hochinteressant, SCT mit Keller Korrektor

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Hallo Philip,

auf der Achse mit dem Korrektor 8.5/33 und 20mm ausserhalb der Achse 22/54 micron (jeweils RMS/PV Durchmesser.
Ohne Korrektor liegen die Werte polychromatisch bei 14/26 Bildmitte und 110/170 20mm ausserhalb.

Ich hatte auch an einen gerechtnet.

Ohne Reduktionsfaktor für ein C14 kam ich polychromatisch (486-656nm) auf der Achse auf 10/24 mikrometer (jeweils RMS/PV Durchmesser) und 20 mm ausserhalb der Achse auf 18/36 mikrometer. Auch mit Schnitteweite 120 mm.

Gruß,
Harrie
 
Hallo,

eine kurze Anmerkung als Physiker

Zitat von Sven_Wienstein:
Hi Zusammen,

20µ das sind beim 8" SC wohl 2", das muss man erstmal guiden und über die Belichtungszeit an Seeing haben!

Das Seeing ist ein unabhängiger Fehler (von der Spotsize). Die Fehler addieren sich und führen zu einem größeren Gesamtfehler. Also sollte die Spotsize immer so klein wie möglich sein und dann hat man nur das Seeing als Fehler. Man kann die Gaussche Fehlerfortpflanzgsformel dazu verwenden oder quadratisch addieren wenn man den größt möglichen Fehler annemhem möchte. Also nicht drauf achten wenn jemand behauptet die Spotsize würde wegen dem Seeing keine rolle spielen das stimmt nur (ansatzweise) wenn die Spotsize plus Seeing kleiner ist die Pixelgröße.

CS

Tobias
 
Zitat von Telescopia:
Hallo Philip,

auf der Achse mit dem Korrektor 8.5/33 und 20mm ausserhalb der Achse 22/54 micron (jeweils RMS/PV Durchmesser.
Ohne Korrektor liegen die Werte polychromatisch bei 14/26 Bildmitte und 110/170 20mm ausserhalb.

Ich hatte auch an einen gerechtnet.

Ohne Reduktionsfaktor für ein C14 kam ich polychromatisch (486-656nm) auf der Achse auf 10/24 mikrometer (jeweils RMS/PV Durchmesser) und 20 mm ausserhalb der Achse auf 18/36 mikrometer. Auch mit Schnitteweite 120 mm.

Gruß,
Harrie

das ist gut möglich, weil ich in der Meritfunction immer bis 400nm und 700nm gehe, allerdings diese Extrema mit geringerer Gewichtung.
Nehme ich nur 486-656nm komme ich auf 13/34 micron 20mm ausserhalb der Achse für den 3-Linser.

Mir ist nicht klar, warum oft die Spotdiagramme unter 486nm aufhören und aus rein historischen Gründen Hbeta verwendet wird. Die Sterne hören unter 486nm auch nicht auf zu strahlen und die CCD sind oft bis 400nm empfindlich und die Gläser durchlässig.

Gruß,

Philipp



 
Zitat von Gamma:
Das Seeing ist ein unabhängiger Fehler (von der Spotsize). Die Fehler addieren sich
Tobias

Es handelt sich um eine Faltung.
Wenn ich typischerweise 1" Instumentenfehler habe und 2" Seeing komme ich vielleicht auf insgesamt 2.2" FWHM, nur so mal als Hausnummer.
2" erreicht man in Deutschland oft, 1.4" mindestens 5x im Jahr, mir sind sogar 5min Aufnahmen bis 1.0" FWHM aus Deutschland bekannt.
Da muss dann aber echt alles passen, 1" Instrumentenfehler kann man sich dann nicht mehr leisten.







 
Hallo Philipp,

Mir ist nicht klar, warum oft die Spotdiagramme unter 486nm aufhören und aus rein historischen Gründen Hbeta verwendet wird. Die Sterne hören unter 486nm auch nicht auf zu strahlen und die CCD sind oft bis 400nm empfindlich und die Gläser durchlässig.

Wenn keine Wellenlängen genannt werden geht kann man ja nur von den historisch F-, e- (d-) und C-linien ausgehen.
Stimmt mit der Empfindlichkeit der CCDs aber oberhalb 700 nm hört die Welt auch nicht auf. Allerdings passiert von 700 bis 1000 nm nicht soviel als im violetten Bereich.

Gruß,
Harrie
 
Hallo,

genau so wie Harrie hab ich das addieren gemeint. Eigentlich sollte man die richtge Formel mit der Ableitung nach der Fehlergröße nehmen (Gaussfehlerfortpflanzung) aber das ist auch nicht so wichtig, nur das man nicht immer auf die Händlerwerbung hört, von wegen das die Spotsize nicht zählt.


Übrigens wäre ein Korrektor gut, der keine reduzierung der Brennweite oder nur eine sehr kleine besitzt. Denn ein SCT währe eigentlich sehr gut zur Galaxienaufnahme und da ist die Brennweite nicht von Nachteil.

