Himmelsglobus aus den 1960ern von VEB Freiberger Präzisionsmechanik

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Ursus corpulentus

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Liebe Glasaugen,

durch einen sehr, sehr glücklichen Zufall (Zufall?) und die Großzügigkeit der Vorbesitzer bin ich an einen Himmelglobus aus den 1960er-Jahren gekommen.

Seine Beschriftung ist in kyrillischen Schriftzeichen, die Spache wird Russisch sein und die dargestellten Sternbilder sind seitenverkehrt ausgeführt. Hergestellt wurde er im VEB Freiberger Präzisionsmechanik. Er misst ungefähr 16 Zentimeter im Durchmesser, wird von einem fein gearbeiteten, glasperlengestrahlten Aluminiumrahmen gehalten. Die Kugel ist frei drehend auf drei Stahlkugeln gelagert. Der Längengrad ist über den Rahmen und zwei kleinen Schrauben fest einstellbar, in dem auch die Himmelsachse steckt. Er ist durch Umdrehen für die nördliche wie die südliche Hemisphäre verwendbar. Dreht man den äußeren, geriffelten Rahmen, dann bewegt sich die Kugel analog zur Drehung (des Himmels) - alles mechanisch ... Stallarium analog, anno 1960.
Aufbewahrt wir das Ganze in einer hölzernen Kassette, in der das Instrument mit zwei kleinen hölzernen Zungen sicher festgeklemmt wird. Das Instrument ist augenscheinlich nahezu unbenutzt.

(So ungefähr würde sich die Beschreibung anhören).

P1300744.JPG P1300746.JPG

Was auf einem ganz anderen Blatt steht, ist die unglaubliche Faszination, die von diesem wunderschönen Instrument ausgeht. Das Firmament - der Kosmos - auf meinem Tisch, es ist schlicht magisch!

Man findet nicht viel über dieses Präzisionsinstrument, das (früher) wohl in der christlichen Seefahrt zur manuellen Navigation dient(e). Hin und wieder taucht im Internet mal eines zum Verkauf auf und es gab wohl unterschiedliche Modelle in unterschiedlichen Sprachen. So habe ich ein paar Bilder von diesen Instrumenten mit deutscher und englischer Beschriftung gesehen, bei manchen war die Grundfarbe der Kugel gelb.

Hat vielleicht jamnd von Euch hier im Forum mehr Informationen über dieses kleine Wunder?

Einen schönen Abend wünscht Euch der
Ursus
 
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Hallo Tom,

manchmal wirst du mir schon unheimlich. Dabei behaupten die Leute schon immer, mein Finden von Astro Kram gänge nicht mit rechten Dingen zu.

Viel Grüße von S aus H.
 
Hallo Ursus,
es ist Russisch, die Sternennamen und die Grichischen Eigennamen der Sternenbilder sind einfach in Russische übernommen ohne Übersetzung, unterhalb des Orion (Орион) ist der Große Hund z.B. (Большой Пес). Muss auch dazu sagen, die Sprache ist etwas stark eingerostet bei mir, Die Buchstaben bekomme ich noch gebacken, einige grundlegende Sätze auch noch, dann wird es aber schon duster
Trotzdem schönes Teil, wusste gar nicht, dass wir Ossis so was gebaut hatten. :eek:
 
Hallo,

sehr schön, ein richtiges Schmuckstück!

Ich habe noch einen Mondglobus von Räth. Im Gegensatz zu normalen Mondgloben ist die Achse wie bei Erdgloben um 23,5° geneigt. Die selenografischen Breitengrade wurden von Hand auf das Metall geschlagen, der Fuß ist Vollholz, der Mondglobus beleuchtbar. Die Oberfläche besteht aus 12 aufgeklebten aneinandergefügten Karten. Der Globus wirkt sehr liebevoll verarbeitet:
mondglobus.jpg mondglobus2.jpg mondglobus3.jpg
 
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Hallo,

ei verbibbsch nochmal, so einen Sternfinder habe ich ja auch rumstehen!
So circa vor 25 Jahren fragte mich jemand: "Hier, willste den haben, steht eh bloß rum." Ich wollte. Nun steht es bei mir rum, im Regal zum Angucken. Aber die Anleitung dazu fehlte. Danke Ralf für den link!
Den passenden Freiberger Trommelsextanten hatte ich mir in den frühen 1980ern gekauft, sponsored by Oma. Inzwischen habe ich damit auf offener See schon mal erfolgreich Positionsbestimmungen gemacht. :erde:
Gruß,
Niko
 
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