Dane Vetter
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich möchte hier eine Aufnahme von IC 2574 zeigen, für die ich im vergangenen Jahr die Daten gesammelt habe. Gleichzeitig möchte ich eine Frage in die Runde geben, bei der ich selbst noch unschlüssig bin: Und zwar den Umgang mit dem schwachen Staubumfeld dieser Galaxie.
IC 2574 empfinde ich als ein anspruchsvolles Objekt mit sehr geringer Flächenhelligkeit und wenig klarer Struktur. Gerade das diffuse Umfeld mit dieser diffusen Galaxie macht sie für mich zur Herausforderung, hierzu eine geeignete Balance zu finden. Genau deshalb habe ich ursprünglich bewusst fast 30 Stunden RGB aufgenommen, mit dem Ziel, dieses schwache Staubsignal möglichst gut sichtbar zu machen. Für meinen Himmel hätte es wohl auch noch mehr sein können.
Die Bearbeitung von diesem staubigen Umfeld war etwas zäh, genauso aber auch das Herausarbeiten der relativ kleinen Ha Gebiete. Um den Staub überhaupt gut sichtbar zu machen, musste der Hintergrund stark gestreckt werden. Die Strukturen liegen sehr nah an der Rauschgrenze und mussten entsprechend vorsichtig, teils auch leidvoll, herausgearbeitet werden. Ich habe da auch ordentlich mit dem Bügeleisen drübergeglättet... Aber irgendwie wirkt es im Gesamten immer etwas "dirty". Ich bin mir nicht sicher, was hier letztlich harmonischer wirkt. Lässt man den Staub deutlich sichtbar, wirkt das Bild schnell unruhig. Nimmt man ihn konsequent zurück, bleibt eine ruhigere Darstellung der Galaxie, aber genau dieser zusätzliche Kontext des staubigen Umfelds geht verloren. Em Ende gehört er a auch irgendwie dazu.
Aktuell sehe ich drei Ansätze. Ihn bewusst stärker zu zeigen und dafür eine rauere Bildwirkung in Kauf zu nehmen. Den Staub wie in der ursprünglichen Fassung kaum sichtbar zu lassen, oder ein Mittelding zu finden. Technisch ist das Staubsignal vorhanden und ich habe es mir so eingerichtet, dass ich es entsprechend dosieren kann. Ästhetisch bin ich mir aber unsicher, welcher Weg mir am besten gefällt. Wie so üblich gibt es wohl für alle Varianten einen passenden Geschmack.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Würdet ihr die Aufnahme lieber "ohne" deutlich sichtbaren Staub sehen, mit klar erkennbarem Staub oder als Mittelweg mit nur leicht reduziertem Staubanteil? Oder soll ich es noch mehr stauben lassen?
Hier mit etwas deutlich sichtbarem Staub. Ich habe die Staubfläche zu 35% eingeblendet.
Hier ganz ohne die zusätzliche Staubschicht, in der ursprünglichen Version.
Die entsternte Variante der ursprnglichen Variante. Man erkennt hier schon, wenn auch recht schwach, den herumschwebenden Staub.
Und hier noch als Annotated und das Finding Chart
Die Aufnahmedaten:
Aufnahmedatum: 05.03 / 06.03 / 07.03 / 18.03 / 19.03 / 02.04 / 03.04 / 04.04.2025
Belichtung:
RGB 29 h 30 min, Gain 100, −10 °C
Ha 25 h 35 min, Gain 100, −10 °C
Montierung: Skywatcher EQ8-R
Teleskop: Celestron C11 EdgeHD
Brennweite: 2800 mm
Kameras: ZWO ASI 2400 MC Pro / ZWO ASI 6200 MM Pro mit Astronomik 6nm H-alpha Filter
Software: ASIAIR, PixInsight, Photoshop
ich möchte hier eine Aufnahme von IC 2574 zeigen, für die ich im vergangenen Jahr die Daten gesammelt habe. Gleichzeitig möchte ich eine Frage in die Runde geben, bei der ich selbst noch unschlüssig bin: Und zwar den Umgang mit dem schwachen Staubumfeld dieser Galaxie.
IC 2574 empfinde ich als ein anspruchsvolles Objekt mit sehr geringer Flächenhelligkeit und wenig klarer Struktur. Gerade das diffuse Umfeld mit dieser diffusen Galaxie macht sie für mich zur Herausforderung, hierzu eine geeignete Balance zu finden. Genau deshalb habe ich ursprünglich bewusst fast 30 Stunden RGB aufgenommen, mit dem Ziel, dieses schwache Staubsignal möglichst gut sichtbar zu machen. Für meinen Himmel hätte es wohl auch noch mehr sein können.
Die Bearbeitung von diesem staubigen Umfeld war etwas zäh, genauso aber auch das Herausarbeiten der relativ kleinen Ha Gebiete. Um den Staub überhaupt gut sichtbar zu machen, musste der Hintergrund stark gestreckt werden. Die Strukturen liegen sehr nah an der Rauschgrenze und mussten entsprechend vorsichtig, teils auch leidvoll, herausgearbeitet werden. Ich habe da auch ordentlich mit dem Bügeleisen drübergeglättet... Aber irgendwie wirkt es im Gesamten immer etwas "dirty". Ich bin mir nicht sicher, was hier letztlich harmonischer wirkt. Lässt man den Staub deutlich sichtbar, wirkt das Bild schnell unruhig. Nimmt man ihn konsequent zurück, bleibt eine ruhigere Darstellung der Galaxie, aber genau dieser zusätzliche Kontext des staubigen Umfelds geht verloren. Em Ende gehört er a auch irgendwie dazu.
Aktuell sehe ich drei Ansätze. Ihn bewusst stärker zu zeigen und dafür eine rauere Bildwirkung in Kauf zu nehmen. Den Staub wie in der ursprünglichen Fassung kaum sichtbar zu lassen, oder ein Mittelding zu finden. Technisch ist das Staubsignal vorhanden und ich habe es mir so eingerichtet, dass ich es entsprechend dosieren kann. Ästhetisch bin ich mir aber unsicher, welcher Weg mir am besten gefällt. Wie so üblich gibt es wohl für alle Varianten einen passenden Geschmack.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Würdet ihr die Aufnahme lieber "ohne" deutlich sichtbaren Staub sehen, mit klar erkennbarem Staub oder als Mittelweg mit nur leicht reduziertem Staubanteil? Oder soll ich es noch mehr stauben lassen?
Hier mit etwas deutlich sichtbarem Staub. Ich habe die Staubfläche zu 35% eingeblendet.
Hier ganz ohne die zusätzliche Staubschicht, in der ursprünglichen Version.
Die entsternte Variante der ursprnglichen Variante. Man erkennt hier schon, wenn auch recht schwach, den herumschwebenden Staub.
Und hier noch als Annotated und das Finding Chart
Die Aufnahmedaten:
Aufnahmedatum: 05.03 / 06.03 / 07.03 / 18.03 / 19.03 / 02.04 / 03.04 / 04.04.2025
Belichtung:
RGB 29 h 30 min, Gain 100, −10 °C
Ha 25 h 35 min, Gain 100, −10 °C
Montierung: Skywatcher EQ8-R
Teleskop: Celestron C11 EdgeHD
Brennweite: 2800 mm
Kameras: ZWO ASI 2400 MC Pro / ZWO ASI 6200 MM Pro mit Astronomik 6nm H-alpha Filter
Software: ASIAIR, PixInsight, Photoshop


