl-Okularen sehr gut klar. Da sich hier schon dein haupt-Interessensgebiet und Transportmöglichkeiten abzeichnen, gebe ich mal eine konkrete Empfehlung ab:

Als Gerät ein 102mm Maksutov mit 1300mm Brennweite auf einer EQ2-Montierung, das ist visuell völlig ausreichend. Neupreis ca. 330 Euro, gebraucht zum Teil viel preiswerter. Alternativ die 20/1250mm-Version, Neupreis ca. 236 Euro mit visuell ausreichend stabiler Montierung.

Okulare:

32mm Plössl als Übersichtsokular und für Sternhaufen (ca. 40-fache Vergrößerung)

12mm Plössl (ca. 108-fache Vergrößerung, das entspricht der förderlichen Vergrößerung bei 102mm Öffnung)

9mm Plössl (ca. 144-fache Vergrößerung; V=1,5*Öffnung ist ein Erfahrungswert für gute Planetenvergrößerungen.)

Alle drei zusammen neu etwa 100 Euro.

Das wird zwar etwas teurer, aber ich denke, für deine Voraussetzungen ist das ein gutes Starterpaket.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo nochmal.

Bei einem Mittelklassewagen kann man natürlich auch den Dobson mit allen bereitzs genannten Vorteilen sehr gut transportieren. In diesem Fall müsstest du die Okularbrennweiten nach den o.g. Kriterien natürlich entsprechend umrechnen.

Der Dobson hat den Vorteil, dass er binnen weniger Minuten aufgebaut ist, allerdings hat er eine längere Auskühlzeit (mindestens ca. 45 Minuten) als der kleinere Maksutov: Einfach die Rockerbox aufstellen, Tubus rein und fertig!

Zum Dobson sei noch erwähnt, dass einige Beobachter das Nachführen per "Schubsen" bei hohen Vergrößerungen ab etwa 200-fach als störend empfinden, je nachdem, wie feinfühling und leichgängig die Mechanik im unmodifizierten Zustand ist. Im Hochvergrößerungsbereich muss nämlich sehr feinfühlig nachgeführt werden, sonst stößt man das Beobachtungsobjekt schnell ins Nirvana. Aber das ist Übungssache.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh , doch etwas umständlich. Habe natürlich neben mir ein Feld, dann müsste ich dort hin flüchten. wie sied es mit
Omegon , Skywatcher bzw Bresser aus? haben auch recht gute Angebote.
 
Hi Daniel,

kannst du hier die gewünschten Angebote verlinken, damit wir dazu konkret etwas sagen können? Dass du neben dir ein Feld hast, klingt schonmal sehr gut.

CS und VG Christian
 
Hallo Daniel,

also, der 114er ist das Teleskop, das ich ich oben mit allen Vor- und Nachteilen beschrieben habe. Die Montierung sieht zumindest subjektiv stabiler aus als die sonst üblichen EQ1 bzw. EQ2.

Das 150/750mm Newton-Teleskop ist ein Deep-Sky-Spezialist. Das Teleskop ist mit seinen 750mm Brennweite für niedrige Vergrößerungen und Großfeld-Beobachtungen ausgelegt. Natürlich kann man damit auch mit kurzbrennweitigen Okularen sehr schön Planeten beobachten.

Hiermit fängt man sicxh jedoch auch ein paar Nachteile ein:

Das Teleskop ist schwerer und verlangt nach einer stabileren und damit teureren Montierung. Die EQ3 von der Abbildung dürfte zumindest visuell ausreichend sein. Mit der Kombination habew ich keine Erfahrung, hierzu müssten sich andere äussern.

Das Öffnungsverhältnis von f/5 verlangt nach einer viel genaueren Justage als f/6 oder lichtschwächer. Gerade Anfänger tun sich damit oft schwer. Bei ungenauer Justage leidet die Bildqualität drastisch.

Last but not Least fordert f/5 auch hochwertigere und teurere Okulare als lichtschwächere Modelle. Newtons mit f/5 haben auch eine deutlich sichtbare Koma, d.h. Sterne werden zum Bildfeldrand hin kometenähnlich verzerrt, daher der Name. Ggf. benötigt man je nach Anspruch einen Koma-Korrektor.

Der 150/750mm ist also mit Einschränkungen für den Einsteiger zu empfehlen, wenn man bereit ist, die genannten Nachteile in Kauf zu nehmen.

CS und VG Christian


 
Zuletzt bearbeitet:
Von dem 130/900er würde ich Abstand nehmen:

Der hat einen Kugelspiegel wie der 114er, jedoch eine kürzere Brennweite im Verhältnis zur Öffnung. Das heisst, du fängst dir einen Abbildungsfehler, die sog. Sphärische Aberration ein. Die Sterne erscheinen aufgebläht und kometenartig. Die Grenzgröße wird dadurch auch herabgesetzt.

Fazit: der 130/900er kann nicht beugungsbegrenzt abbilden und eignet sich nur für schwache Vergrößerungen. Beim 114er ist die Brennweite verglichen mit der Öffnung länger, so dass man den Fehler nicht mehr sieht. Der 113er ist auch schwerer und somit schwingungsanfälliger bei gegebener Montierung.

CS und VG Christian
 
Hallo Daniel!

Also von denen, die du bisher vorgeschlagen hast, würde ich zum 114er tendieren. Voraussetzung wäre natürlich, dass die Montierung hinreichend stabil ist, was ich leider nicht mit Sicherheit sagen kann, da ich das Gerät nur vom Angebot her kenne.

Kommt ein Gebrauchtgerät in Frage?

CS und VG Christian
 
Als Alternative würde ich den bereits erläuterten Dobson sehen. Da kann man nicht viel falsch machen.

CS und VG Christian

P.S.: Wir sind uns hier alle per "du", kannst mich also duzen.
 
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