Dann frage ich mich, warum damals der ganze Zirkus mit Film zusammenbiegen gemacht wurde, wenn eine extra-Linse das Ganze benutzerfreundlicher gemacht hätte?
Eine bildfeldebnende Linse hätte nur Nachteile mit sich gebracht. Die muss schließlich für jeden Spiegel gerechnet, geschliffen und vergütet werden, und braucht dazu eine (justierbare) Halterung, die im Strahlengang liegt. Kosten, Aufwand, zusätzliche Glas-Luft-Flächen, Obstruktion, Beugungseffekte, vielleicht auch Vignettierung hätte man sich unnötigerweise eingekauft.
Hallo Alex,Das andere Problem, für jede Aufnahme an das Teleskop ranzumüssen, weil ein Filmbehälter für Rollfilm unnötig breit gewesen wäre, kann man sich heute kaum noch vorstellen.
Hallo Gerd,Es genügt eine handelsübliche Plankonvexlinse, die Kosten belaufen sich auf wenige Euro.
Ja, heutzutage ist das bestimmt so. Aber wie war das denn zu Zeiten der Schmidt-Kameras? War das damals nicht aufwändiger und teurer?Vergütung ist nun wirklich heutzutage kein Thema
Obstruktion sehe ich zunächst nicht bei der Linse selbst. Ich gehe aber davon aus, dass eine solche Linse von irgendetwas in ihrer Position gehalten werden muss. Möglicherweise auch so, dass man den Abstand zum Film fein einstellen kann. Oder spielt das in dem Fall keine Rolle?wo bei einer Linse eine Obstruktion herkommen soll wird wohl dein Geheimnis bleiben
Wobei ich bei den paar Versuchen, die ich noch analog fotografiert hatte, maximal eine halbe Stunde am Stück belichtet hatte – spätestes dann konnte ich Leitstern und Fadenkreuz nicht mehr auseinanderhalten. Gut, dank Schwarzschildeffekt und abnehmender Filmempfindlichkeit konnte man wohl zwischendurch den Deckel aufs Teleskop setzen, um sich eine Pause zu gönnen, vermute ich mal... Von daher kamen schon ein paar Bilder zusammen, und spätestens beim ersten Flugzeug war die nächste Aufnahme dran.das klingt schlimmer als es damals tatsächlich war.
Mit chemischem Film wurde ja schließlich eine Aufnahme mit einem Stück Film durchbelichtet.
Eine Schmidtkamera benötigt lediglich eine simple Plankonvex Linse von der „Stange“ zur Feldebnung kurz vor dem Sensor.
Sie wäre also auch heute noch eine erstklassige Lösung und man könnte auf den ganzen Zirkus eines RASA getrost verzichten und wäre dem RASA trotzdem sogar noch überlegen.
Einziger Nachteil der Schmidtkamera, die Kamera mit Feldebnungslinse muss hier natürlich zwischen Schmidtplatte und HS und man würde eine Spinne zur Befestigung derselben benötigen.
Und um das zu vermeiden dürfte man den Aufwand mit dem RASA treiben.
Grüße Gerd
war das zu den Hoch-Zeiten der Schmidtkameras auch schon so? Um diese Zeit geht es ja.
Ich gehe davon aus, dass zu der Zeit der Aufwand für solche Linsen anders war im Vergleich zu heute. Oder sehe ich das falsch?
Obstruktion sehe ich zunächst nicht bei der Linse selbst. Ich gehe aber davon aus, dass eine solche Linse von irgendetwas in ihrer Position gehalten werden muss. Möglicherweise auch so, dass man den Abstand zum Film fein einstellen kann. Oder spielt das in dem Fall keine Rolle?
Die Filmhalter hat man ja sehr klein gehalten, um nicht unnötig abzuschatten. Eine Linse vor dem Film, die sehr wahrscheinlich größer gewesen wäre als das Filmmaterial, zuzüglich einer noch so kleinen Halterung würde ich schon Obstruktion nennen. Aber vielleicht irre ich mich ja an der Stelle.
Wenn die von mir angenommenen Nachteile einer bildfeldebnenden Linse gar keine Rolle spielen, dann bleibt ja weiterhin die Frage von Alex, warum man derzeit auf das Wölben von Filmmaterial gesetzt hat, und eben nicht auf eine Linse. Darüber nachgedacht hat man damals bestimmt.....
Weil man damals mit sehr großem Filmformat gearbeitet hatte und eine Feldebnungslinse bei derart riesigen Feldern ihre Grenzen hat.
das RASA- und/oder Hyperstar-System hat natürlich den großen Vorteil, dass man in der Auswahl der Kamera flexibel ist. Auch schwerere gekühlte Kameras lassen sich einsetzen. Bei der echten Schmidt-Kamera könnte man natürlich eine entsprechende Spinne konstruieren, so wie ich es auch bei meiner SC gemacht habe.
Allerdings muss hier die Feldebnungslinse direkt auf dem Sensor-Chip platziert werden. Das ist durch das Auflagemaß der gängigen Kameras nicht ohne weiteres möglich.
Auch das Justieren der Komponenten innerhalb des Tubus einer Schmidt-Kamera ist mit der damaligen Bauweise eines geschlossenen Tubus mit der heutigen Sensortechnik nicht kundenfreundlich realisierbar gewesen. Von daher halte ich die RASA-Systeme für einen guten Kompromiss. Wobei man sich hier natürlich andere konstruktionsbedingte Nachteile erkauft.
.....vielleicht erleben wir ja noch die Renaissance der Schmidtkamera. .....Schmidtkamera D.......Eine echte Schmidtkamera mit simpler Feldebnungslinse wäre deutlich preisgünstiger und wäre dennoch dem RASA sogar noch überlegen.
Was die statische Last betrifft, da habe ich bei dem Hyperstar auch wenig Bedenken. Hab nur immer Sorge, dass ich beim Auf- oder Abbau mal abrutsche und mit der vorstehenden Linse irgendwo anstoße. Die Belastung dürfte in dem Fall etwas anders zu bewerten sein.Zum Hebel: Hier gibt's einen Belastungstest zur Schmidtplatte vom C14 (wenn auch nicht dazu, ab wann die Bildqualität schlechter wird):
EXPERIMENT: How Much Weight Can a Celestron C14 Corrector Hold?
Beim Anschauen müsst ihr ganz stark sein![]()