CS

Tobias
 
Hallo Herr Keller,

ich waere auch an einem Korrektor fuer mein C14 interessiert. Und zwar mit folgenden Praeferenzen:

(1) Reduktionsfaktor: moeglichst gering (~0,9 waere ok) fuer 24 x 36 Format, oder bis zur maximal moeglichen Bilddiagonale.

(2) Backfokus: Der vorgeschlagene Wert von 120 mm erscheint mir viel zu knapp, denn da muss ja u.a. auf jeden Fall noch ein externer Fokussierer reinpassen. Wenn das zu kurz wird, braucht man sehr teure Spezialanfertigungen. Aber auch eine Klappspiegeleinheit gehoert eigentlich zu den normalen operativen Erfordernissen. Selbst wenn die Bildqualitaet dadurch etwas reduziert wird, sollte das ganze bis zu einem Backfokus von 200mm noch funktionieren.

(3) Anschluss: sollte auf jeden Fall gross genug sein, damit keine Feldbeschneidung eintritt. Eine Oeffnung von 2" koennte je nach der Apertur der Korrektorlinse also schon zu klein sein. Die Dockingadapter an den Van Slyke Produkten (www.observatory.org/mastdock.htm) waeren sicher eine gutes und universelles Vorbild. Aber Hauptsache ist, dass es solide ist und nichts wackeln oder gar rausfallen kann.

Was den Korrektor mit groesserem Reduktionsfaktor (~0,6) betrifft, so gibt's ja sowas schon von Celestron und Meade. Ein neues Produkt muesste demgegenueber also schon wesentliche Verbesserungen haben.

Mit freundlichen Gruessen,
Peter

 
Hallo Peter,

(2) Backfokus: Der vorgeschlagene Wert von 120 mm erscheint mir viel zu knapp, denn da muss ja u.a. auf jeden Fall noch ein externer Fokussierer reinpassen. Wenn das zu kurz wird, braucht man sehr teure Spezialanfertigungen. Aber auch eine Klappspiegeleinheit gehoert eigentlich zu den normalen operativen Erfordernissen. Selbst wenn die Bildqualitaet dadurch etwas reduziert wird, sollte das ganze bis zu einem Backfokus von 200mm noch funktionieren.

Das C14 hat an sich noch nicht einmal eine so große Schnittweite hinter dem Okularstutzen. Wie machst Du dass den jetzt?
Man kan natürlich die Spiegel fokussierung benutzen um die Schnittweite zu vergrößeren, dann aber geht das auf kosten der Bildqualität.

Gruß,
Harrie
 
Hallo Harrie,

mag sein, dass die beste Abbildungsqualität bei kürzerem Backfokus erreicht wird. Ich müsste das mal systematisch untersuchen. Ich erinnere mich, dass es vor längerer Zeit einen Artikel von Dennis di Cicco in S&T gab, in dem er Tom Johnson von Celestron zitiert, kann das aber jetzt nicht finden.

Man muss die Sache aber auch von der praktischen Seite betrachten. Was nützt mir eine theoretisch optimale Fokuslage, wenn ich damit entweder gar nicht oder nur unter erheblich eingeschränkten operativen Bedingungen arbeiten kann. Zu den praktischen Erfordernissen gehört bei einem SCT nun mal eine shiftingfreie externe Fokussiereinheit. Ein konventioneller (Crayford-Style) Fokussierer ist schon mal ca. 100mm lang. Und mit einer zusätzlichen Flipmirror Spiegelbox kommt man dann schnell auf die von mir genannten 200mm.

Wenn derartige Schnittweiten zu inakzeptabler Bildverschlechterung führen, wäre der Aufwand natürlich für die Katz. Dann müsste man sich die Anschaffung von besonders kurzbauenden Komponenten überlegen, etwa die von Finger Lakes, aber das würde dann nicht unerhebliche Zusatzkosten verursachen.

Dass Celestron selbst den operativen Backfokus erheblich weiter außen vorsieht, kann man schon an der Länge der Zenitspiegeleinheit ersehen. Bei meinem C14 (Baujahr 1974) hat die nämlich eine optische Weglänge von 220mm. Also entweder liegt der optimale Fokus doch weiter draußen als Du meinst, oder Celestron hätte hier ohne Not einen Bock geschossen.

Es wird wohl noch einige Anstrengungen und Zeit erfordern, diese Frage zu klären.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
@ Peter:
Wir haben bereits Lieferanten für entsprechend durchmessendes und kurzes Zubehör gefunden (Off-Axis-Guider und Fokussierer).
Alle Infos dazu bekommst du bei Zeiten beim Philipp Keller.
@ all:
Ich habe gestern Philipp darüber informiert, dass ich die Korrektoren nicht vertreiben werde.

