Astromarton
Aktives Mitglied
Hallo Astrogemeinde,
nach einer kleinen Pause melde ich mich zurück. Bei dem Wetter & Neumond kann man nicht nein sagen zur Astronomie.
Ich baute gestern also um ca. 20:00 Uhr mein Gerödel auf dem Vorplatz unseres Gartens auf. Mit dabei war mein 4.5" Astrograph und der 90mm Skywatcher Mak Huckepack auf der HEQ5. Das Aufbauen ist mittlerweile schon Routinesache. So war ich schon nach wenigen Minuten betriebsbereit. Die DSI inkl. nagelneuem Flipmirror hing am Mak, am Newton ein Kellnerokular und ich musste nur noch meine EOS aus dem Zimmer holen. Ich drehte mich also um, um die Kamera zu holen und...KRACH-KLIRR-TRÄTSCH-CRASH...
Ich werde bleich und mein Herz schien stillzustehen. Ich mache keinen Wank und verharre wie versteinert ohne mich umzudrehen. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf: Das wars. Ende mit Deiner Astrokarriere. Nach Minuten traue ich mich eines Blickes und drehe mich um 180°: Beide Teleskope liegen auf dem Betonboden. Sie fielen von der Montierung aus einer Höhe von mindestens 1.50m. Mir steckt immer noch der Kloss im Hals. Unter Schock begutachte ich die Übrigbleibsel der Teleskope. Aber was ist das? Das kann doch nicht sein, dachte ich...beide Teleskope, der Astrograf und der Mak überlebten den Sturz. Lediglich der Fangspiegel des Newtons war zerbrochen. Die Meade DSI hat auch was abbekommen. So waren auf dem Boden überall Teile des Sperrfilters und das Gehäuse war aufgebrochen. Das Kellnerokular hatte auch einen Totalschaden und die Leitrohrschellen waren zerbrochen. Ansonsten nur Kratzer und grössere Lackbschädigungen.
Nun, es hätte schlimmer kommen können, aber ich bin überaus glücklich, dass der Hauptspiegel des Newtons unversehrt ist und der Mak völlig intakt blieb. Von wegen Routinesache! Nachdem ich mich erholt habe hab ich den Vorfall rekonstruiert um herauszufinden, was die Ursache für das lösen der Prismenschiene von der Klemme war.
Herausgefunden habe ich, dass ich das Teleskop verkehrt herum in die Prismenhalterung fixiert hatte. So war die keilförmige Seite bei den Klemmschrauben, sodass das Teleskop mit Leichtigkeit herausfallen konnte.
An alle Amateurastronomen: Das ist mir bisher einmal passiert und ich sage Euch, es ist nicht lustig. Obwohl man das Aufstellen der Teleskope schon blind machen könnte sollte man stets überprüfen, ob wirklich alles stimmt.
Das geplante Budget für den neuen Apo geht nun für die sanierung der Teile drauf. Schade
.
Viele Grüsse,
Dennis
nach einer kleinen Pause melde ich mich zurück. Bei dem Wetter & Neumond kann man nicht nein sagen zur Astronomie.
Ich baute gestern also um ca. 20:00 Uhr mein Gerödel auf dem Vorplatz unseres Gartens auf. Mit dabei war mein 4.5" Astrograph und der 90mm Skywatcher Mak Huckepack auf der HEQ5. Das Aufbauen ist mittlerweile schon Routinesache. So war ich schon nach wenigen Minuten betriebsbereit. Die DSI inkl. nagelneuem Flipmirror hing am Mak, am Newton ein Kellnerokular und ich musste nur noch meine EOS aus dem Zimmer holen. Ich drehte mich also um, um die Kamera zu holen und...KRACH-KLIRR-TRÄTSCH-CRASH...
Ich werde bleich und mein Herz schien stillzustehen. Ich mache keinen Wank und verharre wie versteinert ohne mich umzudrehen. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf: Das wars. Ende mit Deiner Astrokarriere. Nach Minuten traue ich mich eines Blickes und drehe mich um 180°: Beide Teleskope liegen auf dem Betonboden. Sie fielen von der Montierung aus einer Höhe von mindestens 1.50m. Mir steckt immer noch der Kloss im Hals. Unter Schock begutachte ich die Übrigbleibsel der Teleskope. Aber was ist das? Das kann doch nicht sein, dachte ich...beide Teleskope, der Astrograf und der Mak überlebten den Sturz. Lediglich der Fangspiegel des Newtons war zerbrochen. Die Meade DSI hat auch was abbekommen. So waren auf dem Boden überall Teile des Sperrfilters und das Gehäuse war aufgebrochen. Das Kellnerokular hatte auch einen Totalschaden und die Leitrohrschellen waren zerbrochen. Ansonsten nur Kratzer und grössere Lackbschädigungen.
Nun, es hätte schlimmer kommen können, aber ich bin überaus glücklich, dass der Hauptspiegel des Newtons unversehrt ist und der Mak völlig intakt blieb. Von wegen Routinesache! Nachdem ich mich erholt habe hab ich den Vorfall rekonstruiert um herauszufinden, was die Ursache für das lösen der Prismenschiene von der Klemme war.
Herausgefunden habe ich, dass ich das Teleskop verkehrt herum in die Prismenhalterung fixiert hatte. So war die keilförmige Seite bei den Klemmschrauben, sodass das Teleskop mit Leichtigkeit herausfallen konnte.
An alle Amateurastronomen: Das ist mir bisher einmal passiert und ich sage Euch, es ist nicht lustig. Obwohl man das Aufstellen der Teleskope schon blind machen könnte sollte man stets überprüfen, ob wirklich alles stimmt.
Das geplante Budget für den neuen Apo geht nun für die sanierung der Teile drauf. Schade
Viele Grüsse,
Dennis