Gruß, Michael Breite
 
Schade, Michael, dass sich Deine Idee nicht so wie geplant realisieren lässt. Ich hatte gerade wieder angefangen, mich selber mit dem Thema SCT zu beschäftigen...

Schönes Wochenende,

Stefan Korth

 
Hallo Michael,

wir hatten ja schon vor einigen Jahren über solch einen Korrektor gesprochen und ich hatte gehofft, daß diese Möglichkeit nun endlich in greifbare Nähe rückt. Zumal ich wußte, daß Du weißt, wo den Astrofotografen der Schuh drückt. Schade das die Sache nun so im Sande zu verlaufen droht. Ich werde mich dann wohl mit Michael Königs C11-Umbauplänen intensiver beschäftigen müssen.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Herr Keller,

heißt das nun das die Sache auf Eis gelegt bzw. eingestampft wird? Echt Schade, auch ich war schon recht gespannt auf die neuen Reducer.

Grüße
Marcus
 
Hi,

wie einige wissen konzentriert sich Philipp Keller seit einigen Monaten auf seine Großprojekte (Teleskope ab 80 cm Öffnung).
In diesem Zuge hat ASA die gesamte Produktpalette (Teleskope bis einschl. 60cm Durchmesser) von Astrooptik Philipp Keller übernommen. Das schließt auch alle Korrektorendesign mit ein.
Es liegen diverse Korrektorendesign auch für Schmidt Cassegrains vor. Ich habe es schon geprüft und wir werden welche produzieren.
Wenn ASA nur hochwertige Linsenhersteller beauftragt und die Stückzahl bei unter 50 bleibt und wir die Fassung im eigenen Hause sehr präzise herstellen wird ein Korrektor im 3" Format so um die EUR 750 kosten. Bei einigen hundert Stück in China produziert (samt Fassung) purzelt der VK schon unter EUR 400!!
Ich denke so ein KB ohne Brennweitenreduzierung und einer im APS Format mit ca. 20% Brennweitenverkürzung könnte interessant werden.

CS
Egon
 
Hallo Andreas,

ja der 2" reducer ist von Philipp gerechnet worden und Wolfi Ransburg hat da einige, aus der ersten Testcharge, im Verkauf.
Das war noch vor der Zeit, bevor ASA die Korrektoren von Philipp übernommen hat.
Ransburg wird diesen auch in Zukunft von uns beziehen können ( und hat auch schon angefragt).
Dieser 2" hat eine gute Performance (bis APS). Wir werden die diversen Daten wie Spotdurchmesser, Vignettierung und Backfokus ins Netz stellen.
Für KB sollte es aber schon ein "Dreizöller" sein.

CS
Egon
 
Hallo Egon ,

das wäre sehr positiv , wenn die Daten veröffentlicht würden, so wie es Herr Keller in der Vergangenheit mit seinen anderen Korrektoren immer gemacht hat.
W. Ransburg konnte oder wollte auf Anfrage die Daten
des 2" SC - Korrektors nicht herausgeben .

C.S.
 
Hallo,

diese Daten sind ja kein Geheimnis - und jeder ist ja vor dem Kauf interessiert was er zu erwarten hat. Das gilt für "etwas hochpreisige Produkte" erst recht.

CS
Egon
 
Re: SCT Korrektoren von ASA?

Zitat von Egon:
Hi,

wie einige wissen konzentriert sich Philipp Keller seit einigen Monaten auf seine Großprojekte (Teleskope ab 80 cm Öffnung).
In diesem Zuge hat ASA die gesamte Produktpalette (Teleskope bis einschl. 60cm Durchmesser) von Astrooptik Philipp Keller übernommen. Das schließt auch alle Korrektorendesign mit ein.
Es liegen diverse Korrektorendesign auch für Schmidt Cassegrains vor. Ich habe es schon geprüft und wir werden welche produzieren.
Wenn ASA nur hochwertige Linsenhersteller beauftragt und die Stückzahl bei unter 50 bleibt und wir die Fassung im eigenen Hause sehr präzise herstellen wird ein Korrektor im 3" Format so um die EUR 750 kosten. Bei einigen hundert Stück in China produziert (samt Fassung) purzelt der VK schon unter EUR 400!!
Ich denke so ein KB ohne Brennweitenreduzierung und einer im APS Format mit ca. 20% Brennweitenverkürzung könnte interessant werden.

CS
Egon

Lieber Herr Döbler,

ich hole diesen alten Thread aus der Versenkung, um nachzufragen, ob wir uns auf die seinerzeit angekündigten Schmidt-Cassegrain Korrektoren noch Hoffnungen machen können. Seitdem ist ja nun bald ein Jahr vergangen und ich finde außer den bekannten Newton Korrektoren immer noch nichts dazu auf den Seiten von ASA.

Mein Interesse richtet sich dabei insbesondere auf die größere Bauform im 3" Format zur Verwendung an meinem C14.

Es wäre schön, wenn wir dazu bald neue Nachrichten bekommen können.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
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